Region: Essen

Zukunftsfähige Verkehrswege statt Stillstand bei der Essener Mobilitätswende #RettetDenRadEntscheid

Petition richtet sich an
Rat der Stadt Essen & Oberbürgermeister Thomas Kufen

2.117 Unterschriften

50 %
1.813 von 3.600 für Quorum in Essen Essen

2.117 Unterschriften

50 %
1.813 von 3.600 für Quorum in Essen Essen
  1. Gestartet 18.03.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Persönliche Daten
 

Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Petition richtet sich an: Rat der Stadt Essen & Oberbürgermeister Thomas Kufen

Sehr geehrter Herr Schrumpf, sehr geehrter Herr Rosenau, sehr geehrter Herr Kufen,

Wir, die Unterzeichnenden, fordern vom Rat der Stadt Essen:

  1. Leitlinien von CDU und SPD stoppen und überarbeiten – kein Bremsen der Verkehrswende! Kein de-facto-Ausstieg aus dem Bürger*innenbegehren RadEntscheid, zu einem Zeitpunkt, zu dem die Umsetzung eigentlich so richtig losgehen sollte! In die Zukunft schauen und Verantwortung übernehmen! Dazu soll der fertig ausgearbeitete Mobilitätsplan beschlossen werden – ohne seine mit breiter Beteiligung der Öffentlichkeit formulierten Inhalte zu verwässern.
  2. Vorrang für Verkehrssicherheit für alle! Es gibt längst einheitliche Standards wie FGSV-Veröffentlichungen, E-Klima und die Leitfäden der AGFS. – Sicherheit von Fußgängern und Radfahrenden darf nicht zur Debatte stehen! Auch nicht auf Hauptstraßen! "Verkehrssicherheit für Kinder darf nicht nach Schulwegen enden!". Kinder sind überall und die Verkehrssicherheit muss überall gewährleistet sein, sodass sich Kinder und Ältere (und alle anderen), zu Fuß oder mit dem Fahrrad sicher von A nach B bewegen können.
  3. Direkte, attraktive Rad- und Fußrouten! keine Umwege oder Schmalspuren auf Kosten der schwächsten Verkehrsteilnehmenden. 1996 hat die Stadt Essen erstmals beschlossen, ein durchgängiges Radwege-Netz zu schaffen. Das hat die Stadt unter verschiedenen Bürgermeistern der CDU und SPD bis heute nicht geschafft zu realisieren. Das Ziel muss bis 2030 endlich umgesetzt werden!
  4. Platz gerecht verteilen! Klare Verkehrsachsen in der Stadt schaffen, die sicheren und zuverlässigen Verkehr wirklich möglich machen – für Auto, Fahrrad, ÖPNV und zu Fuß gehende gleichermaßen! Wir brauchen ein pragmatisches Miteinander aller Verkehrsteilnehmenden! Dazu gehört regelkonforme und sichere Radinfrastruktur auf den Hauptverkehrsstraßen genauso wie der Vorrang des Radverkehrs auf zentralen Radachsen.
  5. Mobilitätswende bedeutet auch kostengünstige Mobilität und gesellschaftlichen Nutzen für alle! Radinfrastruktur ist finanziell am günstigsten. Der ÖPNV hat einen deutlich besseren Kostendeckungsgrad als der motorisierte Verkehr. Straßenbau und -betrieb kosten die Stadt Essen pro Jahr etwa 230 Mio €, der ÖPNV 135 Mio. €, der Radverkehr 10 Mio €. Dazu kommen externe Kosten des Autoverkehrs wie Schäden durch Unfälle und Gesundheitskosten oder Umweltbelastungen. Das kostet die Allgemeinheit in Essen bis zu 200 Mio € zusätzlich. Rad- und Fußverkehr bringen dagegen gesamtgesellschaftlichen Nutzen durch eingesparte Gesundheitskosten. (Quelle: Eigene Berechnungen auf Basis des Haushaltsplans der Stadt Essen https://www.essen.de/rathaus/haushalt_und_finanzen/stadtkaemmerei/haushaltsplan_2025_2026/haushaltsplan_2025_2026.de.html und Studien, z.B. der Uni Kassel https://zukunftsnetz-mobilitaet.nrw.de/aktuelles/news/uni-kassel-der-autoverkehr-kostet-die-kommunen-das-dreifache-des-oepnv-und-der-radverkehr-erhaelt-die-geringsten-zuschuesse )

Begründung

1. "Ist-Zustand bleibt Basis" – das sind Lücken im Radnetz und Gefahrenstellen
Die Stadt soll nur noch Schäden flicken, statt die Straßen und Verkehrsflächen so zu planen, dass sich alle sicherer und effizienter fortbewegen können. Ergebnis: Die überfüllten Hauptverkehrsachsen im Autoverkehr, der Mangel an fahrradfreundlichen Streckennetzen und das unzureichende Netz an öffentlichen Verkehrsmitteln bleiben unverändert. Das ist lebensgefährlich für Kinder, Radfahrende, Senioren – und auf keinen Fall zukunftsgerichtet. Viel zu viele Menschen in Essen haben deshalb Angst, sich aufs Rad zu setzen.
2. Praktisch keine Radplanungen und nur Mindestmaße
Die Veröffentlichungen der FGSV (Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen) einschließlich der E-Klima 2022 sind der aktuelle Stand der Technik – also das was man bauen muss, um sicher und klimafreundlich Verkehr zu planen. Gehwege brauchen mindestens 2,5 Meter Breite, Radfahrstreifen mindestens 1,85 Meter und Radwege mindestens 2,0 Meter, empfohlen werden größere Breiten. Wenn ruhender Verkehr nicht zu vermeiden ist, sind Sicherheitstrennstreifen zu allen Arten der Radverkehrsführung vorzusehen – so auch bei Schutzstreifen und sogar im Mischverkehr. Weniger ist illegal und birgt persönliche Haftungsrisiken für die Planenden und Entscheidenden. CDU und SPD nennen das "Luxus" – die Fachwelt “Sicherheit”.
3. Statt weniger droht mehr Stau durch CDU- und SPD-Beschlüsse
Nur ein zuverlässiges Angebot an öffentlichen Verkehrsmitteln mit regelmäßiger Taktung und Fahrrad- und Fußwege, auf denen sich alle sicher fühlen, bieten attraktive Alternativen. Wenn mehr Menschen umsteigen, stehen diejenigen, die wirklich auf ein Auto angewiesen sind, weniger im Stau. CDU und SPD wollen dafür aber keine Lösungen mehr anbieten. Sogar bereits fertige Konzepte wie der Mobilitätsplan und Radverkehrsplanungen (Ringstraße, Wittenbergstraße u.a.) werden nicht weiter verfolgt. Ergebnis: Es gibt kaum echte Alternativen, daher wird der Verkehr auf den Straßen auch nicht weniger.
4. Stärkung des ÖPNV fehlt
“Der öffentliche Personennahverkehr in Essen wird zielgerichtet und wirksam gestärkt, indem vorrangig punktuelle Beschleunigungsmaßnahmen umgesetzt werden”, sagen CDU und SPD. Dies bedeutet allerdings: Kein flächendeckender Ausbau des ÖPNV, sondern nur ein Flickenteppich im bestehenden Netz! Eine klare Absage an die Essener Bürger*innen, die tagtäglich auf den ÖPNV angewiesen sind oder ihn wegen zu langer Fahrzeiten nicht nutzen können. Es braucht einen ÖPNV, der zuverlässig mit einer attraktiven Taktung ans Ziel bringt und gut mit den Nachbarstädten vernetzt ist. Denn wenn das Angebot stimmt, verlassen Menschen gerne die stauverstopften Straßen zugunsten des Nahverkehrs. 

Was passiert, wenn die Stadt Essen nach den neuen Leitlinien von CDU und SPD handelt?

  • Rad- und Schulwege bleiben zu gefährlich: zu wenig Tempo-30, keine sicheren Radwege für Schüler*innen. Mehr Hol- und Bring-Autoverkehr. Aus nur punktuellen Anpassungen entstehen keine durchgängig sichere Wegenetze.
  • Wohnstraßen bleiben laut, die Luft ungesund: Durchgangsverkehr blockiert Qualitätsverbesserungen der Wohnquartiere, weil das Auto überall langfahren darf.
  • Essen bleibt Stau-Hochburg: Keine attraktiven Alternativen bedeutet: zu viele Menschen bleiben aufs Auto angewiesen – und Staus verstopfen Essens Straßen weiter.
  • Geldverschwendung: Bereits fertige Planungen und Konzepte, für die schon Steuergeld ausgegeben wurde, werden in die Tonne gekloppt. Nachbessern statt richtig bauen. Gerichte werden von Sicherheitsstandards abweichende Planungen kippen.
  • Fahrverbote: Mit Verschärfung der EU-Vorschriften zur Luftreinheit 2030 drohen in Essen wieder Fahrverbote für Verbrenner. Daher muss jetzt der Ausbau eines guten Angebots bei Bus & Bahn, Rad- und Fußverkehr sowie Car-Sharing vorangetrieben werden.

Warum jetzt?
CDU und SPD wollen die verkehrspolitischen Leitlinien der Stadt Essen jetzt ändern und damit de facto aus dem RadEntscheid und der damit beschlossenen Radverkehrsförderung aussteigen. 

Essen kann es besser: Sicherere Schulwege. Weniger Stau. Schneller ans Ziel kommen. Ruhigere Straßen. Saubere Luft. Investitionen in gute Mobilität für alle, die sich lohnen. 

Unterschreibt! Teilt! Macht mit!
Für ein Essen, in dem alle sicher ankommen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, RadEntscheid Essen, Essen
Frage an den Initiator
Bild mit QR code

Abrisszettel mit QR Code

herunterladen (PDF)

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 18.03.2026
Sammlung endet: 17.09.2026
Region: Essen
Kategorie: Verkehr

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Neuigkeiten

  • Hallo zusammen,

    vielen Dank, dass bereits über 2.000 Menschen in weniger als 4 Tagen zeigen, wie wichtig Ihnen eine vernünftige und zukunftsorientierte Verkehrspolitik ist, das ist großartig!
    Die morgen startende Woche stellt dabei die Weichen, je nachdem, ob die Fraktionen von CDU und SPD gesprächsbereit sind oder ihren Antrag gegen alle Vernunft am Mittwoch im Rat durchsetzen.
    Deswegen gibt es nun zwei Möglichkeiten, wie ihr euch kurzfristig einbringen könnt:

    1. Gemeinsam rufen ADFC Essen, Fuss e.V. Essen, VCD Essen und RadEntscheid Essen auf zur Demonstration am Montag, 23. März 2026

    Wo? Rüttenscheider Stern
    Start: 16:30 Uhr
    (Abschnitt zwischen Klarastraße und Bertholdstraße)

    2. Kommt zur Ratssitzung am Mittwoch, 25. März 2026 - Beginn 15:00 (Rathaus)
    Die neuen "Leitlinien" und Abkehr vom RadEntscheid stehen mit Punkt 13 relativ früh auf der Tagesordnung
    Wichtig: Dort haben wir kein Rederecht und es ist auch keine Demonstration, doch auch eine stumme Präsenz auf den Zuschauerrängen kann eindrucksvoll sein.

    Danke für euren Einsatz!

    Euer RadEntscheid Essen

    PS: Auch wenn ihr bei beiden Terminen verhindert seid: Teilt die Petition gerne mit euren Freunden, Bekannten & Arbeitskollegen!

    Anhang:
    Tagesordnung der Ratssitzung: ( ris.essen.de/tops/?__=UGhVM0hpd2NXNFdFcExjZe4XkRdZ4223or1ZxQ3uqXQ )
  • ADFC Essen, Fuss e.V. Essen, VCD Essen und der RadEntscheid haben sich als Initiatoren zusammengeschlossen und rufen auf zur

    Demonstration am 23. März 2026

    • Wo? Rüttenscheider Stern
    • Start: 16:30 Uhr

    (Abschnitt zwischen Klarastraße und Bertholdstraße)
     
    Hintergrund ist die Kehrtwende der aktuellen Koalition aus CDU und SPD beim RadEntscheid. Aus unserer Sicht ist das eine grundlegende Fehlentscheidung – denn die vereinbarten Maßnahmen sind entscheidend für mehr Sicherheit im Straßenverkehr, bessere Lebensqualität und echten Klimaschutz in Essen. 
    Wir sagen klar:
    Die Maßnahmen des RadEntscheids müssen umgesetzt werden. Für sichere Straßen für alle – egal ob zu Fuß, mit dem Rad oder mit dem ÖPNV.

    Mit der Demonstration wollen wir ein deutliches Zeichen für eine zukunftsfähige Verkehrspolitik in Essen setzen und die Verantwortlichen zum Umdenken bewegen.
     
    Kommt gerne mit dem Fahrrad – ist aber kein Muss. Hauptsache: Ihr seid dabei!

Alle wollen weniger Stau und sicher ankommen. In Essen hakt es da an allen möglichen Stellen. Die Stadt hat in einem umfangreichen Verfahren einen ausgewogenen Plan erstellt, der alle Verkehrsarten unterstützt, einen echten Mobilitätsplan. Nun könnte der Rat diesen beschließen und die Stadt dann Stück für Stück umsetzen. Aber CDU und SPD blockieren lieber und lassen Bürger*innen und Verwaltung hilflos und ohne Optionen zurück. Diese Petition bringt wieder Schwung in die Debatte!

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Weil Klimaschutz für alle wichtig ist genauso wie Sicherheit auf den Straßen. Besonders aber für unsere Kinder!
Des Weiteren profitieren übrigens auch Autofahrer von mehr sicheren Radwegen: freiere Fahrt und weniger Staus. Win-Win-Win

Da das Fahrrad für mich Verkehrsmittel Nummer 1 ist und ich sicher von A nach B kommen möchte.

Da das Fahrrad immer noch das nachhaltigste Fortbewegungsmittel ist

Die Stadt produziert immer wieder halbfertige Markierungen für Radwege, die plötzlich enden und den Radfahrer in den Autoverkehr drängen.
Dasmacht es nur noch gefährlicher. Wir brauchen ein konsequent durchgeführtes Konzept.

Viele und sichere Radwege sind sehr wichtig: Für das Glück und die Gesundheit der Einzelpersonen und folglich auch für Glück und Gesundheit der Gesellschaft sowie für ein Eindämmen der Auswirkungen des Klimawandels.

Werkzeuge für die Verbreitung der Petition.

Sie haben eine eigene Webseite, einen Blog oder ein ganzes Webportal? Werden Sie zum Fürsprecher und Multiplikator für diese Petition. Wir haben die Banner, Widgets und API (Schnittstelle) zum Einbinden auf Ihren Seiten. Zu den Werkzeugen

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern