Petition zur Verbesserung der angiologischen Versorgung von Post-COVID-Patientinnen und -Patienten.

Petition richtet sich an
Der Präsident des Landtags NRW, Sozialgericht, kassenärztliche Vereinigung

2.915 Unterschriften

5 %
1.349 von 29.000 für Quorum in Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen

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  1. Gestartet 14.02.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Der Präsident des Landtags NRW, Sozialgericht, kassenärztliche Vereinigung

Für die Einrichtung eines angiologischen Vertragsarztsitzes zur Sicherstellung der Versorgung

Deadline: 20.02.2026 (Verfahrenszeitpunkt vor dem Sozialgericht)

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir, die unterzeichnenden Bürgerinnen und Bürger, Patientinnen und Patienten, fordern die Sicherstellung einer angemessenen angiologischen Versorgung in unserer Region durch die Einrichtung eines zusätzlichen vertragsärztlichen Facharztsitzes für Angiologie.

1. Begründung: Post-COVID als vaskuläre Erkrankung

Zunehmende wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass COVID-19 keine reine Atemwegserkrankung ist, sondern eine systemische Gefäßerkrankung darstellt. Das SARS-CoV-2-Virus befällt über ACE2-Rezeptoren unter anderem Endothelzellen der Blutgefäße. Dies kann zu:
• Endothelentzündungen (Endotheliitis)
• Mikro- und Makrothrombosen
• Mikrozirkulationsstörungen
• chronischer Gefäßdysfunktion
• vaskulärer Inflammation

führen.

Auch im Rahmen des Post-COVID-Syndroms (Long COVID) werden anhaltende Durchblutungsstörungen, Dysregulation der Gefäßfunktion, Fatigue, Belastungsintoleranz sowie thromboinflammatorische Veränderungen beschrieben.

Die internationale Forschung beschreibt COVID-19 zunehmend als endotheliale Multiorganerkrankung. Eine fachärztlich angiologische Diagnostik (z.B. Gefäßultraschall, Mikrozirkulationsdiagnostik, Differenzierung thrombotischer Komplikationen) ist daher medizinisch geboten, um:
• Folgeerkrankungen zu vermeiden
• Chronifizierungen entgegenzuwirken
• Thrombosen frühzeitig zu erkennen
• dauerhafte Gefäßschäden zu verhindern

Ohne ausreichende angiologische Versorgungsstruktur bleiben viele Betroffene unterdiagnostiziert und unbehandelt.

2. COVID-19 und das Lymphgefäßsystem

Neben dem Blutgefäßsystem zeigen neuere wissenschaftliche Arbeiten Hinweise auf eine Beteiligung des Lymphgefäßsystems bei COVID-19.

Beschrieben werden unter anderem:
• entzündliche Veränderungen lymphatischer Strukturen
• Störungen der Lymphdrainage
• persistierende Gewebsödeme
• immunologische Dysregulation

Das Lymphsystem ist essenziell für:
• Flüssigkeitshaushalt
• Immunregulation
• Entzündungsauflösung

Eine chronische Beeinträchtigung kann zu sekundären Lymphabflussstörungen führen.

3. Zusammenhang mit Lipödem und lymphovaskulärer Dysregulation

Das Lipödem ist eine chronische, progrediente Fettverteilungs- und Mikrozirkulationsstörung mit inflammatorischer Komponente. Wissenschaftlich diskutiert wird eine Beteiligung:
• der Mikrovaskulatur
• der Kapillarpermeabilität
• des Lymphgefäßsystems

Postinfektiöse endotheliale Dysfunktionen könnten theoretisch bestehende Prädispositionen verschlechtern oder lymphovaskuläre Dysregulationen verstärken. Eine differenzierte angiologische Abklärung ist daher besonders wichtig, um:
• Lipödem von Lymphödem abzugrenzen
• Mischformen (Lipo-Lymphödem) zu erkennen
• therapeutische Strategien gezielt einzuleiten

Eine fachärztliche Angiologie ist hierfür zentral.

4. Regionale Mangelversorgung

Bereits vor der Pandemie bestand in vielen Regionen eine Unterversorgung im Bereich der Angiologie. Durch die steigende Zahl an Post-COVID-Betroffenen verschärft sich die Situation erheblich:
• lange Wartezeiten
• fehlende spezialisierte Diagnostik
• Versorgungslücken bei komplexen Gefäßerkrankungen
• Überlastung bestehender Strukturen

Dies führt zu vermeidbaren Krankheitsverläufen, Chronifizierung und erhöhten Folgekosten für das Gesundheitssystem.

5. Forderung

Wir fordern die zuständigen Entscheidungsträger, insbesondere die Kassenärztliche Vereinigung, auf,
• die Versorgungslage neu zu bewerten
• den erhöhten Bedarf durch Post-COVID anzuerkennen
• einen zusätzlichen angiologischen Vertragsarztsitz zu genehmigen
• die spezialisierte Gefäßdiagnostik in der Region sicherzustellen

Begründung

Eine zeitgemäße medizinische Versorgung muss der wissenschaftlichen Erkenntnislage entsprechen. COVID-19 hat bei ca. 30% der Betroffenen eine systemische Gefäßerkrankung ausgelöst. Die angiologische Versorgung darf nicht strukturell eingeschränkt bleiben. Das Verfahren vor dem Sozialgericht findet am 20.02.2026 statt. Wir brauchen Ihre Unterstützung, damit die Mangelversorgung verbessert werden kann.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Dr. med. Michael Kacik, Münster

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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 14.02.2026
Sammlung endet: 13.08.2026
Region: Nordrhein-Westfalen
Kategorie: Gesundheit

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Warum Menschen unterschreiben

Weil diese Krankheit teuer ist.
Weil man wesentlich weniger Einkünfte hat.

Zu viele unbehandelte, oder nicht ausreichend gut behandelte, Patienten. Die mit der Erkrankung einhergehende schlechte Lebensqualität ist für den Patienten, und in direkter Folge jene der Familie, nicht tragbar.

Damit die Patienten entsprechend versorgt werden.

Es gibt entschieden zu wenig Fachärzte, insbesondere mit Kassenzulassung

Es gibt viel zu wenig Ärzte, die sich mit Me/CFS und der angiologischen Problematik auskennen für viel zu viele Patienten

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