Region: Bonn

Hände weg von Umweltspuren und Radwegen! Radverkehr in Bonn fördern, nicht behindern

Petition richtet sich an
Stadtrat der Stadt Bonn, Oberbürgermeister Guido Déus

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5.857 von 2.500 für Quorum in Bonn Bonn

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  1. Gestartet 15.06.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
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Petition richtet sich an: Stadtrat der Stadt Bonn, Oberbürgermeister Guido Déus

Der Bonner Stadtrat hat angesichts des Verkehrschaos nach Sperrung der Nordbrücke am 11. Juni 2026 mit den Stimmen von CDU, SPD, FDP, BBB und AFD beschlossen, die Radspuren auf der Oxfordstraße und der Adenauerallee zu entfernen und den Autoverkehr dort wieder vierspurig zu führen. Wo kein Schutzstreifen möglich ist, soll der Radverkehr schlicht verboten werden (Quelle: Ratsbeschluss).

Wir fordern: Die Radspuren auf Oxfordstraße und Adenauerallee müssen erhalten bleiben, der Wechsel aufs Rad unterstützt und gefördert werden.

Jetzt, in dieser akuten Mobilitätskrise, braucht Bonn das Fahrrad mehr denn je. Sogar der ADAC-Mobilitätsexperte Prof. Roman Suthold empfiehlt im Kölner Stadt-Anzeiger, in der Krisensituation keine Fahrrad- und Umweltspuren für den Autoverkehr zu opfern.

Begründung

Oxfordstraße: Alternativlos und unsicher ohne Radspur

Die Oxfordstraße ist die wichtigste Ost-West-Verbindung für den Radverkehr in der Bonner Innenstadt. Eine gleichwertige Alternative gibt es nicht, da parallele Führungsmöglichkeiten im Straßennetz schlicht nicht vorhanden sind.

Dort soll der Radfahrstreifen nun einem Schutzstreifen weichen oder ganz entfallen. Was das bedeutet: Radfahrende teilen sich die Fahrbahn mit Lkw und Autos im Stau, mit einem gestrichelten Strich als einzigem Schutz. Untersuchungen belegen, dass der vorgeschriebene Überholabstand auf solchen Streifen regelmäßig unterschritten wird, außerdem ist fraglich, ob die Menschen dort mit dem Rad überhaupt noch durchkommen. Bestehende Schutzstreifen sind im Stau regelmäßig komplett mit Autos vollgestellt, wie etwa in der Römerstraße zu beobachten ist.

Und was bringt das Ganze? Voraussichtlich wenig bis gar nichts. In der Verkehrsplanung gilt das Flaschenhalsprinzip: Die Leistungsfähigkeit eines Straßenzuges wird maßgeblich durch seine Engpässe bestimmt. Solange die Engpässe auf der Kennedybrücke selbst und auf anderen zwangsweise einspurigen Abschnitten wie der Thomastraße oder am Combahnfriedhof bestehen bleiben, wird sich der Stau durch die Beseitigung einiger einspuriger Abschnitte nur verlagern, aber nicht verschwinden.

Adenauerallee: Kein Stauhelfer, aber ein Politikum

Die Adenauerallee hat keine direkte Entlastungsfunktion für die gesperrte Nordbrücke und darüber hinaus auch zwei einspurige Passagen auf knapp zwei Kilometer Länge. Der Beschluss, auch hier den Radverkehr zu verdrängen, lässt sich verkehrlich kaum begründen, wohl aber politisch: Die CDU bekämpft die Radspur auf der Adenauerallee seit Jahren als ideologische Unvernunft. Nun scheint sie in der Ausnahmesituation die Gelegenheit zu sehen, Fakten schaffen zu können.

Die vorgeschlagenen Ausweichrouten über Kaiserstraße und Rheinufer sind kein gleichwertiger Ersatz für alle, die entlang der Adenauerallee zur Schule gehen, studieren oder arbeiten.

Das Fahrrad entlastet alle, auch den Autoverkehr

Wer jetzt auf das Rad umsteigt, nimmt ein Auto von der Straße und erleichtert die Situation damit nicht zuletzt für all diejenigen, die nicht wechseln können, etwa Handwerker, mobilitätseingeschränkte Personen oder diejenigen, die einen sehr weiten Weg haben. Die Menschen, die seit dem 3. Juni täglich auf das Fahrrad umgestiegen sind, sorgen dafür, dass der Kollaps nicht noch schlimmer ist. Wer sie jetzt derartig verdrängt, sorgt dafür, dass sie ins Auto zurückkehren, mit dem Ergebnis von mehr Stau, nicht weniger.

Bonn hat mit dem Radentscheid 2021 versprochen, zur Fahrradstadt zu werden. Dieses Versprechen ausgerechnet dann zu brechen, wenn das Fahrrad beweist, dass es unverzichtbar ist und ungemeine Potentiale bietet, wäre eine Entscheidung gegen die Sicherheit aller, die täglich Rad fahren und jene, die es in der neuen Situation erstmals ernsthaft in Betracht ziehen.

Wir fordern den Rat der Bundesstadt Bonn auf, die Beschlusspunkte 1.6, 1.7 und 1.8 zurückzunehmen und stattdessen das zu tun, was diese Krise wirklich braucht: Radverkehr fördern, nicht verbieten.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 15.06.2026
Sammlung endet: 14.12.2026
Region: Bonn
Kategorie: Verkehr

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Neuigkeiten

  • Die geplante Rücknahme von Radspuren auf der Oxfordstraße und der Adenauerallee ist ein falsches Signal. Wir brauchen Lösungen, die alle Verkehrsteilnehmenden mitdenken – nicht Maßnahmen, die erfolgreiche Alternativen wieder schwächen. Wer klimafreundliche Mobilität in der akuten Krise ausbremst, riskiert mehr Stau für alle – nicht weniger!

    Deshalb rufen ADFC, VCD, Radentscheid Bonn und Fuß e. V. gemeinsam zur Demonstration auf. Unter dem Motto „Wir sind Teil der Lösung" demonstrieren wir am Freitag, den 26.6., um 17 Uhr auf dem Münsterplatz. Zahlreiche weitere Initiativen und Institutionen rufen mit uns auf (aktualisierte Angaben demnächst auf unserer Website).

    Kommt vorbei und bringt Freunde und Familie mit!

    Die Forderungen der Demonstration sind:

    • Bewährte Radverbindungen erhalten und weiterentwickeln,
    • Radverkehr als Teil der Verkehrslösung stärken,
    • ÖPNV stärken und den Verkehrsfluss für alle verbessern,
    • Innenstadt erreichbar und attraktiv für Menschen, Handel und Wirtschaft halten,
    • Wohnquartiere vor unnötigem Durchgangsverkehr schützen.
  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    über 1.500 Unterschriften an einem einzigen Tag – das ist absolut beeindruckend, vielen Dank!

    Aber wir wollen noch mehr erreichen. Bitte teilt diese Petition und sprecht mit Freunden und Bekannten über die Pläne der Stadt – jede Unterschrift zählt!

    Wer tiefer in das Thema einsteigen möchte, dem empfehlen wir zwei Artikel aus unserem Blog:

    - Der Rat stellt die Weichen: Keine Fahrradinfrastruktur mehr auf der Oxfordstraße Richtung Stadthaus
    - Guido Déus und die Verwaltung machen tabula rasa beim Radverkehr

    Und wer selbst spüren möchte, was der Wegfall der Radspuren auf der Oxfordstraße und der Adenauerallee bedeuten würde: Die Lokalzeit vom 9. Juni 2026 zeigt es am Konrad-Adenauer-Platz eindrucksvoll.

    Gemeinsam machen wir Bonn sicherer für alle Radfahrenden!

  • Sehr geehrte Unterstützende,

    die Petition wurde gemäß unserer Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die temporäre Sperrung wurde wieder aufgehoben und die Petition kann nun weiter unterzeichnet werden.

    Wir bedanken uns für Ihr Engagement!

    Ihr openPetition-Team

Vier Spuren auf der Adenauerallee werden so oder so auf zwei reduziert weil das Koblenzer Tor nur je Richtung eine Spur hat.

Als Adenauerallee, Oxfordstrasse, Reuterstrasse und Co geplant wurden, geschah dies, um den KfZ-Verkehr adäquat um die Innenstadt herumzuführen. Der Radverkehr wurde später zusätzlich in diesen Verkehrsraum hinzugefügt und gipfelte, durch Ideologie eines bestimmten politischen Klientel getrieben, in einer der absurdesten Verkehrsführungen in einer deutschen Großstadt. Der Individualverkehr darf nicht aus der Bonner Innenstadt ausgeschlossen werden.

Warum Menschen unterschreiben

Ich fahre selber viel Rad

Es ist in Bonn sehr angenehm mit dem Bus oder mit dem Fahrrad von Ort zu Ort zu kommen, da die Busse meist pünktlich sind und es für Radfahrer überall angenehm ist zu fahren.
Durch die Wegnahme dieser Möglichkeiten würde beides unattraktiver werden und die Leute wären zunehmend gezwungen Auto zu fahren. Das ist genau das Gegenteil von dem was passieren sollte und auch immer angepriesen wird.

Autospuren haben keine Zukunft, mit der CDU droht nur Stillstand und Rückgang in unsere Stadt. Wohnhaft in Siegburg, arbeite in Bonn.

Wenn die Stadt vom Verkehr entlastet werden soll, brauchen wir natürlich sichere Radwege. Kein ungeübter Radfahrer wird sein Auto stehenlassen, um ohne Radwege Rad zu fahren.
Es ist völliger Quatsch und äußerst kontraproduktiv ausgerechnet jetzt Radwege abzubauen.

It affects my daily work commute!

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