Region: Bayern

Die Krankenhausversorgung in Bayern ist gefährdet – Nein zu Lauterbachs Krankenhausreform

Petition richtet sich an
Bayerischer Staatsminister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetschek

4.484 Unterschriften

Sammlung beendet

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  1. Gestartet 2023
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Bayerischer Staatsminister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetschek

Die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und seiner Regierungskommission vorgeschlagene Krankenhausreform 2023 wird einen massiven Krankenhauskahlschlag in Deutschland und Bayern nach sich ziehen. Insbesondere gefährdet sind kleine wohnortnahe Krankenhäuser der Allgemeinversorgung. Betroffen sind überwiegen ländliche Regionen.Bayern drohen folgende Szenarien: 

  • 41% der bayerischen Krankenhäuser würden in ambulante Gesundheitseinrichtung umgewandelt (Level 1i), die keine Notfallbehandlung und nur ambulante beziehungsweise sporadische ärztliche Rufbereitschaft bieten. Damit drohen große Entfernungen zum nächstgelegenen Allgemeinkrankenhaus, insbesondere in klinischen Notfällen. 
  • 43% der bayerischen Krankenhäuser müssten ihr Leistungsangebot radikal kürzen. Sie könnten auch bei Notfällen wie Herzinfarkt oder Geburt nicht helfen. 
  • 131 bayerische Geburtshilfestationen würden in Bayern auf gerade noch 46 reduziert. Es drohen Geburten auf der Straße. (1)

Eine Krankenhauszerschlagung diesen Ausmaßes wollen wir nicht zulassen!
Ländliche Gebiete würden Gesundheitsregionen 2. Klasse.
Forderung
Angesichts der weitreichenden Folgen fordern wir den Bayerischen Staatsminister für Gesundheit und Pflege Klaus Holetscheck auf:
1. Sagen Sie „Nein“ zur geplanten Krankenhausreform!

  • Setzen Sie sich dafür ein, dass die geplante bundesweit einheitliche Zuteilung der Leistungsgruppen nicht zustande kommt – das wäre verheerend für die Landeskrankenhausplanung in Bayern. Alle Bundesländer haben unterschiedliche Vorsorgungsbedarfe.
  • Kämpfen Sie ggf. für landesspezifische Öffnungsklauseln.Kämpfen Sie für den Erhalt der Krankenhäuser des angedachten Level 1i – sie dürfen nicht geschlossen und zu ambulanten Gesundheitszentren umgewandelt werden. Level 1i sind keine Krankenhäuser!
  • Kämpfen Sie für eine deutliche Ausweitung der Krankenhausleistungen in den geplanten Level 1n Kliniken. Die vorhandenen hochwertigen klinischen Leistungsangebote in Bayern dürfen nicht unnötig zerschlagen werden. 
  • Setzen Sie sich dafür ein, dass die klinische Notfallversorgung, auch die Geburtsstationen, in maximal 30 Minuten erhalten bleiben.
  • Sagen Sie NEIN zur geplanten Modifizierung der DRG-Fallpauschalen, diese fördern Privatkliniken und medizinische Angebote, die sich nicht nach dem Versorgungsbedarf der Einwohner sondern nach ökonomischen Gewinnzielen orientieren. Fordern Sie die Selbstkostendeckung der Krankenhäuser. (2)

2. Stärken Sie Ihre bayerischen Krankenhäuser!

  • Erhöhen Sie die jährliche Investitionsförderung für bayerische Krankenhäuser von aktuell 643 Mio. Euro auf 1. Mrd. Euro. Damit setzen Sie ein Zeichen für den Erhalt wohnortnaher Krankenhäuser in Bayern. 
  • Stellen Sie ein eigenes bayerisches Sicherstellungsprogramm für gefährdete bedarfsnotwendige Krankenhäuser auf, um ihnen den Status Level 1n zu sichern. (3)

Sinnvolle Vorschläge des Bündnis Klinikrettung und der Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern für bedarfsorientierte Krankenhausstrukturen und für eine alternative Krankenhausfinanzierung liegen Ihnen bereits vor. (4)
(1) Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern, Folgen von Lauterbachs Krankenhausreform in Bayern, https://schlusskliniksterbenbayern.jimdofree.com/krankenhausreform-folgen-in-bayern
(2) Bündnis Klinikrettung, Selbstkostendeckung der Krankenhäuser, https://kliniksterben.jimdofree.com/app/download/13128646199/Selbstkostendeckung_Studie_end.pdf?t=16654049243
(3) Sicherstellungskrankenhäuser Wegscheid, Oberviechtag und Kemnath4 Bündnis Klinikrettung, Bündnis Klinikrettung stellt Vorschlag für eine bedarfsgerechte Krankenhausstruktur vor, https://www.gemeingut.org/buendnis-klinikrettung-stellt-vorschlag-fuer-eine-bedarfsgerechte-krankenhausstruktur-vor/,
(4) Bündnis Klinikrettung, Selbstkostendeckung der Krankenhäuser, https://kliniksterben.jimdofree.com/app/download/13128646199/Selbstkostendeckung_Studie_end.pdf?t=1665404924

Begründung

Die von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach und seiner Regierungskommission vorgeschlagenen Versorgungsstufen Level 1i, 1n, 2 und 3 richten sich nach den aktuellen Stufen der Notfallversorgung entsprechend den Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses. (1) Die aktuell vorgeschlagenen Versorgungsstufen für deutsche Krankenhäuser reißen irreparable Lücken in die 351 bayerischen Krankenhäuser.
Bis zu 150 bayerische Krankenhäuser ohne Basisnotfallversorgung sollen geschlossen und in Gesundheitseinrichtungen Level 1i umgewandelt werden. 2 Sie gleichen einer organisierten Kurzzeitpflege mit gelegentlicher ärztlicher Visite bzw. Behandlung und sind für Notfallbehandlungen nicht vorgesehen.
Level 1i sind keine Krankenhäuser! (3)
Gravierend sind auch:

  • die künftige Begrenzung der Leistungen weiterer 143 bayerischer Krankenhäuser des Level 1n mit Basisnotfallversorgung. Spezialisierte Fachabteilungen wie z.B. Gastroenterologie, Kardiologie, Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie, Orthopädie einschließlich klinischer Zentren sollen nur noch Großkliniken vorbehalten sein, in Folge wird auch die entsprechende ambulante vielfach nur noch in Ballungszentren angeboten.
  • die Streichung der Geburtshilfe für Krankenhäuser des Level 1n mit Basisnotfallversorgungfolgerichtig die Reduktion der bayerischen Krankenhäuser mit Geburtshilfe von bisher 137 auf zukünftig 46

In Bayern gibt es drei sogenannte Sicherstellungskrankenhäuser ohne zertifizierte Basisnotfallversorgung nach den Grundsätzen des Gemeinsamen Bundesausschusses. Würden diese – wie durch die geplante Krankenhausreform vorgesehen - geschlossen und in Gesundheitseinrichtungen Level 1i umgewandelt, erreichen folgende EinwohnerInnen kein wohnortnahes Allgemeinkrankenhaus einschließlich Notfallbehandlung binnen 30 Fahrzeitminuten: Wegscheid: 20.107, Oberviechtach: 32.702, Kemnath: 33.123. 4
Dies kann bei eskalierenden Krankheitsverläufen lebensentscheidend sein!
Bayerische Krankenhäuser sind mehr als stationäre klinischer Einrichtungen. Sie sind unverzichtbare Bausteine der ländlichen Infrastruktur. Sie leisten:  

  • Hilfe in der Corona-Pandemie, wo klinische Kapazitäten teilweise schon nicht mehr ausreichten 
  • klinische Notfallbehandlung für lebensbedrohende Erkrankungen und Unfälle 
  • hochqualifizierte stationäre und ambulante klinische Behandlungen  
  • Ausbildung von Ärzten, Pflegekräften und weiterem klinischen Fachpersonal 
  • Bereitschaftsdienste am Wochenende und in der Nacht
  •  regionale wirtschaftliche Nachfrage
  • und vieles mehr.

Den Kahlschlag der geplanten Krankenhausreform darf der bayerische Gesundheitsminister Klaus Holetschek nicht zulassen.
1 Bundesgesundheitsministerium, Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung, https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/K/Krankenhausreform/3te_Stellungnahme_Regierungskommission_Grundlegende_Reform_KH-Verguetung_6_Dez_2022_mit_Tab-anhang.pdf
2 Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern, Folgen von Lauterbachs Krankenhausreform in Bayern, https://schlusskliniksterbenbayern.jimdofree.com/krankenhausreform-folgen-in-bayern , Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern, Projektstudie Bewertung der Grundlegende Reform der Krankenhausvergütung der Regierungskommission - Prognose über die Zukunft deutscher Krankenhäuser, https://schlusskliniksterbenbayern.jimdofree.com/app/download/14706391832/Gro%C3%9Fe%20Krankenhausreform%20-%20Bewertung%20der%20dritten%20Empfehlung%20der%20Regierungskommissison.pdf?t=1672067522
3 Bundesgesundheitsministerium, Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung, https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/K/Krankenhausreform/3te_Stellungnahme_Regierungskommission_Grundlegende_Reform_KH-Verguetung_6_Dez_2022_mit_Tab-anhang.pdf
4 GKV-Kliniksimulator, Eingabe des jeweiligen Klinikstandortes, https://gkv-kliniksimulator.de/

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern, Himmelkron
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 23.03.2023
Sammlung endet: 10.08.2023
Region: Bayern
Kategorie: Gesundheit

Neuigkeiten

  • Ab heute ist massenhaftes Kliniksterben aus finanziellen Gründen vorprogrammiert!

    Liebe Aktive,

    Am heutigen 10. Juli wurde das GKV-Spargesetz zu Ungunsten der Krankenhäuser im Bundestag und Bundesrat verabschiedet. Das bedeutet konkret: Ab heute ist massenhaftes Kliniksterben aus finanziellen Gründen vorprogrammiert!

    Wir haben ein letztes Mal im Rahmen einer Pressemitteilung scharf reagiert:

    ..............................

    Pressemitteilung
    GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz zerstört bundesdeutsche Kliniklandschaft
    Himmelkron, 10.07.2026

    Entgegen vielfältiger Warnungen haben Bundesregierung und Bundesrat in beispielloser Geschwindigkeit am heutigen Freitag das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz verabschiedet. Die Krankenhäuser werden durch gekürzte Vergütungen in eine unvorstellbare finanzielle Krise manövriert. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft rechnet mit ca. 400 Schließungen von aktuell 1.841 bundesdeutschen Krankenhäusern. Die Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern hat in ihrer Prognose bis zu 600 Klinikschließungen ermittelt.

    Wir beklagen:

    • Der Bundesregierung, dem Gesundheitsausschuss des Bundestags und den Ministerpräsidenten sind alternative Finanzierungskonzepte bekannt, die ein Kliniksterben vermeiden könnten. Wir verweisen in diesem Zusammenhang u.a. auf unsere Vorschläge zur Abschaffung der DRG-Fallpauschalen und zur Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze für GKV-Beitragszahler.
    • Die Krankenhäuser, einst Corona-Helden der Nation, werden geopfert. Die flächendeckende klinische Versorgung der Bevölkerung mit Allgemeinkrankenhäusern einschließlich stationärer Notfallversorgung ist akut gefährdet.

    Hier wird die deutsche Kliniklandschaft sinnlos zerstört:

    • Das klinische Personal wird abgebaut.
    • Die Behandlungsqualität wird dramatisch verschlechtert.
    • Die Attraktivität von Regionen ohne Krankenhäuser sinkt.
    • Die Entfernungen zum nächstgelegenen lebensrettenden Krankenhaus wird vielfach unzumutbar.
    • Ungenutzte Klinikgebäude verweisen auf Steuerverschwendung in Milliardenhöhe.

    • Dies ist ein schlechter Tag für Deutschland!
  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
    bitte lest nachfolgenden offenen Brief sorgfältig durch und versendet ihn noch an diesem Wochenende an Eure Abgebordneten im Bundestag. Ihr wendet Euch damit gegen Sparmaßnahmen an Krankenhäusern, die ca. 400 Klinikschließungen auslösen werden.
    Das Schreiben liegt auch als PDF bei. Es ist ebenfalls auf der Homepage abgebildet:
    Bezahlbares Gesundheitssystem für Alle - bezahlbaregesundheitfueralles Webseite!
    .....................................
    Offener Brief
    Rücknahme der Sparvorschläge für Krankenhäuser im Rahmen des geplanten GKV-Beitragsstabilisierungsgesetzes
    Himmelkron, 04.07.2026
    Sehr geehrte MDB Frau / geehrter MDB Herr,
    kommenden Donnerstag und kommenden Freitag soll das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz im Schnellverfahren durch Bundestag und Bundesrat gepeitscht werden.
    Lassen Sie das nicht zu!
    Das verabschiedete Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) wurde mehrfach mit der Notwendigkeit begründet ...

    • hochkomplexe Klinikleistungen an Krankenhäuser der Schwerpunkt- und Maximalversorgung zu konzentrieren
    • das Leistungsspektrum an kleinen Krankenhäusern der Grund- und Regelversorgung zu begrenzen
    • und damit die vermeintliche Behandlungsqualität an deutschen Krankenhäusern zu verbessern.

    Der Behauptung, Grund- und Regelversorger würden vermeintlich schlechtere Behandlungsqualität als Schwerpunkt- und Maximalversorger liefern, hat die Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern mit Verweis auf die Untersuchungsergebnisse des Portals "Weiße Liste" und des Qualitätssiegels "Deutschlands beste Krankenhäuser" mehrfach widersprochen. Krankenhäuser der Grund- und Regelversorgung bieten nicht alles an. Sie liefern aber innerhalb ihres Leistungsangebots durchschnittliche, bei Routinebehandlungen oft überdurchschnittliche Ergebnisqualität.
    Nun wende ich mich mit einem dringenden Appell zu Gunsten der Großkliniken an Sie:
    Mit dem Entwurf Ihres GKV-Beitragsstabiltätsgesetz und den damit verbundenen Vergütungseinsparungen ...

    • entzieht die Bundesregierung exakt auch Großkliniken die Existenzgrundlage (Beispiel Nürnberg, Maximalversorger 1.194 Betten) 1
    • treibt diese in die Insolvenz (Beispiel Stuttgart, 761 Betten) 2
    • provoziert neuerdings Schließungen von Großkliniken (Beispiel Mannheim, Schwerpunktversorger, 530) 3
    • verringet durch massive Stellenkürzungen deren Behandlungsqualität (Beispiel Universitätsklinik Regensburg, 839 Betten). 4

    Das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz stellt damit jegliche Qualitätsansprüche Ihrer Krankenhausreform in Frage.
    Es verschärft den kalten Strukturwandel, den Bundesgesundheitsministerin Nina Warken und Mitglieder der Regierungskommission für eine bessere Krankenhausversorgung angeblich durch einen kontrollierten Strukturwandel ablösen wollten. Das Kliniksterben in Deutschland wird sich jeglicher Kontrolle entziehen und gefährdet damit die flächendeckende klinische Versorgung in Deutschland.
    Ich fordere Sie eindringlich auf:

    • Stimmen Sie im Bundestag gegen die Sparpläne zu Ungunsten der Krankenhäuser zurück.
    • Stellen Sie sich endlich alternativen Finanzierungskonzepten, die gleichzeitig Krankenkassen und Krankenhäuser finanziell stärken.

    1 Franken Fernsehen, Sparpläne für Kliniken: Auch Klinikum Nürnberg drohnen Einschränkungen,https://www.frankenfernsehen.tv/mediathek/video/sparplaene-fuer-kliniken-klinikum-nuernberg-warnt-vor-folgen/
    2 SWR, Marienhospital Stuttgart: Klinik-Träger ist insolvent - Krankenhaus bleibt geöffnet,https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/stuttgart/krankenhaus-insolvenz-marienhospital-vinzenz-paul-100.html
    3 Mannheimer Morgen,Enddatum für das Theresienkrankenhaus Mannheim steht fest, https://www.mannheimer-morgen.de/orte/mannheim_artikel,-mannheim-enddatum-fuer-das-theresienkrankenhaus-mannheim-steht-fest-_arid,2381815.html?&npg
    4 Regensburg Digital,Universitätsklinikum Regensburg streicht bis zu 64 Arztstellen – Minister Blume: „dringend erforderlich“, https://www.regensburg-digital.de/universitaetsklinikum-regensburg-streicht-bis-zu-64-arztstellen-minister-blume-dringend-erforderlich/09062026/

  • Homepage
    Wissen zum Kliniksterben
    Das gebündelte Fachwissen zur Rettung bedrohter Krankenhäuser
    Himmelkron, 24.06.2026

    Liebe Unterstützerinnen,
    liebe Unterstützer,

    Mit dem Entwurf Ihres GKV-Beitragsstabiltätsgesetz hat sich Bundesgesundheitsministerin Nina Warken endgültig von dem vermeintlichen Ziel der Krankenhausreform verabschiedet, die Qualität der Krankenhäuser zu verbessern. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft rechnet mit 140.000 gefährdeten Arbeitsplätzen in bundesdeutschen Krankenhäusern als Ausgleich für fehlende Vergütungseinnahmen. 1 Die Verabschiedung von einem kostendeckenden Pflegebudget könnte für viele Krankenhäuser der „finanzielle Todesstoß“ bedeuten. Kleine ländliche Krankenhäuser sind ebenso betroffen wie Großkliniken.

    Viele Krankenhäuser werden die durch das Krankenhausreformanpassungsgesetz angestrebte Transformation der Krankenhäuser finanziell gar nicht mehr leisten können. Sie werden schlicht und einfach in Insolvenz gehen und ein rasantes, bundesweites Kliniksterben auslösen. Das gefährdet die flächendeckende klinische Versorgung in Deutschland. Alle Warnungen von Experten werden in den Wind geschlagen. 2 Es geht nun darum, regionale Initiativen gegen Klinikschließungen mit umfassenden Informationen auszustatten.

    Die Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern reagiert auf die Beratungsresistenz der Bundesregierung deshalb mit einer umfassenden Wissensplattform. Unter dem Titel „Wissen zum Kliniksterben - Das gebündelte Fachwissen zur Rettung bedrohter Krankenhäuser“ stellt eine gesonderte Homepage kostenfrei Einstiegswissen, Fachexpertisen, Stellungnahmen zu Gesetzentwürfen, alternative Klinik- und Klinikfinanzierungskonzepte sowie Aufklärungsvideos zur Verfügung.

    Wissen zum Kliniksterben - Das gebündelte Fachwissen zur Rettung bedrohter Krankenhäuser 3

    Die bayerische Presse wurde entsprechend informiert.

    1 Deutsche Krankenhausgesellschaft, DKG zu Klinik-Einsparungen - Gesundheitskürzungsgesetz gefährdet 140.000 Arbeitsplätze in den Krankenhäusern,https://www.dkgev.de/dkg/presse/details/gesundheitskuerzungsgesetz-gefaehrdet-140000-arbeitsplaetze-in-den-krankenhaeusern/
    2 Deutscher Bundestag, Heftige Kritik von Fachverbänden an GKV-Sparpaket, https://www.bundestag.de/mediathek/video?videoid=7654642
    3 Aktionsgruppe Schluss mit Kliniksterben in Bayern,Wissen zum Kliniksterben - Das gebündelte Fachwissen zur Rettung bedrohter Krankenhäuser, https://wissenkliniksterben.jimdofree.com/

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