Noch 14 Tage

Recht auf Vergessenwerden für Krebsüberlebende jetzt!

Petition richtet sich an:
Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Hubig & Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages
Abgegebene Stellungnahmen von Abgeordneten

140.421 Unterschriften

94 %
150.000 für Sammelziel

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94 %
150.000 für Sammelziel
  1. Gestartet Oktober 2025
  2. Sammlung noch 14 Tage
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Bundesministerin der Justiz und für Verbraucherschutz Dr. Hubig & Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages

🎗️ Jedes Jahr erhalten über 500.000 Menschen in Deutschland die Diagnose Krebs. Viele von ihnen überleben – und wollen danach einfach gleichberechtigt weiterleben.

Insgesamt leben etwa 4,5 Millionen Menschen in Deutschland mit oder nach einer Krebserkrankung. Doch für viele endet die Belastung nicht mit der letzten Therapie.

Auch Jahre nach einer überstandenen Krebserkrankung erleben Betroffene Nachteile:

  • ❌ unfaire Bedingungen bei Versicherungen
  • ❌ erschwerter Zugang zu Krediten und Wohneigentum
  • ❌ Hürden bei Verbeamtung, Adoption oder Pflegeverfahren

In 15 europäischen Ländern schützt ein „Recht auf Vergessenwerden“ (#RightToBeForgotten) ehemals Erkrankte bereits vor solcher Diskriminierung.

👉 Deutschland darf hier nicht länger hinterherhinken.

Denn Krebs kann jeden treffen – dein Kind, deine Familie, dich selbst.

Wer den Krebs überstanden hat, verdient eine Zukunft ohne Benachteiligung.

Denn nach der Heilung beginnt das Leben, nicht die nächste Hürde.

➡️ Unterschreibe jetzt, damit Menschen nach einer überstandenen Krebserkrankung in Deutschland endlich dieselben Chancen haben wie alle anderen.

Begründung

Krebs betrifft Millionen Menschen in Deutschland. Allein 2023 wurden rund 517.800 Menschen neu mit Krebs diagnostiziert. Insgesamt leben etwa 4,5 Millionen Menschen in Deutschland mit oder nach einer Krebserkrankung. Viele überleben – Kinder, Jugendliche und Erwachsene.

Für viele endet die Belastung jedoch nicht mit der letzten Therapie. Auch Jahre oder Jahrzehnte nach einer überstandenen Krebserkrankung kann die frühere Diagnose weiter zu Nachteilen führen: bei Versicherungen, Krediten, Immobilienfinanzierungen, Verbeamtung, Adoption oder Pflegeelternschaft. Betroffene müssen ihre Erkrankung immer wieder offenlegen, obwohl sie längst krebsfrei leben. Das erschwert Absicherung, Familienplanung, berufliche Wege und den Aufbau eines normalen Lebens.

Studien, Umfragen und Stellungnahmen von Betroffenen- und Fachorganisationen zeigen: Benachteiligungen nach Krebs sind kein Einzelfall. Besonders häufig genannt werden Probleme bei Versicherungen; hinzu kommen Hürden bei Beruf, Verbeamtung, Adoption und weiteren Lebensbereichen. Dies betrifft nicht nur ehemals krebskranke Kinder und Jugendliche, sondern Krebsüberlebende insgesamt.

Ein Recht auf Vergessenwerden bedeutet: Nach einer angemessenen Frist darf eine überstandene Krebserkrankung nicht mehr verpflichtend offengelegt, abgefragt oder bei Entscheidungen zulasten der Betroffenen verwendet werden. Medizinische Nachsorge bleibt wichtig. Sie darf aber nicht zu pauschalem Misstrauen oder dauerhafter Ungleichbehandlung führen.

Wir fordern Bundestag und Bundesregierung auf, ein gesetzliches Recht auf Vergessenwerden nach Krebs einzuführen:

  • für alle Krebsüberlebenden, unabhängig vom Alter bei der Erkrankung,
  • spätestens fünf Jahre nach Ende der Behandlung ohne Rückfall,
  • für Versicherungen, Kredite, Immobilienfinanzierungen, Verbeamtung, Adoption und Pflegeelternschaft,
  • mit klaren Regeln, Aufsicht und wirksamen Beschwerdemöglichkeiten,
  • auf Basis aktueller medizinischer Erkenntnisse und regelmäßiger Evaluation.

Mehrere europäische Länder haben bereits Regelungen zum Right to be Forgotten eingeführt. Auch die EU-Richtlinie 2023/2225 erkennt das Problem für Versicherungen im Zusammenhang mit Verbraucherkrediten an. Deutschland sollte diese Vorgaben nicht nur eng umsetzen, sondern eine umfassende und faire Regelung schaffen.

Krebs zu überleben ist ein medizinischer und gesellschaftlicher Erfolg. Dieser Erfolg darf nicht dadurch entwertet werden, dass Menschen dauerhaft mit ihrer früheren Diagnose stigmatisiert werden.
Krebs darf kein lebenslanger Stempel sein. Deutschland braucht ein Recht auf Vergessenwerden für alle Krebsüberlebenden.

Quellen:

RKI/Zentrum für Krebsregisterdaten; Survivor Deutschland e.V. und Deutsche Kinderkrebsstiftung, Positionspapier 2025; Hessing et al. 2025; DSfjEmK/DGHO; European Cancer Organisation 2024; Richtlinie (EU) 2023/2225.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Tobias Burggraf, Mülheim
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 27.10.2025
Sammlung endet: 31.10.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Gesundheit

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,

    Sie und mehr als 137.000 Menschen haben die Petition bereits unterschrieben! Das ist ein wichtiges Signal an die Politik - und zwar genau zu dem Zeitpunkt, an dem es zählt. Am Montag haben wir Petent Tobias Burggraf begleitet, als er die Petition an Vizekanzler, Finanzminister und SPD-Parteichef Lars Klingbeil übergeben hat.

    Damit noch mehr Menschen von dem Thema erfahren und die Petition weiterhin unterschreiben, haben wir die letzten politischen Entwicklungen in einem Video festgehalten.

    ​​So können Sie jetzt unterstützen: Auf die blauen Verlinkungen klicken und teilen, teilen, teilen!

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    🔗 Kurzlink zur Petition: openpetition.org/rechtaufvergessen  

    Vielen Dank für Ihr Engagement!

    Ihr openPetition-Team

  • 🎗️ Es bewegt sich etwas: Jetzt erreicht das Thema den Bundesrat
    Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    Anfang August haben wir unser Anliegen zusätzlich als ePetition beim Deutschen Bundestag eingereicht. Seitdem ist politisch einiges passiert.

    Im Bundestag wurde das Recht auf Vergessenwerden nach Krebs inzwischen auch in einem Entschließungsantrag von CDU/CSU und SPD aufgegriffen.
    Und jetzt folgt der nächste wichtige Schritt:

    Am Freitag, 25. September, kommt das Thema in den Bundesrat. Mecklenburg-Vorpommern bringt eine Initiative für ein gesetzliches Recht auf Vergessenwerden ein. Die Bundesregierung soll aufgefordert werden, eine entsprechende Regelung vorzulegen.

    Aus einer Petition ist damit längst eine politische Debatte auf mehreren Ebenen geworden. Auch die Stellungnahmen auf openPetition zeigen, dass sich Abgeordnete inzwischen intensiv mit unserem Anliegen beschäftigen.

    Noch ist das Ziel nicht erreicht und noch gibt es kein umfassendes Gesetz. Aber das Thema ist angekommen.

    Danke an alle, die diesen Weg bisher begleitet haben. 💛

    Tobias & Rebecca

Nach 5 Jahren Erkrankung und der damit erfolgreichen Heilung wird die Schwerbehinderung aberkannt., dann ist es amtlich, dass man geheilt ist. Das sollte dann auch bei Kreditvergaben und Versicherungen akzeptiert werden. Sonst wird mit zweierlei Maß gemessen zugunsten der Banken und Versicherung etc

Dass ist jetzt kein wirkliches "Contra", aber wieso nur bei Krebspatienten? Allgemein sollten jegliche Diagnosen und Erkrankungen 3 Jahre oder von mir aus 5 Jahre nach Behandlungsende gelöscht werden. Es darf nicht sein, dass jemand sein Leben lang benachteiligt ist, weil er einmal Hilfe bei einem Psychologen gesucht hat, oder einmal eine komplizierte Sportverletzung hatte.

Warum Menschen unterschreiben

Ich bin selbst betroffen und spüre die Benachteiligung

Ich hatte vor 23 Jahren einen Schlaganfall. Habe alles wieder erlernt und bin nach einer darauf folgenden Herz OP ohne Beschwerden. Ich werde aber bei keiner Versicherung mehr angenommen

Weil auch Krebspatienten nach vollständiger Heilung ein Recht auf Gleichbehandlung in allen Lebenslagen haben sollen und nicht durch lange zurückliegende Erkrankungen benachteiligt werden sollen.

Meine Nicht hatte mit 30 Jahren Krebs und jetzt mit 40 Jahren ist sie gesund

Wir haben Krebserkrankungen in der Familie und sind mit den Nachteilen konfrontiert.

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