Schützt die Kunst vor KI #DeineStimmeFürEchteStimmen

Petition richtet sich an
An den Bundeskanzler, Kulturstaatsministerium, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Bundesministerium für Digitales und Verkehr sowie an die Repräsentanten Deutschlands in der EU

239.775 Unterschriften

96 %
250.000 für Sammelziel

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  1. Gestartet April 2025
  2. Sammlung noch > 6 Monate
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Petition richtet sich an: An den Bundeskanzler, Kulturstaatsministerium, Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, Bundesministerium für Digitales und Verkehr sowie an die Repräsentanten Deutschlands in der EU

Wir, die Unterzeichnenden dieser Petition, fordern eine umfassende und verbindliche Regulierung für den Einsatz von künstlichen Stimmen in den Bereichen Film, Fernsehen und anderen audiovisuellen Medien.

Wir fordern generell, den Einsatz von KI in Kunst, Kultur und im Mediensektor transparent und fair zu regeln und alle Kunstschaffenden und Kreativen zu schützen!

Begründung

Diese Forderungen haben nichts mit Technologie- oder Fortschrittsfeindlichkeit zu tun. Bei allen Chancen, die der Einsatz künstlicher Intelligenz birgt, müssen auch die Missstände und Risiken, insbesondere beim Einsatz generativer KI, klar benannt und eingedämmt werden. 

Wir haben Anlass zu vermuten, dass für die Entwicklung generativer KI-Anwendungen derzeit bestehende, von Menschen geschaffene Werke und/oder sensible, personenbezogene Daten zum Training genutzt - oft ohne explizite Einwilligung.[1]

Künstler reflektieren und kommentieren seit jeher die Gesellschaft, in der sie leben, schaffen Empathie und Aufmerksamkeit. Sie sind somit integraler Bestandteil einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft. Der Einsatz von künstlich erschaffenem Text-, Bild- und Tonmaterial (Deepfakes) kann diese Funktion nicht ausfüllen, da lediglich bereits bestehende Werke maschinell wiedergekäut werden.

Obendrein führt speziell in der Kultur- und Medienlandschaft der unregulierte Einsatz künstlicher Intelligenz nicht nur zu dem oben beschriebenen Qualitätsverlust, sondern allein in Deutschland auch zu einem Wegfall hunderttausender Arbeitsplätze und kreativer Expertise. Das bedeutet einerseits fehlende Steuereinnahmen, aber andererseits auch den Zusammenbruch eines wesentlichen Wirtschaftszweigs Deutschlands.

Deepfakes haben außerdem ein hohes Missbrauchspotenzial und stellen somit ein Sicherheitsrisiko nach Innen wie Außen dar. Die Möglichkeiten reichen von krimineller Nutzung bis hin zu gezielter politisch motivierter Desinformation. Informationsfluss, Publizismus, Journalismus und auch Übersetzungen müssen daher, ebenso wie jegliche Kunstform, unter menschlicher Kontrolle bleiben.

Aktuell konzentrieren sich die wirtschaftlichen Vorteile generativer KI-Technologien hauptsächlich auf Unternehmen in den USA und Asien, während geistiges Eigentum aus Europa häufig als Trainingsgrundlage für diese Systeme genutzt wird. Die Profiteure sitzen also meist in Ländern, in denen Demokratie auch durch den missbräuchlichen Einsatz von KI entweder konkret gefährdet ist oder noch nie existiert hat.

Dieser umfassende intellektuelle Raubbau kann weder im Sinne unserer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft noch eines wirtschaftsstarken und sicheren Europas sein und ihm muss schnellstens entgegengesteuert werden. 

Wir fordern daher Gesetze, die sowohl Bürger, Künstler, ihre Werke, unsere Kultur und somit unsere Demokratie als auch unsere Arbeitsplätze, Wirtschaftskraft und Sicherheit schützen.

Wir fordern absolute Transparenz. KI-generierte Inhalte und Daten aus maschinellem Lernen, müssen eindeutig gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte, wie aktuell von der EU vorgesehen, reicht nicht aus.  Deutschland, das Land der Dichter und Denker, muss hier vorangehen. Werke müssen klar, sichtbar und hörbar gekennzeichnet werden, damit die Öffentlichkeit über die „synthetische Natur“ der Programme, die sie sieht, informiert wird. Es muss klar erkennbar sein, was durch KI erstellt wurde. 

Die neue Regierung muss handeln! Wir sind nicht länger bereit, diese Urheber-und Persönlichkeitsrechtsverletzungen kampflos hinzunehmen und ohne explizite Einwilligung und angemessene Vergütung generative KI zu unterstützen.

Mit der Unterzeichnung dieser Petition möchte ich weiterhin audiovisuelle und schriftliche Werke aus aller Welt in hochwertigen Synchronisationen und Übersetzungen würdigen und erhalten - Werke, die von Menschen für Menschen geschaffen wurden. Ich möchte weiterhin jegliche von Menschen für Menschen geschaffene Kunst erhalten, denn so ausgefeilt und leistungsstark die Algorithmen auch sein mögen, sie bleiben nur Nachbildungen, Kopien, Imitationen. Deshalb schließe ich mich der Stimme der darstellenden Künstler an, um die menschliche Schöpfung gegen die künstliche Herstellung zu verteidigen.

Die in diesem Text gewählte männliche Form bezieht sich immer zugleich auf weibliche, männliche und diverse Personen. Auf eine Mehrfachbezeichnung wird in der Regel zugunsten einer besseren Lesbarkeit verzichtet.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, VDS Verband Deutscher Sprecher:innen, Köln
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 08.04.2025
Sammlung endet: 30.11.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Kultur

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Das Recht an der eigenen Stimme muss bei der individuellen Person verbleiben. Ohne Einwilligung dieser Person, d.h. Eine Person überlässt ihre persönliche Stimme mit Zustimmung mittels Unterschrift einer KI-Institution, sollte es rechtlich strafbar sein, wenn die Stimme missbräuchlich genutzt wird.

Ab dem 2. August 2025 tritt die im Artikel 50 des AI Acts verankerte Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte in Kraft. Damit werden KI-Inhalte erkennbar gekennzeichnet werden müssen. Die Rezipienten, der Rezipient entscheidet, ob "klassische" Inhalte gelesen, betrachtet und konsumiert werden oder KI-generierte ihren Zweck erfüllen.

Warum Menschen unterschreiben

Nicht nur weil ich selbst Künstler bin.
Es ist, weil - sorry, vielleicht ein blöder Vergleich - die Menschen mit der Macht der K.I. wahrscheinlich auch so umgehen werden wie mit der Macht der Kernspaltung.
Und weil die Menschheit wirklich wichtigere Aufgaben hat, als diesen run auf Digitalisierung und K.I.

Das Recht an der eigenen Stimme muss bei der Person verbleiben.

Da ich KI im künstlerischen Bereich für überflüssig und gefährlich halte.

KI mag in vielen Dingen ergänzend sinnvoll sein, birgt aber auch die Gefahr, des Betruges, wenn sie zu perfekt Personen kopieren kann. Und unter Zwangsklauseln sollte das auch nicht akzeptiert werden.

Ich möchte nicht, dass mit KI gearbeitet wird und Künstler benachteiligt werden.

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91 %
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4.546 Unterschriften
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