3.946 Unterschriften
Petition richtet sich an: Veranstalter Rhein in Flammen
Die Absage des diesjährigen Höhenfeuerwerks bei „Rhein in Flammen“.
Die Durchführung der beiden geplanten Drohnenshows und des übrigen Veranstaltungsprogramms.
Eine grundsätzliche Weiterentwicklung von „Rhein in Flammen“ hin zu zeitgemäßen, klima- und umweltverträglicheren Formaten.
Begründung
„Rhein in Flammen“ gehört zu den bekanntesten Veranstaltungen unserer Stadt. Viele Menschen verbinden damit schöne Erinnerungen und besondere Momente. Gerade deshalb wünschen wir uns, dass dieses Ereignis auch in Zukunft bestehen kann – aber angepasst an die Realität des Klimawandels.
In diesem Sommer erlebt Rheinland-Pfalz erneut eine ausgeprägte Dürre. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor einer erhöhten Brandgefahr, Rhein und Mosel führen außergewöhnlich wenig Wasser und vielerorts wird bereits zum Wassersparen aufgerufen. Unter diesen Bedingungen halten wir ein großes Höhenfeuerwerk für nicht verantwortbar.
Gleichzeitig zeigt die Veranstaltung selbst, dass attraktive Alternativen längst vorhanden sind: Erstmals finden in diesem Jahr zwei Drohnenshows statt. Sie bieten ein modernes, eindrucksvolles Erlebnis und zeigen, dass sich „Rhein in Flammen“ weiterentwickeln kann, ohne seinen besonderen Charakter zu verlieren.
Auch andere Großveranstaltungen reagieren bereits auf die außergewöhnliche Trockenheit. So haben die Veranstalter der Nature One das geplante Feuerwerk kurzfristig abgesagt. Gemeinsam mit den zuständigen Behörden und der Feuerwehr sei man zu dem Schluss gekommen, dass das Risiko zu groß sei. Diese Entscheidung zeigt: Verantwortung bedeutet, Veranstaltungen an die tatsächlichen Bedingungen anzupassen. Genau das erwarten wir auch für das Höhenfeuerwerk bei „Rhein in Flammen“.
Bereits 2022 musste der Hang unterhalb der Festung Ehrenbreitstein wegen der Trockenheit vor dem Feuerwerk bewässert werden, um das Brandrisiko zu verringern. Die klimatischen Herausforderungen haben sich seitdem nicht verringert – im Gegenteil.
Mit dieser Petition stellen wir „Rhein in Flammen“ und vor allem das Sommerfest nicht infrage - das Feuerwerk umso mehr. Wir möchten, dass die Veranstaltung auch in Zukunft ein Aushängeschild für Koblenz bleibt – innovativ, verantwortungsvoll und angepasst an die Herausforderungen unserer Zeit.
Bitte unterstütze diese Petition und setze gemeinsam mit uns ein Zeichen für Verantwortung, Sicherheit und eine zukunftsfähige Weiterentwicklung von „Rhein in Flammen“.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
01.08.2026
Sammlung endet:
31.01.2027
Region:
Koblenz
Kategorie:
Umwelt
Übersetzen Sie jetzt diese Petition
Neue SprachversionDebatte
Warum Menschen unterschreiben
Werkzeuge für die Verbreitung der Petition.
Sie haben eine eigene Webseite, einen Blog oder ein ganzes Webportal? Werden Sie zum Fürsprecher und Multiplikator für diese Petition. Wir haben die Banner, Widgets und API (Schnittstelle) zum Einbinden auf Ihren Seiten. Zu den Werkzeugen
🔥 **Tradition darf kein Freifahrtschein für Umweltzerstörung und Tierleid sein**
Was oft als „Brauchtum“ verklärt wird, ist aus wissenschaftlicher Sicht nichts anderes als eine vermeidbare Belastung für Umwelt, Tiere und Gesundheit.
Feuerwerke setzen innerhalb kürzester Zeit enorme Mengen an **Feinstaub (PM10 und PM2,5)** sowie Schwermetalle frei. Messungen zeigen, dass die Feinstaubbelastung in der Silvesternacht vielerorts kurzfristig Werte erreicht, die sonst nur in stark belasteten Industrieregionen auftreten. Diese Partikel sind nachweislich gesundheitsschädlich – für Menschen wie für Tiere.
Für Tiere bedeutet Feuerwerk akuten Stress: Studien belegen **massive Fluchtreaktionen, Panik, Desorientierung und erhöhte Sterblichkeit**, insbesondere bei Wildvögeln. Auch Haustiere und Nutztiere zeigen Angstverhalten, Herz-Kreislauf-Belastungen und langfristige Stressfolgen. Explosionen und Lichtblitze greifen tief in ihre Wahrnehmung ein – ohne jede Möglichkeit, sich dem zu entziehen.
Ähnlich verhält es sich mit sogenannten „Traditionen“ wie Osterfeuern: Sie zerstören Lebensräume, töten unzählige Kleintiere und Insekten, die sich in den Holzstapeln verstecken, und tragen zusätzlich zur Luftverschmutzung bei. Auch hier ist der ökologische Schaden klar belegt – bei gleichzeitig fehlendem gesellschaftlichem Nutzen.
Die Fakten sind eindeutig:
Diese Praktiken sind weder notwendig noch zeitgemäß.
Eine Gesellschaft, die sich auf Wissenschaft, Verantwortung und Nachhaltigkeit beruft, kann nicht länger an Ritualen festhalten, die nachweislich Schaden verursachen. „Tradition“ ist kein Argument, wenn sie auf Kosten von Leben und Umwelt geht.
🐾🔥 **Was Leid erzeugt und die Umwelt belastet, gehört nicht bewahrt – sondern beendet.**