Region: Leipzig

Natur ist keine Manövriermasse! Stoppt den Waldverkauf am Cottaweg – Erhaltet den Naturraum

Petition richtet sich an
Oberbürgermeister Burkhard Jung

2.017 Unterschriften

45 %
1.659 von 3.700 für Quorum in Leipzig Leipzig

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  1. Gestartet 10.06.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
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  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Burkhard Jung

Wir fordern den Leipziger Stadtrat und Oberbürgermeister Burkhard Jung auf:
Lehnen Sie die Beschlussvorlage VIII-DS-02491 ab.
Kein Verkauf der Wald- und Sukzessionsflächen an der Capastraße an die Red Bull Betriebsanlagen GmbH. Kein Verlust eines ökologisch wertvollen Naturraums zwischen dem nördlichen und südlichen Leipziger Auwald.
Leipzig braucht mehr Natur, mehr Klimaschutz und mehr Biotopverbund – nicht weniger.

Begründung

Mit der Beschlussvorlage VIII-DS-02491 soll ein mehr als 57.000 m² großes Waldgebiet an der Capastraße an die Red Bull Betriebsanlagen GmbH verkauft werden. Tatsächlich betroffen ist jedoch ein deutlich größerer zusammenhängender Naturraum aus Wald- und Sukzessionsflächen, der sich über Jahrzehnte entwickeln konnte und heute wichtige Funktionen für Klima, Artenvielfalt und den Biotopverbund erfüllt.

1. Eine ehemalige Ausgleichsfläche wird erneut geopfert
Der Wald entstand als behördlich festgesetzte Kompensationsmaßnahme im Zusammenhang mit früheren Eingriffen in Natur und Landschaft. Solche Ausgleichsflächen sollen dauerhaft ökologische Funktionen sichern. Wenn selbst diese Flächen wieder beseitigt werden können, verliert das Instrument des Naturschutzausgleichs seine Glaubwürdigkeit.

2. Der Naturraum ist ein Schlüsselstück des Leipziger Auwaldes
Das Gebiet liegt an einer ökologisch sensiblen Stelle zwischen nördlichem und südlichem Leipziger Auwald. Es bildet einen wichtigen Wander- und Verbindungsraum für zahlreiche Tierarten. Eine weitere Verengung dieses ohnehin belasteten Korridors schwächt den Biotopverbund des Auwaldes nachhaltig.

3. Die ökologische Bedeutung wird kleingerechnet
In der öffentlichen Debatte wird meist nur die ausgewiesene Waldfläche genannt. Tatsächlich gehören auch die angrenzenden Sukzessionsflächen zu diesem gewachsenen Naturraum. Für Tiere, Pflanzen und das Stadtklima spielt die verwaltungsrechtliche Unterscheidung zwischen „Wald“ und „Sukzessionsfläche“ keine Rolle. Die Vorlage vermittelt jedoch den Eindruck, als beschränke sich der Eingriff auf die Waldfläche – dadurch wird das tatsächliche Ausmaß des Naturverlustes nur unzureichend sichtbar.

4. Wertvolle Ökosystemleistungen gehen verloren
Der bestehende Naturraum erbringt täglich Leistungen, die für Leipzig unverzichtbar sind:

  • Kühlung des Stadtklimas an heißen Sommertagen
  • Speicherung von CO₂ und Beitrag zum Klimaschutz
  • Filterung von Feinstaub und Luftschadstoffen
  • Rückhalt von Regenwasser und Entlastung bei Starkregen
  • Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten
  • Vernetzung ökologischer Lebensräume im Auwaldsystem

Diese Leistungen entstehen nicht kurzfristig neu. Ein neu angepflanzter Wald kann die Funktionen eines seit Jahrzehnten gewachsenen Naturraums auf absehbare Zeit nicht ersetzen.

5. Leipzig handelt gegen eigene Ziele
Die Stadt Leipzig hat sich in verschiedenen Planungen und Leitbildern zur Stärkung des Grünzugs am Cottaweg bekannt. Dieser Grünzug soll die Verbindung der Auwaldteile sichern und ökologische Funktionen stärken. Mit dem Verkauf und der Rodung dieser Flächen würde jedoch genau das Gegenteil geschehen: Statt den Grünzug zu entwickeln, würde ein zentraler Bestandteil dauerhaft verloren gehen.

6. Natur darf kein Haushaltskonsolidierer sein
In der Vorlage wird ausdrücklich auf die finanziellen Vorteile eines vollständigen Verkaufs verwiesen. Doch Naturflächen sind keine Reserveposition im städtischen Haushalt. Kurzfristige Einnahmen dürfen nicht wichtiger sein als der dauerhafte Schutz von Klima, Artenvielfalt und Lebensqualität. Ein einmal zerstörter Naturraum lässt sich nicht zurückkaufen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Jürgen Kasek, Leipzig
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 10.06.2026
Sammlung endet: 09.12.2026
Region: Leipzig
Kategorie: Umwelt

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer*innen der Petition,

    bereits nach 2 Tagen haben knapp 2000 Menschen die Petition mitgezeichnet. Die Meinung der Umweltverbände ist einhellig und wir vermuten, dass auch die Mehrheit der Leipziger den Vorschlag ablehnt und den Wald erhalten will. Gestern erschien ein Artikel in der LVZ, der die Stellungnahmen aus der Politik etwa folgendermaßen abbildet:
    Reaktionen aus der Politik und von Verbänden

    Zustimmung (CDU, AfD, BSW, Freie Fraktion): Sie sehen darin einen pragmatischen Weg und eine "Win-Win-Win-Situation" für die Stadt, den Verein und die Schausteller. Die jahrelange Unsicherheit für die Kleinmesse werde damit beendet.
    Zustimmung mit Bedingungen (SPD, Linke): Sie begrüßen den Verbleib der Kleinmesse, fordern aber eine langfristige Standortgarantie (mindestens 20 Jahre). Der Verlust des Waldes schmerzt sie, sie fordern jedoch eine nahegelegene Aufforstung und hochwertige ökologische Ausgleichsmaßnahmen.
    Strikte Ablehnung (Grüne): Sie lehnen die Waldrodung entschieden ab. Für sie ist der Plan ein "umweltpolitischer Offenbarungsid", der kurzfristige Interessen über den Klimaschutz stellt und rechtliche Risiken für RB birgt.
    Heftiger Widerstand (Umweltverbände BUND & Ökolöwe): Sie fordern den Stadtrat auf, gegen die Pläne zu stimmen. Das betroffene Waldgebiet liegt an einer ökologischen Engstelle des Leipziger Auwaldes, kühlt die Stadt und dient als Wildtierkorridor. Sie kritisieren zudem den Widerspruch, dass die Stadt einerseits zur Entsiegelung aufruft, andererseits aber Wald für einen Fußballklub opfern will.

    Wir brauchen aber eure Hilfe. NaBu und Nukla unterstützen die Petition ebenfalls und werden diese zeitnah mit verteilen.

    Bedeutet, dass wir als Bürger und Bürgerinnen den Druck noch deutlich erhöhen müssen. Ihr könnt helfen, in dem ihr die Petition weiterleitet und verteilt oder das PDF ausdruckt und mitnehmt. Wir werden auf der Ökofete präsent sein und dort ebenfalls Unterschriften sammeln.

    Weiterhin planen wir um den Druck aufrecht zu erhalten eine Versammlung in der Erich-Köhn Straße um deutlich zu machen, dass wir nicht wollen, dass der Wald gerodet wird. Es liegt an uns allen, ob wir das Desaster verhindern können.

    Liebe Grüße

    ia Jürgen Kasek,

    Danke an Alle die unser Anliegen unterstützen.

Alles was sich gegen dieses "Ratten-Ball-Konstrukt" wendet ist bedingungslos zu unterstützen !!!

Wäre mal interessant zu wissen, wieviele RB-Fans es unter den Leipziger*innen wirklich gibt. - Ich finde, ein erfolgreicher Fußballklub als Projektionsfläche für einen gewissen Stolz auf seine Heimatstadt hat seine Berechtigung. Schade, dass das vor allem in Leipzig so kritisch gesehen wird...

Warum Menschen unterschreiben

Natur vor Profit

Wir brauchen den Wald

Damit der Wald erhalten bleibt

Natur ist keine Verhandlungsmasse, sondern die Grundlage unserer Existenz!

Dieses wichtige Waldstück darf den Expansionswünschen von RB nicht geopfert werden.

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