Region: Berlin

Sicherheit vor Profit! Stopp dem Scooter-Chaos in Berlin – Unsere Kinder schützen!

Petition richtet sich an:
Das Abgeordnetenhaus von Berlin sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

3.977 Unterschriften

Sammlung beendet

3.977 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet April 2026
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Das Abgeordnetenhaus von Berlin sowie die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

Wir fordern den Senat von Berlin auf, die Vergabe von Sondernutzungslizenzen für Leih E-Scooter mit sofortiger Wirkung an strikte Sicherheitsauflagen zu binden. Solange die Sicherheit für besonders schutzbedürftige Gruppen wie Kinder/Jugendliche, Senioren und Menschen mit Handicaps auf unseren Gehwegen nicht lückenlos garantiert werden kann, dürfen keine weiteren Lizenzen erteilt werden.

Unsere konkreten Forderungen an die Politik und die Anbieter:

  1. Ende des „Free-Floating“-Systems - Einführung fester Parkstationen und eine drastische Reduzierung der Flotten.
  2. Strikte Alterskontrolle - Verfügbarkeit erst ab 18 Jahren, sichergestellt durch eine obligatorische Identitätsprüfung mittels Personalausweises bei der Registrierung.
  3. Helmpflicht durch Anbieter-Lösungen - Die Anbieter müssen Helme direkt am E-Scooter zur Verfügung stellen (z. B. in einer integrierten Box). Sensoren sollen die Fahrt erst freischalten, wenn der Helm entnommen wurde.
  4. Technische Sperre gegen Mehrfach-Belegung - Einsatz von Sensoren auf der Trittfläche. Die Fahrt darf nur möglich sein, wenn sich maximal eine Person (bzw. zwei Füße) auf dem Board befindet. Bei Überbelegung muss die Fahrt automatisch blockiert oder unterbrochen werden.

Begründung

Als in Berlin-Britz ansässige Praxis für Physiotherapie erleben wir täglich die Folgen mangelnder Verkehrssicherheit. Der tragische Tod einer 14-jährigen Schülerin am 17. April 2026, nur wenige hundert Meter von unserer Praxis entfernt, ist ein furchtbarer Weckruf, den wir nicht ignorieren dürfen.

  1. Schutz junger Menschen ! - Statistiken zeigen, dass fast die Hälfte der Verunglückten jünger als 25 Jahre ist. Die Hemmschwelle zur Nutzung ist zu niedrig, die Gefahr durch falsche Straßenbenutzung oder das Fahren zu zweit wird von Jugendlichen oft unterschätzt. Wir können nicht länger zusehen, wie junge Menschen ihr Leben verlieren oder schwere, bleibende Verletzungen davontragen.
  2. Dramatische Unfallzahlen -  Die Zahl der E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden in Deutschland ist allein im letzten Jahr um über 26% gestiegen. In Berlin verunglücken täglich Menschen schwer. Als Physiotherapeuten wissen wir: Ein einziger Sturz kann ein Leben lang körperliche Einschränkungen bedeuten.
  3. Ordnung und Barrierefreiheit: Zusätzlich gefährden wild abgestellte Leih E-Scooter Senioren, Sehbehinderte und Menschen mit Mobilitätseinschränkung, die über die Geräte stolpern oder auf die Fahrbahn ausweichen müssen. Zudem verschmutzen entsorgte Scooter unsere Berliner Gewässer.

Sicherheit ist kein Privileg, sondern eine Verpflichtung – wir fordern eine Politik, die das Leben unserer Mitbürger endlich über kommerzielle Interessen stellt.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Praxis für Physiotherapie AO GmbH, Berlin
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 19.04.2026
Sammlung endet: 18.10.2026
Region: Berlin
Kategorie: Sicherheit

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    unsere Forderung nach mehr Sicherheit auf Berlins Gehwegen erhält massiven gesellschaftlichen Rückenwind. Rund 50 Organisationen und Initiativen aus den Bereichen Soziales, Senioren, Menschen mit Behinderungen, Natur- und Umweltschutz sowie Stadtbild haben sich aktuell zum Bündnis „E-Scooter aus dem Weg“ zusammengeschlossen. Die Initiatoren dieses Bündnisses sind der Allgemeine Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin (ABSV) sowie FUSS e.V.. Zusammen repräsentieren die beteiligten Organisationen weit über eine Million Menschen in Berlin. Wir begrüßen diese wegweisende Initiative ausdrücklich! Sie unterstreicht, dass unser Kampf gegen das Leih-E-Scooter-Chaos tief in der Mitte der Gesellschaft verankert ist.

    Offener Brief an Verkehrssenatorin Bonde 
    Am 15. September 2026 hat sich das Bündnis mit einem eindringlichen Offenen Brief an die amtierende Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Ute Bonde, gewandt. Die zentrale Forderung deckt sich exakt mit dem Kern unserer Petition. Das unregulierte Freefloating-Modell im öffentlichen Raum hat keine Zukunft und muss beendet werden. Ab dem 1. April 2027 sollen Sondernutzungserlaubnisse für Leih-E-Scooter ausschließlich für das Anbieten und Abstellen an festen Stationen erteilt werden.

    Keine vollendeten Tatsachen in der Übergangszeit 
    Hintergrund dieses Vorstoßes ist die aktuelle politische Übergangsphase. Während SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke ein schnelles Ende des Gehweg-Parkens unterstützen, hält die CDU bislang an einer langfristigen Lösungsstrategie fest. Da Senatorin Bonde ihr Amt nur noch geschäftsführend bis zur Bildung einer neuen Landesregierung ausübt, fordert das Bündnis unmissverständlich. Es dürfen jetzt keine neuen, über den 1. April 2027 hinausgehenden Erlaubnisse für das Freefloating erteilt werden. Die Übergangszeit darf nicht genutzt werden, um vollendete Tatsachen zu schaffen und dem kommenden Senat weitreichende Entscheidungen vorwegzunehmen.

    Unser gemeinsamer Auftrag 
    Dieser breite gesellschaftliche Schulterschluss ist ein unübersehbares Signal an die Medien und die Landespolitik. Für Menschen mit Behinderungen, Seniorinnen, Senioren und unsere Kinder stellen herumliegende Scooter eine echte Gefahr dar. Barrierefreiheit und Sicherheit dürfen nicht länger den Profitinteressen von Verleihfirmen untergeordnet werden.

    Wir werden den Druck auf die Verkehrsverwaltung gemeinsam mit dem Bündnis aufrechterhalten und die Reaktionen des Senats genau überwachen. Bitte unterstützen Sie unser Anliegen weiterhin, indem Sie diese Petition in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis teilen. Je lauter unsere Stimme wird, desto zwingender muss die Politik handeln.

    Vielen Dank für Ihre ungebrochene Unterstützung und Ihren Einsatz für ein sicheres Berlin!

    Mit freundlichen Grüßen
    Das Team von Sicherheit vor Profit!

Rücksichtsloses rasen über Bürgersteige, wahrlos, mitten im Weg abgestellte Scotter. Nutzung erst ab 18 in Verbindung mit einer Fahrprüfung + E-Roller Führerschein.

Die Petition nutzt den Tod des Mädchens für eine einseitige Anti-E-Scooter-Erzählung. Es stehen Verstöße auf beiden Seiten im Raum: Rotlicht/Tandemfahren und ein alkoholisierter Autofahrer; ws. kein Leihroller. Mehr pauschale Verbote machen es nicht sicherer. Hauptproblem bleibt Berlins Infrastruktur: fehlende Radwege, gefährliche Kreuzungen, zu viel Autoverkehr, schlechte Anbindungen, zu wenig Abstellflächen. Wenn sie bei einer Kollision mit einem Auto starb: Warum nicht weniger Autos fordern?

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

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