Jugend braucht Räume – Erhaltet unser Freizi Buntentor und das Lücke-Projekt in der Bremer Neustadt!

Petition richtet sich an
Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

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326 von 4.000 für Quorum in Freie Hansestadt Bremen Freie Hansestadt Bremen

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  1. Gestartet 16.07.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
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Petition richtet sich an: Petitionsausschuss der Bremischen Bürgerschaft

Überraschend und kurzfristig zum kommenden Schuljahr soll das Lücke-Projekt im Jugendzentrum „Freizi“ Buntentor nicht mehr von der Senatorischen Behörde für Kinder und Bildung finanziert werden – obwohl Plätze bereits zugesagt und über das offizielle Bremer Kita-Portal vergeben wurden.
 
Das Lücke-Projekt begleitet Kinder zwischen 9 und 14 Jahren beim Übergang vom Hort in die Offene Kinder- und Jugendarbeit. Es bietet Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung, pädagogische Begleitung und altersgerechte Freizeitangebote. Für viele Familien schließt es eine wichtige Betreuungslücke.
 
Jetzt stehen plötzlich die betroffenen Familien, darunter viele Alleinerziehende, ab August vor einer existenziellen Notlage.
 
Parallel dazu wurde durch die Senatorische Behörde für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration beschlossen, die institutionelle Finanzierung des Jugendzentrums Buntentor zum Jahresende 2026 zu streichen. Unsere Kinder verlieren dann zwei wichtige Ankerpunkte. Für sie ist das Freizi Buntentor ein verlässlicher Ort, kostenlos und wohnortnah. Hier können sich Kinder und Jugendliche des Stadtteils treffen, lernen, ausprobieren, Solidarität und Zugehörigkeit erfahren.
 
Ein gleichzeitiger Verlust von Lücke-Projekt und Freizi stellt eine unmögliche Härte für unsere Kinder und Jugendlichen dar. Es ist ein Schlag ins Gesicht für uns Familien. Wir müssen unter immer herausfordernden Bedingungen den Lebensunterhalt unserer Familien sichern und Kindererziehung leisten. Wir fühlen uns dabei von den betroffenen Behörden im Stich gelassen.
 
Die Bremer Neustadt erfährt seit Jahren einen verstärkten Zuzug, gerade von jungen Familien. Mieten sind gestiegen und viele leben auf zu kleinem Wohnraum. Die öffentlichen Parks sind voll, und durch die Verlagerung von Drogen-, Obdachlosigkeits- und Kriminalitätsproblematiken aus der Innenstadt geprägt. Dies macht sie zu keinem sicheren Ort mehr für unsere älteren Kinder. Um der stetig wachsenden Zahl an schulpflichtigen Kindern und Jugendlichen in der Neustadt gerecht zu werden, ist in den vergangenen Jahren eine neue, 5-zügige Oberschule an der Delmestraße entstanden, bisher ohne Ganztagsangebot oder Mensa. Die Grundschule an der Kantstraße hat ebenfalls nicht genug Platz für Ganztagsbetreuung oder ein Mittagessensangebot. Die bestehenden Horte sind schon lange nicht mehr ausreichend.
 
Wo sollen unsere Kinder nach der Schule hin, wenn auch noch Jugendzentrum und Lücke-Projekt schließen?
 
Beide Nachrichten treffen uns kurz vor den Sommerferien ohne klare Kommunikation, weder mit betroffenen Eltern noch mit dem Träger der Einrichtung, SoFa e. V..
Gerade Mütter werden unverhältnismäßig getroffen und müssen nun überlegen, ob sie beruflich kürzertreten oder ihre Arbeit aufgeben müssen. Dies würde einen herben Rückschlag in Sachen Gleichberechtigung und ein erhöhtes Armutsrisiko für die betroffenen bedeuten. Auch die Kinder und Jugendlichen, wären mit dem Verlust der Angebote bedroht, in ihren sozialen und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten stark zurückgeworfen zu werden.
 
In seiner bisherigen Lage am Geschwornenweg liegt unser Freizi zentral und für alle gut erreichbar. Es ist stark verankert im sozialen Gefüge unseres Stadtteils. Familien, Jugendliche und Mitarbeitende haben über die Zeit gewachsene Vertrauensverhältnisse aufgebaut. Dies lässt sich nicht so einfach weg-rationalisieren. Das Freizi hat ideale Räumlichkeiten, genug Platz und Außenbereiche. Unsere Kinder und Jugendlichen können nicht „einfach“ auf andere Jugendtreffs verteilt werden, die nicht einmal in der Nähe liegen.
 
In anderen Stadtteilen scheint die Schließung von Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit bisher verhinderbar. Es werden alternative Finanzierungslösungen gesucht. Diese Einrichtungen sind essenziell für die Kinder – Genauso wie unser Freizi!
 
Wir fordern daher:
 
1.    Den Erhalt des Jugendzentrums Freizi Buntentor und die Entwicklung einer tragfähigen Finanzierung.
 
2.    Die Fortführung des Lücke-Projekts über den 01.08.2026 hinaus, mindestens bis ausreichend Ganztagsangebote an den Schulen bestehen.
 
3.    Eine tragfähige Übergangsfinanzierung für beide Angebote für mindestens 12 bis 24 Monate sicherzustellen.
 
4.    Die Zuständigkeit und Finanzierung der Lücke-Projekte in der Stadt Bremen zwischen SKB, SASJI und unter Einbeziehung des Jugendhilfeausschusses verbindlich zu klären, und das besondere pädagogische Konzept der Lücke-Projekte in der Stadt Bremen zu erhalten.
 
5.    Eine erneute fachliche Bewertung des Standorts unter Berücksichtigung der tatsächlichen Bedarfe.
 
6.    Den Beirat Neustadt, das Jugendforum Neustadt, die betroffenen Eltern, Kinder und Jugendlichen sowie den Träger SoFa e.V. frühzeitig, transparent und verbindlich in die weiteren Beratungen einzubeziehen.

Begründung

Gute Jugendarbeit ist keine freiwillige Luxusleistung. Sie ist Prävention und Teilhabe, sie fördert Gleichberechtigung und Demokratiebildung. Unsere Kinder sind unsere Zukunft und keine Sparmaßnahme!
 
Jugendzentren sind weit mehr als Freizeitangebote. Sie sind Orte für Gemeinschaft, Bildung, Prävention und soziale Teilhabe. Mit der geplanten Schließung des Freizi Buntentor und dem Aus des Lücke-Projekts verlieren Kinder und Jugendliche in der Bremer Neustadt wichtige Anlaufstellen – obwohl ihre Zahl seit Jahren steigt und Bremen selbst die Bedeutung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit betont. Wir fordern deshalb, beide Angebote zu erhalten und gemeinsam tragfähige Finanzierungslösungen zu finden.

Warum ist es nicht möglich, auch für das Jugendzentrum Buntentor nach alternativen Finanzierungmöglichkeiten zu suchen, oder die institutionelle Förderung in unserem Stadtteil so zu verteilen, dass alle bestehenden Einrichtungen erhalten bleiben können?

Wir solidarisieren uns hiermit auch mit der laufenden Petition „Für eine bedarfsgerechte und institutionelle Finanzierung der Kinder- und Jugendarbeit in Bremen“.

 

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 16.07.2026
Sammlung endet: 15.01.2027
Region: Freie Hansestadt Bremen
Kategorie: Soziales

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Es ist ein aktiver Beitrag für unsere zukünftige Gesellschaft, wenn wir unseren Kindern ein soziales Umfeld schaffen, in dem Mitmenschlichkeit und Zuwendung erfahrbar und gelebt wird.

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

Ich bin Sozialarbeiterin und sehe den Bedarf der Kinder und Jugendlichen einen Ort zu haben wo sie sich treffen können. Oft ist es die erste Anlaufstelle für Probleme die sie zu Hause haben oder mit ihren Eltern nicht besprechen können/wollen/möchten.
Einfach abhängen ohne „angequatscht „ zu werden. Einfach sein dürfen. Dafür sind die Freizis ein Muss und dürfen nicht geschlossen werden.

Weil die Jugendlichen aus der Neustadt neutrale Orte brauchen

Jugend braucht Räume

Weil ich möchte, daß den Jugendlichen ein Raum erhalten bleibt, in dem sie sich treffen und aufhalten können.

Diese Möglichkeiten der Unterstützung und Treffpunkte für Jugendliche bzw junge Erwachsene sind täglich notwendig und fördern die Gemeinschaft, gegenseitige Aufmerksamkeit und Austausch.

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