Region: Mannheim

Mannheim glüht schon: Friedrichspark retten statt zubetonieren!

Petition richtet sich an:
Landtag von Baden-Württemberg (Petitionsausschuss), Gemeinderat und Oberbürgermeister der Stadt Mannheim

1.783 Unterschriften

66 %
1.575 von 2.400 für Quorum in Mannheim Mannheim

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1.575 von 2.400 für Quorum in Mannheim Mannheim
  1. Gestartet 12.07.2026
  2. Sammlung noch > 3 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Landtag von Baden-Württemberg (Petitionsausschuss), Gemeinderat und Oberbürgermeister der Stadt Mannheim

Begründung:
Mannheim gehört zu den am stärksten versiegelten Städten Deutschlands. In Zeiten der Klimakrise das bestehende Grün im Friedrichspark für massive Universitätsbauten zu opfern, ist ein schwerer Fehler für das Stadtklima.
Vertreter der Politik betonen oft, dass im ersten Schritt lediglich ein nachhaltiges Gebäude in Holz-Hybridbauweise errichtet werden soll. Ein Blick in die offiziellen Rahmenpläne und Beschlüsse zeigt jedoch die Realität: Dieses Gebäude ist nur der erste Schritt einer stufenweisen Gesamtbebauung, die insgesamt drei massive Universitätsgebäude auf dem Areal vorsieht.
Da das Baurecht für den ersten Abschnitt unglücklicherweise bereits beschlossen wurde und Mannheim bei einer Rücknahme hohe Schadensersatzforderungen drohen, richtet sich unser Protest direkt an das Land Baden-Württemberg als Bauherren. Angesichts der Haushaltslage und der Klimakrise darf kein weiteres Steuergeld in dieses Projekt fließen. Da die Finanzierung für die nachfolgenden Bauabschnitte im Landeshaushalt noch nicht gesichert ist, fordern wir vom Land den sofortigen Planungsstopp für alle weiteren Gebäude und die Prüfung alternativer Standorte! [1]

Auch ein Holzgebäude benötigt tiefe Betonfundamente, weitreichende Erschließungswege, Leitungen und eine fundamentale Infrastruktur. Jedes Gebäude an diesem Standort entzieht den Bürgerinnen und Bürgern wertvolle Freiflächen dauerhaft und blockiert eine der wichtigsten Frischluftschneisen, die direkt in die ohnehin überhitzten Quadrate führt. Zudem droht durch die geplante Änderung des Flächennutzungsplans die Umwandlung von Parkflächen in Sonderbauflächen für die Wissenschaft. Das schafft einen gefährlichen Präzedenzfall für die restlose Verbauung des gesamten Parks. Der Friedrichspark muss als grüne Lunge erhalten bleiben.
Unsere Kernforderungen an den Landtag und das Land Baden-Württemberg:

  1. Sofortiger Planungsstopp für die Bauabschnitte 2 und 3: Das Finanzministerium und der Landesbetrieb Vermögen und Bau müssen die stufenweisen Erweiterungspläne für die Folgegebäude im Friedrichspark offiziell einfrieren und aufgeben.
  2. Haushaltssperre für die Erweiterung: Wir fordern den Landtag von Baden-Württemberg auf, im kommenden Staatshaushaltsplan keinerlei Landesmittel für die weitere Erschließung oder Folgebauten im Park freizugeben.
  3. Keine Umwandlung in Sonderbauflächen: Das Land und die Stadt müssen auf die geplante Änderung des Flächennutzungsplans verzichten. Der Friedrichspark darf nicht rechtlich in eine Sonderbaufläche für die Wissenschaft umgewandelt werden, sondern muss als geschützte Grünfläche im Grundbuch gesichert bleiben.
  4. Schutz der Frischluftschneise und Renaturierung: Statt weiterer Versiegelung müssen bereits beeinträchtigte Randflächen nach Abschluss des ersten Baus sofort renaturiert und wieder aufgeforstet werden, um die Kühlfunktion für die Quadrate zu sichern.
  5. Prüfung zukunftsfähiger Standort-Alternativen: Die Universität Mannheim muss verpflichtet werden, zukünftige Raum- und IT-Bedarfe außerhalb von innerstädtischen Klimaoasen zu decken – beispielsweise durch die Nutzung bestehender Landesimmobilien, Sanierung im Bestand oder die Erschließung von Leerständen.

Begründung

Ich wohne selbst in einer Dachgeschosswohnung mitten in den Quadraten und bin – wie viele andere Mannheimerinnen und Mannheimer – akut von der zunehmenden, unerträglichen Sommerhitze in unserer Innenstadt betroffen. Unsere Stadt glüht im Sommer regelrecht auf. Mit großer Sorge verfolge ich daher die Pläne zur Bebauung des Friedrichsparks.
Der Friedrichspark ist nach dem Abriss des alten Eisstadions eine unserer letzten großen Chancen, eine lebenswichtige Frischluftschneise und grüne Oase direkt am Rand der Quadrate zu erhalten. In Zeiten der Klimakrise ein solches Areal mit massiven Universitätsgebäuden zuzubetonieren, ist reiner Wahnsinn. Mannheim ist ohnehin schon eine der am stärksten versiegelten Städte Deutschlands. Wir brauchen Bäume und Luft zum Atmen, keinen neuen Beton!
Unsere Forderungen an den Gemeinderat Mannheim und das Land Baden-Württemberg:

  1. Sofortiger Stopp aller Bebauungspläne für den Friedrichspark.
  2. Vollständige Renaturierung und Begrünung der freien Flächen des abgerissenen Eisstadions.
  3. Prüfung alternativer Standorte für die geplanten Universitätsgebäude außerhalb der Frischluftschneisen.
Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Magdalena Schumacher, Mannheim
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 12.07.2026
Sammlung endet: 11.01.2027
Region: Mannheim
Kategorie: Umwelt

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Neuigkeiten

  • Nach unserem Vorschlag zum Theresienkrankenhaus kommt der nächste starke Impuls direkt aus den Reihen unserer Unterstützer!
    Die Fakten zur St. Hedwig-Klinik (Quadrat A2):

    • Direkte Campus-Nähe: Das Areal liegt im westlichen Teil der Innenstadt – in unmittelbarer Reichweite zum Schloss. Das behördliche Argument fehlender Nähe greift hier absolut nicht!
    • Sofortige Entlastung ohne Naturzerstörung: Das Gelände ist bereits voll versiegelt. Statt Millionen in die Zerstörung einer wertvollen Frischluftschneise im Friedrichspark zu stecken, muss das Land Baden-Württemberg mit dem Eigentümer (BBT-Gruppe) über eine Kauf- oder Mietlösung für die leerstehenden Klinikgebäude verhandeln.
  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    aus den Reihen unserer engagierten Community kam ein hervorragender Vorschlag, wie wir die Raumnot der Universität Mannheim lösen können, ohne dass im Friedrichspark auch nur ein einziger Quadratmeter Natur versiegelt werden muss: Die Nutzung des leerstehenden Theresienkrankenhauses!

    Die Fakten:

    • Keine Neuversiegelung: Das Krankenhausgelände ist bereits bebaut. Eine Weiternutzung bestehender Gebäude (graue Energie) ist gelebter Klimaschutz. Der Friedrichspark bleibt als wichtige Frischluftschneise komplett erhalten.
    • Der perfekte Zeitpunkt: Die BBT-Gruppe hat den Klinikbetrieb verlagert und zieht bis Ende 2027 vollständig ab. Das Areal direkt am Neckar steht zur Neugestaltung frei.
    • Das Land ist in der Pflicht: Anstatt Millionen in neue Betonbauten im Friedrichspark zu stecken, muss das Land Baden-Württemberg als Träger der Universität jetzt finanzielle Mittel in die Hand nehmen und mit der BBT-Gruppe über eine Anmietung oder den Kauf des Areals verhandeln.

    Dieser Vorschlag zeigt: Es gibt kluge, nachhaltige Alternativen! Wir müssen sie nur politisch einfordern.
    Bitte teilt die Petition weiterhin fleißig in eurem Umfeld, damit wir den Druck auf den Gemeinderat und das Land erhöhen können!
    Vielen Dank für eure großartige Unterstützung,

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
    Bilder und Musik sagen viel mehr als Worte. Um unserem gemeinsamen Protest für den Erhalt des Friedrichsparks noch mehr Kraft und Sichtbarkeit zu verleihen, hab ich ein Video mit Impressionen unseres Parks erstellt und soeben veröffentlicht.
    Untermalt wird das Video von der historischen Ballade „Bonny Portmore“. Dieses traditionelle Lied beklagt die rücksichtslose Abholzung altehrwürdiger, jahrhundertealter Bäume. Es ist erschreckend, wie aktuell diese Zeilen heute – im Jahr 2026 – hier in Mannheim wieder sind. Der Friedrichspark ist eine grüne Oase, ein historischer Ort und ein unverzichtbarer Lebensraum, den wir nicht der stufenweisen Bebauung opfern dürfen!

Die Zeiten haben sich geändert! Auch wenn das alte Eisstadion mehr Fläche verbraucht hat, als es die geplanten Gebäude tun würden - für mich ist klar, jetzt muss gehandelt werden - eine einmalige Chance, die es an dieser Stelle nie wieder geben wird! Also den Park wieder herstellen und Grünflächen schaffen! Auch in Paris wurde in den letzten Jahren viel getan für mehr Grün in der Stadt.

Entgegen der Darstellung in der Petition geht durch die Bebauung nicht Park verloren, sondern im Gegenteil gibt es mehr Grünfläche. Das ehemalige Stadion versiegelt sehr viel mehr Grünfläche als alle drei geplanten Gebäude zusammen. Außerdem wird dadurch der nächtliche Angstraum des bei Drogendealern und Cruisern beliebten Parks entgegengewirkt. Eine sinnvolle Begrünung der Mannheimer Innenstadt erfordert ganz andere Maßnahmen, die vor allem eine Entsiegelung der Plätze und Straßen bedeuten.

Warum Menschen unterschreiben

Zukünftig dürfte eigentlich nur wieder Fläche freigegeben werden

Ich möchte das Grün in Mannheim behalten!! Mannheim hat eh schon so eine schlechte Luftqualität durch die BASF nebendran etc., da brauchen wir alles Grün, was wir kriegen können!

Mannheim ist im Sommer durch die versiegelten Flächen zu heiß und die Stadt unternimmt zu wenig, um dies zu ändern. Sei es Begrünungen durch Pflanzen von Bäumen oder Verschattungsmassnahmen oder Entsiegelungen. Selbst die Bäume, die zur Buga gepflanzt wurden, gehen ein, da von Seiten der Stadt nicht genügend gewässert wurde. Alles mangels finanzieller Mittel. Doch wird hier nicht am falschen Ende gespart??? Wie immer und überall. Misswirtschaft.

Mannheim wird im Sommer immer heißer, umso unverständlicher, dass Grünflächen verschwinden und zugebaut werden sollen. Die Hitze macht das Leben in der Stadt für mich unerträglich. Wir brauchen mehr Grün, Bäume und Schatten! Nicht noch mehr Beton.

Wir brauchen mehr Grün in Mannheim.

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