Für ein faires Rentensystem – ALLE müssen endlich in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen

Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag

42.654 Unterschriften

Sammlung beendet

42.654 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet Dezember 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag

Für ein gerechtes und zukunftsfähiges Rentensystem in Deutschland

Deutschland steht vor einer historischen Herausforderung. Der demografische Wandel verschärft sich dramatisch: Während heute noch rund 2 Beitragszahler auf einen Rentner kommen, wird es laut Bundesamt für Statistik bis 2035 nur noch 1,5 zu 1 sein. Gleichzeitig steigt die Lebenserwartung kontinuierlich – und damit die Dauer des Rentenbezugs.

Das Ergebnis:
Immer weniger Erwerbstätige müssen für immer mehr Leistungsempfänger aufkommen. Das aktuelle Rentensystem gerät dadurch zunehmend unter Druck.

Ein System mit struktureller Schieflage

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zahlen monatlich Pflichtbeiträge in die gesetzliche Rentenversicherung – aktuell 18,6 % des Bruttoeinkommens. Gleichzeitig sind große Einkommensgruppen nicht oder nur teilweise beteiligt: Beamte und große Teile der Selbstständigen oder auch Politiker-/innen.

Dieses Nebeneinander aus gesetzlicher Rente und Beamtenpensionen führt zu einer systematischen Ungleichbehandlung:

  • Beamte erhalten im Ruhestand Pensionen von durchschnittlich rund 3.200 € brutto pro Monat
  • Die durchschnittliche gesetzliche Altersrente liegt dagegen bei ca. 1.550 € brutto

Dabei haben Beamte nie Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt.

Hohe Kosten – vollständig aus Steuermitteln

Beamtenpensionen werden vollständig aus dem Staatshaushalt finanziert. Bereits heute belaufen sich die jährlichen Versorgungsausgaben für Beamte, Richter und Versorgungsempfänger auf über 50 Milliarden Euro – mit stark steigender Tendenz.
Bis 2040 werden laut Bund der Steuerzahler Ausgaben von über 80 Milliarden Euro jährlich erwartet. Darüber hinaus liegen schon heute die Kosten für die Rente bei 400 Mrd. € im Jahr. Bis 2030 ist mit einem weiteren Anstieg um 100 Mrd. € zusätzlich zu rechnen.

Diese Kosten tragen alle Steuerzahler, unabhängig davon, ob sie selbst später eine vergleichbare Absicherung erhalten.

Reformpotenzial: Mehr Gerechtigkeit, mehr Stabilität

Studien und Modellrechnungen zeigen:
Eine Einbeziehung von Beamten und weiteren Erwerbstätigen in die gesetzliche Rentenversicherung könnte zusätzliche Beitragseinnahmen von rund 15 bis 25 Milliarden Euro pro Jahr generieren – abhängig von Ausgestaltung und Übergangsregelungen.

Diese Mehreinnahmen könnten:

  • das Rentenniveau stabilisieren
  • Beitragssätze langfristig dämpfen
  • den Bundeszuschuss zur Rentenkasse reduzieren
  • den Generationenvertrag stärken

Europa zeigt: Es geht anders – und besser

Viele europäische Länder wie Österreich, Schweden oder die Niederlande kennen einheitliche oder weitgehend integrierte Alterssicherungssysteme.Dort zahlen z.B auch Beamte in das staatliche Rentensystem ein – mit höherem Rentenniveau und mehr Akzeptanz in der Bevölkerung.

Deutschland hingegen hält an Sonderregelungen fest, die historisch gewachsen, aber nicht mehr zeitgemäß sind.

Glaubwürdigkeit braucht gleiche Regeln

Politik lebt von Vertrauen.
Wenn breite Teile der Bevölkerung das Gefühl haben, dass einige privilegiert sind, während andere immer höhere Lasten tragen, leidet die gesellschaftliche Akzeptanz.

Eine Einbeziehung der Beamten, Politiker und Selbstständigen in die gesetzliche Rentenversicherung wäre ein klares Signal für Fairness, Solidarität und Verantwortung.

Meine Forderung:

Ich fordere ein einheitliches, solidarisches und dauerhaft finanzierbares Rentensystem,

  • in das alle Erwerbstätigen einzahlen,
  • das gleiche Regeln für alle schafft,
  • und das künftige Generationen nicht überfordert.

Jetzt ist der Zeitpunkt, veraltete Sonderregelungen zu beenden und das Rentensystem zukunftsfest zu machen.

Unterstützen Sie diese Petition.
Für ein gerechtes System.
Für gleiche Regeln für alle.
Für eine stabile Zukunft in Deutschland.

Begründung

Ich bin 43 Jahre alt, arbeite seit über 20 Jahren in der freien Wirtschaft und spüre die Auswirkungen des aktuellen Rentensystems bereits heute unmittelbar. Doch mein Blick geht weiter als auf meine eigene Situation.

Mit dem bestehenden System wird die Last immer weiter in die Zukunft verschoben – auf die jungen und nachfolgenden Generationen. Sie werden mit steigenden Beiträgen, sinkendem Rentenniveau und immer größerer finanzieller Unsicherheit konfrontiert. Das ist weder gerecht noch verantwortungsvoll.

Deshalb reicht es nicht aus, wenn die Bundesregierung das Problem weiterhin mit Ankündigungen und Worthülsen umgeht. Es braucht endlich entschlossenes Handeln und zwar jetzt. Ziel muss es sein, die wachsende Belastung fairer zu verteilen und eine weitere Überforderung kommender Generationen zu verhindern.

Ein zukunftsfähiges Sozialsystem darf nicht einzelne Gruppen privilegieren, während andere dauerhaft stärker belastet werden. Gerechtigkeit entsteht nur dann, wenn alle nach vergleichbaren Regeln beitragen – unabhängig vom beruflichen Status.

Wenn wir heute nicht handeln, zahlen unsere Kinder und Enkel den Preis.
Jetzt ist der Moment, Verantwortung zu übernehmen und die Weichen für ein Rentensystem zu stellen, das fair, solidarisch und dauerhaft tragfähig ist.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Tobias K., Worms
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 01.12.2025
Sammlung endet: 15.09.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Soziales

Neuigkeiten

  • 42.654 Stimmen – und unser Weg geht weiter...

    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    ich möchte Euch heute ein kurzes Update geben, wo wir mit unserer Petition „Für ein faires Rentensystem – ALLE müssen endlich in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen“ stehen.

    Zunächst noch einmal: 42.654 Menschen haben unsere Forderung unterstützt.
    Das ist eine beeindruckende Zahl – aber vor allem sind es 42.654 Menschen, die deutlich gemacht haben, dass sie sich eine ernsthafte Diskussion über die Zukunft unseres Rentensystems wünschen.
    Inzwischen liegt die Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses vor. Auch wenn unsere Forderung nicht vollständig übernommen wurde, enthält die Stellungnahme aus meiner Sicht wichtige und durchaus positive Signale.

    Insbesondere wird der Gedanke aufgegriffen, dass ein solidarisches Rentensystem, das perspektivisch möglichst viele Erwerbstätige einbezieht, für die Menschen nachvollziehbarer und gerechter sein und die gesetzliche Rentenversicherung als tragende Säule unserer Altersvorsorge stärken kann.

    Genau dort möchte ich jetzt weitermachen.

    Denn mir geht es nicht darum, einzelne Berufsgruppen gegeneinander auszuspielen. Es geht auch nicht darum, bestehende Ansprüche von heute auf morgen infrage zu stellen.
    Es geht um eine viel grundsätzlichere Frage:

    Können wir langfristig eine gemeinsame Basis der Altersvorsorge schaffen, die von möglichst allen getragen wird?

    Dazu habe ich inzwischen auch ein eigenes Reformpapier erarbeitet, das mögliche Übergangswege und Lösungsansätze beschreibt. Gleichzeitig versuche ich derzeit, den politischen Dialog weiter auszubauen. Ich habe begonnen, gezielt Abgeordnete und politische Entscheidungsträger unterschiedlicher Parteien anzusprechen und möchte erreichen, dass unsere Petition persönlich in Berlin übergeben und inhaltlich diskutiert wird.

    Dabei gibt es erste Signale, die mich zuversichtlich stimmen. Noch möchte ich allerdings nichts vorwegnehmen.
    Denn eines ist ebenfalls klar:

    Der Weg ist noch lange nicht zu Ende.

    Eine grundlegende Veränderung unseres Rentensystems entsteht nicht durch eine einzelne Petition und nicht über Nacht. Aber 42.654 Stimmen können einen Impuls setzen – wenn wir gemeinsam dafür sorgen, dass diese Stimmen auch weiterhin gehört werden.
    Deshalb brauche ich Euch auch weiterhin.

    👉 Teilt unser Anliegen.
    👉 Sprecht darüber.
    👉 Macht Politikerinnen und Politiker in Eurer Region darauf aufmerksam.
    👉 Bleibt Teil dieser Diskussion.

    Jede zusätzliche Öffentlichkeit und jede Stimme, die unser Anliegen weiterträgt, hilft.
    Ich werde Euch selbstverständlich informieren, sobald es Neuigkeiten zur geplanten Übergabe und zu den politischen Gesprächen gibt.

    Aus 42.654 Stimmen soll jetzt ein politischer Dialog entstehen.

    Danke an jeden Einzelnen von Euch, der diesen Weg bisher mitgegangen ist – und hoffentlich auch weiterhin mitgeht.

    Tobias Kleinert
    Initiator der Petition

  • Liebe Community,

    aus aktuellem Anlass möchte ich eine missverständliche Interpretation meines jüngsten Beitrags ausdrücklich korrigieren.

    Die dort dargestellte Gegenüberstellung bezog sich ausschließlich auf die grundsätzliche Frage, wie deutsche Steuermittel verwendet und welche Projekte damit im Ausland finanziert werden. Es ging mir darum, staatliche Ausgaben hinsichtlich ihrer Priorität, Wirksamkeit, Transparenz und nachvollziehbaren Erfolgskontrolle kritisch zu hinterfragen – gerade in einer Zeit, in der bei der gesetzlichen Rente regelmäßig auf finanzielle Grenzen verwiesen wird.

    Daraus abzuleiten, ich würde mich gegen Gleichstellung, Frauenrechte oder die Unterstützung benachteiligter Menschen positionieren, ist falsch und bestürzt mich. Frauenfeindliche, sexistische oder anderweitig diskriminierende Positionen stehen weder hinter diesem Beitrag noch hinter meiner Petition was ich entscheidend zurückweise. Ebenso wenig behaupte ich, dass einzelne Auslandsprojekte die Ursache der finanziellen Herausforderungen unseres Rentensystems seien.

    Die Finanzierung einer zukunftsfähigen Alterssicherung ist selbstverständlich nicht nur eine Frage der Ausgaben. Ebenso wichtig sind die staatlichen Einnahmen, eine breitere Beitragsbasis und die Einbeziehung möglichst aller Erwerbstätigen. Genau hierfür steht meine Petition: für ein gerechteres und solidarisches Alterssicherungssystem, in das grundsätzlich alle Erwerbstätigen einzahlen.

    Über politische Prioritäten und die Verwendung von Steuergeldern darf und muss kontrovers diskutiert werden. Auch die Kritik an meiner Darstellung ist legitim und willkommen. Eine sachliche Auseinandersetzung setzt jedoch voraus, Argumente von persönlichen Unterstellungen zu trennen.
    Bezeichnungen wie „frauenfeindlich“, „sexistisch“, „demagogisch“ oder die pauschale Einordnung auf „AfD-Niveau“ weise ich entschieden zurück.

    Ich bin jederzeit bereit, meine Position zu erklären, Kritik anzunehmen und auch die Wirkung einer zugespitzten Darstellung zu reflektieren. Persönliche Anfeindungen und Äußerungen unterhalb der Gürtellinie werde ich jedoch nicht akzeptieren und halte ich auch egal bei welcher Diskussion für unangebracht.

    Mein Anliegen bleibt eine offene, demokratische und respektvolle Debatte über die langfristige Finanzierung unserer Alterssicherung und die politische Prioritätensetzung bei begrenzten öffentlichen Mitteln. Unterschiedliche Auffassungen gehören dazu – persönliche Diffamierungen nicht.

    Vielen Dank für Ihr/Euer Verständnis

    Mit freundlichen Grüßen

    Tobias

Nur wenn alle einzahlen aber die Auszahlung gedeckelt wird, ist das Rentensystem gerecht.

Es wird sehr häufig vergessen, dass alle die einzahlen auch was rausbekommen. Also erhöht man nicht nur die Einnahmen, sondern in gleichem Maße die Ausgaben. Besser wäre es keine Versicherungsfremden Leistungen aus der Rente zu bezahlen. Im Klartext: wer nicht eingezahlt hat, sollte auch nichts rausbekommen!

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

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