Region: Osnabrück

Busknoten Neumarkt und Ruhepol Johannisfreiheit erhalten! Keine Mehrbelastung der Johannisstraße!

Petition richtet sich an
Die Ratsmitglieder und die Oberbürgermeisterin der Stadt Osnabrück

2.155 Unterschriften

100 %
1.738 von 1.600 für Quorum in Osnabrück Osnabrück

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  1. Gestartet Januar 2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
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Petition richtet sich an: Die Ratsmitglieder und die Oberbürgermeisterin der Stadt Osnabrück

Am zentralen Busknoten Neumarkt in Osnabrück soll für 70% der Busse die Durchfahrt gesperrt werden.
So die Beschlüsse von CDU, Bündnis90/Die Grünen und SPD im Stadtrat Osnabrück. Für die in Ost-West-Richtung gesperrten 70 Meter vor dem Landgericht wird eine 1000 Meter lange Umfahrung durch die Innenstadt ausgebaut.
Die Umfahrung führt u.a. durch den historischen Kern der Neustadt, die begrünte Johannisfreiheit. Diese schmale Durchfahrt teilt sich der Radverkehr aktuell nur mit den Einsatzfahrzeugen auf dem Weg zu den Krankenhäusern. Die Öffnung der Johannisfreiheit für den dauerhaften Busbetrieb erfordert eine großflächige Betonierung wie schon die Johannisstraße.

Negative Folgen für die Innenstadt und deren Anbindung sind unter anderem:

  • Schlechtere Anschlussmöglichkeiten durch lange Wege zu Haltestellen in Seitenstraßen.
  • Längere Fahrtzeiten für täglich bis zu 800 Busse durch kilometerlange Umfahrungen.
  • Verlust der Verkehrsruhe für das Gesundheitsquartier (Marienhospital, Kinderhospital, weitere Einrichtungen) auf der Johannisfreiheit.
  • Zusätzlich hunderte Busse in der bereits stark belasteten Fußgängerzone Johannisstraße.
  • Höhere Kosten des Busverkehrs.

Mit den Plänen soll eine "Neue Mitte" geschaffen werden. Der Neumarkt wird von der Lyrastraße/Alte Münze bis zum Kollegienwall durchgängig mit Betonplatten gepflastert. Es entsteht ein 400 Meter langer "Steinerner Stadtplatz" mit wenig Grün und geringer Aufenthaltsqualität.

Wir fordern die Rücknahme dieser Beschlüsse und stattdessen

  • Ausarbeitung der vorliegenden Alternativen zum Fortbestand des zentralen Busknotens „Neumarkt“ mit der direkten Anfahrt aus allen Richtungen,
  • Vorrang für Sicherheit und Funktionalität auf dem Neumarkt, Stärkung des Ruhepols auf der Johannisfreiheit und Aufwertung der Fußgängerzone Johannisstraße.

Begründung

Die Mehrheitsentscheidung des Osnabrücker Rats führt zu erheblichen Nachteilen für Berufstätige, Schüler, Senioren, Patienten, Besucher, Pflege- und Hilfsbedürftige, den Einzelhandel und Gewerbetreibende und alle Bürgerinnen und Bürger.

  1. Die Anbindung vieler Stadtteile von Osnabrück, des Landkreis Osnabrück und von Gemeinden in NRW wie Lotte, Westerkappeln und Mettingen wird teurer und umständlicher.
  2. Die Planung und der Bau der Umfahrung über die Johannisfreiheit und die Johannisstraße sind kostenintensiv und verzögern die Umsetzung eines leistungsfähigen Busnetzes um Jahre.
  3. In der Folge verliert die gesamte Osnabrücker Innenstadt weiter an Zugkraft. Die Abwertung der Fußgängerzone Johannisstraße setzt sich fort. Die Abwärtsspirale im Einzelhandel verschärft sich.
  4. Durch Busverkehr im Minutentakt und den parallelen Zweirichtungsradweg wird es gefährlicher, die Johannisfreiheit zu Fuß zu queren. Betroffen sind Patienten, Besucher und Mitarbeiter des Gesundheitsquartiers (Marienhospital, Christliches Kinderhospital u.a.) und der Fußverkehr in/aus Richtung Hauptbahnhof.
  5. Die für die Gründungsgeschichte von Osnabrück bedeutsame Johannisfreiheit mit dem historischen Ensemble Johanniskirche und Neustädter Rathaus verliert ihre Ruhe und Erlebnisqualität. Der heute einspurige und begrünte verkehrsberuhigte Bereich zwischen den Krankenhäusern wird durch eine 14 Meter breite Betontrasse ersetzt. Für die Realisierung der Bustrasse muss die Kirchengemeinde einen Teil des Gräberfeldes ihres ehemaligen Friedhofs an die Stadt Osnabrück verkaufen.
  6. Die historische Bausubstanz an der Johannisfreiheit, die bei Baumaßnahmen in der Vergangenheit bereits geschädigt wurde und unter Beobachtung steht, wird weiteren Belastungen ausgesetzt. Die Auswirkungen des Fahrbetriebs der sehr schweren Elektrobusse im engen Kurvenverlauf sind nicht vorhersehbar.
  7. Die Situation für Radfahrende und Zufußgehende in der Neustadt wird schlechter: Sie werden sich auf der Johannisstraße im Dauerkonflikt mit dem verdichteten Busverkehr befinden. Der zu Stoßzeiten stark befahrene südliche Wallring, der bereits jetzt zu schmal für sichernde Maßnahmen des Radverkehrs ist, muss zusätzlich Busse aufnehmen.
  8. Trotz einer extremen Verschuldung der Stadt Osnabrück sollen mit insgesamt 27 Mio. Euro hohe Summen für die Umgestaltung des Neumarkt als "Neue Mitte" fließen. Ungeklärt sind viele weitere Kosten, so fehlen bisher Kostenplanungen für die Umfahrungen über die Johannisfreiheit, Pottgraben, Petersburger Wall. Die zusätzlichen Betriebskosten für die Umfahrungen werden nach ersten Schätzungen sechsstellig pro Jahr sein. Ungeklärt ist auch, ob beantragte Fördermittel in Millionenhöhe bewilligt werden. In jedem Fall werden weniger Mittel für dringende Investitionen, z.B. in Schulen zur Verfügung stehen.

Schließlich, aber nicht zuletzt: Klimaschutz und umweltverträgliche Verkehrsangebote werden geschwächt. Das von der Stadt Osnabrück für 2040 gesetzte Ziel, den ÖPNV-Anteil an der Gesamtmobilität deutlich zu erhöhen wird verfehlt. Den ca. 59.000 Einpendlern und ca. 27.000 Auspendlern wird keine ausreichende attraktive Alternative zum privaten Pkw angeboten. Ein weiteres Absinken der schon heute sehr niedrigen Akzeptanz des Busverkehrs in Osnabrück (66% negative Bewertungen) ist zu befürchten.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Weiterführende Informationen:
Ratsbeschluss 09.12.2025:
https://www.osnabrueck.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=2001806&refresh=false&TOLFDNR=2006883
Ratsbeschluss 01.10.2024:
https://www.osnabrueck.sitzung-online.de/public/vo020?VOLFDNR=1020913&refresh=false&TOLFDNR=1107329
Planungsgrafiken zum "Steinernen Stadtplatz" der "Neuen Mitte":
https://entwickelt.osnabrueck.de/de/stadtraeume-gestalten/der-neumarkt/

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Zukunft Kernstadt Osnabrück, Osnabrück
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 30.01.2026
Sammlung endet: 13.09.2026
Region: Osnabrück
Kategorie: Verkehr

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    wir möchten Sie kurz über den aktuellen Stand und neue Informationen aus unserem Austausch mit Oberbürgermeisterin Katharina Pötter und den Ratsfraktionen von CDU, Grünen und SPD informieren.
    Die Originalmails finden Sie auf https://kernstadtos.blogspot.com / . Die zusammenfassenden Aussagen in dieser Mail an Sie wurden von uns mithilfe einer künstlichen Intelligenz erstellt und auf Richtigkeit geprüft.

    Am 15. März 2026 haben wir uns mit kritischen Fragen zur Nutzung von Fördermitteln aus dem EU-Programm „Resiliente Innenstädte“ an diese Entscheidungsträger gewandt . Aus unserer Sicht passen weder die geplante zusätzliche Flächenversiegelung noch die langen Umwege für täglich hunderte Busse und der dafür geplante Umbau der bisher verkehrsberuhigten Johannisfreiheit zu den Zielen des Programms: besserer Klimaschutz, behutsame Innenstadtentwicklung, bessere Mobilität und echte Bürgerbeteiligung.

    Am 2. April 2026 antwortete Oberbürgermeisterin Katharina Pötter – abgestimmt mit den Ratsfraktionen von CDU, Grünen und SPD. Die Stadt hält weiterhin sowohl die Umgestaltung des Neumarkts als auch die Förderung über das Programm „Resiliente Innenstädte“ für gerechtfertigt. Sie betont vor allem die geplante Aufwertung des Bereichs vor dem Landgericht, die Verbesserungen für Aufenthalt, Begrünung und Stadtklima bringen solle. Die Stadt geht davon aus, dass die Nachteile der neuen Busführung begrenzt seien und spricht von einer Umwegverlängerung von „nur“ 360 Metern.

    Darauf haben wir am 12. April 2026 mit einer ausführlichen Erwiderung reagiert. Wir machen deutlich, dass unsere zentralen Einwände nicht beantwortet wurden. Besonders kritisch sehen wir, dass die Stadt die Auswirkungen der Busumleitungen auf Johannisfreiheit, Johannisstraße und angrenzende Bereiche ausblendet. Nach unserem Kenntnisstand wären 26 Buslinien mit über 800 Bussen täglich betroffen. Wir halten es daher für nicht nachvollziehbar, dass ein nur etwa 70 Meter langer umgestalteter Neumarktbereich positiv bewertet wird, ohne die erheblichen Belastungen an anderer Stelle einzubeziehen.

    Nach unseren Informationen liegt inzwischen eine neue Planung vor, in der der Busverkehr über bisher noch gar nicht öffentlich bekannte Straßen geleitet werden soll. Wir gehen davon aus, dass auch nach der neuen Planung sehr viele lange Umfahrungsstrecken entstehen und kritisieren die fehlende Transparenz bei den tatsächlich geplanten Umfahrungsstrecken und Haltestellen. Ebenso kritisieren wir die für die gesamte Planung fehlende Bürgerbeteiligung.

    Bitte werben Sie auch weiterhin für unsere Petition – jede Stimme ist wichtig.

    Mit freundlichen Grüßen
    Zukunft Kernstadt Osnabrück

  • Arabisch, Englisch, Kurdisch, Russisch und Türkisch

    Künstliche Intelligenz machts möglich: unsere Petition steht in fünf weiteren Sprachen zur Verfügung: Arabisch, Englisch, Kurdisch, Russisch und Türkisch.

    Alles auf unserem Blog https://kernstadtos.blogspot.com/, der auch zusätzliche Hintergrundinformationen gibt.

Schon ästhetisch war es eine Schnapsidee den Neumarkt durch einen massiven Bauklotz einzuengen. Nicht nur Ortfremde geraten in Stress, wenn sie am Neumarkt umsteigen wollen und den Weg zum richtigen Bussteig nicht finden. "Irrfahrten im (fast)Kreis würden das Problem auf die Spitze treiben und die Fahrzeiten unnötig verlängern. Dies zusätzlich zu allen bereits genannten Argumenten.

Mir gefällt die Idee mit der Johannisfreiheit auch nicht. Allerdings muss der Zustand des Neumarktsund der vorderen Johannesstraße dringend verändert werden, von daher halte ich den vorgeschlagenen Weg für das kleinere Übel. Wir brauchen an der Stelle einfach zwingend eine Veränderung und kein Stillstand.

Warum Menschen unterschreiben

Es ist einfach Unnötig wirklich unnötig.

Weil man Korrupten Lobbyisten (cdu und afd Politikern) nicht irgendwas entscheiden lassen sollte und erst recht nicht kognitiv beschränkte Entscheidungen wie diese

Man denke an die Patienten des CKO, Hospiz, Marienhospital !!! Erhöhter Verkehrslärm! Als das CKO 2011 eröffnet wurde, gab es ein Durchgangsfahrverbot für die Johannisfreiheit !!!
Der Neumarkt wird in meinen Augen nie Aufenthaltsqualität erreichen, warum lässt man ihn nicht als " Busbahnhof" bestehen !?

Durch die letzten Änderungen der Busverbindungen fällt es mir schon schwer zur Arbeit und Schule zu kommen. Dadurch wäre es noch viel schwieriger für mich und viele die ich kenne.

Weil die Idee, den Neumarkt nur in eine Richtung zu nutzen blödsinn ist

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