Region: Münster

Parkraumgerechtigkeit in Münster: Keine soziale Ausgrenzung von Senior*innen, Kranken und Familien!

Petition richtet sich an
Oberbürgermeister Tilman Fuchs

143 Unterschriften

4 %
106 von 2.500 für Quorum in Münster Münster

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  1. Gestartet Februar 2026
  2. Sammlung noch > 2 Monate
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  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Tilman Fuchs

In Münster wird in immer mehr Stadtteilen das bisherige Trennprinzip beim Parken durch das sogenannte Mischprinzip ersetzt. Fahrzeuge ohne Bewohnerparkausweis dürfen nur noch zeitlich begrenzt parken oder müssen auf kostenpflichtige Parkplätze ausweichen, während Fahrzeuge mit Bewohnerparkausweis unbegrenzt Stellplätze nutzen können.

Diese Regelung mag verkehrspolitisch begründet sein, führt jedoch stadtweit zu erheblichen sozialen und menschlichen Nachteilen – insbesondere für ältere Menschen, chronisch Kranke, mobilitätseingeschränkte Bürgerinnen sowie deren Angehörige und Besucherinnen.

Soziale Folgen des Mischprinzips

  • Besuche von Eltern, Kindern, Enkeln und nahen Angehörigen werden massiv erschwert.
  • Gerade ältere oder kranke Menschen sind auf regelmäßigen persönlichen Besuch angewiesen. Die Anreise ohne Auto ist jedoch oft unrealistisch – insbesondere mit Gepäck, Geschenken, Hilfsmitteln oder bei eingeschränkter Mobilität.
  • Zeitlich begrenztes Parken verhindert längere Besuche.
  • Familienbesuche, Pflegeeinsätze oder gemeinsames Essen lassen sich nicht in zwei Stunden erledigen. Besucher*innen müssen ihr Fahrzeug umparken oder hohe Parkgebühren zahlen.
  • Hohe Kosten schrecken vom Besuch ab.
  • Parkgebühren von etwa 3,50 € pro Stunde oder das Risiko von Strafmandaten machen längere Aufenthalte teuer und stressig. Für viele Familien ist das auf Dauer nicht tragbar.
  • Soziale Isolation und Vereinsamung nehmen zu.
  • Wenn Besuche kompliziert, teuer oder riskant werden, kommen Menschen seltener. Besonders ältere und alleinlebende Personen verlieren dadurch soziale Kontakte – mit nachweislich negativen Folgen für Gesundheit und Lebensqualität.
  • Pflegende Angehörige und Betreuungspersonen werden zusätzlich belastet.
  • Wer regelmäßig unterstützt, begleitet oder versorgt, braucht verlässliche Parkmöglichkeiten – nicht Zeitdruck, Kosten oder Angst vor Strafzetteln.

Ungleichbehandlung und soziale Schieflage
Während Bewohnerinnen mit Parkausweis unbegrenzt parken dürfen, haben **Besucherinnen, Angehörige und Unterstützende** kaum noch praktikable Möglichkeiten.
Damit wird soziale Teilhabe vom Besitz eines Parkausweises abhängig gemacht – und nicht vom tatsächlichen Bedarf.

Unsere Forderungen
Wir fordern die Stadt Münster auf:

  1. Besucherregelungen für Anwohner*innen einzuführen, die längere, kostenfreie oder stark vergünstigte Parkzeiten ermöglichen (z. B. für Angehörige, Pflegepersonen, Familienbesuche).
  2. Soziale Ausnahmeregelungen für ältere, chronisch kranke und mobilitätseingeschränkte Menschen sowie deren regelmäßige Besucher*innen zu schaffen.
  3. Die stadtweite Überprüfung des Mischprinzips im Hinblick auf soziale Isolation, Vereinsamung und gesundheitliche Folgen.
  4. Eine Parkraumpolitik umzusetzen, die menschliche Nähe, Pflege, Familie und soziale Teilhabe ausdrücklich mitdenkt.

Begründung

Eine lebenswerte Stadt darf nicht dazu führen, dass Menschen seltener besucht werden, weil Parken zu teuer, zu kompliziert oder zu riskant ist.

Münster darf nicht zur Stadt der Strafzettel, sondern muss eine Stadt der Begegnung bleiben.

Bitte unterstützen Sie diese Petition für eine soziale, gerechte und familienfreundliche Parkraumpolitik in ganz Münster.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Wolfgang Wilbois, Münster
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 01.02.2026
Sammlung endet: 31.07.2026
Region: Münster
Kategorie: Verkehr

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Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Wenn weniger parkende Autos gewünscht werden, müssen ALLE zurückstecken und nicht nur „die anderen“. Daher: Für eine marktübliche Bepreisung des öffentlichen Parkraums, mindestens 50 €/Monat

Es gibt Tsgesausweise für Besucher und für schwerbehinderte Ausnahmeplätze. Ich will keine Dauerparker in meinem Viertel

Warum Menschen unterschreiben

Ich arbeite in einer Klinik und möchte in meiner Arbeitszeit die Möglichkeit haben kostenlos parken zu können.

Man könnte Sonderausweise ausstellen für Leute, die tatsächlich familiäre Verbindungen in den Gebieten haben.

Leute, die nur zum Shoppen oä in die Stadt kommen, werden dann von den wirklich wichtigen Besuchen sauber getrennt.

Es ist für meine Begriffe ungeheuerlich, die Hälfte der Parkplätze streichen zu wollen, wo soll man denn dann hin? Weiterhin hat man ja trotz der wahnsinnigen Verteuerung des Bewohner-parkausweises noch lange keinen Platz sicher! Und wenn man mal genau hinschaut, sind nicht die Autos, sondern die Fahrräder das größte Problem hier, und die zahlen noch nicht einmal Steuern!

Ich gehöre auch zu den Älteren. Darum finde ich Ihre Pedition sehr gut und hoffe auf einen Erfolg.

Da ich davon ausgehe, dass mich dieses Thema auch in den nächsten Jahren betreffen könnte, möchte ich mich solidarisch zeigen. Der Parkdruck steigt überall in der Innenstadt und die Argumentation ist absolut schlüssig.

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