Versorgungslücke schliessen - Aufbau eines bundesweiten Hilfsmittel-Notrufs 24

Petition richtet sich an
Gesundheitsministerkonferenz (GMK) der Länder

1.324 Unterschriften

4 %
1.243 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

1.324 Unterschriften

4 %
1.243 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland
  1. Gestartet November 2025
  2. Sammlung noch > 3 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Persönliche Daten
 

Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Petition richtet sich an: Gesundheitsministerkonferenz (GMK) der Länder

Während es zum Beispiel für Strom, Wasser oder medizinische Notfälle feste Bereitschaftsdienste gibt, sind pflegebedürftige und chronisch kranke Menschen bislang oft auf sich allein gestellt, wenn ihre Hilfsmittel versagen.
Dies teilweise sogar innerhalb der Öffnungszeiten von Sanitätshäusern, mit Sicherheit aber außerhalb der Öffnungszeiten. Dann erreicht man höchstens noch einen Anrufbeantworter oder eine KI-Stimme. Dann gibt es keine Hilfestellung!

Diese Versorgungslücke muss geschlossen werden!

Deshalb fordern wir fordern den Aufbau eines bundesweit organisierten, solidarisch finanzierten Notrufsystems, das rund um die Uhr erreichbar ist, wenn essenziell wichtige Hilfsmittel versagen - analog zum ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117.

Kein Mensch sollte aufgrund dieser Versorgungslücke in unnötig in Gefahr gebracht werden, doch das passiert. In den Kommentaren sind einige der Situationen von Betroffenen aufgezeigt, nur wenige, aber als Stimme für viele.

Kranke und pflegebedürftige Menschen benötigen IHRE / Deine Unterstützung. Sie sind oft leise, werden nicht gesehen und niemand, der nicht in solcher Situation war, kann sich vorstellen, dass es so ist oder wie es ist. Deshalb gibt es diese Petition.

Begründung

Einige wenige Beispiele: Defekte Bremsen an Rollstühlen, Rollatoren kaputt (manchmal dadurch kein Gang mehr auf Toilette möglich), Lifter defekt (kein Umsetzen mehr möglich, nicht mehr ins Bad kommen oder auf Toilette), defektes Pflegebett (keine notwendige Lagerung oder Höheneinstellung möglich, Ausfall von Therapien, insbesondere bei 24 Std Bettlägerigkeit gegebenenfalls fatal), gebrochene Orthesen. Termine, die abgesagt werden müssen, keine Möglichkeiten zur Arbeit zu kommen. Die möglichen Einschränkungen sind vielfältig, die Gefahrensituationen ebenfalls. Letztes Beispiel ein ausgefallener Badewannenlifter und man kommt nicht mehr aus der Wanne.
 
Zwar bieten einige Sanitätshäuser Notdienste an – doch häufig nur innerhalb der Öffnungszeiten oder nur für eigene Kundinnen und Kunden.
Andere wiederum sind nachts, an Wochenenden oder Feiertagen gar nicht erreichbar.
 
Das führt immer wieder zu gefährlichen Situationen, in denen dringend benötigte Geräte oder Ersatzteile nicht rechtzeitig zur Verfügung stehen. Und auch zu Situationen, wo eine Teilhabe am Leben für einen längeren Zeitraum unmöglich ist.
 
Der Hilfsmittel-Notruf 24 soll diese Versorgungslücke schließen – durch eine zentrale Leitstelle, die im Notfall Hilfe koordiniert, Ersatzgeräte bereitstellt und Fachpersonal vermittelt. Dies analog zum ärztlichen Bereitschaftsdienst 116 117.
 
Ein solcher Notruf ist kein Luxus, sondern Ausdruck von Würde, Menschlichkeit und Versorgungssicherheit.
 
Hilfestellung bei Pflege oder Krankheit darf kein Glücksfall sein.
 
Wer auf Hilfsmittel angewiesen ist, muss sich darauf verlassen können, dass im Notfall verlässlich und solidarisch Hilfe kommt.
 
Unsere konkreten Forderungen

  • Aufbau eines bundesweiten Hilfsmittel-Notrufs mit 24-Stunden-Erreichbarkeit
  • Solidarische Finanzierung über bestehende Fördermittel (z. B. DiPA, DIPA, Innovationsfonds, §160 SGB IX)
  • Kooperation mit Sanitätshäusern, Krankenkassen und Pflegeeinrichtungen
  • Verbindliche Regelung von Bereitschaftszeiten und Notdienststrukturen im Hilfsmittelbereich

 
Damit niemand allein bleibt, wenn ein Hilfsmittel ausfällt/defekt ist.
 
Hilf mit, dass Hilfe kein Zufall bleibt. Unterstütze diese Forderung mit Deiner Unterschrift.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Wiebke Worm, Hamburg
Frage an den Initiator

Petition teilen

Bild mit QR code

Abrisszettel mit QR Code

herunterladen (PDF)

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 03.11.2025
Sammlung endet: 31.05.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Gesundheit

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Neuigkeiten

  • Aktualisierung zur Petition „Hilfsmittel-Notruf 24“

    Vielen Dank für Ihre Unterstützung der Petition.

    Seit kurzem liegt eine erste schriftliche Rückmeldung aus der Politik vor (aus Hamburg). Darin wird für mich bestätigt, dass das von mir benannte Problem real ist: Der Ausfall essenzieller Hilfsmittel kann für kranke und pflegebedürftige Menschen erhebliche, teils auch gefährliche Folgen haben.

    Gleichzeitig macht die Antwort deutlich, dass eine bundesweit verlässliche 24/7-Struktur für Hilfsmittel-Notfälle derzeit nicht auf Landesebene eingeführt werden kann, da die Hilfsmittelversorgung überwiegend bundesrechtlich geregelt ist und über Verträge zwischen Krankenkassen und Leistungserbringern organisiert wird. Eine verbindliche, solidarisch finanzierte Notruf- und Unterstützungsstruktur würde daher eine politische Entscheidung und Weiterentwicklung auf Bundesebene erfordern – unter Einbeziehung von Gesundheitsministerkonferenz, Bund, Krankenkassen und Leistungserbringern.

    Genau hier setzt diese Petition an.

    Die Rückmeldung aus Hamburg zeigt für mich:

    1) Dass das Anliegen verstanden ist.
    2) Dass die Versorgungslücke real ist.
    3) Eine Lösung politischen Willen und öffentlichen Druck braucht.

    Wie es jetzt weitergeht:
    • Die Petition ist gezielt an die Gesundheitsministerinnen und -minister der Länder und wird ebenfalls an relevante Akteure auf Bundesebene adressiert. Ich habe die Hamburger Senatorin schon gebeten, dies als Punkt für die nächste Konferenz der Gesundheitsminister anzubringen.
    • Ziel ist es, das Thema offiziell auf die politische Agenda zu bringen (u. a. Gesundheitsministerkonferenz) und eine Prüfung verbindlicher Lösungen anzustoßen.
    • Parallel werde ich den fachlichen Austausch mit Krankenkassen, Verbänden und weiteren Stellen suchen, gerne auch mit weiterer Unterstützung, um konkrete Lösungswege aufzuzeigen. Hierbei hat die Hamburger Sozialbehörde ihre Hilfe angeboten.

    Vielen Dank, dass Sie mit Ihrer Unterschrift dazu beigetragen haben, dass dieses Thema sichtbar wird und -hoffentlich- bleibt.

    Wiebke Worm
  • Die ersten 500 sind geschafft, nach 16 Tagen. Vielen Dank allen, die unterzeichnet haben.

    Bitte denkt daran / denken Sie daran, dass auch Familienmitglieder unterschreiben können.

    Auf die nächsten 500, ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass noch viel mehr Menschen die Notwendigkeit solch eines Hilfsmittel-Notrufs erkennen. Es geht ja nicht allein um die Menschen, die auf Hilfsmittel angewiesen sind, sondern auch um das gesamte Umfeld, welches dann betroffen sein kann.

Weil das Thema früher oder später in der einen oder anderen Form uns alle betrifft ! Für unser Auto rufen wir den ADAC o.ä wenn wir nicht mehr weiterkommen. Diese Dienstleistung muss es ganz selbstverständlich auch für Geräte geben, die in der Pflege relevant sind. Ich frage mich, warum es das noch nicht gibt. Danke dür die Petrition!

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

macht Sinn!

Mein Mann ist seit 2007 Rollstuhlfahrer, wir wissen was 3s bedeutet wenn ein Hilfsmittel, z. B Rollstuhl, Moto med technische Probleme haben und/oder natürlich Medikamente nicht verfügbar sind!

Man ist auf ein Hilfsmittel angewiesen, sonst keine Teilnahme am Leben möglich

Ich habe ein schwerstbehindertes Kind.

Seit über 10 Jahren bin ich pflegende Angehörige, meine Mutti lebt mit Pflegegrad 4 bei uns in der Häuslichkeit. Sie braucht mich Tag und Nacht. Bisher war ich noch als Altenpflegerin im Dauernachtdienst tätig. Ich wünsche mir das ein Pflegelohn kommen wird. So würden wir als pflegende Angehörige keine Doppelbelastung mehr haben. Die Regierung lässt uns mit dieser großen Sache völlig allein.

Werkzeuge für die Verbreitung der Petition.

Sie haben eine eigene Webseite, einen Blog oder ein ganzes Webportal? Werden Sie zum Fürsprecher und Multiplikator für diese Petition. Wir haben die Banner, Widgets und API (Schnittstelle) zum Einbinden auf Ihren Seiten. Zu den Werkzeugen

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern