Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag, Bundesministerium des Innern und für Heimat, Auswärtiges Amt, Bundesländer, EU-Kommission, UNHCR, UN-Menschenrechtsrat
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir, die Unterzeichner dieser Petition, appellieren an den Deutschen Bundestag, unverzüglich humanitäre Maßnahmen zum Schutz der alawitischen Minderheit in Syrien zu ergreifen. Seit dem Regierungswechsel am 08. Dezember 2024 eskaliert die Gewalt gegen Alawiten dramatisch. Bewaffnete Gruppen brandmarken sie als Ungläubige, während religiöse Autoritäten Fatwas zur Vernichtung dieser Gemeinschaft erlassen.
Die Alawiten werden systematisch verfolgt: Massaker, Entführungen und Zwangsvertreibungen sind alltäglich geworden. Ganze Dörfer werden zerstört, um die Menschen in die Flucht zu treiben. Die Lage ist so katastrophal, dass Alawiten weder in Syrien Schutz finden noch im Exil angemessene humanitäre Hilfe erhalten.
Internationale Berichte, darunter die des UN-Menschenrechtsrats, Human Rights Watch und anderer renommierter Organisationen, dokumentieren die gezielten Menschenrechtsverletzungen. Ohne schnelles Eingreifen droht eine ethnische Säuberung.
Deutschland hat bereits Verantwortung für verfolgte Minderheiten übernommen – das Schutzprogramm für Jesiden ist ein Beispiel dafür. Nun braucht auch die alawitische Gemeinschaft dringend Unterstützung.
Begründung
Diese Petition ist entscheidend, weil sie auf eine der schwerwiegendsten humanitären Krisen unserer Zeit aufmerksam macht. Die Alawiten in Syrien stehen vor einer akuten existenziellen Bedrohung.
1. Eskalation der Gewalt seit dem 08.12.2024
- Bewaffnete Gruppen begehen Massaker, Entführungen und außergerichtliche Hinrichtungen.
- Fatwas religiöser Autoritäten rufen zur Vernichtung der Alawiten auf.
- Alawitische Dörfer werden zerstört, um die Bewohner zur Flucht zu zwingen.
- Der syrische Staat gewährt keinen Schutz – es gibt keine sicheren Zufluchtsorte.
2. Unmenschliche Bedingungen im Exil
- Geflohene Alawiten leben unter katastrophalen Umständen ohne Schutz oder medizinische Versorgung.
- Es gibt kein spezielles Aufnahmeprogramm für diese gefährdete Minderheit.
3. Internationale Berichte belegen die Verbrechen
- Bericht des UN-Menschenrechtsrats (OHCHR): Der UN-Menschenrechtsrat hat kürzlich schwere Menschenrechtsverletzungen gegen Alawiten in Syrien dokumentiert, darunter gezielte Tötungen ganzer Familien in Küstenregionen wie Latakia und Tartus.
→ Quelle: Alhurra Bericht
- Human Rights Watch (HRW) Report: HRW hat umfassende Beweise für Massaker an Alawiten in verschiedenen Regionen Syriens veröffentlicht. Es gibt zahlreiche Berichte über systematische Verfolgung, Folter und öffentliche Hinrichtungen.
→ Quelle: HRW Bericht
- Bericht des Syrischen Netzwerks für Menschenrechte (SNHR): Laut SNHR wurden allein zwischen dem 6. und 10. März 2025 mindestens 803 Menschen getötet, ein Großteil von ihnen Alawiten. Diese Angriffe fanden vor allem in den traditionell alawitischen Regionen statt.
→ Quelle: Al Jazeera Bericht
- BBC News: "Syrien: Gewalt gegen die Alawiten"
→ Quelle: BBC Bericht
- Le Monde: "Morgen wird kein einziger Mann in meinem Dorf am Leben sein"
→ Quelle: Le Monde Bericht
- The Telegraph: "Ethnische Säuberung!" – Videos zeigen regierungsnahe syrische Kräfte, die sich an Massakern an Minderheiten in Küstenstadt erfreuen
→ Quelle: The Telegraph Bericht
- ZDF: "Wer Alawit war, wurde sofort erschossen"
→ Quelle: ZDF Bericht
- Spiegel: Aktivisten werfen Regierungstruppen in Syrien Tötung von hunderten Zivilisten vor
→ Quelle: Spiegel Bericht
- Spiegel: Syrische Sicherheitskräfte verüben offenbar Massaker an Alawiten
→ Quelle: Spiegel Bericht
4. Warum Deutschland handeln muss
Deutschland hat bereits bewiesen, dass es Verantwortung für verfolgte Minderheiten übernehmen kann – das Sonderaufnahmeprogramm für Jesiden ist ein Beispiel. Jetzt braucht die alawitische Gemeinschaft dieselbe Unterstützung.
5. Unsere Forderungen an die Bundesregierung
- Sonderaufnahmeprogramm für alawitische Flüchtlinge nach dem Vorbild der Jesiden.
- Beschleunigte Asylverfahren für Alawiten als besonders gefährdete Gruppe.
- Anerkennung der Alawiten als religiös verfolgte Minderheit.
- Internationale Untersuchung der Verbrechen gegen Alawiten.
- Diplomatische Initiativen auf EU- und UN-Ebene zum Schutz dieser bedrohten Gemeinschaft.
Jede Untätigkeit bedeutet den sicheren Tod vieler unschuldiger Menschen. Deutschland muss ein Zeichen der Menschlichkeit setzen!