Erfolg

Der rote Hahn muss bleiben – Petition gegen die Abschaffung der ESG in der EKiR

Petition richtet sich an
Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR)

6.129 Unterschriften

Petition hat zum Erfolg beigetragen

6.129 Unterschriften

Petition hat zum Erfolg beigetragen

  1. Gestartet November 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht am 16.01.2026
  4. Dialog
  5. Erfolg

Die Petition war erfolgreich!

Petition richtet sich an: Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR)

Die Evangelische Kirche im Rheinland (EKiR) plant im Rahmen ihrer Finanzstrategie, die Mittel für die Evangelischen Studierendengemeinden (ESG) um rund 75 Prozent zu kürzen. In ihrer jetzigen Gestalt wären die ESGn damit faktisch abgeschafft. Besonders betroffen sind damit jene Gemeinden, die von jungen Erwachsenen getragen werden – einer Gruppe, die für die Zukunft der Kirche zentral ist.

Vom 16. bis 20. Januar 2026 entscheidet die Landessynode in Bonn über die Zukunft aller ESGn, ihrer Wohnheime und der Arbeit mit internationalen Studierenden (STUBE-Arbeit). Eine Schließung hätte weitreichende Folgen:

  • Verlust eines geschützten Raums für Studierende, die in ihrem Alltag vor besonderen Herausforderungen stehen.
  • Wegfall internationaler, ökumenischer und rassismuskritischer Gemeinschaften, die über Jahrzehnte gewachsen sind.
  • Schwächung der kirchlichen Präsenz an Hochschulen – der bundesweit etablierte rote Hahn stünde in der EKiR vor dem Aus.
  • Wegfall bezahlbaren Wohnraums und solidarischer Wohnformen.
  • Unzureichender Ersatz durch die geplante Verlagerung in Kirchenkreise, denen die spezifischen Strukturen und Ressourcen fehlen.

Mit dieser Petition machen wir auf die Lage aller neun ESGn im Rheinland aufmerksam – denn ihr Erhalt ist kirchlich, sozial und gesellschaftlich von großer Bedeutung.
Unsere Forderungen

  1. Erhalt aller neun ESG in der EKiR – einschließlich der Marke mit dem roten Hahn.
  2. Sichtbare und dauerhafte Präsenz der ESGn an den Hochschulen.
  3. Bewahrung internationaler, rassismus- und queersensibler Räume.
  4. Fortführung spezialisierter Beratung und Seelsorge für Studierende.
  5. Sicherung bezahlbaren studentischen Wohnraums, notfalls durch Übertragung an gemeinnützige Träger.

Begründung

Die ESGn sind eine besondere Gemeindeform der EKiR: Sie begleiten Studierende und Mitarbeitende an Hochschulen, bieten Seelsorge, Beratung, eine mitten im Leben stehende Religiosität, Diskussionsforen und offene Gemeinschaft. Oft gehören Studierendenwohnheime dazu, die internationale Begegnung, bezahlbaren Wohnraum und solidarisches Miteinander ermöglichen.
In einer Zeit, in der mehr als die Hälfte eines Jahrgangs studiert, sind die ESGn entscheidende Orte kirchlicher Präsenz an Hochschulen. Sie stehen für eine Form von Kirche, die partizipativ, international, diskriminierungssensibel und nah am Alltag junger Menschen ist.

Die Petition wurde vom NizzaLink e. V., dem Ehemaligen- und Förderverein der ESG Aachen, initiiert. Sie entsteht in solidarischer Verbundenheit mit allen ESGn im Rheinland und den Menschen, die dort engagiert sind. 
In unserem Netzwerk sind Ehemalige und Unterstützende aus vielen verschiedenen ESGn vertreten – ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Wirkung der ESGn weit über einzelne Standorte hinausreicht. Die Erfahrungen, Werte und internationalen Gemeinschaften, die in den ESGn entstehen, verbinden Menschen über Jahre und über die Standorte hinweg. Genau dieses gemeinsame Erbe wollen wir schützen.

Der rote Hahn der ESGn muss weiter rufen - er steht für Begegnung, Vielfalt, gelebten Glauben und verlässliche Gemeinschaft. Gemeinsam setzen wir ein starkes Zeichen für den Erhalt der ESGn im Rheinland. Jede Unterschrift zählt!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Michaela Richter, Berlin
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 26.11.2025
Sammlung endet: 20.01.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Bildung

Diese Petition wurde in folgende Sprachen übersetzt

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer*innen,

    zunächst möchte ich mich von Herzen bei euch bedanken. Mit eurer Unterschrift, euren Kommentaren und eurer Unterstützung haben wir gemeinsam sichtbar gemacht, welche Bedeutung die Evangelischen Studierendengemeinden (ESGn) haben.

    Am Freitag, den 16. Januar, haben wir die Petition „Der rote Hahn muss bleiben“ an Präses Dr. Thorsten Latzel und Oberkirchenrätin Henrike Tetz übergeben. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits knapp 5.800 Menschen die Petition unterzeichnet. Bis zum Ende der Landessynode stieg diese Zahl auf insgesamt 6.129 Stimmen an. Das allein ist für mich ein starkes Zeichen des Zuspruchs für die ESGn.
    Für alle, die den Moment der Übergabe noch einmal nachlesen möchten: Die Rede zur Petitionsübergabe haben wir anbei mit nachdokumentiert.

    Am Montag, den 19. Januar, hat die Landessynode der Evangelischen Kirche im Rheinland den Beschluss zur Zukunft der ESGn gefasst. Dieser hält fest, dass die Marke „ESG“ erhalten bleiben darf. Zudem sind die Haushalte für die Jahre 2026 und 2027 gesichert, da sie noch nach den bisherigen Rahmenbedingungen geplant wurden. In dieser Zeit soll die notwendige Transformation erarbeitet werden, die spätestens zum 1. Januar 2028 greifen muss. Die Kontaktfläche zu den Hochschulen bleibt ausdrücklich konzeptioneller Bestandteil. Auch die Fragen der STUBE-Arbeit und der Wohnheime sollen in die weiteren Konzepte einbezogen werden.

    Im Kern ist der Petition damit entsprochen worden: Der rote Hahn darf bleiben.
    Vielleicht wird er neue Freunde finden.
    Vielleicht wird er sich neue Orte suchen müssen, an denen er weiter kräht.
    Aber er bleibt sichtbar – als Zeichen für kirchliche Präsenz an Hochschulen, für Offenheit, Dialog und Gemeinschaft.

    Gleichzeitig möchte ich offen benennen: Die finanziellen Perspektiven ab 2028 sind herausfordernd. Rund 70 Prozent der bisherigen Mittel würden entfallen, sofern keine zusätzlichen Finanzierungsquellen jenseits des landeskirchlichen Haushalts erschlossen werden. Genau hier wird sich zeigen müssen, wie tragfähig die erarbeitete Transformation tatsächlich ist.

    Besonders wichtig ist mir, dass die Einbeziehung und Partizipation der Studierenden nun ausdrücklich Teil des weiteren Prozesses ist. Das ist ein großer Schritt – und ein Erfolg, den wir gemeinsam erreicht haben. Transformation soll nicht über die Köpfe junger Menschen hinweg geschehen, sondern mit ihnen.

    Dieses Ergebnis ist nicht zuletzt der starken Präsenz von Studierenden vor Ort zu verdanken. Viele von euch haben mit großer Offenheit, Klarheit und Haltung gezeigt, wofür ESG heute steht. So haben abstrakte Debatten Gesichter bekommen – und das hat sichtbar berührt und zum Umdenken beigetragen. Die Vielfalt, die Offenheit und der Wille, eine gemeinsame Kirche mitzutragen, wurden so unmittelbar erfahrbar.

    All das wäre ohne eure Unterstützung nicht möglich gewesen. Dafür danke ich euch sehr.
    Der Beschluss vom 19. Januar hält fest, was gemeinsam erreicht wurde – und macht sichtbar, wie viel Gewicht es hat, wenn viele ihre Stimme erheben.

    Vielen Dank für euer Vertrauen, euer Engagement und eure Stimme!

    Mit herzlichen Grüßen

    Michaela Richter

Die ESG bietet (gerade in Kombination mit dem ESW) die perfekte Möglichkeit, aktives ehrenamtliches Engagement im kirchlichen Umfeld auszuprobieren und sich persönlich weiterzuentwickeln. Die ESG motiviert zum Engagement; über das ESW kommen Leute aus unterschiedlichen Kontexten in die ESG. Engagierte junge Menschen, das braucht die Gesellschaft und in der ESG kann man für ehrenamtliches Engagement Begeisterung entwickeln.

Noch kein CONTRA Argument.

Diese Petition wurde in folgende Sprachen übersetzt

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