Nicht am Menschen sparen – Bürokratie im Sozialbereich abbauen!

Petition richtet sich an:
Die neue Landesregierung Baden-Württemberg

15.060 Unterschriften

55 %
12.195 von 22.000 für Quorum in Baden-Württemberg Baden-Württemberg

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  1. Gestartet April 2026
  2. Sammlung noch > 2 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Die neue Landesregierung Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg werden soziale Leistungen in enger Zusammenarbeit zwischen Land, Kommunen und sozialen Trägern organisiert.

Gleichzeitig führen unterschiedliche Verwaltungsverfahren in den 44 Stadt- und Landkreisen häufig zu zusätzlichem Aufwand für Einrichtungen und Verwaltungen.

Eine stärkere landesweite Abstimmung und gemeinsame digitale Lösungen können dazu beitragen, Verfahren zu vereinfachen und Ressourcen effizienter einzusetzen.

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat sich zum Ziel gesetzt, Bürokratie abzubauen und Verwaltung effizienter zu gestalten. Gerade im Sozialbereich besteht hier großes Potenzial.

Wenn Verwaltungsverfahren vereinfacht und digitalisiert werden, können sowohl öffentliche Haushalte als auch soziale Einrichtungen entlastet werden – ohne Leistungen für Menschen zu kürzen.

Wir sehen darin eine große Chance, die finanziellen Herausforderungen der Kommunen zu bewältigen und gleichzeitig soziale Unterstützung für die Menschen im Land zu sichern.

Deshalb fordern wir den Landtag und die Landesregierung von Baden-Württemberg auf, gemeinsam mit Kommunen, Sozialverwaltungen und Trägern eine landesweite Initiative zum Bürokratieabbau im Sozialbereich zu starten.

Unsere Forderungen
1.Bürokratie im Sozialbereich systematisch reduzieren
2.Verwaltungsprozesse zwischen Einrichtungen und Kostenträgern digitalisieren
3.landesweit einheitliche Verfahren in den 44 Stadt- und Landkreisen entwickeln
4.erfolgreiche Pilotprojekte zur Entbürokratisierung landesweit ausweiten
5.soziale Einrichtungen und Kommunen aktiv in Reformprozesse einbeziehen

Baden-Württemberg steht vor großen finanziellen Herausforderungen. Gerade deshalb ist es wichtig, die vorhandenen Ressourcen möglichst sinnvoll einzusetzen.

Wenn Bürokratie reduziert und Verwaltungsprozesse verbessert werden, kann Geld dort eingesetzt werden, wo es wirklich gebraucht wird – bei den Menschen.

Unterstützen Sie diese Petition für mehr Hilfe für Menschen und weniger Bürokratie im Sozialbereich!

Begründung

Viele von uns erleben es jeden Tag: Immer mehr Zeit im Sozialbereich geht nicht für Menschen drauf – sondern für Bürokratie.

Mitarbeitende in sozialen Einrichtungen dokumentieren, prüfen und übertragen Daten oft mehrfach. Statt Unterstützung zu leisten, sitzen sie vor Formularen.

Gleichzeitig stehen Städte und Landkreise unter massivem finanziellen Druck – und diskutieren zunehmend darüber, soziale Leistungen zu kürzen.

Das hätte direkte Folgen für die Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind:
Menschen mit Behinderung, ältere Menschen mit Pflegebedarf, Familien und junge Menschen mit Förderbedarf.

Wir sind als soziale Einrichtungen unmittelbar betroffen. Wir erleben, dass wertvolle Zeit und Ressourcen verloren gehen – nicht, weil zu viel für Menschen getan wird, sondern weil Prozesse zu kompliziert, uneinheitlich und oft noch analog sind.

Ein Beispiel aus dem Alltag:
Die gleichen Informationen müssen mehrfach erfasst werden – für die Einrichtung, für den Kostenträger und für die Abrechnung. Zeit, die eigentlich für Menschen da sein sollte.
Gleichzeitig fehlt es an:

  • einheitlichen digitalen Lösungen
  • abgestimmten Verfahren zwischen den 44 Stadt- und Landkreisen
  • einfachen und praxisnahen Prozessen

Dabei zeigen erste Projekte:
Es geht auch anders. Wenn Bürokratie reduziert und Prozesse vereinfacht werden, können Ressourcen frei werden – ohne Leistungen zu kürzen.

Deshalb fordern wir: Nicht bei den Menschen sparen – sondern bei der Bürokratie.

Gerade jetzt ist der richtige Zeitpunkt: Die neue Landesregierung steht vor wichtigen Entscheidungen darüber, wie mit knappen öffentlichen Mitteln umgegangen wird.

Diese Petition soll ein klares Signal senden: Soziale Leistungen müssen erhalten bleiben.
Und die Politik muss die notwendigen Schritte einleiten, um Bürokratie im Sozialbereich wirksam abzubauen.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 27.04.2026
Sammlung endet: 31.12.2026
Region: Baden-Württemberg
Kategorie: Soziales

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Neuigkeiten


  • Stuttgart, 24. September 2026. Vor dem bundesweiten Aktionstag für einen starken Sozialstaat am 26. September warnt ein breites Bündnis vor Kürzungen bei sozialen Leistungen. 75 Einrichtungen und Verbände aus Baden-Württemberg und ganz Deutschland haben sich im Bündnis für Bürokratieabbau im Sozialbereich zusammengeschlossen.
     
    Mit ihrer gemeinsamen Kampagne „Nicht am Menschen sparen“ setzen sie sich dafür ein, notwendige Hilfen für Menschen mit Unterstützungsbedarf zu erhalten und stattdessen durch Bürokratieabbau und einfachere Strukturen Ressourcen freizusetzen. Angesichts angespannter öffentlicher Haushalte müsse über Reformen gesprochen werden – aber nicht zuerst über weniger Unterstützung für Menschen, sondern über weniger Bürokratie und flächendeckend einheitliche Verfahren im Sozialsystem.
     
    Die Diskussion hat zuletzt auf allen politischen Ebenen an Schärfe gewonnen. Bund, Länder und Kommunen ringen um die Finanzierung steigender Sozialausgaben. Auch Vorschläge für Einschnitte bei Leistungen für Menschen mit Behinderung sowie in der Kinder- und Jugendhilfe standen bereits zur Debatte. In Baden-Württemberg fordern die Kommunen angesichts ihrer Finanzlage ebenfalls grundlegende Veränderungen. Landkreistagspräsident Achim Brötel hatte zuletzt in einem Interview erklärt, man müsse „dringend die Ausgabenseite zurückfahren“ und habe sich im sozialen Bereich „verrannt“.
     
    Dietmar Prexl, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Stetten und Mit-Initiator der Kampagne „Nicht am Menschen sparen“, hält die Sorge um die finanzielle Handlungsfähigkeit der Kommunen für berechtigt – warnt aber vor den falschen Konsequenzen: „Bevor wir darüber sprechen, welche sozialen Leistungen wir uns künftig noch leisten können, sollten wir mindestens genauso intensiv darüber sprechen, welche Bürokratie wir uns nicht mehr leisten wollen. Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind, dürfen nicht die Folgen angespannter öffentlicher Haushalte tragen.“
     
     
    Bürokratieabbau als konkrete Alternative
     
    Das Bündnis fordert deshalb, die Strukturen des Sozialstaats konsequenter auf den Prüfstand zu stellen. Unterschiedliche Verfahren, aufwendige Dokumentationspflichten, fehlende digitale Schnittstellen und Doppelarbeit binden nach Erfahrung der beteiligten Organisationen erhebliche finanzielle und personelle Ressourcen.
     
    Martin Adel, Vorstandsvorsitzender der Johannes-Diakonie Mosbach und ebenfalls Mit-Initiator der Kampagne, betont: „Wer Haushalte stabilisieren will, darf nicht bei den Menschen kürzen, sondern muss die Bürokratiekosten im System senken. Wir brauchen weniger Doppelarbeit, einfachere Verfahren und gemeinsame digitale Standards. Damit entlasten wir soziale Einrichtungen und öffentliche Verwaltungen gleichermaßen.“
     
    Auch Dr. Kornelius Knapp, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Württemberg, die beim Bündnis maßgeblich dabei ist, unterstreicht den gemeinsamen Reformansatz: „Die aktuelle Finanzlage zwingt uns zu Veränderungen. Aber die Antwort darauf darf nicht sein, notwendige Hilfen zurückzufahren. Mit einheitlicheren Verfahren, Standardisierung und Digitalisierung können wir Ressourcen freisetzen, die heute in Bürokratie gebunden sind. Dafür müssen Politik, Verwaltung und soziale Träger gemeinsam an einen Tisch.“
     
     
    Nicht gegeneinander, sondern gemeinsam
     
    Dass Bürokratieabbau praktisch möglich ist, zeigen bereits gemeinsame Ansätze von Leistungsträgern und Leistungserbringern. So arbeiten die Diakonie Stetten und der Rems-Murr-Kreis daran, Verwaltungsprozesse zu vereinfachen, zu standardisieren und zu digitalisieren sowie unnötige Schnittstellen und Medienbrüche abzubauen.
     
    Für das Bündnis liegt darin eine zentrale Botschaft an die aktuelle politische Debatte: Die Finanzierungsprobleme des Sozialstaats lassen sich nicht lösen, indem Bund, Länder, Kommunen und soziale Träger die Verantwortung jeweils an die nächste Ebene weiterreichen.
    „Natürlich wird Bürokratieabbau allein die Finanzprobleme unseres Sozialstaats nicht lösen“, sagt Prexl. „Aber wenn Geld und Fachkräfte knapper werden, müssen wir zuerst dafür sorgen, dass möglichst viel davon bei den Menschen ankommt. Wenn wir sparen müssen, dann dort, wo Ressourcen unnötig gebunden werden – und nicht dort, wo Menschen Unterstützung brauchen.“
     
    Mit seiner Kampagne „Nicht am Menschen sparen“ unterstützt das Bündnis deshalb das Anliegen des bundesweiten Aktionstags, einen leistungsfähigen Sozialstaat zu erhalten – und verbindet dies mit einem konkreten Reformangebot an die Politik: Nicht am Menschen sparen. Besser gemeinsam Bürokratie abbauen.
     
    Bereits mehr als 13.000 Menschen unterstützen die Forderungen der Kampagne mit ihrer Unterschrift. Mit einer Petition an die Politik in Baden-Württemberg will das Bündnis seinem Anliegen zusätzliches Gewicht verleihen. Die Petition kann unter

Warum Menschen unterschreiben

Grundlegend wird immer an den falschen Ecken und Kanten gespart, hiermit möchte ich ein Zeichen setzen!

Es trifft wieder die Schwächsten

Da es um die Personen geht die am schlechtesten in der Gesellschaft da stehen

Da wir eine behinderte Tochter haben und wir die zeitraubende Bürokratie all zu gut kennen.
Ein Landkreis weiß nicht, was der andere tut.
Da wir auch zwischen 2 Landkreisen pendeln .

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