Recht auf Vergessenwerden für Krebsüberlebende jetzt!

Petition richtet sich an
Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Hubig & Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages

51.630 Unterschriften

94 %
55.000 für Sammelziel

51.630 Unterschriften

94 %
55.000 für Sammelziel
  1. Gestartet Oktober 2025
  2. Sammlung noch > 4 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Persönliche Daten
 

Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Petition richtet sich an: Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Hubig & Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages

🎗️ Jedes Jahr erhalten über 500.000 Menschen in Deutschland die Diagnose Krebs. Viele von ihnen überleben – und wollen danach einfach gleichberechtigt weiterleben.

Insgesamt leben etwa 4,5 Millionen Menschen in Deutschland mit oder nach einer Krebserkrankung. Doch für viele endet die Belastung nicht mit der letzten Therapie.

Auch Jahre nach einer überstandenen Krebserkrankung erleben Betroffene Nachteile:

  • ❌ unfaire Bedingungen bei Versicherungen
  • ❌ erschwerter Zugang zu Krediten und Wohneigentum
  • ❌ Hürden bei Verbeamtung, Adoption oder Pflegeverfahren

In 15 europäischen Ländern schützt ein „Recht auf Vergessenwerden“ (#RightToBeForgotten) ehemals Erkrankte bereits vor solcher Diskriminierung.

👉 Deutschland darf hier nicht länger hinterherhinken.

Denn Krebs kann jeden treffen – dein Kind, deine Familie, dich selbst.

Wer den Krebs überstanden hat, verdient eine Zukunft ohne Benachteiligung.

Denn nach der Heilung beginnt das Leben, nicht die nächste Hürde.

➡️ Unterschreibe jetzt, damit Menschen nach einer überstandenen Krebserkrankung in Deutschland endlich dieselben Chancen haben wie alle anderen.

Begründung

Krebs betrifft Millionen Menschen in Deutschland. Allein 2023 wurden rund 517.800 Menschen neu mit Krebs diagnostiziert. Insgesamt leben etwa 4,5 Millionen Menschen in Deutschland mit oder nach einer Krebserkrankung. Viele überleben – Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Für viele endet die Belastung jedoch nicht mit der letzten Therapie. Auch Jahre oder Jahrzehnte nach einer überstandenen Krebserkrankung kann die frühere Diagnose weiter zu Nachteilen führen: bei Versicherungen, Krediten, Immobilienfinanzierungen, Verbeamtung, Adoption oder Pflegeelternschaft. Betroffene müssen ihre Erkrankung immer wieder offenlegen, obwohl sie längst krebsfrei leben. Das erschwert Absicherung, Familienplanung, berufliche Wege und den Aufbau eines normalen Lebens.

Studien, Umfragen und Stellungnahmen von Betroffenen- und Fachorganisationen zeigen: Benachteiligungen nach Krebs sind kein Einzelfall. Besonders häufig genannt werden Probleme bei Versicherungen; hinzu kommen Hürden bei Beruf, Verbeamtung, Adoption und weiteren Lebensbereichen. Dies betrifft nicht nur ehemals krebskranke Kinder und Jugendliche, sondern Krebsüberlebende insgesamt.

Ein Recht auf Vergessenwerden bedeutet: Nach einer angemessenen Frist darf eine überstandene Krebserkrankung nicht mehr verpflichtend offengelegt, abgefragt oder bei Entscheidungen zulasten der Betroffenen verwendet werden. Medizinische Nachsorge bleibt wichtig. Sie darf aber nicht zu pauschalem Misstrauen oder dauerhafter Ungleichbehandlung führen.

Wir fordern Bundestag und Bundesregierung auf, ein gesetzliches Recht auf Vergessenwerden nach Krebs einzuführen:

  • für alle Krebsüberlebenden, unabhängig vom Alter bei der Erkrankung,
  • spätestens fünf Jahre nach Ende der Behandlung ohne Rückfall,
  • für Versicherungen, Kredite, Immobilienfinanzierungen, Verbeamtung, Adoption und Pflegeelternschaft,
  • mit klaren Regeln, Aufsicht und wirksamen Beschwerdemöglichkeiten,
  • auf Basis aktueller medizinischer Erkenntnisse und regelmäßiger Evaluation.

Mehrere europäische Länder haben bereits Regelungen zum Right to be Forgotten eingeführt. Auch die EU-Richtlinie 2023/2225 erkennt das Problem für Versicherungen im Zusammenhang mit Verbraucherkrediten an. Deutschland sollte diese Vorgaben nicht nur eng umsetzen, sondern eine umfassende und faire Regelung schaffen.

Krebs zu überleben ist ein medizinischer und gesellschaftlicher Erfolg. Dieser Erfolg darf nicht dadurch entwertet werden, dass Menschen dauerhaft mit ihrer früheren Diagnose stigmatisiert werden.
Krebs darf kein lebenslanger Stempel sein. Deutschland braucht ein Recht auf Vergessenwerden für alle Krebsüberlebenden.

Quellen:

RKI/Zentrum für Krebsregisterdaten; Survivor Deutschland e.V. und Deutsche Kinderkrebsstiftung, Positionspapier 2025; Hessing et al. 2025; DSfjEmK/DGHO; European Cancer Organisation 2024; Richtlinie (EU) 2023/2225.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Tobias Burggraf, Mülheim
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 27.10.2025
Sammlung endet: 19.07.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Gesundheit

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer, wir möchten dir ein kurzes Update geben – denn dank deiner Unterstützung hat sich in den letzten Wochen und Monaten unglaublich viel bewegt.

    Unsere Petition zum „Recht auf Vergessenwerden nach Krebs“ hat die ursprüngliche Zielmarke von 30.000 Unterschriften deutlich überschritten. Inzwischen stehen wir bei über 51.000 Unterschriften.

    Das ist weit mehr als eine Zahl. Es sind Stimmen von Betroffenen, Angehörigen, Ärztinnen und Ärzten, Menschen aus dem Gesundheitswesen, aus der Versicherungsbranche und vielen weiteren Unterstützerinnen und Unterstützern, die gemeinsam sagen:

    Krebs darf kein lebenslanger Stempel sein.

    Auch politisch gewinnt das Thema zunehmend an Aufmerksamkeit:

    Im Landtag NRW wurde das „Recht auf Vergessenwerden“ durch einen Antrag der SPD-Fraktion aufgegriffen. Zudem haben CDU/CSU und SPD das Thema auf Bundesebene in einem Entschließungsantrag adressiert.

    Für uns ist besonders bewegend, dass aus einer ursprünglich privaten Initiative inzwischen eine bundesweit wahrgenommene Bewegung geworden ist.

    Und es geht weiter:

    Am 19. und 20. Juni sind wir auf der Nationalen Krebs-Konvention in Berlin / Yes!Con mit einem eigenen Informationsstand vertreten. Zusätzlich nehmen wir an einer Paneldiskussion teil. Auch im Rahmen der geplanten Yes!Con-Demonstration soll das Thema sichtbar werden.

    Am 1. Juli folgt eine Anhörung bei der Landesregierung NRW.

    Ende Juli planen wir außerdem die Einreichung einer privaten Bundestagspetition – mit dem Ziel, die gesammelten Stimmen im dritten Quartal 2026 persönlich zu übergeben.

    Wir bleiben also dran. Mit voller Überzeugung. Für alle Menschen, die den Krebs überlebt haben und danach nicht weiter benachteiligt werden dürfen.

    Auf unserer Webseite findest du weitere Informationen zur Forderung, zu den Hintergründen und zu den nächsten Schritten: www.recht-auf-vergessen.de

    Außerdem entsteht dort unser „Herz aus Stimmen: eine sichtbare Sammlung der vielen Stimmen, Erfahrungen und Gründe, warum Menschen diese Petition unterstützen. Denn hinter jeder Unterschrift steht mehr als ein Name – oft eine Geschichte, ein Schicksal, eine Familie oder der Wunsch nach echter Gerechtigkeit.

    Wenn du Teil dieses Herzens sein möchtest: Schau gerne vorbei, teile die Seite und mach sichtbar, warum Deutschland endlich ein gesetzliches Recht auf Vergessenwerden nach Krebs braucht.

    Aktuelle Einblicke, Aktionen und Updates findest du außerdem auf Instagram:
    @recht_auf_vergessen

    Bitte hilf weiter mit:

    Teile die Petition, erzähle anderen davon und mach sichtbar, warum Krebs kein lebenslanger Stempel sein darf.

    Vielen Dank für deine Unterstützung, deine Stimme und dein Vertrauen.

    Herzliche Grüße

    Tobias Burggraf

  • Liebe Unterstützende,

    die Petition zum Thema Recht auf Vergessenwerden wächst und hat bereits über 23.000 Unterschriften. Inzwischen wird es nicht nur im Landtag NRW, sondern auch auf Bundesebene diskutiert. Umso wichtiger, dass noch mehr Menschen von der Petition erfahren. 

    Wir von openPetition haben einen Post in den Sozialen Netzwerken veröffentlicht - gerne mitmachen 🤝 & teilen teilen teilen:

    +++ Instagram: https://www.instagram.com/p/DXt7tLPjPBp/ 
    +++ TikTok: https://www.tiktok.com/@openpetition/photo/7634174057629420832 
    +++ Facebook: https://www.facebook.com/openPetition/posts/pfbid0mL8MznekPxZxfazr31f7Wpgy3t5rPu6f6QkV17kicM7oeCn9HQYNUjqyYvGgV6Tol 
    +++ LinkedIn: https://www.linkedin.com/feed/update/urn:li:activity:7455244203707576321 
    +++ Mastodon: https://mastodon.social/@openpetition/116488243731005620 
    +++ Bluesky: https://bsky.app/profile/openpetition.bsky.social/post/3mkn7mcsom224 

    Herzliche Grüße
    Das Team von openPetition

Nach 5 Jahren Erkrankung und der damit erfolgreichen Heilung wird die Schwerbehinderung aberkannt., dann ist es amtlich, dass man geheilt ist. Das sollte dann auch bei Kreditvergaben und Versicherungen akzeptiert werden. Sonst wird mit zweierlei Maß gemessen zugunsten der Banken und Versicherung etc

Dass ist jetzt kein wirkliches "Contra", aber wieso nur bei Krebspatienten? Allgemein sollten jegliche Diagnosen und Erkrankungen 3 Jahre oder von mir aus 5 Jahre nach Behandlungsende gelöscht werden. Es darf nicht sein, dass jemand sein Leben lang benachteiligt ist, weil er einmal Hilfe bei einem Psychologen gesucht hat, oder einmal eine komplizierte Sportverletzung hatte.

Warum Menschen unterschreiben

Weil unser Sohn (17) an Hautkrebs erkrankt ist

Chacun de nous connaît dans son entourage des personnes atteintes du cancer. Leur combat est immense et leur maladie ne doit pas être en plus un frein dans leur vie sociale. Je suis pour le droit à l'oubli.

Réduire les discriminations et protéger la vie privée

Weil ich selbst Krebsüberlebende bin

Weil ich es nicht in Ordnung finde, daß Menschen mit einer Krebserkrankung benachteiligt werden sollen. Leider werden in der heutigen Zeit die Menschen, die an Krebs erkranken, immer jünger. Wie sollen sich junge Menschen mit dieser Erkrankung eine Zukunft aufbauen, wenn sie keinerlei Unterstützung mehr bekommen. Das ist nicht vertretbar.

Werkzeuge für die Verbreitung der Petition.

Sie haben eine eigene Webseite, einen Blog oder ein ganzes Webportal? Werden Sie zum Fürsprecher und Multiplikator für diese Petition. Wir haben die Banner, Widgets und API (Schnittstelle) zum Einbinden auf Ihren Seiten. Zu den Werkzeugen

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern