Offener Brief an den Bundespräsidenten: Herr Steinmeier, schützen Sie uns vor der AfD!

Petition richtet sich an:
Bundespräsident / Bundespräsidialamt

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10.000 für Sammelziel

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  1. Gestartet 18.09.2026
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Petition richtet sich an: Bundespräsident / Bundespräsidialamt

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Steinmeier,

Wir sind Menschen aus allen Teilen der Leipziger Stadtgesellschaft. Wir sind Mitglieder in Vereinen, Verbänden, Parteien, Gewerkschaften, Glaubensgemeinschaften. Unsere Stadt steht beispielhaft für das miteinander Leben und füreinander Sorgen von Menschen verschiedenster Herkunft und mit diversen Lebensentwürfen.

Wir wenden uns an Sie mit der Bitte um Gehör.

Die AfD gewinnt seit ihrer Gründung im Jahr 2013 kontinuierlich an Zuspruch, auch und vor allem in Sachsen, wo sie vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft wird. Sie verbreitet vor allem im ländlichen Raum unseres Freistaates antidemokratische, menschenverachtende Positionen, skizziert klare Feindbilder und einfache Lösungen, reißt Zahlen und Daten aus ihrem ursprünglichen Kontext und bedient sich an Falschinformationen. Sie nutzt den Unmut der Menschen über steigende Preise, den Ausbau notwendiger erneuerbarer Energien, das deutsche Verhältnis zu Russland und die Migration von Arbeitskräften und Schutzsuchenden gezielt aus und spaltet willentlich unsere Gesellschaft. 

Jeder Versuch, die AfD inhaltlich zu stellen, ist bislang gescheitert. 

Inzwischen stellt die Partei Bürgermeister in mehreren sächsischen Gemeinden und normalisiert ihre menschenfeindlichen Positionen. Zur vergangenen Landtagswahl im Jahr 2024 konnte sie mit 30,6 Prozent ihr bislang bestes Ergebnis einholen und überholte beinahe die CDU. Mit ihren Wahlerfolgen zwingt die AfD alle etablierten demokratischen Parteien seit Jahren zu Zweckbündnissen gegen sie, wodurch der demokratische Wettbewerb in Sachsen nachhaltig Schaden nimmt. 

Wir blicken mit großer Sorge auf unser Nachbarland Sachsen-Anhalt, in dem ein ebenfalls gesichert rechtsextremer AfD-Landesverband nur knapp die absolute Mehrheit verfehlte, mit fatalen Auswirkungen auf die Regierungsbildung und die demokratische Mehrheit im Land. Sollte der rechtsextreme Landesverband in Sachsen-Anhalt regieren, ist sowohl die Sicherheit von Minderheiten als auch demokratisch engagierten Personen in unmittelbarer Gefahr. 

Warum schreiben wir Ihnen das?

Wir schreiben es Ihnen, weil wir Angst haben. Weil wir uns von der AfD bedroht und von unserer Landesregierung allein gelassen fühlen.

Unser Ministerpräsident Michael Kretschmer und seine Regierung sprechen sich gegen die Prüfung eines Verbots der AfD aus. Die sächsische CDU konzentriert sich seit Jahren darauf, Wähler*innen der AfD zurückzuholen, ohne Erfolg. Währenddessen streicht die CDU auf Landes- und Bundesebene Gelder für Demokratieprojekte. Die CDU marginalisiert mit dieser Politik die Interessen von Menschen mit Migrationsgeschichte, Menschen mit Behinderung und queeren Personen. Hierzu zählt insbesondere das Bedürfnis nach Schutz vor institutioneller Gewalt, wie sie auch bei einer Regierungsbeteiligung der AfD zu erwarten ist.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, wir fühlen uns nicht vor der AfD geschützt.

Wir haben Sorge um die voranschreitende Polarisierung unserer Gesellschaft, die vom Erfolg der AfD vorangetrieben wird. Als politische Gegner*innen der AfD sorgen wir uns auch um unsere eigene Unversehrtheit und um die Sicherheit der Menschen, die uns nahe stehen. Die Sicherheit unserer Freund*innen, die aufgrund ihrer Herkunft, rassistischer Zuschreibungen, ihres Glaubens, ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität dem Feindbild der AfD entsprechen.

Deshalb bitten wir Sie: Setzen Sie sich für das Verbot der gesichert rechtsextremen AfD-Landesverbände in Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg ein.

Unterstützen Sie bitte die Bemühungen von Mitgliedern des Bundesrates und des Bundestages für die Prüfung eines Verbotes der AfD, indem Sie unserer prekären Situation in Sachsen Gehör verschaffen. Appellieren Sie daran, die Mittel unserer wehrhaften Demokratie, die im Grundgesetz verankert sind, zu nutzen. Schützen Sie das vielfältige Leben in den neuen Bundesländern, die von den Wahlerfolgen dieser Partei besonders betroffen sind.

Gerne würden wir Sie auch zu einem persönlichen Gespräch treffen und unser Anliegen näher erläutern.

Mit vorzüglicher Hochachtung,

die Mitglieder der Initiative "Zehntausend an Steinmeier", stellvertretend für die Unterzeichnenden in Leipzig.

Begründung

Wir wenden uns als Menschen aus der Leipziger Stadtgesellschaft an Bundespräsident Steinmeier, weil wir uns angesichts des wachsenden Einflusses der AfD und ihrer rechtsextremen Positionen zunehmend bedroht und von der Politik nicht ausreichend geschützt fühlen.

In Sachsen ist die AfD vom Verfassungsschutz als gesichert rechtsextrem eingestuft und erzielte bei der Landtagswahl 2024 30,6 Prozent der Stimmen. Ihre politischen Erfolge und die zunehmende Normalisierung ihrer Positionen gefährden aus unserer Sicht das demokratische und vielfältige Zusammenleben in Sachsen und weiteren ostdeutschen Bundesländern, insbesondere für Menschen mit Migrationsgeschichte, queere Menschen, Menschen mit Behinderung und weitere Gruppen, die von der AfD zum Feindbild gemacht werden.

Wir bitten den Bundespräsidenten deshalb, unserer Sorge Gehör zu verschaffen und sich dafür einzusetzen, dass die verfassungsrechtlichen Möglichkeiten zum Schutz unserer Demokratie ernsthaft geprüft und genutzt werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Zehntausend an Steinmeier, Leipzig
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 18.09.2026
Sammlung endet: 17.03.2027
Region: Deutschland
Kategorie: Minderheitenschutz

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer*innen,

    vor einer Woche haben wir unsere Kampagne "10.000 an Steinmeier - Leipzig fordert das AfD-Verbot" mit dem offenen Brief an den Bundespräsidenten gestartet.

    Seitdem haben bereits 750 Menschen ihre Unterschrift unter unseren Brief gesetzt, knapp 600 davon direkt in Leipzig. Wir waren auf Flohmärkten, auf dem Parking Day und dem Sozialprotest des DGB und haben unser Anliegen bekannt gemacht.

    Du gehörst zu den ersten Mitzeichner*innen. Dafür danken wir dir und haben gleichzeitig eine Bitte:

    Hilf uns auf dem Weg zu 10.000 Unterschiften! Wenn du aus Leipzig kommst, teile die Petition mit deiner Familie, deinen Freund*innen und Nachbar*innen. Trage sie in Vereine und Parteien. Wenn du Bekannte in Leipzig hast, leite unsere Aktion an sie weiter.

    Unterschriften sammeln ist nie ein Sprint, sondern immer ein Marathon. Unser Wunsch ist es, die Ziellinie noch vor der Wahl des neuen Ministerpräsidenten in Sachsen-Anhalt (voraussichtlich Mitte November) zu erreichen. Wir hoffen, damit einen Beitrag zur aktuellen bundesweiten Debatte um ein AfD-Verbot leisten zu können, solange diese noch geführt wird.

    In den kommenden Tagen werden außerdem Übersetzungen unseres Briefes erscheinen. Neben Englisch möchten wir ebenfalls Übersetzungen in Spanisch, Arabisch und Ukrainisch anbieten und suchen auch dafür noch Helfer*innen.

    Wir haben bislang keine eigene E-Mail-Adresse, bekommen aber Unterstützung von "AfD-Verbot jetzt! Leipzig". Schreibe gerne eine Mail an leipzig@afd-verbot.jetzt, wenn du Ideen oder Fragen an uns hast oder uns direkt unterstützen möchtest.

    Liebe Grüße
    Alexander Hilse
    stellvertretend für die Mitglieder der Initiative "10.000 an Steinmeier"

Warum Menschen unterschreiben

Da die AFD antidemokratisch handelt und das können wir nicht zulassen!

Weil die AfD verfassungswidrig ist und gesichert rechtsextrem

Nie wieder ist jetzt !

Demokratie und Vielfalt schützen

Weil die AfD eine separatistische Partei ist, die Menschen gegen Meschen stellt und so wenig konstruktiv ist. In Krisenzeiten, wie wir sie jetzt erleben, benötigen wir Lösungen für alle jn Deutschland lebende Menschen, abgesehen von ihrer Herkunft.

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