Region: Neusäß

Neubau Uniklinik Augsburg: Ergebnisoffene Untersuchung der möglichen Standorte!

Petition richtet sich an
Regierung von Schwaben, Stadt Augsburg

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76 %
2.000 für Sammelziel

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  1. Gestartet Februar 2025
  2. Sammlung noch > 6 Monate
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Petition richtet sich an: Regierung von Schwaben, Stadt Augsburg

Vorfestlegung auf Standort Baufeld „West“
Obwohl zwei alternative Standorte (Baufelder „West“ und „Ost“) für einen Neubau der Uniklinik Augsburg zur Verfügung stehen, deuten bisherige Veröffentlichungen und Stellungnahmen darauf hin, dass bereits eine Vorentscheidung über die Standortwahl stattgefunden hat.

Der sogenannte Lenkungsausschuss hat sich im Juli 2024 für das Baufeld „West“ ausgesprochen, das sich westlich an das Bestandsgebäude der Uniklinik anschließt und auch den Klinikpark umfasst. Eine Karte zur Lage der Standorte finden Sie in unserem Flyer.

Diese Vorentscheidung wurde ohne öffentliche Beteiligung getroffen (siehe Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst vom 26.07.2024).
Link zur Pressemitteilung: https://www.stmwk.bayern.de/allgemein/meldung/7164/neues-uni-klinikum-in-augsburg-soll-im-westen-entstehen.html

In der Pressemitteilung heißt es: Minister Markus Blume erklärte, dass "im Westen [...] der medizinisch ideale Standort" liegt, und bezeichnete die Entscheidung als "klar".

Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber unterstützt die Entscheidung ebenfalls „vollumfänglich“, obwohl die noch anstehende Bauleitplanung der Stadt Augsburg die beiden möglichen Standorte ergebnisoffen prüfen müsste.

Ebenso spricht Barbara Schretter, die Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Schwaben, von einer „nun getroffenen Standortentscheidung“, obwohl die Öffentlichkeit bisher nicht eingebunden wurde.

Die Festlegung auf das Baufeld „West“ bedeutet:

  • Überbauung des mehr als 40 Jahre alten, ökologisch wertvollen Klinikparks und der angrenzenden Grünflächen
  • Eingriff in die vom bayerischen Landesamt für Umwelt ausgewiesenen „bedeutsamen Grünflächen für das Lokalklima“ (Kaltluftentstehungsgebiet)
  • Zerstörung der letzten verbliebenen Freiflächen für Naherholung und Luftaustausch auf dem Kobelfeld

Die seit 2023 erfolgten Untersuchungen zur Standortwahl und Vorfestlegung auf das Baufeld „West“ sind ohne Beteiligung der Öffentlichkeit erfolgt. Die Beteiligung der Öffentlichkeit im Rahmen eines späteren Bauleitverfahrens der Stadt Augsburg kommt zu spät, um eine ergebnisoffene Standortanalyse zu gewährleisten.

Der BUND Naturschutz Neusäß und Stadtbergen fordern:

  • transparente, gleichwertige und ergebnisoffene Prüfung beider Standorte (Baufelder „Ost“ und „West“)
  • Berücksichtigung ökologischer, städtebaulicher, verkehrstechnischer und raumübergeordneter Aspekte
  • ergebnisoffene Prüfung in einem vorgelagerten Verfahren zum Bauleitverfahren (Raumordnungsverfahren)
  • frühzeitige Einbindung der betroffenen Öffentlichkeit

Wenn Sie die o.g. Forderungen unterstützen möchten, so bitten wir Sie, hier auf „openPetition“ zu unterschreiben.

Begründung

Eine öffentliche Diskussion über die Standortentscheidung ist jetzt dringend notwendig. Wird diese erst im Rahmen des Bauleitverfahrens (2025-2028) geführt, wären zentrale, bereits getroffene Entscheidungen unumkehrbar.

Der Bund Naturschutz Neusäß und Stadtbergen sprechen sich klar und eindeutig für den Erhalt des Parks beim Universitätsklinikum aus. Dieses Votum ist keineswegs ein Votum gegen die Abwägung, ob der Neubau der Uniklinik im Westen oder im Osten des bestehenden Gebäudes errichtet wird. Die Abwägung ist geradezu erforderlich, damit die Bürgerinnen und Bürger, die ja letztlich für die außerordentlich hohen Kosten des Projekts aufkommen müssen, alle Fakten, alle Vor-und Nachteile der einen wie der anderen Lösung transparent nachvollziehen können. Dass in dieser Abwägung der Park und auch die angrenzenden Grün- und Ausgleichsflächen für viele Menschen und gerade für die Naturschützer eine besonders gewichtige Rolle spielen, versteht sich von selbst.

Die Standortentscheidung für den „Neubau der Uniklinik“ hat erhebliche raumbedeutsame und überörtliche Auswirkungen (z.B. Verkehrsströme, Wohnraum, Baustellenverkehr, Hubschrauberlandeplatz, Eingriff in ökologisch wertvolle Flächen, Kaltluftentstehungsgebiet etc.). Davon ist nicht nur die Stadt Augsburg betroffen, die die Bauleitplanung verantwortet. Vielmehr sind die Bürgerinnen und Bürger in den angrenzenden Städten Neusäß und Stadtbergen in erheblichem Maß von der Standortentscheidung betroffen. Aus diesen Gründen fordern wir ein Raumordnungsverfahren. Ein solches Verfahren gewährleistet eine transparente und sachgerechte Abwägung der verschiedenen Standortoptionen.

Die positiven Erfahrungen aus dem Raumordnungsverfahren zur Trassenfindung der Neubaustrecke Ulm–Augsburg zeigen, dass ein frühzeitiger, strukturierter Beteiligungsprozess maßgeblich zu einer nachvollziehbaren und akzeptierten Entscheidung beiträgt.

Mit Ihrer Unterschrift geben Sie unseren Forderungen ein zusätzliches Gewicht.

An wen wenden wir uns?
Wir wenden uns mit unseren Forderungen an die Stadt Augsburg und an die Regierung von Schwaben.

Die Stadt Augsburg hat nach den Vorschriften des aktuell geltenden Baugesetzbuches zur Schaffung des notwendigen Baurechts ein sogenanntes „Bauleitverfahren“ durchzuführen. Die frühzeitige Festlegung auf das Baufeld „West“ ohne öffentliche Beteiligung stellt aus unserer Sicht eine Vorentscheidung dar, die den Grundsatz der ergebnisoffenen Abwägung im Bauleitverfahren verletzt. Das Baugesetzbuch fordert nach §3 Abs. 1 eine möglichst frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit mit der „Gelegenheit zur Äußerung und Erörterung“. Dies kann sogar schon vor dem Planaufstellungsbeschluss nach §2 Abs. 1 BauGB sein.

Der Regierung von Schwaben obliegt die Rechtsaufsicht über die kreisfreien Gemeinden und die Landkreise und somit auch über die Stadt Augsburg. Zusätzlich ist die Regierung von Schwaben die zuständige Behörde für ein vorgelagertes Raumordnungsverfahren.

Parkbegehung und Info-Veranstaltung
Der BUND Naturschutz Stadtbergen lädt zu einer Begehung des Uniklinikparks am Samstag 15.3.2025 ein. Treffpunkt ist um 10:00 Uhr an der Straßenbahnhaltestelle des Uniklinikums.

Der BUND Naturschutz Neusäß lädt zu einer Info-Veranstaltung zum Neubau der Uniklinik am Dienstag 18.3.2025 um 19:00 Uhr in die Begegnungsstätte St. Ägidius, Bürgermeister-Kaifer-Str. 6, in Neusäß ein.

Weitere Informationen:
BUND Naturschutz Ortsgruppe Neusäß/Aytetten:
https://bn-neusaess.de
https://stopn.de/info-24/
https://stopn.de/info-25/

Informationsseite der Uniklinik Augsburg:
https://www.uk-augsburg.de/ueber-uns/bauprojekte/neubau-universitaetsklinikum

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, BUND Naturschutz Kreisgruppe Augsburg, Neusäß
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 25.02.2025
Sammlung endet: 31.07.2026
Region: Neusäß
Kategorie: Bauen

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Neuigkeiten

  • Info 20: Baumfällungen am Klinikpark – BUND Naturschutz fordert Aufklärung

    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    in den vergangenen Tagen wurden im Bereich zwischen dem Fußweg von der Straßenbahnhaltestelle Uniklinik/BKH zum Bezirkskrankenhaus und dem Anbau „West“ auf dem Klinikgelände sämtliche Gehölze gefällt. Nach Einschätzung des BUND Naturschutz waren darunter etwa 15–20 Erlen und Weiden, teilweise mit erheblichen Stammumfängen.

    Nach Auffassung des BUND Naturschutz fallen einzelne der gefällten Erlen aufgrund ihres Stammumfangs unter die Augsburger Baumschutzverordnung. Unabhängig davon ergibt sich bei Eingriffen dieser Größenordnung zumindest eine Prüf- bzw. Anzeigeerforderlichkeit gegenüber der Unteren Naturschutzbehörde.

    Die Kreisgruppe Augsburg des BUND Naturschutz hat sich daher mit einem Schreiben an das Staatliche Bauamt gewandt und um Aufklärung gebeten. Konkret wird unter anderem gefragt:

    ● wer die Fällungen veranlasst und durchgeführt hat und aus welchem Anlass,
    ● ob die Maßnahmen vorab mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt wurden,
    ● wie viele Bäume insgesamt gefällt wurden und
    ● wie die Maßnahme fachlich eingeordnet wird.

    Besonders erklärungsbedürftig erscheint der Zeitpunkt der Fällungen, da die Gehölze während der mehr als zehnjährigen Bauzeit des Anbaus „West“ offenbar kein Hindernis darstellten und auch keine akute Gefährdung des angrenzenden Fußwegs erkennbar war.

    Der BUND Naturschutz fordert weiterhin Transparenz und frühzeitige Information über Eingriffe im und am Klinikpark und wird den weiteren Verlauf aufmerksam begleiten.

    Mit besten Grüßen
    Dr. Dietmar Kuhlmann

    für die Kreisgruppe Augsburg
    BUND Naturschutz in Bayern e.V.

Eine Aufteilung der Klinik in 2 Kliniken (Notfall- und elektive Medizin) könnte auch mit Erhalt des Klinikparks verwirklicht werden Eine Nutzung und Erweiterung des neuen "Anbau West" ließe sich ermöglichen, wenn nicht das ganze "alte Klinikum“ abgerissen würde, sondern der untere Anteil erhalten bliebe und saniert würde. Der andere Teil der 2 Kliniken könnte auf dem „Baufeld Ost“ liegen.

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Der Park am UKA muss bestehen bleiben. Der Park mitsamt Ententeich ist ein wichtiger Bestandteil für die Patienten von UKA und BKH um wieder zu genesen.
Der Park bietet auch dem Personal von UKA und BKH eine Möglichkeit, ihre Pause in Ruhe draußen zu verbringen um neue Energie zu tanken!

Das der Park erhalten bleibt!

Ich wohne in der Nähe und es ist mir wichtig, dass diese wertvollen Grünflächen so wie sie sind erhalten bleiben.

Wir brauchen mehr grüne geschützte Gebiete und nicht für Geld die Umwelt zerstören lassen

Der Parkist ein Erholungsgebiet für die Patienten, sorgt in heißen Sommern aber auch für frischere und kühlere Luft für die angrenzenden Stadtteile. Zudem iwären für den Abtrag des Hügels mehrer 10000 LKWs nötig, die zu dem Bauverkehr des Neubaus noch dazu kämen. Dieser Verkehr und die Erdbewwgunhen hätten zusätzlich einen negativen Einfluss auf die sensiblen Geräte und Anlagen im chirurgischen Neubau und Intensivzentrum. Der Park sollte unbedingt erhalten bleiben

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