Neuigkeiten
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Petitionsempfänger antwortet nicht
am 31.10.2025Liebe Unterstützende,
der Petent oder die Petentin hat innerhalb der letzten 24 Monate nach dem Einreichen der Petition keine Neuigkeiten erstellt und den Status nicht geändert. openPetition geht davon aus, dass der Petitionsempfänger nicht reagiert hat.
Wir bedanken uns herzlich für Ihr Engagement und die Unterstützung,
Ihr openPetition-Team -
Die Petition wurde eingereicht
am 30.10.2023„Unter den Bäumen“ - Gespräche "Über die Bäume", den Erhalt der dort stehenden 39 Platanen
Aufruf zu Neuplanungen mit Baumerhalt und Ausbau des Fahrradverkehrs
Am 26.10.2023 gab es am Konrad-Adenauer-Platz „Unter den Bäumen“ angeregte Gespräche "Über die Bäume" genauer gesagt, über den Erhalt der dort stehenden 39 Platanen, die Jahr für Jahr große Teile des Bahnhofsvorplatzes in den immer heißeren Sommermonaten kühlen, befeuchten und beschatten und damit einen wertvollen Beitrag zum Gemeinwohl leisten. An diese hatte die Baumschutzgruppe Düsseldorf "Verkehrsver- und -gebotsschilder befestigt, um ihren Wert zu verdeutlichen.
Eingeladen waren NaturschützerInnen, BürgerInnen und PoltikerInnen aller Ratsfraktionen.
Hochhaus und Tiefgarage überflüssig
Gekommen waren von der Partei "Die Linke" Sigrid Lehmann und Anja Vorspel, die darauf hinwiesen, dass es weder für das dort geplante überdimensionierte Hochhaus mit seiner überflüssigen Tiefgarage noch für den neuen Kurzzeitparkplatz, der bis zum Haupteingang gehen solle, einen Bedarf gebe. Diese Planungen, für die ein großer Teil der Bäume fallen müsste, hätten wenig mit einer Verbesserung des Bahnhofsvorplatzes zu tun.
Tiefgarage anachronistische Klimapolitik und zukunftsunfähig
Lukas Mielczarek von den Grünen betonte, dass für den Parkbedarf, der im Fall eines Hochhausneubaus entstünde, keine Tiefgarage im Bereich des Nordeingangs vonnöten sei, da es bereits eine Lösung in Form von zwei leerstehenden Parkhäusern hinter dem Bahnhof gebe. Dafür Bäume zu fällen widerspreche den Anforderungen einer zeitgerechten Klimapolitik und sei gänzlich zukunftsunfähig.
Gesundheitliche Risiken
Elfi Caba, eine Baumschützerin aus der Friedrichstadt, verwies zudem auf die gesundheitlichen Nachtteile für Menschen, wenn alte Bäume gerade auch an so einem stark frequentierten Platz weggeplant würden, denn durch Nachpflanzungen sei ihr ökologischer Wert nicht erreichbar.
Bäume das Rückgrat im Stadtklima
Andrea Vogelgesang fasste die Haltung der Baumschutzgruppe folgendermaßen zusammen: “Der Status quo des Konrad Adenauer Platzes ist wirklich verbesserungswürdig, das einzig Schöne, Zeitgemäße und Klimagerechte sind dort im Moment allerdings schon vorhanden - nämlich die Bäume. ExpertInnen weisen konsequent darauf hin, dass große Bäume die Grundlage und das Rückgrat der Stadt sein sollten. Dagegen werden derzeit Arten von kleinkronigen Bäumen favorisiert und die gepriesenen Jungpflanzungen können große und alte Bäume in ihrem ökologischen Wert nicht ersetzen."
Kein zweites Stuttgart 21 in Düsseldorf
Uli Schürfeld von der Baumschutzgruppe machte darauf aufmerksam, dass die der Öffentlichkeit bekannten Planungen aus dem Jahr 2017, also einer Zeit vor den drei trockenen Sommern (2018 - 2020), der Pandemie und der Energiekrise als Folge des Ukrainekrieges stammten. Die heißen Sommermonate hätten immer mehr den wichtigen Beitrag der Bäume für das Klima auf dem ansonsten aufgehitzten KAP gezeigt. Die finanziellen Mittel für den Umbau aufzubringen, würden zudem den beiden Investoren, der Rheinbahn und der Deutschen Bahn, denen in der Pandemie mit Steuermitteln geholfen werden musste, nur schwerlich zur Verfügung stehen. Er appellierte an die Verantwortlichen: "Lassen Sie uns einen neuen Planungsprozess beginnen, der diese Umstände berücksichtigt und den Erhalt der Bäume und den Ausbau des Fahrradverkehrs umsetzt." Dieser Neubeginn sei außerdem notwendig, da wohl die Ausschreibung des Gestaltungswettbewerbs 2017 zu weitestgehend gleichen Ergebnissen ohne Baumerhalt geführt habe, woraus sich schließen ließe, dass keine wirkliche Vorgabe zur Auswahl des besten Gestaltungsvorschlages auch mit Baumerhalt, wie es das Baugesetzbuch vorsieht, vorgelegen habe. "Es darf in Düsseldorf nicht zu einem zweiten Stuttgart 21 kommen. Denn ausschließlich die Interessen der Investoren umzusetzen, schafft weder einen Bahnhofsvorplatz mit hoher Aufenthaltsqualität noch Sicherheit für die nicht motorisierten Kunden*innen der Rheinbahn und der Deutschen Bahn", schloss Uli Schürfeld seinen Kommentar.
Am Ende der Veranstaltung wies Andrea Vogelgesang noch auf eines hin: „Platanen gelten als robuste Stadtbäume, die Hitzestress vertragen, in südlichen Ländern dominieren sie das Straßenbild - als natürliche und nachhaltige Klimaanlage. Dies in die Planungen einzubeziehen, wäre eine dringliche Aufgabe der Stadt Düsseldorf, die 2035 Klimahauptstadt werden möchte.“ -
Die Petition wurde eingereicht
am 02.10.2023Klimahauptstadt in spe muss mit Baumerhalt planen
39 alte Platanen kühlen, befeuchten und beschatten Jahr für Jahr große Teile des Konrad-Adenauer-Platzes in den immer heißeren Sommermonaten, kurzum sie sind eine lebendige Klimaanlage mitten in der zukünftigen Klimahauptstadt Düsseldorf und somit ein wertvoller Beitrag für das Gemeinwohl.
Darauf verweist die Baumschutzgruppe Düsseldorf seit mittlerweile15 Jahren konsequent.
Nach einer Bürgerbeteiligung, so heißt es auf der Internetseite der Stadt Düsseldorf, würden alle Beiträge umfangreich ausgewertet, um Kernpunkte, Hauptanliegen und Tendenzen herauszufinden und deren Umsetzung abzuwägen.
Wo schlagen sich die Ergebnisse nieder?
Seit 2008 also bringt die Baumschutzgruppe Düsseldorf, zunächst im Rahmen der EKISO Veranstaltungen, die Forderung zum Erhalt der damals noch 41 Großbäume im Zuge der Neugestaltung des Konrad-Adenauer-Platzes vor, und wiederholte diese etliche Male:
Im Jahr 2017 konnten die Bürger*innen vor Beginn des Wettbewerbs ihre Anregungen und Wünsche einbringen, wobei es allerdings zu einer Panne der Software bei der Bürgerbeteiligung kam und es nur bedingt möglich war, eine Stellungnahme abzugeben.
Zudem gab es mehrere Demos:
“DEMO FÜR DAS STADTKLIMA” mit Fridays for Future
2019“Cool down” am Konrad Adenauer Platz,
2020 “Hinter dem Bahnhof ist vor dem Bahnhof” 2020
und 2020 wurden mit der Petition der Baumschutzgruppe “Rettet die Platanen vor dem Düsseldorfer Hauptbahnhof” 5024 Unterschriften gesammelt und dem ehemaligen Oberbürgermeister Thomas Geisel persönlich übergeben.
Schlussendlich hat die Baumschutzgruppe 2021 eine dezidierte Stellungnahme im Rahmen der frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3(1) Baugesetzbuch abgegeben.
baumschutzgruppe-duesseldorf.de/wp-content/uploads/2021/09/210922_SN_KAP_siegerentwurf-aus-2020_fruehzBeteiligung-3_1-BauGB.pdf
Bis heute alles ohne Rückmeldung.
Bürgerbeteiligung als Farce - Wo sind die Antworten?
Bürgerbeteiligung existiert nur da, wo Meinungen, Ideen und Vorschläge der Bürger:innen auch ernsthaft diskutiert, in Entscheidungsprozesse einfließen und dokumentiert werden. Vorher darf keine Entscheidung fallen.
Was ist Bürgerbeteiligung, wenn sich InvestorInnen, ArchitektInnen, EntscheiderInnen auf Bürgerveranstaltungen zwar gesprächsbereit zeigen, sich in der Konsequenz aber keine Alternativen in einer Ausschreibung manifestieren.
Die Baumschutzgruppe weist zudem darauf hin, dass dieses Verfahren nicht nach Baugesetzbuch verlief, da z.B. es aufgrund einer Panne der Software bei der Bürgerbeteiligung nur bedingt und sehr kompliziert möglich war, eine Stellungnahme abzugeben.
Dazu kommt noch, dass bei der Ausschreibung des Wettbewerbes zum Umbau keine Planungen mit Baumerhalt vorgelegt wurden, sondern alle erscheinen mehr oder minder gleich ohne die Bestandsbäume als Vorgabe
Nicht nur von Seiten der Baumschutzgruppe wurden Alternativen zu dem Kahlschlage auf dem KAP vorgebracht, auch das Fachforum Lebensraum Stadt der Lokalen Agenda Düsseldorf stellte Möglichkeiten einer baumerhaltenden Sanierung vor.
Die Aussicht auf Neupflanzungen redet diese drastische Maßnahmen dagegen schön, trotz der Tatsache, dass es auf Jahrzehnte keinen ökologischen Ersatz geben kann.
Das können wir uns mit den klimatischen Erfordernissen unserer Zeit und den Anliegen der BürgerInnen und damit dem Gemeinwohl heutzutage nicht mehr leisten.
Forderung der Baumschutzgruppe
Die Baumschutzgruppe fordert auch im Namen der 5024 UnterzeichnerInnen ihrer Petition, dass die Politik vom Stadtplanungsamt verlangt, die Ergebnisse zur Bürgerbeteiligung zu veröffentlichen und darzulegen, welche Konsequenzen daraus gezogen wurden.