Petition richtet sich an:
An das Bundespräsidial Amt, Berlin ,Bundespräsident Herr Gauk
Für das Bleiberecht der Roma-Familie Pedro Selimovic / Roscia Alimanovic mit ihren Kindern Darko, geb. 2002, Merlin, geb. 2003 (beide in Deutschland geboren), Armando, geb. 2006, Milgan , geb. 2008, und Edi, geb. 2013 (auf einer Strasse in Montenegro). Sie haben bis zum 06.01.2015 eine Duldung, dann droht ihnen die Abschiebung nach Montenegro, wo sie kein Dach über dem Kopf hätten, wo sie als Roma keine sichere Situation haben.
Dazu: https://www.proasyl.de/fileadmin/fm-dam/q_PUBLIKATIONEN/2014/PRO_ASYL_Gutachten_zu_Einstufung_von_Albanien_und_Montenegro_als_sichere_Herkunftslaender_Juni_2014.pdf
Begründung
Pedro Selimowic floh mit seinen Eltern und seinen 7 Geschwistern zu Beginn des Jugoslawie- Krieges aus Montenegro nach Deutschland. Hier lebten sie 12 Jahre lang. Pedro verheiratete sich mit Rosicia. Die Kinder Darko und Merlin wurden in Deutschland geboren. Pedros Geschwister, die hier mehrheitlich zur Schule gingen, sowie ihre alten kranken Eltern und Pedro mit seiner Familie wurden gestaffelt abgeschoben, das heißt sie gingen, bevor die Polizei kam, um sie in ein Flugzeug zu setzen. Die Ausweisung der Familie war damals schon inhuman. Die Kinder (Pedros Geschwister), inzwischen Jugendliche, die hier 12 Jahre gelebt hatten und hier zur Schule gingen, sprachen viel besser deutsch als montenegrinisch bzw. serbisch. Sie sollten mit 200,- Euro und dem, was sie tragen konnten, auf dem Flughafen in Belgrad ankommen und dann zusehen, wie sie nach Montenegro kommen. Nach Krieg und Zerstörung der ihnen bekannten sozialen Verhältnisse vor dem Krieg, ohne Freunde , ohne Dach über dem Kopf. Dank einiger Spenden konnten sie sich in Montenegro eine Bretterbude bauen. Es ging ihnen die ganze Zeit über nicht gut. Angehörigen der Roma werden soziale und wirtschaftliche Rechte vorenthalten. Unterkünfte fehlen. Doch dann brannte auch noch die Baracke über ihren Köpfen ab und sie standen auf der Strasse. Dort ist auch das Kind Edi geboren worden. Gegessen haben sie aus Mülltonnen. Das sieht man insbesondere der jungen Mutter an – sie ist ausgemergelt und krank. Pedro hat es geschafft, seine Familie nach Deutschland zu bringen. Der Rest oder besser gesagt der Stamm der Familie nomadisiert auf der Suche nach Unterkunft und Essen durch Montenegro.
Sehr geehrter Herr Präsident Gauck, lassen sie bitte Gnade vor derzeitigem Recht ergehen!
Für ein Bleiberecht der Familie Pedro Selimovic und Rosicia Alimanovic!
Bitte setzen sie sich dafür ein, dass die Einstufung der Länder Südosteuropas als sichere Herkunftsländer mit Blick auf die Volksgruppe der Roma überarbeitet wird.
Bitte übernehmen sie Ihren Teil unserer besonderen Verantwortung den Roma gegenüber.
Hochachtungsvoll! Karin Ritzert Kurz vor Weihnachten 2014