Regiune: Oberbayern

Wir wollen nicht mehr unsichtbar sein! - Für individuelle Betreuungszeiten in Fördereinrichtungen

Petiția este adresată către
Bezirk Oberbayern & Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

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  1. Început martie 2025
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Petiția este adresată către: Bezirk Oberbayern & Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales

Petition zur Verbesserung der Unterbringung und Anwesenheit von Kindern und Jugendlichen in Fördereinrichtungen und Heilpädagogischen Tagesstätten.

Wir, die Unterzeichnenden, wenden uns mit dieser Petition an alle Verantwortlichen, um auf die dringende Notwendigkeit einer Veränderung der aktuellen Praxis der Unterbringung und Anwesenheit von Kindern und Jugendlichen in Fördereinrichtungen und Heilpädagogischen Tagesstätten hinzuweisen.

Die Anwesenheitspflicht in einer Fördereinrichtung beträgt in der Regel 8,5 Stunden, aufgeteilt in Schule /schulvorbereitende Einrichtung und Heilpädagogische Tagesstätte am Nachmittag.
Da die Fördereinrichtungen oft nicht wohnortnah sind, kommen Fahrtzeiten von bis zu einer Stunde pro Strecke hinzu.
Das entspricht einer Abwesenheit vom häuslichen Umfeld von zehn Stunden für Kinder ab vier Jahren. Das entspricht einem Tagespensum eines Vollzeit arbeitenden pendelnden Erwachsenen.
Für viele Menschen mit Behinderung ist das einfach zu viel. Statt an wichtigen Therapien oder Gruppenaktivitäten teilnehmen zu können, werden diese buchstäblich verschlafen, weil die langen Tage ohne ausreichend Regenerationspausen belastend sind.
Möchten Eltern für ihr Kind individuelle bedürfnisorientierte Anwesenheitszeiten, riskieren sie nicht selten den Platz in der Einrichtung. Ausnahmen sind nur möglich, wenn diese medizinisch schriftlich begründet sind. Ein aufwendiger und entwürdigender Rechtfertigungsprozess für pflegende Eltern. Man verliert unter Umständen das Recht auf Bustransport zur Einrichtung und muss für diesen erneut kämpfen oder sein Kind selbst bringen.
„One fits NOT all!!“ - Kinder und Jugendliche mit Behinderung haben individuelle Bedürfnisse und unterschiedliche Belastbarkeiten.

Für gesunde Kinder können Eltern frei entscheiden, welches Schul- und Betreuungsmodell mit wie viel Abwesenheit sie von zu Hause wählen, z.B. Ganztagesklasse, Mittagsbetreuung, Hort oder direkt nach der Schule nach Hause.
Diese Möglichkeit haben Eltern von Kindern mit Behinderung in aller Regel nicht. Passt das Kind nicht in den „Rahmen“, hat man Pech gehabt.

Diese Vorgaben sind meist nicht von der Einrichtung vorgegeben, sondern von den Kostenträgern, in Bayern z.B. für die Schule die Regierung Oberbayern und für die HPT der Bezirk Oberbayern.
Wir möchten mit dieser Petition erreichen, dass diese jungen Menschen sichtbar werden - im Stadtbild, in Vereinen, in der Gesellschaft.
Eltern möchten die Wahl haben, wie lange ihr behindertes Kind betreut wird, wie Eltern von gesunden Kindern auch.

Wir fordern:
   1.   Individuelle Anpassung der Unterbringungsdauer
Die Dauer der Unterbringung muss den Bedürfnissen jedes Einzelnen gerecht werden und individuell angepasst werden können. Die Unterbringung in einer Fördereinrichtung darf nicht automatisch den gesamten Tagesablauf der Kinder und Jugendlichen bestimmen, sondern muss eine flexible Lösung bieten, die eine zunehmende Integration in das gesellschaftliche Leben ermöglicht.
   2.   Recht auf Teilhabe
Jedes Kind und jeder Jugendliche, auch in Fördereinrichtungen, hat das Recht auf Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Dazu gehört die Möglichkeit, Freundschaften zu pflegen, an Freizeitaktivitäten teilzunehmen und Hobbys zu entwickeln. Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass diese jungen Menschen „weg“ sind, sondern sie müssen die gleichen Chancen auf ein erfülltes, soziales Leben haben wie alle anderen.
   3.   Förderung von Freizeitmöglichkeiten und Hobbys
Freizeitaktivitäten und die Pflege von Hobbys sind für die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen unverzichtbar. Fördereinrichtungen müssen daher Voraussetzungen schaffen, die eine aktive Teilnahme an Freizeitaktivitäten außerhalb der Einrichtung ermöglichen. Diese Aktivitäten tragen nicht nur zur persönlichen Entwicklung bei, sondern stärken das Selbstwertgefühl und das Gefühl der Zugehörigkeit zur Gesellschaft.
   4.   Verbesserte gesellschaftliche Wahrnehmung
Kinder und Jugendliche in Fördereinrichtungen dürfen nicht in den Hintergrund gedrängt werden. Die Gesellschaft muss die Verantwortung übernehmen, diese jungen Menschen in die Gemeinschaft zu integrieren. Bildungseinrichtungen, Sportvereine, Kulturangebote und andere soziale Projekte müssen Barrieren abbauen, um den Zugang für alle jungen Menschen zu ermöglichen, unabhängig von ihren besonderen Bedürfnissen.
Wir appellieren an alle politischen, sozialen und gesellschaftlichen Akteure, diese Missstände zu erkennen und umgehend zu handeln. Die Kinder und Jugendlichen in Fördereinrichtungen haben das gleiche Recht wie alle anderen, ein Leben in Teilhabe, Mitbestimmung und Selbstbestimmung zu führen.

Mit Ihrer Unterstützung können wir gemeinsam eine Gesellschaft gestalten, die alle Kinder und Jugendlichen mit ihren individuellen Bedürfnissen und Talenten berücksichtigt.

Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und Ihre Unterstützung.

motive

Bitte fragen Sie sich einmal kurz selbst, wie oft sie Familien mit schwer behinderten Kindern in der Öffentlichkeit sehen, in Cafés, Eisdielen oder im Schwimmbad.

Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen werden meist unter der Woche tagsüber in Fördereinrichtungen untergebracht, wenn eine Beschulung und Betreuung in Regeleinrichtungen aufgrund von fehlender Barrierefreiheit und Inklusionsbemühungen nicht möglich ist. Diese Fördereinrichtungen bieten zwar notwendige Unterstützung durch speziell ausgebildetes Fachpersonal, gleichzeitig ist die Teilhabe an der Gesellschaft stark einschränkt. Diese Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen verbringen den Großteil des Tages in Einrichtungen, wodurch eine Integration in das soziale Leben und das Gemeinwesen erheblich erschwert wird. Viele dieser jungen Menschen leben ein „Leben der Unsichtbaren“, fernab von gesellschaftlicher Teilhabe und den Möglichkeiten, Freizeit zu gestalten oder Hobbys oder Beziehungen zu pflegen. Sie verlassen das häusliche Umfeld früh am Morgen und kehren erst am späten Nachmittag zurück. In vielen Familien bestimmt diese Tatsache die Tagesplanung und alle Familienmitglieder ordnen sich den Hol- und Bringzeiten unter bezüglich ihrer eigenen Arbeitszeit oder Freizeitaktivitäten.
Das ist keine INKLUSION, sondern EXKLUSION!

Vă mulțumim pentru sprijin, Susie Mehler, Garching b. München
Întrebare către inițiator

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Informații privind petiția

Petiția a fost inițiată: 17.03.2025
Colecția se termină: 16.09.2025
Regiune: Oberbayern
categorie: Familie

știri

  • Liebe Unterstützende,
    es wird erst: Am kommenden Donnerstag wird die Petition vor dem Ausschuss für Arbeit und Soziales, Jugend und Familie besprochen.

    Die Sitzung findet im Maximilianeum, Saal S 401, statt und beginnt um 09:15 Uhr.

    Folgende Nachricht hat mich vor wenigen Tagen erreicht:

    "Die genaue Uhrzeit für den Aufruf Ihrer Petition können wir Ihnen leider nicht mitteilen, da diese vom Umfang und der Abwicklung der Tagesordnung abhängt. Die Beratung ist in öffentlicher Sitzung vorgesehen. Sie können deshalb als Zuhörerin bzw. Zuhörer an der Sitzung teilnehmen. Nur wenn der Ausschuss es für erforderlich hält, kann Ihnen im Einzelfall die Gelegenheit eingeräumt werden, Ihr Anliegen kurz mündlich zu erläutern. Der Ausschuss kann auch noch kurzfristig die Öffentlichkeit ausschließen, sofern er dafür eine Notwendigkeit sieht.

    Falls Sie zur Sitzung kommen möchten, geben Sie uns bitte möglichst bis 12 Uhr am Vortag der Sitzung Bescheid (per E-Mail: petitionen@bayern.landtag.de oder telefonisch unter +49 (89) 41262458). Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten kann nicht sichergestellt werden, dass Sie schon vor dem Aufruf Ihrer Petition im Sitzungssaal Platz nehmen können.

    Bringen Sie für die Einlasskontrolle an der Pforte bitte einen gültigen amtlichen Lichtbildausweis und dieses Einladungsschreiben mit und melden Sie sich vor dem Sitzungssaal bei der Offiziantin bzw. dem Offizianten an.

    Mit der Berichterstattung im Ausschuss wurden die Abgeordneten Frau Elena Roon und Frau Martina Gießübel betraut. Die Abgeordneten haben die Petition bereits vor der Sitzung geprüft. Die Berichterstattung im Ausschuss beschränkt sich deshalb in aller Regel auf eine kurze Zusammenfassung.

    Das Beratungsergebnis werden wir Ihnen schriftlich mitteilen.

    Das Landtagsamt kann nicht garantieren, dass die vorgesehenen Tagesordnungspunkte auch tatsächlich erledigt werden. Es besteht also durchaus die Möglichkeit, dass die Beratung Ihrer Petition auf eine der folgenden Sitzungen verschoben wird. Dies liegt ganz im Ermessen des Ausschusses. Über einen eventuell neuen Termin würden wir Sie informieren."

    Ich werde am Donnerstag auf jeden Fall vor Ort dabei sein und würde mich freuen, wenn ich dort weitere Unterstützende treffe.

    Bitte drückt alle die Daumen, dass die Petition nicht nur besprochen, sondern auch umgesetzt wird.
    Vielen Dank für Euren Support!

    Susie & family
  • Liebe Unterstützende,
    die Petition wurde am 20. Oktober 2025 eingereicht und der Eingang vom Bayerischen Landtag bestätigt.
    Diese Woche habe ich mal nachgehakt und mich nach dem aktuellen Stand erkundigt. Darauf habe ich folgende Antwort von der Büroleitung des Ausschusses für Arbeit und Soziales,
    Jugend und Familie, Referat P II Ausschüsse & Kommissionen, erhalten:

    "Sehr geehrte Frau Mehler,
    Ihre Petition ist bereit zur Beratung. Sie wird in einer der nächsten Sitzungen des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Jugend und Familie behandelt. Sobald der genaue Termin bekannt ist, werden wir Sie schriftlich informieren."

    Es ist unter Umständen möglich und erforderlich, dass die Petentin, also ich, und die Unterzeichnenden, also ihr, sich nochmal persönlich vor Ort positionieren können.
    Wer daran Interesse hat und bereit ist die Notwendigkeit der Umsetzung der Petition vor Ort Nachdruck verleihen möchte, kann sich gerne per E-Mail (susie.mehler@email.de) melden.
    Ich werde das Datum dafür hier kommunizieren, sobald ich es bekommen habe.

    Ich halte Euch auf dem Laufenden,
    danke für Eure Unterstützung

    Susie
  • Es wird ernst...
    Knapp einen Monat nach dem Ende des Unterzeichnungszeitraum wurde die Petition jetzt eingereicht bei den o.g. Institutionen.
    Jetzt brauchen wir alle Eure 5. 340 Daumen mal zwei!
    Wir hoffen, dass wir mit der Petition langatmige und entwürdigende Antragsprozesse auf verkürzte Betreuungszeiten ersparen können und wir die gleichen Rechte für unsere Kinder mit Förderbedarf bekommen wie für unsere Regelkinder.
    Sobald es Rückmeldung gibt, erfahrt ihr es natürlich hier!
    liebe Grüße
    susie

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