Pflegekammer NRW aussetzen – Pflegekräfte befragen statt Mangel verwalten

Petition richtet sich an:
Der Präsident des Landtags NRW, Der Landtag Nordrhein-Westfalen, Ausschüsse für Gesundheit und Pflege

25.517 Unterschriften

81 %
23.371 von 29.000 für Quorum in Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen

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  1. Gestartet Februar 2026
  2. Sammlung noch 4 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Der Präsident des Landtags NRW, Der Landtag Nordrhein-Westfalen, Ausschüsse für Gesundheit und Pflege

Wir fordern den Landtag Nordrhein-Westfalen auf:

  1. die Arbeit der Pflegekammer NRW auszusetzen,
  2. eine unabhängige, transparente Neubewertung ihres Nutzens für die pflegerische Versorgung und die Arbeitsrealität der Pflegekräfte vorzunehmen,
  3. die Pflegekräfte selbst verbindlich einzubeziehen, etwa durch eine echte, faire und transparente Befragung der Berufsgruppe,
  4. die Verantwortung für strukturelle Probleme nicht an eine Kammer auszulagern, sondern sie politisch zu übernehmen,
  5. wirksame Maßnahmen zur Entlastung, Personalbemessung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Mittelpunkt zu stellen.

Pflegekräfte brauchen keine zusätzliche Verwaltung eines Mangels. Sie brauchen reale Entlastung, verlässliche Rahmenbedingungen und politische Verantwortung.

Begründung

Pflegekräfte erleben seit Jahren einen zunehmenden strukturellen Mangel: zu wenig Personal, hohe Arbeitsverdichtung, steigende Verantwortung – bei gleichzeitig kaum spürbaren Verbesserungen der Arbeitsbedingungen.

Viele Pflegekräfte leiden dabei nicht an fehlender Bereitschaft zur Verantwortung, sondern an den alltäglichen Arbeitsbedingungen:
ständiges kurzfristiges Einspringen aus dem Frei, häufige Wechsel zwischen Früh-, Spät- und Nachtdiensten innerhalb einer Woche, fehlende verlässliche Dienstpläne sowie die permanente Erwartung, Ausfälle im System individuell auszugleichen.

Diese Belastungen führen zu Erschöpfung, Planungsunsicherheit und gesundheitlichen Folgen. Sie sind ein wesentlicher Grund dafür, warum Pflegekräfte den Beruf verlassen oder ihre Arbeitszeit reduzieren. Sie entstehen nicht durch mangelnde Professionalität, sondern durch chronischen Personalmangel und fehlende strukturelle Absicherung.

Dieser Mangel ist politisch seit Jahren bekannt – und wird dennoch bislang nicht wirksam behoben.

Mit der Pflegekammer NRW entsteht für viele Pflegekräfte der Eindruck, dass diese strukturellen Probleme nicht gelöst, sondern verwaltet werden.

Statt spürbarer Entlastung erleben sie verpflichtende Registrierung, Beitragsbescheide, Mahnungen und Vollstreckungsandrohungen sowie wachsende Nachweis-, Dokumentations- und Fortbildungspflichten – bei weiterhin unveränderten Rahmenbedingungen im Arbeitsalltag.

Gerade in einem Mangelsystem entfalten Kontroll- und Verwaltungsinstrumente eine besondere Wirkung:

Sie erhöhen den Druck auf die einzelne Pflegekraft, ohne die Versorgungssituation zu verbessern. Die Verantwortung für systemische Defizite droht dadurch schleichend von der Politik auf die Berufsangehörigen verlagert zu werden.

Viele Pflegekräfte fühlen sich bis heute nicht verbindlich und demokratisch legitimiert vertreten. Die Einführung der Pflegekammer erfolgte ohne eine klare, verbindliche Zustimmung der Berufsgruppe und ohne erneute Beteiligung trotz anhaltender Kritik und Proteste – obwohl Pflegekräfte diejenigen sind, die die Konsequenzen unmittelbar tragen müssen: fachlich, finanziell und persönlich.

Diese Petition ist wichtig, weil sie deutlich macht: Pflegekräfte lehnen Verantwortung nicht ab. Sie erwarten jedoch, dass politische Verantwortung dort wahrgenommen wird, wo die strukturellen Steuerungs- und Entscheidungskompetenzen liegen – und nicht an eine Pflegekammer ausgelagert wird, die diese Hebel nicht besitzt.

Pflege wirksam zu stärken bedeutet nicht, zusätzliche Verwaltung in einem Mangelsystem aufzubauen. Es bedeutet, Entlastung zu schaffen, Personal zu sichern und Arbeitsbedingungen spürbar zu verbessern.

Dafür braucht es Transparenz, echte Beteiligung der Pflegekräfte – und den ehrlichen politischen Willen zur Veränderung

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Monika Sonnenberg, Emsdetten
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 18.02.2026
Sammlung endet: 17.02.2027
Region: Nordrhein-Westfalen
Kategorie: Gesundheit

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Neuigkeiten

  • Endspurt gegen den Kammerzwang: Wir verlängern für die Landtagswahl!

    Liebe Unterstützende,
    wir haben gemeinsam bereits Unglaubliches erreicht: Fast 24.000 Menschen stehen hinter unserer Kritik an der Pflegekammer NRW! Über 22.000 Unterschriften kommen direkt aus Nordrhein-Westfalen – und stolze 60 % von uns sind als Pflegekräfte selbst direkt vom Kammerzwang und den aktuellen Beitragsbescheiden betroffen.
    Für das offizielle NRW-Quorum fehlen uns nur noch rund 7.000 Stimmen!
    Weil im kommenden Jahr die Landtagswahl in NRW ansteht, wollen wir der Politik ein unüberhörbares Signal senden. Die Pflege darf nicht überhört werden! Deshalb haben wir die Zeichnungsfrist der Petition ein zweites Mal verlängert. Wir nutzen die vollen 12 Monate Laufzeit aus, um unser Ziel von 29.000 Stimmen aus NRW zu knacken.
    Jetzt zählt jede Stimme – Unser Appell an Euch:
    Bitte teilt den Petitionslink heute in Euren WhatsApp-Gruppen, auf Facebook oder direkt im Team auf Eurer Station. Wenn jede/r Betroffene nur eine Kollegin oder einen Kollegen überzeugt, haben wir das Quorum morgen erreicht.
    Hier geht es zum Teilen:

    www.openpetition.de/PflegekammerNRW

    Vielen Dank für Euren unermüdlichen Einsatz für eine echte Interessenvertretung!

Eine Körperschaft des öffentlichen Rechts benötigt keine Zwangsmitglieder und keine Zwangsbeiträge um unabhängig von Politik Selbstverwaltung zu entwickeln. Bayern macht es vor, es funktioniert. Alles freiwillig. Mit Zwang keine Verbesserung, nur Widerstand. Es wird Spaltung betrieben, nicht transparent gehandelt. Wer z.B. mit Geldern für abgelehnte Widersprüche wegen der noch nicht verschickten Beitragsbescheide rechnet ist nicht für die Verbesserung der pflegerischen Profession.

Freiwillige Mitgliedschaft anstatt Zwang!

Warum Menschen unterschreiben

Ich bin der gleichen Meinung wie mein Mann und arbeite auch im gleichen Krankenhaus.

Ich bin selber betroffen und wundere mich über das hohe Maß an Desinteresse, dass mir manchmal von Kollegen und Kolleginnen bezüglich der Fremdbestimmung durch die eigene Berufsgruppe entgegenschlägt!!!
Wir müssen nicht nur die Entscheidungen aus Politik und Wirtschaft ertragen, sondern werden jetzt auch noch von Teilen der eigenen Berufsgruppe verraten und verkauft.

Komme selber aus der Pflege

Ohne Pflegekräfte hätten wir Stillstand und eine Abkehr eines würdigen Lebens im Alltag und im Alter.

Erst wird man gezwungen sich "freiwillig" anzumelden, obwohl der Arbeitgeber die Daten weiterleiten muss. Dann wird man gezwungen für etwas zu bezahlen wo man sich nicht angemeldet hat. Die Kammer macht nur einen auf Kontrolle und ist *nicht* für das Pflegepersonal da. Warum sollte ich für etwas bezahlen, was meine Interessen nicht repräsentiert und in anderen Bundesländern bereits abgeschafft wurde. Natürlich ist eine Gesundheitsreform nötig. Aber nicht so. Versucht doch mal mit den Menschen zu sprechen die in dem Sektor arbeiten, aus mehreren Bereichen und nicht nur die Favoriten die immer nur Ka sagen. Versucht es nicht unter Zwang, damit jagd man nur Leute weg die man angeblich so dringend behalten möchte.

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