Frieden in den Lehrplan!

Petition richtet sich an:
Präsidentin der Bildungsministerkonferenz Anna Stolz & Kultusministerien der 16 Länder

3.832 Unterschriften

38 %
10.000 für Sammelziel

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  1. Gestartet Mai 2026
  2. Sammlung noch > 9 Wochen
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Petition richtet sich an: Präsidentin der Bildungsministerkonferenz Anna Stolz & Kultusministerien der 16 Länder

Wir fordern: FRIEDEN IN DEN LEHRPLAN!

  1. Friedensbildung von der Grundschule bis zur Oberstufe in die Curricula aufnehmen
  2. Friedensbildung in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften stärken
  3. Mehr Fachleute für Friedensbildung an die Schulen, statt nur Jugendoffiziere der Bundeswehr

Die aktuellen Kriege betreffen junge Menschen in besonderer Weise: Sie sollen Wehrdienst leisten. Die riesigen Schulden für Aufrüstung gehen zulasten der Investitionen in ihre Zukunft, zum Beispiel in Bildung und Klimaschutz. Und auch im Schulalltag spiegeln sich internationale Konflikte wie in der Ukraine oder in Nahost längst wider.

Junge Menschen haben ein Recht auf Mitsprache. Um dieses Recht gut informiert ausüben zu können und eine friedliche Zukunft aktiv mitzugestalten, brauchen sie die Chance, sich differenziert mit den Themen Krieg und Frieden auseinanderzusetzen.

WAS WIR FORDERN!

1. Friedensbildung von der Grundschule bis zur Oberstufe in die Curricula aufnehmen
Friedensbildung ist weitaus mehr als die Vermittlung von Wissen über Fragen von Krieg und Frieden. Sie fördert Kompetenzen für einen gewaltfreien Umgang mit Konflikten, zwischen Menschen und in der Gesellschaft. Sie stärkt friedensfördernde Haltungen und Friedenshandeln im eigenen Umfeld. Das sind Kompetenzen, die wir angesichts eskalierender Konflikte weltweit und zunehmender Polarisierung auch in unserer Gesellschaft dringend brauchen.

Friedensbildung sollte deshalb bereits in der Grundschule beginnen und in Unter-, Mittel- und Oberstufe in allen Schulformen in die Curricula aufgenommen werden.

2. Friedensbildung in der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften stärken
Die Konflikte in unserer Gesellschaft und in der Welt spiegeln sich in der Schule wider. Lehrkräfte sind damit konfrontiert und müssen darauf eingehen. Friedensbildung sollte daher bereits im Lehramtsstudium, im Referendariat und in der Lehrkräftefortbildung stärker integriert werden. 

Dafür braucht es Lehrstühle für Friedensbildung an Hochschulen und Universitäten und Fachstellen für Friedensbildung in allen Bundesländern, die Schulen und Lehrkräfte mit Fortbildungen und Materialien unterstützen sowie schulische und außerschulische Akteure vernetzen.

3. Mehr Fachleute für Friedensbildung an die Schulen, statt nur Jugendoffiziere der Bundeswehr
Aktuell dominiert die Bundeswehr über ihre Jugendoffiziere als außerschulischer Akteur beim Thema Krieg und Frieden, und das, obwohl einzelne Bundesländer Beschlüsse für ausgewogene Repräsentanz unterschiedlicher Expertisen getroffen haben. Die Bildungspolitik muss Strukturen wie die Servicestellen für Friedensbildung stärken und Förderprogramme entsprechend ausstatten, damit mehr Fachleute für Friedensbildung in die Schulen kommen können.

Begründung

Bildungspolitik ist in Deutschland Ländersache. Gemeinsame Beschlüsse der Bildungsminister*innen haben eine hohe Verbindlichkeit und Relevanz für die Lehrpläne und Lehrkräfteausbildung in allen Bundesländern. Deshalb richten wir unsere Petition an die Bildungsministerkonferenz: Sie soll einen Beschluss zur Friedensbildung fassen und einen entsprechenden Orientierungsrahmen entwickeln.

Sie hat in der Vergangenheit bereits vergleichbare Empfehlungen zu Themen wie Demokratiebildung oder Bildung für nachhaltige Entwicklung beschlossen. Doch bislang gibt es keine entsprechenden Beschlüsse oder Orientierungsrahmen für die Friedensbildung.

Angesichts der wachsenden Relevanz friedens- und sicherheitspolitischer Themen für die Lebenswirklichkeit und die Zukunft junger Menschen sollte die Friedensbildung in allen Bundesländern gestärkt werden. 

WAS IST FRIEDENSBILDUNG?
Friedensbildung vermittelt Kompetenzen für einen gewaltfreien Umgang mit Konflikten, zwischen Menschen und in der Gesellschaft. Sie adressiert also sowohl die individuelle Ebene, auf der Konzepte zur Gewaltprävention ansetzen, als auch die gesellschaftliche bis hin zur internationalen Ebene.

Frieden wird dabei als Prozess verstanden, in dem Gewalt reduziert wird und Gerechtigkeit zunimmt. Friedensbildung vermittelt somit das Verständnis, dass Frieden eine immerwährende Aufgabe für uns alle ist.

Im Jahr 2023 hat die UNESCO eine „Empfehlung für Friedensbildung“ verabschiedet. Sie schreibt dazu: „Im Zentrum der neuen UNESCO-Empfehlung steht das moderne, umfassende Friedensverständnis. Frieden ist demnach nicht nur die Abwesenheit von Krieg und unmittelbarer Gewalt, sondern ein Prozess, in dem Menschen zusammenwirken, um eine gerechte, nachhaltige und inklusive Zukunft aktiv mitzugestalten. Aufgabe der Bildung ist nach dem neuen Völkerrecht, allen Menschen das Handwerkszeug zu vermitteln, Frieden zu leben.“ 

Deutschland ist verpflichtet, die Empfehlungen der UNESCO umzusetzen und Friedensbildung zu stärken.

AUFRUFENDE ORGANISATIONEN
(Stand: 18.06.2026)

Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e. V.
afpb e. V. (Arbeitskreis friedenspolitische Bildung)
Berghof Foundation Operations gGmbH
Bildungswerk der Deutschen Friedensgesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen Hessen
Bund der Deutschen Katholischen Jugend – Diözesanverband Freiburg
Bund für Soziale Verteidigung e. V.
Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen e. V., Landesverband Baden-Württemberg & NRW
Deutsche Sektion der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (WILPF Germany)
Eine Welt Netz Oberhausen e. V.
Ev. Familien- und Erwachsenenbildungswerk im Kirchenkreis Oberhausen
Frauennetzwerk für Frieden
Friedensakademie Rheinland-Pfalz – Akademie für Krisenprävention und Zivile Konfliktbearbeitung
Friedensdorf Bildungswerk
Friedensinitiative Oberhausen
Friedensinstitut der Evangelischen Hochschule Freiburg
gewaltfrei grün e. V.
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Baden-Württemberg & Bremen
KURVE Wustrow - Bildungs- und Begegnungsstätte für gewaltfreie Aktion e. V.
Netzwerk Friedenskooperative
Ohne Rüstung Leben e. V.
pax christi – Deutsche Sektion e. V.
pax christi Diözesanverband Speyer
Peace Brigades International (PBI) – Deutscher Zweig e. V.
Peace for Future
Pro Peace – Forum Ziviler Friedensdienst e. V.
Referat Friedensbildung im Ökumenewerk der Nordkirche
Stiftung die schwelle
Zentrum Oekumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck

ERSTUNTERZEICHNENDE
(Stand: 18.06.2026)

Dr. Stefania Animento, Soziologin
Bayan Anouz, Erziehungswissenschaftlerin
Hagen Battran, Oberstudienrat a.D.
Corinna Blume, Konrektorin
Wolf Branscheid, Lehrer
Susanne Buckley-Zistel, Professorin für Friedens- und Konfliktforschung
Ali Can, Sozialaktivist und Autor
Ralph Caspers, Fernsehmoderator und Autor
Kai-Uwe Dosch, Koordinierungskreis des bundesweiten Netzwerks Friedensbildung
Karim Fereidooni, Professor für Didaktik der sozialwissenschaftlichen Bildung
Norbert Frieters-Reermann, Professor für Soziale Arbeit im Kontext von Nachhaltigkeit und sozial-ökologischer Transformation
Andreas Hasenclever, Professor für Friedensforschung und Internationale Politik
Jouanna Hassoun, Menschenrechtsaktivistin, Mitgründer*in und Vorstandsmitglied von Transaidency e. V.
Shai Hoffmann, Geschäftsführer Gesellschaft im Wandel gGmbH
Tobias Ide, Professor für Friedens- und Konfliktforschung
Uli Jäger, Honorarprofessor für Friedenspädagogik und Globales Lernen
Heike Kammer, Menschenrechtspreisträgerin Weimar 1999
Zeynep Karaosman, Mitgründerin der Palestinians and Jews for Peace
Dr. Margot Käßmann, Theologin
Susanne Kranen, Sozialpädagogin
Dr. Dominique Miething, Dozent
Fulgencio Morente Gómez, alias Der Fug, freischaffender Künstler
Silke Müller, Bestsellerautorin, Bildungsexpertin und erste Digitalbotschafterin Niedersachsens
Silke-Henrike Otto, Lehrerin
Annemarie Raab, Schulleiterin a.D.
Wübke Sanders, Lehrerin a.D.
Nicolas Schmelzer („Herr Schmelzer“), Lehrer
Gina Waibel, Bildungsinfluencerin, Autorin und Lehrerin a.D.
Renate Wanie, Bildungsreferentin
Willi Weitzel, Reporter, Moderator, Autor und Welterforscher (Willi will‘s wissen)
Christoph Weller, Professor für Friedens- und Konfliktforschung
Heike Werntgen, Theaterpädagogin und Schauspielerin

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Bündnis Frieden in den Lehrplan, Köln
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 04.05.2026
Sammlung endet: 16.10.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Bildung

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,
     
    über 3.600 Menschen haben die Petition „Frieden in den Lehrplan“ bereits unterzeichnet – und die erste Reaktion der Bildungsminister*innen zeigt: Jede Unterschrift zählt!
     
    In einer ersten Reaktion auf die Petition begrüßte Anna Stolz, amtierende Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, das engagierte Eintreten des Bündnisses für Friedensbildung. Sie unterstrich die wichtige Rolle, die Schulen bei der Vermittlung von Kompetenzen für einen gewaltfreien Umgang mit Konflikten spielen. Doch sie betonte auch: Zusätzlichen Handlungsbedarf sehe sie nicht.
     
    Das sehen wir anders: Bis heute gibt es keinen eigenen Beschluss zur Friedensbildung. Und genau der fehlt, um sie in allen Bundesländern fest zu verankern. Gut gemeinte Worte reichen nicht – es braucht verbindliche Schritte.
     
    Deshalb kommt es jetzt auf Sie an: Damit die Petition bis zur nächsten Bildungsministerkonferenz am 16. Oktober mind. 10.000 Unterschriften erhält, brauchen wir Ihre Unterstützung:
     

     
    Jede Unterschrift bringt uns näher ans Ziel. Vielen herzlichen Dank, dass Sie dabei sind!
     
    Ihr Bündnis „Frieden in den Lehrplan“

Noch kein PRO Argument.

das Thema Frieden war im Bildungssystem der DDR omnipräsent, allerdings in einer stark ideologisierten und militärisch geprägten Form. Während die offizielle Propaganda das Land als den „Friedensstaat DDR“ darstellte und Parolen wie „Wir lernen und lehren für den Frieden!“ nutzte, stand dahinter ein paradoxes Konzept: Frieden wurde als etwas definiert, das nur durch militärische Stärke und den bewaffneten Schutz des Sozialismus gegen den westen gesichert werden könne.... Wollen sie das?

Warum Menschen unterschreiben

Frieden ist das wichtigste Gut für das menschliche Leben auf dieser Erde. Wo Frieden ist und wo Menschen in Frieden miteinander leben, können die menschen alle Probleme lösen!

Damit die Landesverfassung und die Schulgesetze insbesondere auch in NRW konkret umgesetzt werden.

Weil der Krieg in dr Ukraine so nahe ist und junge Menschen und jetzige Kinder davon besonders schwer getroffen sind!

Konflikte ohne Gewalt zu lösen ist der Schule schon bisher ein Anliegen und muss im großen Rahmen des Grundgesetzes sowie der UN-Charta vertieft gelehrt und vermittelt werden, um ein friedliches Zusammenzuleben der Menschen und Völker zu gewähren, wie es einer christlichen Grundhaltung entspricht.

Mega wichtiges Thema und eigentlich krass dass es nicht in lehrplan enthalten ist bisher

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