Keine Kürzung der Kinderkrankentage!

Petition richtet sich an:
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann & Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

24.833 Unterschriften

82 %
24.488 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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  1. Gestartet 24.09.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann & Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, den Anspruch auf Kinderkrankengeld dauerhaft bei 15 Arbeitstagen je gesetzlich versichertem Kind und Elternteil zu belassen (Alleinerziehende: 30 Tage), die Höchstgrenzen bei mehreren Kindern (35 bzw. 70 Tage) beizubehalten und die Auswirkungen regelmäßig zu evaluieren.

Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann plant die Maximalzahl der Kinderkrankentage wieder zu senken. Damit würden ab Januar 2027 pro Elternteil und Kind statt 15 Kinderkranktage nur noch 10 Tage zur Verfügung stehen.

Begründung

1) Ein krankes Kind lässt sich nicht planen. Wenn es nicht in Kita oder Schule gehen kann, braucht es sofort eine vertraute Person, meist ein Elternteil. Genau dafür gibt es das Kinderkrankengeld nach § 45 SGB V.

2) Für 2026 gelten 15 Arbeitstage je Kind und Elternteil (Alleinerziehende: 30). Diese Regelung endet am 31. Dezember 2026. Ohne neues Gesetz fallen wir ab 2027 auf zehn Tage zurück. Das Argument, es habe sich um eine Corona-Sonderregel gehandelt, greift zu kurz: Kinder werden auch ohne Pandemie krank. Gerade in Kita und Grundschule folgt im Winter oft ein Infekt auf den nächsten.

3) Hinzu kommt der Gesundheitsschutz: Nach Fieber, Erbrechen oder Durchfall müssen Kinder häufig mindestens 24 Stunden symptomfrei sein, bevor Kita oder Schule sie wieder aufnehmen. Der Betreuungsbedarf ist also länger als die akute Krankheit. Fehlen die Tage, steigt der Druck, Kinder zu früh zurückzuschicken. Das gefährdet ihre Genesung, andere Kinder und das Betreuungs- und Lehrpersonal. Jedes Kind hat ein Recht auf Gesundheit. Ausreichende Kinderkrankentage schützen alle Beteiligten vor vermeidbaren Infektionen.

Wer den Anspruch aufgebraucht hat, muss Urlaub nehmen, unbezahlt zu Hause bleiben, Arbeitszeit kürzen oder private Notlösungen organisieren. Homeoffice ist keine Antwort: Ein krankes Kleinkind braucht Pflege, und viele Beschäftigte in Produktion, Pflege, Handwerk, Handel oder Gastronomie können ohnehin nicht von zu Hause arbeiten. Kinderkrankengeld ersetzt zudem in der Regel nur 90 % des Nettoentgelts. Es ist kein zusätzlicher Urlaub.

Diese Petition richtet sich nicht gegen Arbeitgeber. Eine klare Regel schafft Planbarkeit; ohne sie wird die Abwesenheit nur anders organisiert, etwa über Urlaub, Krankmeldungen oder Teilzeit. Deutschland ist auf die Erwerbstätigkeit von Eltern angewiesen. Kurzfristige Betreuungsprobleme dürfen nicht zum dauerhaften Ausstieg führen. Und weil die Betreuung kranker Kinder in der Praxis oft ungleich verteilt ist, erleichtern ausreichende, einzeln nutzbare Tage auch die partnerschaftliche Aufteilung.

Wir fordern:

  • 15 Kinderkrankentage je Kind und Elternteil dauerhaft gesetzlich festzuschreiben.
  • 30 Tage für Alleinerziehende und die Höchstgrenzen bei mehreren Kindern beizubehalten.
  • Inanspruchnahme, Kosten und Folgen für Familien, Arbeitgeber und Erwerbsbeteiligung regelmäßig und transparent zu evaluieren.

Es geht nicht um mehr Urlaub, sondern um eine einfache Realität: Kinder werden krank. Wer sein Kind auskurieren kann, kehrt stabil zurück, statt erneut auszufallen. Das entlastet Betriebe und Kitas. Wer Familien schützt, stärkt Wirtschaft und Vertrauen in die Politik.

Ich bin Vater und Arbeitnehmer und weiß, was kurzfristige Ausfälle für Betriebe bedeuten. Deshalb richtet sich diese Petition nicht gegen Arbeitgeber. Mir geht es um beides: eine gute Wirtschaftsleistung und das Recht meines Kindes und aller anderen Kinder auf Gesundheit.

Quellen:

  • Ab 2027 soll der Anspruch um fünf Tage sinken. Das sei eine Ankündigung, kein beschlossenes Gesetz. Die aktuelle Regelung gilt bis Jahresende. Wird sie nicht verlängert, gilt ab 2027 grundsätzlich wieder der frühere Anspruch von zehn Arbeitstagen, für Alleinerziehende 20.
  • Linnemann hat sich in der Regierungsbefragung gegen eine Verlängerung ausgesprochen und die Regel als Corona-Sonderregel eingeordnet. (ZDFheute)ZDFheute, 23.09.2026
  • Wer Kinderkrankengeld bezieht, hat gegenüber dem Arbeitgeber Anspruch auf unbezahlte Freistellung. (Gesetze-im-Internet)
  • Absatz 2 (Regelfall): Ohne die Sonderregel gelten 10 Arbeitstage je Kind, für Alleinerziehende 20. Bei mehreren Kindern sind es höchstens 25 bzw. 50. (Sozialgesetzbuch)
  • Absatz 2a: Im Kalenderjahr 2026 besteht der Anspruch für jedes Kind längstens 15 Arbeitstage, für Alleinerziehende 30 Arbeitstage. Insgesamt sind es höchstens 35 Arbeitstage, für Alleinerziehende 70. (Gesetze-im-Internet)
  • § 45 SGB V (amtliche Quelle)
Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Florian Völler, Geretsried
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 24.09.2026
Sammlung endet: 23.03.2027
Region: Deutschland
Kategorie: Familie

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer,

    wir haben einen echten Meilenstein erreicht: 3.048 Menschen haben innerhalb weniger Tage unterschrieben.

    Das sind zehn Prozent des Quorums, erreicht nicht in Monaten, sondern in Tagen.

    Ich weiß, warum. Jeder von uns kennt diese Nächte: ein fieberndes Kind, kein Schlaf, und morgens die Frage, wer jetzt bei der Arbeit fehlt. Genau dieses Recht, bei unseren Kindern bleiben zu können, ohne Job oder Einkommen aufs Spiel zu setzen, steht jetzt zur Debatte.

    Es gibt auch kritische Stimmen:

    Das sei ein Luxusproblem, andere europäische Länder hätten weniger Krankentage, früher sei es ja auch gegangen, man jammere auf Kosten der Solidargemeinschaft. Dem halte ich entgegen:

    Die Belastung von Eltern wächst gerade jetzt, mit höheren Zuschlägen für Kinderlose, steigenden Krankenkassenbeiträgen und einem Fachkräftemangel, der Vollzeit statt Teilzeit erzwingt, auch durch Entscheidungen dieser Bundesregierung.

    Wer diese Last erhöht, kann sie nicht gleichzeitig bei der Kinderbetreuung kürzen.

    Erst gestern hat das Bundeskabinett eine Pflegereform beschlossen, die vor allem sparen soll, unter anderem durch einen höheren Beitrag für Kinderlose ab 2027. Ein anderes Gesetz, derselbe Minister, dasselbe Muster:

    An der Stelle sparen, an der Familien Verantwortung für andere Menschen übernehmen, für kranke Kinder genauso wie für pflegebedürftige Eltern.

    Umso wichtiger ist es, dass wir bei den Kinderkrankentagen jetzt laut werden, bevor auch hier ohne neues Gesetz ab 2027 nur noch zehn statt 15 Tage gelten.Die ersten zehn Prozent waren oft die, die am leichtesten zu erreichen sind, das eigene Umfeld.

    Die nächsten neunzig Prozent brauchen mehr Reichweite, und dafür brauche ich euch:

    teilt die Petition noch einmal, auch wenn ihr es schon einmal getan habt.Schreibt ein oder zwei Sätze dazu, warum euch das Thema persönlich wichtig ist.

    Sprecht Kolleginnen, Kollegen und euren Betriebsrat an.3.048 sind ein starker Anfang. Lasst uns zeigen, dass noch viel mehr Menschen kranke Kinder nicht alleine zwischen Arbeitsplatz und Pflegebett lassen wollen.

    Danke, dass ihr dabei seid.

    Euer

    Flo

  • Liebe Unterstützerin, lieber Unterstützer,

    danke, dass du die Petition für den Erhalt der 15 Kinderkrankentage unterschrieben hast. Ich weiß, wie es sich anfühlt, mitten in der Nacht am Bett eines fiebernden Kindes zu sitzen und morgens zu überlegen, wer jetzt Urlaub nimmt, wer sich krankmeldet, wer die Präsentation absagt. Genau deshalb habe ich diese Petition gestartet, und genau deshalb schreibe ich dir heute noch einmal.

    Am 23. September hat Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann im Bundestag angekündigt, dass Eltern ab 2027 wieder nur zehn statt 15 Kinderkrankentage bekommen sollen, Alleinerziehende zehn statt 30. Er nennt es die Rücknahme einer „Corona-Sonderregel“. Aber unsere Kinder werden nicht nur während einer Pandemie krank. Sie werden jeden Winter krank, mehrmals, mit Fieber, Magen-Darm, Infekten, die sich nicht an einen Kalender halten.

    Deine Unterschrift war der erste Schritt. Jetzt entscheidet sich, ob diese Petition gehört wird oder in der Menge untergeht.

    Dafür brauche ich dich noch einmal:
    Teile den Link in deiner Familien-WhatsApp-Gruppe, im Elternbeirat, bei der Arbeit.

    Schick ihn an drei Menschen, von denen du weißt, dass sie auch schon mal ein Kind mit Fieber im Arm gehalten haben, während im Kopf die nächste Deadline tickte.

    Sprich mit deinem Arbeitgeber oder Betriebsrat. Auch aus Unternehmenssicht ist eine verlässliche Regel besser als ständig neue Ausnahmen.

    Jede Unterschrift zählt, aber jede Weiterleitung zählt mehr. Diese Petition betrifft niemanden abstrakt. Sie betrifft dich, mich, und jedes Kind, das diesen Winter krank wird.

    Danke, dass du dabei bist.

    Beste Grüße

    Florian Völler

  • Sehr geehrte Unterstützende,

    die Petition wurde gemäß unserer Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die temporäre Sperrung wurde wieder aufgehoben und die Petition kann nun weiter unterzeichnet werden.

    Wir bedanken uns für Ihr Engagement!

    Ihr openPetition-Team

Die Kosten sind circa 250 Mill, soviel hat uns auch die Ignoranz von Minister Scheuer gekostet

Ich verstehe diese Petition nicht - statt dankbar zu sein, dass diese Corona-Regelung kulanterweise noch bis 2026 weitergeführt wurde, ist man nun sauer, wenn die großzügige befristete Regelung ausläuft. 20 Tage sind vier volle Arbeitswochen - das ist meines Erachtens sehr sozial. Ich finde die Entscheidung des Ministers vollkommen richtig, wenn man die Arbeitskosten in Deutschland nicht noch weiter hochtreiben und damit Arbeitsplätze gefährden will.

Warum Menschen unterschreiben

Zwei kinder zu hause, kita und bald schule, politik machen wir bürger!!!

Die Belastung von Familien durch die aktuelle Regierung ist unerträglich und gesellschaftspolitisch ein grosser Fehler

...wir hatten auch zwei kleine Kinder, die mittlerweile erwachsen sind!

Ich war Jahrelang allein erziehen, mit zwei Kindern. Ich musste Arbeiten, aber ich musste auch für meine Kinder da sein. Es zerreißt einen, dass sollte nicht so sein.
Heute bin ich Oma und wünsche meinen Kindern, dass sie beides machen können, ohne schlechtes Gewissen!

Wenn Kinder krank sind, gehört jemand an ihre Seite ohne Stress und solche Kürzungen. Unseren Kindern gebührt Schutz.Dann sollte die Regierung im Ausland die Mittel kürzen.

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