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Änderungen an der Petition
am 15.01.2021
Petition richtet sich an: Bayerischer Landtag
Aufhebung des Distanzunterrichts für die Schüler aller Abschlussklassen. Die Schüler aller Abschlussklassen sollen schnellstmöglich im Präsenzunterricht unterrichtet werden - zumindest in den prüfungsrelevanten Fächern!
Vergangenen Montag hat für alle bayerischen Schüler*innen wieder wochenlanger Distanzunterricht begonnen – auch für die Schüler*innen der Abschlussklassen:
Die Kultusministerkonferenz vom 4. Januar 2021 hat ausdrücklich die Abschlussjahrgänge der jeweiligen Schulformen vom Distanzunterricht ausgenommen, um die Vorbereitung auf Prüfungen angemessen begleiten zu können. Zugleich wurde wohl betont, dass der Präsenzunterricht große pädagogische Bedeutung habe. Dennoch wird diese Ausnahme in Bayern nicht umgesetzt.
Bereits durch den ersten Lockdown im Frühjahr 2020 sowie den anschließenden Wechselunterricht waren die Schüler*innen auf eigenständiges Lernen bei sehr unterschiedlichen digitalen Rahmenbedingungen angewiesen. Eine große Herausforderung für Pubertierende - bei teilweise nicht ausreichender technischer Ausstattung. Die daraus resultierenden Defizite bezüglich der Lerninhalte sowie die Bildungs-Ungerechtigkeit als weitere Folge setzen sich durch den erneuten Distanzunterricht in Bayern fort. Und nach wie vor stehen die Termine und Inhalte der Abschluss-Prüfungen nicht fest.
Zudem erfahren die Schüler*innen in Bayern eine Benachteiligung gegenüber den Schüler*innen in anderen Bundesländern, die ihre Abschlussklassen zum Präsenzunterricht zulassen.
Da die Schulen leer stehen, sollten die bereits vorliegenden Hygienekonzepte gut umsetzbar sein für eine Unterrichtung der Abschlussklassen in den Schulen!!!
Yvonne Jahr Anita B. Gentzke, Dr. Isabel Gocke – Abi fair
Noch kein PRO Argument.
Sicherlich ist es eine schwierige Interessensabwägung. Fakt ist zunächst, dass durch alle Maßnahmen der Welt nicht zu 100% sichergestellt werden kann, dass keine Übertragung stattfindet. Aus diesem Grund steht man sehr schnell vor einem Gewissenskonflikt. Keiner würde verneinen, dass die Bildung unserer Kinder nicht ein absolut elementares Gut ist. Gleichzeitig sollte aber auch für dieses Gut nicht leichtfertig mit den Leben all derer gespielt werden, die durch eine Infektion in Lebensgefahr kämen. Diese Abwägung ist ein schmaler Grat. Im Zweifel ist Vorsicht wohl besser als Nachsicht.