798 Unterschriften
Petition richtet sich an: Landwirtschaftsministerium / Bundestag
Vape-Automaten stehen immer häufiger direkt auf Schulwegen, in der Nähe von Spielplätzen oder vor Schulen und Kindergärten.
Damit werden nikotinhaltige Produkte für Kinder und Jugendliche sichtbarer und leichter zugänglich – oft rund um die Uhr.
Wir fordern klare gesetzliche Regeln und Schutzbereiche um Orte, an denen sich Kinder und Jugendliche aufhalten.
Unsere Forderung
Wir fordern das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie die zuständigen politischen Entscheidungsträger auf,
- klare gesetzliche Regelungen um Schulen, Kindergärten, Spielplätze und Jugendeinrichtungen zu schaffen
- Kommunen rechtssichere Handlungsmöglichkeiten zu geben, Vape- und Nikotinproduktautomaten im Umfeld von Kindern zu regulieren – auch auf privaten Flächen
- den Jugendschutz bei Verkaufsautomaten zu überprüfen und zu stärken
Jugendschutz muss Vorrang haben.
Begründung
Kinder schützen statt Nikotin verkaufen – Keine Vape-Automaten in der Nähe von Schulen, Spielplätzen und Kindergärten
Immer häufiger stehen Verkaufsautomaten für E-Zigaretten („Vapes“) direkt auf Schulwegen, in der Nähe von Spielplätzen oder im Umfeld von Kindergärten und Schulen.
Diese Automaten bieten nikotinhaltige Produkte rund um die Uhr an – oft auf privaten Flächen vor Geschäften oder in sogenannten 24/7-Pop-up-Stores.
Für Kinder und Jugendliche bedeutet das: Suchtprodukte werden zum normalen Bestandteil ihres Alltags.
Während Schulen, Eltern und Präventionsprogramme versuchen, junge Menschen über die Risiken von Nikotin aufzuklären, stehen gleichzeitig Automaten mit aromatisierten Nikotinprodukten direkt vor ihrer Lebenswelt.
Das ist ein Widerspruch, den viele Eltern nicht mehr akzeptieren wollen.
Alterskontrollen schützen Jugendliche in der Praxis nicht ausreichend
Zwar verfügen viele Automaten über eine Altersverifikation über den Personalausweis. In der Realität reicht diese Hürde jedoch häufig nicht aus.
Jeder, der Kinder oder Jugendliche im Haushalt hat, weiß, wie schnell ein Personalausweis einmal aus dem Geldbeutel der Eltern verschwinden kann – ohne dass es sofort jemand bemerkt.
Hinzu kommt ein weiteres Problem, das viele Schulen inzwischen beobachten:
Ältere Jugendliche kaufen Vapes und verkaufen sie anschließend mit Gewinn an jüngere Schülerinnen und Schüler weiter.
Je einfacher der Zugang zu solchen Produkten ist, desto schneller entstehen solche Beschaffungsstrukturen.
Gesundheitliche Risiken werden unterschätzt
Viele Vapes enthalten Nikotin und besitzen ein erhebliches Abhängigkeitspotenzial.
Besonders problematisch sind die süßen Aromen vieler Produkte. Sie senken die Hemmschwelle für den Einstieg und fördern eine tiefere Inhalation der Aerosole. Beim Erhitzen können zusätzlich Stoffe entstehen, deren langfristige gesundheitliche Auswirkungen – insbesondere auf junge Menschen – noch nicht vollständig erforscht sind.
Gerade für Jugendliche kann Nikotin langfristige Auswirkungen auf das sich noch entwickelnde Gehirn haben und früh zu Abhängigkeit führen.
Kommunen sind oft machtlos
Viele Städte und Gemeinden erkennen das Problem – können aber häufig nicht handeln.
Denn viele Vape-Automaten stehen auf privat vermieteten Flächen. Den Kommunen fehlen derzeit oft rechtliche Möglichkeiten, diese Automaten im Umfeld von Einrichtungen für Kinder und Jugendliche zu regulieren.
Der Schutz von Kindern darf jedoch nicht an Grundstücksgrenzen enden.
Unsere Forderung
Wir fordern das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft sowie die zuständigen politischen Entscheidungsträger auf,
- klare gesetzliche Regelungen für Bannkreise um Schulen, Kindergärten, Spielplätze und Jugendeinrichtungen zu schaffen
- Kommunen rechtssichere Handlungsmöglichkeiten zu geben, Vape- und Nikotinproduktautomaten im Umfeld von Kindern zu regulieren – auch auf privaten Flächen
- den Jugendschutz bei Verkaufsautomaten zu überprüfen und zu stärken
Jugendschutz muss Vorrang haben
Kinder und Jugendliche haben ein Recht darauf, in ihrem Alltag nicht permanent mit Suchtmitteln konfrontiert zu werden.
Der Schutz junger Menschen darf nicht hinter wirtschaftlichen Interessen zurückstehen.
Setzen Sie gemeinsam mit uns ein Zeichen für wirksamen Jugendschutz.
Unterstützen Sie diese Petition.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
11.03.2026
Sammlung endet:
10.09.2026
Region:
Deutschland
Kategorie:
Gesundheit
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Neue SprachversionDebatte
https://www.dgkjp.de/einmal-e-zigaretten/ Stellungnahme der Gemeinsamen Suchtkommission der deutschen kinder- und jugendpsychiatrischen Verbände und wissenschaftlichen Fachgesellschaft (BAG KJPP, BKJPP, DGKJP)
Die Geräte verifizieren vor dem Verkauf technisch das Alter und bieten damit weniger Zugang als jeder herkömmliche Kiosk mit unaufmerksamem Verkäufer. Und wer definiert was alles ein Schulweg ist?
Warum Menschen unterschreiben
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Rauchen und Vapen braucht keiner