Region: Saarland
Bildung

Lösungen statt Verbote - virtuellen Schulunterricht jetzt erlauben!

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Ministerium für Kultur und Bildung des Saarlandes
170 Unterstützende 149 in Saarland

Die Petition wurde abgeschlossen

170 Unterstützende 149 in Saarland

Die Petition wurde abgeschlossen

  1. Gestartet 2020
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Beendet

12.12.2020, 17:18

Korrektur von Rechtsschreibfehlern. ....


Neuer Petitionstext: Das Ministerium für Kultur und Bildung blockiert virtuellen Schulunterricht in Form von Streaming aus dem Klassenzimmer zu einzelnen Schülern oder alsi als virtuelle Schulstunde und begründet dies mit Datenschutzbedenken. **Wir fordern, dass das Ministerium spätestens bis zum Ende der Weihnachtsferiern am 4.1.2021 klar kommuniziert unter welchen Vorraussetzungen ein \freiwilliges\ Streaming von ausgewählten Unterrichtseinheiten gestattet ist.** Engagierte und motivierte Lehrer\*innen und Schül\*innen dürfen nicht länger ausgebremst werden weil es an der Umsetzung von verpflichtenden Konzepten mangelt.
**Musterhygienepläne & Lüftungskonzepte statt Rahmenbedingungen für digitalen Unterricht – oder wie das Kultusministerium die Digitalisierung des Unterrichts ausbremst.**
Seit fast einem Jahr ist das Thema Digitalisierung in das Zentrum der deutschen Bildungspolitik gerückt. Passiert ist bisher wenig bis nichts.
Gerade in der ersten Lockdown-Phase und während des Hybridunterrichts wurde immer deutlicher, dass der fehlende direkte und unmittelbare Kontakt zu den Lehrkräften  die vorherrschende Bildungsungerechtigkeit immer weiter befeuert. Wer nicht auf Familienangehörige zurückgreifen konnte, um bei Fragen den neuen Unterrichtsstoff erklärt zu bekommen, hatte in vielen Fällen schlichtweg Pech.
Jetzt steht das Saarland kurz vor einem erneuten Lockdown, die Zahl der Schüler, die aufgrund von Quarantäneanordnungen zu Hause unterrichtet werden müssen, steigt immer weiter.
Während sich das Kultusministerium auf die Vermeidung von Quarantäneanordnungen durch Musterhygienepläne und Lüftungskonzepte konzentriert, bleibt es den Schulen und Lehrkräften weitestgehend selbst überlassen sich um geeignete Materialien (auf die Auslieferung zugesagter Endgeräte warten Schule z.T. seit gut einem halben Jahr) zu kümmern und Knowhow zum Thema digitale Bildung aufzubauen.
Engagierte Schulen und Lehrer\*innen haben in den letzten Wochen und Monaten gemeinsam mit Eltern nach Wegen und Methoden gesucht, mit denen auch Schüler, die nicht körperlich am Unterricht teilnehmen können, wenigstens sinnvoll teilhaben können. Selbst Grundschulkinder wurden im Umgang mit den entsprechenden Medien geschult, um im Quarantänefall auch ohne umfangreiche Unterstützung durch ihre Eltern auf die Unterrichtsmaterialien zugreifen zu können.
An diesem Punkt scheitert nun die Umsetzung von effizienten Unterrichtsmethoden, wie z.B. dem Streaming ausgewählter Unterrichtsstunden aus dem Klassenzimmer direkt ins Homeschooling, an fehlenden Vorgaben des Kultusministeriums.
Anstatt die notwendigen Voraussetzungen (wie z.B. Einwilligungen der Erziehungsberechtigten, Stummschalten der Übertragung wenn Schüler ohne entsprechende Einwilligung Wortbeiträge liefern) zu definieren, zieht man sich mit einem Verweis auf datenschutzrechtliche Bedenken aus der Verantwortung und lässt Schüler und Lehrer im Regen stehen. Während virtueller Schulunterricht im europäischen Ausland längst realisiert wird und auch im deutschen Berufs- und Forschungsalltag virtuelle Konferenzen, Liveschulungen und -vorlesungen längst Standard sind, scheitert die saarländische Schulpolitik bei diesem Thema auf ganzer Linie.
Ministerin Streichert-Clivot hat im Juni 2020 erklärt, dass sie „das Saarland zum Vorreiter bei der digitalen Bildung machen“ will und dass dazu „eine radikale Beschleunigung, ein Upgrade für das 21. Jahrhundert“ erforderlich ist. Offensichtlich wird die radikale Beschleunigung durch die Angst vor Verantwortung ausgebremst. Statt Lösungen zu suchen, beharrt man auf nicht näher spezifizierten Problemen. Getreu dem Motto „Großes entsteht immer im Kleinen“ entstehen große Probleme eben meist auch im Kleinen.

Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 102 (93 in Saarland)


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