Die Programm-Reform des Deutschlandfunk (DLF) stoppen!

Petition richtet sich an:
Der Intendant des Deutschlandfunks, Stefan Raue

7.604 Unterschriften

100 %
7.500 für Sammelziel

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  1. Gestartet Juni 2026
  2. Sammlung noch > 2 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Der Intendant des Deutschlandfunks, Stefan Raue

Weitere Informationen finden Sie unter: https://dlfbleibt.de/

Sehr geehrter Herr Raue,

kürzlich haben Sie bekanntgegeben, dass das Programmschema des Deutschlandfunks zum 30.11.2026 grundlegend reformiert werden soll. Die bisher bekannt gewordenen Eckpunkte der Reform lauten:

  • Verschiebung der „Informationen am Morgen“ um eine Stunde nach hinten. Damit wohl Wegfall von „Europa heute“ und der Religionssendung „Tag für Tag“.
  • Auflösung der Fachsendungen wie etwa „Kultur heute“, „Wirtschaft am Mittag“ oder „Campus und Karriere“. Verlagerung der Inhalte auf zwei Sammel-Sendungen namens „Wissen nach 2“ und „Kultur nach 3“.
  • Die Fachredaktionen treten mit ihren Beiträgen für diese Sendungen zukünftig in einen Wettbewerb um die Relevanz ihrer Inhalte (sie müssen sie vorher intern pitchen).
  • Verlängerung der Anrufsendungen auf 2 Stunden. 
  • Ab 17 Uhr 90-minütiges Programm „Drive Time“, das die Informationsbedürfnisse der Menschen bedienen soll, die um die Zeit nach Hause fahren.

Damit soll eine über eine lange Zeit gewachsene Sendestruktur zerstört werden, die bisher in Deutschland ein unglaubliches Kunststück vollbracht hat: jeden Tag einen 360°-Blick auf das Leben zu werfen – von Politik und Wirtschaft bis zu Kultur und Lebenskunst.

Damit leistet der Deutschlandfunk dem Land und der Demokratie einen unglaublichen Dienst: In einer Zeit fragmentierter Öffentlichkeit, Bubble-Bildung, alternativer Fakten und Algorithmisierung der Meinungsbildung ist der Deutschlandfunk mit seinem linearen Programm einer der letzten Ankerpunkte, auf den eine Vielzahl der Menschen in Deutschland zurückgreifen, wenn sie gut informierte, höchst interessant aufbereitete, unaufgeregte und verlässliche Informationen bekommen wollten – und das ohne Bezahlschranke und auf den unterschiedlichsten Ausspielwegen zugänglich. Dass die Bevölkerung die bisherige Struktur auch so wertschätzt, wird durch die unfassbar gute Quote mit ca. 2,52 Mio. Hörern am Tag deutlich. 

Für die Programmreform wurde bisher keine überzeugende Begründung gegeben. Das bisherige Programm auf den Sound und Inhalt der übrigen öffentlich-rechtlichen Sender hin zu mainstreamen, ist aber kein Selbstzweck.

Daher fordern wir:

  • Verzicht auf die grundstürzende Programmreform.
  • Behutsame Weiterentwicklung des Programms nach dem Grundsatz: Evolution statt Revolution
  • Lineares, nach Sparten sortiertes Hauptprogramm als Anker und Referenzpunkt für Podcasts und Social-Media-Strategie 
  • Beibehaltung der Fachsendungen nach dem Motto: „Alles von Relevanz“ statt „Ein Kessel Buntes“
  • Inhaltliche Qualität durch Beibehalt der Fachredaktionen und der ihnen zuarbeitenden Freien Mitarbeiter

Etwas beizubehalten, was sich jeden Tag aufs Neue bewährt, ist mutiger, als Innovation um der Innovation willen!

#dlfbleibt

Begründung

Der Deutschlandfunk ist einer der letzten Informationssender mit hoher inhaltlicher Tiefe und bundesweiter Verbreitung, den viele Menschen hören. Er ist damit extrem wichtig für unsere Demokratie: Er liefert verlässliche Fakten und eine Referenz, auf die wir uns alle beziehen können.

In den geplanten Sammel-Sendungen werden Themen aus allen Sparten wie Literatur, Naturwissenschaften, Wirtschaft und Religion an Breite und Tiefe verlieren. Im linearen Radio wird die Orientierung erschwert. Es droht ein Mainstream-Sender mit den Themen, die ohnehin schon überall präsent sind.

Lineares Radio ist außerdem wichtig für die Horizonterweiterung: Man hört auch mal etwas, was man sich als Podcast nicht selbst ausgesucht hätte.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Michael G. Gromotka, Berlin
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 19.06.2026
Sammlung endet: 18.12.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Medien

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer der Petition gegen die DLF-Programmreform,

    ich freue mich, Ihnen mitteilen zu können, dass morgen, am Mittwoch den 23. September 2026, die Website https://dlfbleibt.de online geht.

    dlfbleibt.de soll die Petition gegen die Programmreform beim Deutschlandfunk begleiten und vertiefende Informationen liefern. So erläutert beispielsweise die Unterseite „Acht Gründe gegen die Programmreform“ in einer allgemeinen und einer detaillierten Fassung die geplanten Änderungen und warum sie abzulehnen sind. Daneben gibt es eine weitere vertiefende Analyse.

    Außerdem bietet die Website vertiefendes Informationsmaterial und Plakate zum Download.

    Zukünftig wird es dort auch einen Blog geben, in dem über aktuelle Entwicklungen informiert und die Zukunft des Deutschlandfunks reflektiert wird.

    Wenn Sie noch Ideen haben, wie wir die Petition noch weiter verbreiten und prominente Unterstützung erhalten können, schreiben Sie mir gern.

    Vielen Dank für all Ihr Engagement!

    Herzliche Grüße

    Dr. Michael Gromotka

Die 'Reform' wird im Programm fast vollständig totgeschwiegen. Es scheint eine große Angst davor zu geben, dass mehr Fans der jetzigen Fachsendungen, des Sonntagsspaziergangs etc. davon erfahren und gegen deren Zerstörung aufbegehren. Falls es eigentlich nur um das Durchboxen eines Sparprogramms geht, wäre es mutig, dies transparent zu machen, mit den Hörern zu diskutieren und die jetzigen wertvollen Fachsendungen für den Erhalt unserer Demokratie vehement zu verteidigen.

Bei der Religionsberichterstattung denke ich an alle Weltreligionen. Und da hat der DLF gerade wenn es um buddhistische Inhalte geht seit Jahren eine schwere Schieflage. Nachdem der selbsternannte Guru "Ohle Nydal" seit Mai 26 selber ins Nirwana eingegagen ist, könnte man auch beim DLF in eine seriöse Berichterstattung umschalten und die Lehre des 14. Dalai Lama zu verstehen versuchen. Die Schieflage bei der Islamberichterstattung konnte schon vor Jahren (ca 2022) abgestellt werden. Danke.

Warum Menschen unterschreiben

Schliephake

Die geplante Programmreform setzt einen bereits negativen Trend fort.

Ich höre Deutschlandfunk und schätze die Qualität.

Dem Dlf kommt eine wichtige Rolle im Prozess der demokratischen Meinungsbildung zu, die nicht auf Unterhaltung reduziert werden sollte.

Der einzig verbliebene Sender, der noch Inhalte bringt, will jetzt davon auch abrücken: grauenvoll. In höchstem Maße ärgerlich, überflüssig. Unterschiedlich Zielgruppen - alt /jung - auf unterschiedlichen Kanälen ansprechen, das geht doch: Warum das ganze vernünftige Programm opfern? Bin sehr, sehr sehr erbost und ich denke darüber nach, was ich neulich - im DLF - hörte, man sollte den öffentliche-rechtlichen verklagen, weil er seiner gesetzlichen Pflicht nach Bildung nicht mehr nachkommt. Es gibt Menschen, die länger als drei Minuten zuhören können und wollen, sie sind mittlerweile eine bedrohte Minderheit auf der Welt. Auf alle Fälle werden sie dem DLF verlustig gehen, wenn er sein Horrorszenario wahr macht. Ob so viele neuen Hörer:innen nachkommen?

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