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Änderungen an der Petition
vor 2 Tagen
Petition richtet sich an: Karl Josef Laumann, Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen
An der Bonner LVR-Klinik soll neben der allgemeinen Neurologie (KiNZ) und der Stottertherapie auch die stationäre Kinderneurologie zum 31. März schließen. Ich fordere den Erhalt der stationären entwicklungsneurologischen Kinderstation (KiNZ)
Als Psychotherapeutin erlebe ich täglich die Not, der von psychischen Erkrankungen und Behinderungen betroffenen Kindern und deren Familien. In der täglichen Arbeit in meiner Praxis sehe ich, dass ambulante Termine bei hochkomplexen Störungen (wie z. B. Autismus, Kindern mit psychisch erkrankten Eltern oder auch psychisch belastete Kinder mit zusätzlichen Entwicklungsstörungen) oft allein nicht ausreichende Stabilisierung ermöglichen kann. Auch diagnostisch stößt man im ambulanten Bereich bei diesen mehrfach betroffenen Familiensystemen schnell an Grenzen, die so nicht mehr ausreichend zu bedienen sind. Diese Kinder und ihre Familien brauchen dringend ein stationäres Setting, in dem sie multiprofessionell (durch ein interdisziplinäres Team aus ÄrztInnen, PsychologInnen, KinderkrankenpflegerInnen, TherapeutInnen und SozialarbeiterInnen) intensiv aufgefangen und begleitet werden. Nur so kann diesen Kindern mit umfassender Diagnostik und Therapie kurzfristig geholfen werden.
Ich fordere daher dringend den Erhalt und die Standortsicherung der stationären entwicklungsneurologischen Kinderstation (KiNZ) in Bonn sowie die Umsetzung der geplanten Erweiterung und Wiedereröffnung der sozialpädiatrischen Eltern-Kind-Station. Es ist das einzige stationäre Angebot in NRW, das sich auf die Behandlung entwicklungsgestörter und verhaltensauffälliger Kinder in hochbelasteten Familiensystemen spezialisiert hat und bedient eine fachspezifische Versorgungslücke, die ansonsten nicht gegeben wird. Diese Station ist kein Luxus, sondern eine lebensnotwendige Rettungsinsel für Kinder mit multiplen Entwicklungsstörungen und ihre Familien in NRW und Rheinland-Pfalz.
Die behandelten Kinder weisen kombinierte entwicklungsneurologische und psychische Auffälligkeiten auf. Diese komplexen Differenzialdiagnosen überfordern das ambulante Versorgungssystem, fallen aber durch vorwiegend Entwicklungsstörungen im Bereich Motorik, Sprache und zumeist höchst belastete Familiensysteme gleichzeitig nicht eindeutig in den Zuständigkeitsbereich der ohnehin überlasteten Kinder- und Jugendpsychiatrie. Ohne diese Station fallen diese Kinder durch alle bestehenden Versorgungsraster. Das ambulante Versorgungssystem hat bei diesen Familiensystem bereits alles gegeben, trotzdem stehen die Kinder häufig vor der Gefahr die Teilhabe in Kindergarten oder Schule zu verlieren.
Die Station erfüllt in dem Sinne eine essenzielle Funktion im klinischen Kinderschutz - insbesondere bei Deprivation und emotionaler Vernachlässigung von Kindern. Sie bildet eine wichtige Schnittstelle zwischen Jugendämtern, ambulanten, teilstationären und stationären Angeboten der Jugendhilfe, Schulen, Kinderärzt*innen sowie anderen therapeutischen und klinischen Systemen. Ohne diese Station werden die betroffenen Kinder keinen Schutz bekommen und mit ihrem Leid alleingelassen. Wir dürfen nicht zulassen, dass wirtschaftliche Interessen über das Wohl und die Sicherheit unserer schwächsten Kinder gestellt werden.
Petition gestartet:
22.01.2026
Sammlung endet:
01.03.2026
Region:
Nordrhein-Westfalen
Kategorie:
Gesundheit
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Weil ich eine betroffene Person in der Familie habe