Region: Dortmund

Für eine Zukunft für Sidy und Lassana Dramé in Dortmund

Petition richtet sich an
Oberbürgermeister Alexander Kalouti

2.829 Unterschriften

25 %
894 von 3.600 für Quorum in Dortmund Dortmund

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  1. Gestartet 07.02.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Oberbürgermeister Alexander Kalouti

Wir fordern:

Die Verlängerung und langfristige Sicherung des Aufenthalts von Lassana und Sidy Dramé und Möglichkeit einer selbstständigen Existenzsicherung durch Arbeitserlaubnisse.

Stehen Sie mit uns an der Seite der Familie Dramé!

Setzen Sie sich gemeinsam mit uns dafür ein, dass Dortmund eine Stadt bleibt, die Solidarität lebt, Verantwortung übernimmt und geflüchteten Menschen Schutz und Teilhabe ermöglicht!

Gerechtigkeit ist mehr als das, was vor Gericht geurteilt wird. Sidy und Lassana haben durch ihren Mut und ihre Beharrlichkeit gezeigt, was es heißt, Verantwortung zu übernehmen, für Erinnerung, Wahrheit und das Zusammenleben in dieser Stadt. Ihre Präsenz, ihre Haltung und ihr Engagement sind ein Gewinn für Dortmund. Sie setzen sich dafür ein, dass ein wichtiger Teil der Geschichte dieser Stadt nicht vergessen wird.

Wir rufen Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft dazu auf, sich diesem Anliegen anzuschließen. Gerechtigkeit für Mouhamed bedeutet auch: Sidy und Lassana Dramé dürfen bleiben!

Begründung

Mouhamed Lamine Dramé, ein junger Geflüchteter aus dem Senegal, hatte den Traum, sich in Dortmund, der Stadt der Vielfalt und des BVB, eine Zukunft aufzubauen. Am 8. August 2022 wurde dieser Traum auf tragische Weise zerstört: Bei einem Polizeieinsatz in der Dortmunder Nordstadt verlor Mouhamed, der eigentlich Hilfe brauchte, durch fünf Schüsse aus einer Maschinenpistole gewaltsam das Leben.

Mouhameds Geschichte löste in Dortmund und weit darüber hinaus Entsetzen aus. Nach einem Jahr Verhandlung sprach das Dortmunder Landgericht im Dezember 2024 alle angeklagten Polizist:innen frei. Die Familie Dramé und die Staatsanwaltschaft haben Revision gegen das Urteil eingelegt. Als Nebenkläger sind zwei Brüder von Mouhamed, Sidy und Lassana Dramé, stellvertretend für die gesamte Familie, nach Dortmund gekommen. Sie haben dem Prozess über ein Jahr mit beeindruckender Stärke und Würde beigewohnt. Das Erleben des Gerichtsprozesses zum Tod ihres Bruders war emotional höchst herausfordernd und ihre Enttäuschung über die ausgebliebenen Konsequenzen groß. Die Trauer der Familie über den Verlust ihres Sohnes und Bruders ist unendlich und Heilung auch heute noch weit entfernt.
 
Nun endete ihre aktuelle Aufenthaltserlaubnis am 31. Januar 2026. Die Ausländerbehörde Dortmund beabsichtigt, die Aufenthaltserlaubnis nicht zu verlängern.

Seit ihrem Ankommen haben Sidy und Lassana darüber hinaus in Dortmund ein Zuhause gefunden. Sie haben wertvolle Freundschaften geschlossen und viele weitere Unterstützer*innen an ihrer Seite. Sie besuchen Sprachkurse und engagieren sich ehrenamtlich, etwa im Rahmen der Erinnerungsarbeit an ihren Bruder. Aktuell sind sie in eine Filmproduktion über Mouhameds Leben involviert. Lassana ist begeisterter BVB-Fan, Freunde ermöglichen ihm den Besuch der Spiele. Sidy betreut eine wöchentliche Nähwerkstatt und liebt das grüne Dortmund. Die Stadt ist trotz - oder vielleicht sogar wegen - ihrer schicksalhaften Geschichte für die beiden zum Lebensmittelpunkt geworden und längst mehr als nur ein Aufenthaltsort.

Die beiden wünschen sich wie ihr Bruder Mouhamed, hier in Würde zu leben und ihre Zukunft zu gestalten. Lassana (26 Jahre) und Sidy (39 Jahre) beeindrucken mit ihren Deutschkenntnissen, beide haben verschiedene Arbeitsangebote erhalten, die nur der Zustimmung der Ausländerbehörde bedürfen. Sidy ist Schneider und möchte seiner Berufung hier weiter nachgehen.

Für die Begleitung des Prozesses, sowie die kontinuierliche Gedenkarbeit und politische Begleitung sind ihre Präsenz und ihr Wirken als Angehörige in Dortmund essentiell.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Welthaus Dortmund e.V., Dortmund
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 07.02.2026
Sammlung endet: 06.08.2026
Region: Dortmund
Kategorie: Migration

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Erwiderung auf Contra „Argument“ 1 - der Senegal als sicheres Herkunftsland. Die beiden Brüder Dramé verweilten und verweilen zu jedem Zeitpunkt vollkommen legal im deutschen Bundesgebiet. Zu KEINEM Zeitpunkt wurde oder sollte ein Asylantrag oder Ähnliches gestellt werden. Beide Brüder haben im Übrigen bisher den Staat keinen Cent gekostet, ihre Einreise sowie jegliche Kosten (aufgrund des bestehenden Arbeitsverbots) wurden und werden durch Spenden und Freunde getragen.

Die Entscheidung über die Rechtmäßigkeit des weiteren Aufenthaltes der Brüder Drame sollte in einem Rechtstaat, der seine Gewaltenteilung ernst nimmt, auf Basis der Rechtslage durch die zuständige Behörde getroffen und ggf. gerichtlich überprüft werden. Wenn Druck mit einem offenen Brief namhafter Politiker und Persönlichkeiten aufgebaut wird, erweckt dies den Eindruck, dass vor dem Gesetz nicht alle (Ausländer) gleich sind. Wenn sie einen gesetzlichen Anspruch haben, braucht es keine Petition.

Warum Menschen unterschreiben

Menschen mit solch einem traurigen und harten Schicksal haben einfach Unterstützung verdient! ALLES GUTE UND VIEL ERFOLG ✊️✊️

Weil Menschenrechte wichtiger sind als Gesetze.

Die Angehörigen Brüder haben ein Recht auf Trauer und Bewältigung durch Partizipation demokratische Teilhabe, ein Recht darauf hier zu bleiben und ein Recht auf Würde! Der Fall für die Gerechtigkeit von Mohamed Dramé ist nicht abgeschlossen bis zur Gerechtigkeit und lückenlose Aufklärung. Deutschland hat geschossen, also müssen sie Verantwortung übernehmen und tragen

Weil ich gebürtig aus Dortmund komme und der Familie von Mohamed Unrecht wiederfahren ist. Außerdem sollte Dortmund eine stärkere Willkommenskultur implementieren.

Kein Mensch ist Illegal

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