Kein Zugang zu sozialen Medien für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren

Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

168.076 Unterschriften

99 %
170.000 für Sammelziel

168.076 Unterschriften

99 %
170.000 für Sammelziel
  1. Gestartet November 2024
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Genauso wie es Gesetze und Altersbeschränkungen für den Verkauf von Alkohol, die Unterzeichnung von Verträgen oder das Steuern von Fahrzeugen gibt, sollte es ein Gesetz geben, das die Internet-Volljährigkeit für soziale Medien regelt. 16 ist ein Alter, das zahlreiche Psychologen für angemessen halten. Australien plant gerade, ein solches Gesetz auf den Weg zu bringen - das zeigt, es ist möglich!

Begründung

Es gibt immer wieder Nachrichten/neue Studien über die Verschlechterung der mentalen und körperlichen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Eine Zunahme von Depressionen, Angststörungen, Essstörungen, Adipositas, Aggressionen, Kommunikationsstörungen, Einsamkeit, Lernstörungen, Mobbing, Schlafmangel, Kurzsichtigkeit und Suiziden wird nicht nur in Deutschland festgestellt. Die COVID-19-Pandemie ist meiner Meinung nach nicht die Erklärung hierfür (wie z.B. Jonathan Haidt in seinem Buch „Generation Angst“, das sich mit Kindern und Jugendlichen aus den USA beschäftigt, feststellt). Vielmehr lässt sich ein zeitlicher Zusammenhang zwischen der Verbreitung von Smartphones (2007 auf den Markt gekommen) und der Verschlechterung der mentalen und körperlichen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen weltweit feststellen.
Sobald ein Smartphone (oder Tablet) in die Hände von Kindern/Jugendlichen gelangt, verdrängt das Gerät viele andere Aktivitäten. Mehrere Stunden täglich (auch nachts und in der Schule) verbringen sie am Bildschirm auf Plattformen wie etwa Instagram, TikTok, WhatsApp, OnlyFans, YouTube oder Facebook.
Die abhängig machenden Apps wurden und werden von Unternehmen entwickelt, die Geld damit verdienen möchten. Die eigentliche Ware sind die Kinder und Jugendlichen, eine Zielgruppe, die mental am anfälligsten für süchtig machende Anwendungen ist.
Dem gegenüber steht eine gewisse Ohnmacht der Eltern, sich dem zu widersetzen, aus Sorge, ihre Kinder sozial zu isolieren, sie zu Außenseitern zu machen, wenn sie ihren Kindern kein Smartphone geben.
Mit einem Gesetz gäbe es erst gar keine Diskussionen mehr in den Familien. Und viele Probleme, die Kinder und Jugendliche heutzutage haben, würden sich von alleine erübrigen. 
Lassen Sie uns das seit etwa 15 Jahren laufende Experiment einer „smartphonebasierten Kindheit“ (Jonathan Haidt) endlich beenden, zum Wohle unserer Kinder und letzten Endes zum Wohle der gesamten Gesellschaft, die mental und körperlich gesunde Menschen braucht.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jeannette Deckers, Mönchengladbach
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 15.11.2024
Sammlung endet: 31.12.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Gesundheit

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer/innen von Social Media erst ab 16,

    „Ich bin 16 und die Sozialen Medien haben meine Jugend komplett zerstört“; 
    „Der soziale Druck macht Kinder und Eltern kaputt“; 
    „Aus Sorge um die Zukunft meiner Enkel unterstütze ich diese Petition“.

    Dies sind drei von mittlerweile über 52 000 Kommentaren, die Sie beim Unterschreiben der Petition hinterlassen haben. 

    Seit dem Start der Petition hat sich viel getan. Die Expertenkommission „Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt“ wird im September ihren Abschlussbericht vorlegen. 
    Ihre Handlungsempfehlungen hat sie schon präsentiert. Sie empfiehlt Social Media ab 13. Auch die Expertenkommission der EU empfiehlt dieses Einstiegsalter. Ich bin froh, dass sich überhaupt etwas tut, doch es reicht noch lange nicht, denn: 

    • Es zeichnet sich allerhöchstens eine Altersregulierung von Social Media bis zum Alter von 13 oder 14 Jahren ab. Ich bin überzeugt: Ein Start in die Sozialen Medien in diesem Alter ist zu früh, denn in dem Alter sind Jugendliche besonders vulnerabel.
    • Es wird vermutlich darauf hinauslaufen, dass die EU-App zur Altersregulierung eingesetzt wird. Datenschützer sehen diese kritisch. Ich auch. Es gäbe datenunabhängige Alternativen, die aber nicht im Sinne der Tech-Lobby sind. 
    • Neben Social Media gibt es diverse andere Gefahren im Internet, denen Kinder und Jugendliche schutzlos ausgeliefert sind, die bei einer möglichen Altersregulierung aber bisher leider nicht im Fokus stehen. Ich denke: Auch Online-Games (mit Chat-Funktion), Messenger und KI benötigen eine Altersregulierung.
    • Das digitalisierte Lernen in Schulen wird in Deutschland weiter ausgebaut. Wir sollten auch das zurückfahren.

    Die Gründe für all dies stelle ich in meinem Sachbuch „Schutzlos digital“ dar, das im September erscheint und schon überall im Buchhandel vorbestellt werden kann. 
    Einige Ihrer Kommentare stehen – verfremdet und anonymisiert – in meinem Buch, die teils ganz persönliche, oft bewegende oder erschreckende Einblicke geben. Hier gibt es eine Leseprobe:
    https://www.book2look.com/book/9783426569436

    Ich hoffe, mein Buch kann – wie auch schon die Petition – ein klein wenig dazu beitragen, den Kinder- und Jugendschutz im digitalen Raum voranzubringen.

    Wenn Sie „Schutzlos digital“ lesen, freue ich mich über Rückmeldungen (möglich über den Button „Frage an den Initiator“), Rezensionen und Empfehlungen. 

    Schutzlos digital“ ist keine leichte Kost. Es zeigt, wie viele unserer Kinder und Jugendlichen heute aufwachsen. Und es zeigt, was wir ändern sollten, damit sie gesünder, sicherer und glücklicher aufwachsen und wieder besser lernen können. 

    Verbinden möchte ich meine Nachricht mit einem Dank an Sie alle. Denn alle, die sich Gedanken zum Thema machen, sich mit anderen darüber austauschen, vielleicht selbst aktiv werden oder mit Kindern/Jugendlichen in die Auseinandersetzung gehen, sorgen mit dafür, dass sich die Norm in der Gesellschaft verschiebt. Wir haben es in der Hand, in was für einer Welt wir unsere Kinder und Enkelkinder aufwachsen lassen wollen.  

    Hoffnungsvolle Grüße

    Jeannette Deckers

Ich finde, dringend sind auch die Eltern gefragt! Wer soll es sonst kontrollieren? Das bedeutet eine größere Nähe/Austausch zwischen Eltern und Kindern und das hat nur Vorteile!

Dieses Vorhaben ist ein Trojanisches Pferd um die Anonymität zu zerstören. Jeder muss sich dann identifizieren. Es überrascht mich das so eine Petition existiert.

Warum Menschen unterschreiben

Die Welt ist in ihren Gedanken und Ausführungen so grausam ...
Gab es nicht schon genug Suizide durch solche Medien ?

Das Verbot ist überfällig, denn es ist ein Hilfsmittel für alle Eltern die mit dem sozialen Druck zu kämpfen haben.

Kinder können die Gefahren der sozialen Medien nicht einschätzen. Soziale Kontakte gehen verloren. Die Beeinflussung durch die sozialen Medien was Verhaltensweisen, Aussehen und Konsum betreffen, sind für viele Erwachsene zu groß und können nicht richtig eingeordnet werden. Wie sollen es da unreife, unerfahrene und leichtgläubige Kinder und Jugendliche einschätzen und richtig damit umgehen können. Soziale Medien sind überflüssig und wirken sich negativ auf unsere Gesellschaft aus.

es braucht eine gesetzliche, einheitliche, klare Regelung und keine wischiwaschi und Wegschieben der Verantwortung des Gesetzgebers auf andere Instanzen.

Kinder brauch das nicht. Erwachsene auch nur bedingt!

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