Für den Erhalt der Stadtteilbibliotheken von Hohen Neuendorf!

Petition richtet sich an:
Die Stadtverordneten von Hohen Neuendorf und der Bürgermeister Steffen Apelt
Abgegebene Stellungnahmen von Abgeordneten

968 Unterschriften

100 %
782 von 540 für Quorum in Hohen Neuendorf Hohen Neuendorf

968 Unterschriften

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782 von 540 für Quorum in Hohen Neuendorf Hohen Neuendorf
  1. Gestartet Juni 2026
  2. Sammlung noch > 6 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Die Stadtverordneten von Hohen Neuendorf und der Bürgermeister Steffen Apelt

Die Stadt Hohen Neuendorf plant im Zuge der Eröffnung des neuen Bibliotheksstandorts im Kulturbahnhof die Stadtteilbibliotheken in Bergfelde, Borgsdorf und in der Niederheide abzuschaffen.

Mit dieser Unterschriftensammlung wollen wir zeigen, dass wir Bürgerinnen und Bürger von Hohen Neuendorf nicht mit der Schließung der Stadtteilbibliotheken einverstanden sind!
 

Begründung

Zum Hintergrund:
Die Stadt begründet die Schließung der Stadtteilbibliotheken mit der attraktiven Lage der Zentralbibliothek im neuen Kulturbahnhof, die aufgrund (geplant) langer Öffnungszeiten viel Personal binden wird, sodass für die Zweigstellen kein Personal mehr zur Verfügung stehen soll. Im Zuge des Umzugs in den Kulturbahnhof sind die Zweigstellen seit 1. Juni „vorübergehend“ bis mindestens Anfang September geschlossen und sollen, wenn es nach dem Willen des Bürgermeisters und der Stadtverwaltung geht, gar nicht mehr geöffnet werden.

Die Zweigstellen in den Hohen Neuendorfer Ortsteilen werden vor allem von Kindern im Kita- und Grundschulalter genutzt und sind ein sehr wichtiger Beitrag zur Leseförderung unserer Kinder. Durch die Nähe zu Schule und Hort ist gerade in den Stadtteilbibliotheken für die Grundschulkinder ein leichter Zugang zu Büchern (und anderen Medien) möglich. Für die Kinder aus Bergfelde, Borgsdorf und der Niederheide ist der Weg zur Zentralbibliothek im Kulturbahnhof zu weit um dort selbstständig hinzufahren. Abgesehen davon werden ihnen bzw. ihren Eltern zusätzliche Fahrtkosten für S-Bahn oder Bus aufgebürdet.

Auch bzw. gerade im Zeitalter der Digitalisierung ist die Fähigkeit zusammenhängende Texte lesen und verstehen zu können enorm wichtig. Mehrere Studien (z.B. die IGLU-Studie) zeigen, dass die Lesekompetenz von Grundschulkindern in Deutschland in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer weiter abnimmt. Daher sollte für uns alle ein niedrigschwelliger Zugang zu Büchern Priorität haben.

Aber auch für alle anderen Bürger und Bürgerinnen (v.a. für Seniorinnen und Senioren, mobilitätseingeschränkte Personen…) der verschiedenen Ortsteile Hohen Neuendorfs führt die Schließung der Zweigstellen zu einer deutlichen Verschlechterung und kann nicht so einfach hingenommen werden.

Im September soll im Sozialausschuss erneut über das Bibliothekskonzept gesprochen und ggf. abgestimmt werden. Sehr viele Stadtverordnete sind ebenfalls nicht mit den von der Verwaltung geplanten Schließmaßnahmen einverstanden.

Mit unseren Unterschriften können wir die Abgeordneten dabei unterstützen, einen Antrag für den Erhalt der Stadtteilbibliotheken in die Stadtverordnetenversammlung einzubringen. Wenn eine Mehrheit der Abgeordneten für den Erhalt der Zweigstellen stimmt, müssen der Bürgermeister und die Verwaltung ihre Pläne ändern!
 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Waltraud Moß, Hohen Neuendorf

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 13.06.2026
Sammlung endet: 14.11.2026
Region: Hohen Neuendorf
Kategorie: Soziales

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Neuigkeiten

  • openPetition hat heute eine Erinnerung an die gewählten Vertreter im Parlament Stadtverordnetenversammlung geschickt, die noch keine persönliche Stellungnahme abgegeben haben.
    Bisher haben 6 Parlamentarier eine Stellungnahme abgegeben.
    Die Stellungnahmen veröffentlichen wir hier:
    www.openpetition.de/petition/stellungnahme/fuer-den-erhalt-der-stadtteilbibliotheken-von-hohen-neuendorf
  • Liebe Unterstützende,

    gestern haben wir im Rahmen der Stadtverordnetenversammlung die 913 bisher gesammelten Unterschriften an den Bürgermeister übergeben und ihn aufgefordert schriftlich zu unseren Argumenten Stellung zu nehmen. Wir hoffen, dass die Stellungnahme hier auf der Seite für alle einsehbar veröffentlicht wird.

    Die Aufzeichnung der gestrigen Sitzung ist auf der Homepage der Stadt zu sehen: https://hohen-neuendorf.de/de/rathaus-politik/kommunalpolitik/svv-liveuebertragung-und-aufzeichnung/stadtverordnetenversammlung-10.

    Nach langer Diskussion wurde der gemeinsame Antrag der Fraktionen SPD/Bündnis 90/Die Grünen und CDU zur "Öffnung der Zweigstellen der Stadtbibliothek" mehrheitlich beschlossen.

    Der Beschluss lautet:
    "1. Die Zweigstellen der Stadtbibliothek sind nach den Sommerferien 2026 bis auf Weiteres mindestens an je zwei Tagen pro Woche und mit einem Stundenumfang von je 3 Stunden nachmittags wieder zu öffnen.
    2. Wie der dauerhafte Zugang der Schülerinnen und Schüler zu Büchern und Medien in geeigneter Form sichergestellt werden kann, erarbeitet die Verwaltung in einem Konzept, welches mit den jeweiligen Schulkonferenzen aller Grundschulen in städtischer Trägerschaft abzustimmen und dem Sozialausschuss bis März 2027 vorzulegen ist."

    Es ist also ein erster Erfolg: nach den Sommerferien können wir erst einmal alle wieder die Stadtteilbibliotheken nutzen! 😊

    Wie die längerfristige Zukunft der Stadtteilbibliotheken aussehen wird, ist jedoch noch offen.

    Was können wir alle tun, damit unsere Stadtteilbibliotheken auch in Zukunft erhalten bleiben?

    -  Im September wird im Sozialausschuss das Thema Bibliotheken wieder auf der Tagesordnung stehen. Wenn wir dort zahlreich vor Ort sind, können wir mitdiskutieren und das zukünftige Bibliothekskonzept mit beeinflussen!

    - Wir können weiter auf das Thema aufmerksam machen und die Petition weiter teilen, um noch mehr Unterstützer zu bekommen.

    - Sobald die Stadtteilbibliotheken ab Ende August wieder geöffnet sind, sollten wir alle so oft wie möglich in die Bibliotheken gehen, um deutlich zu machen, dass der Bedarf da ist.

    Wer unsere Initiative weiter aktiv unterstützen und sich vernetzen möchte, kann uns gern unter Pro-Stadtteilbibliotheken-HohenNeuendorf@web.de kontaktieren.

Wir es die letzten Jahre immer zu schätzen gewusst haben, dass wir eine kleine Bibliothek in Bergfelde haben. Gerade neben der Schule, sodass interessierte Kinder sogar selbstständig dort hin konnten und Lesematerial erstöbern konnten. Ich fand das immer wunderbar und würde es schlimm für die Kinder finden, wenn das nicht mehr gänge!

Unsere Räume vor allen in der Grundschule Borgsdorf sind sehr klein. Wenn die Kinder, die jeden Tag die Schule besuchen, durch den Wegfall der Bibliothek mehr Platz bekommen, hätte das für mich eine höhere Priorität. Mehr dazu unter der Petition: „Sichern Sie den Kindern der Grundschule Borgsdorf Raum zum Lernen“

Warum Menschen unterschreiben

Der kurze Weg zu Büchern ist für die Kinder wichtig. Es wird eh heutzutage zu wenig gelesen. Dadurch die katastrophalen Pisa-Ergebnisse.

Ich habe drei Kinder in Borgsdorf großgezogen. Alle drei waren in der Grundschule Borgsdorf und sind regelmäßige Nutzer der dortigen Stadtteilbibliothek gewesen. Ohne diesen niedrigschwelligen Zugang zu Büchern und Medien wären sie vielleicht nicht so lesebegeisterte Menschen geworden. Die Bibliothek und Frau Fischer waren ein fester Bestandteil ihres Lebens. Ein niedrigschwelliges Angebot für Kinder, Familien und jedermann, zu Fuß zu erreichen - das kann und sollte man den Menschen nicht nehmen. Ich kann besonders das Entsetzen aller Eltern sehr gut nachempfinden. Eine Zentralbibliothek ist ein Rückschritt in eine Richtung, die wir nicht wollen. Meine Kinder konnte ich früher ohne Bedenken zu Fuß zur Bibliothek gehen lassen. Den Weg zur Zentralbibliothek werden jüngere Kinder kaum allein schaffen.

Eine Stadt ohne Bibliothek ist wie ein Haus ohne Fenster.

Die Bildung sowie das Lesen von Büchern ist essenziell.

Kinder benötigen in der Nähe des Wohnortes eine Bibliothek! Wie sollen sie denn alle nach HN kommen?

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