Möbliertes Wohnen auf Zeit erhalten – realitätsnahe Regeln statt Standortnachteile

Petition richtet sich an
Bundesministerium der Justiz sowie Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

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651 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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  1. Gestartet 16.02.2026
  2. Sammlung noch > 4 Monate
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Petition richtet sich an: Bundesministerium der Justiz sowie Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

Diese Petition richtet sich an das Bundesministerium der Justiz als federführendes Ressort für das Mietrecht sowie an das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im Hinblick auf die wirtschaftlichen Auswirkungen der geplanten Regelungen.

Wir fordern, dass das möblierte Wohnen auf Zeit weiterhin als eigenständige Wohnform erhalten bleibt. Insbesondere lehnen wir eine starre zeitliche Begrenzung auf sechs Monate sowie pauschale oder realitätsferne Deckelungen von Möblierungszuschlägen ab.

Stattdessen soll eine differenzierte, zweckorientierte und praxisgerechte Regelung geschaffen werden, die beruflich bedingte Mobilität und wirtschaftliche Auswirkungen angemessen berücksichtigt.

Begründung

Möbliertes Wohnen auf Zeit ist ein zentraler Bestandteil moderner Arbeits- und Projektmobilität. Unternehmen, Kliniken, Forschungseinrichtungen und öffentliche Einrichtungen benötigen flexible Wohnformen für internationale Fachkräfte, Expats, Projektmitarbeitende und temporäre Entsendungen. Diese Wohnform deckt einen klar abgegrenzten, vorübergehenden Bedarf und ist kein Ersatz für regulären Dauerwohnraum.
Zu den Nutzerinnen und Nutzern gehören unter anderem internationale Fachkräfte, die kurzfristig in Deutschland tätig werden – etwa Ärztinnen und Ärzte aus Drittstaaten, Pflegekräfte, wissenschaftliche Mitarbeitende an Universitäten sowie hochqualifizierte Spezialistinnen und Spezialisten in Forschung und Industrie. Ebenso betrifft es Fachkräfte im Projektgeschäft, im Mittelstand oder in internationalen Konzernen. Möbliertes Wohnen auf Zeit ermöglicht es diesen Personen, während Anerkennungs-, Einarbeitungs- oder Projektphasen eine praktikable und flexible Wohnlösung zu nutzen.

Aktuell liegt ein Referentenentwurf zur Reform des Mietrechts vor, der unter anderem Regelungen zur Vermietung möblierter Wohnungen sowie zur Einordnung von Mietverhältnissen „zum vorübergehenden Gebrauch“ vorsieht. Eine pauschale Begrenzung auf sechs Monate entspricht jedoch nicht den Realitäten beruflich bedingter Mobilität. Projekte, Entsendungen, Anerkennungsverfahren und Integrationsphasen dauern häufig deutlich länger.

Ebenso würde eine starre oder zu niedrig angesetzte Deckelung von Möblierungszuschlägen dazu führen, dass sich hochwertige möblierte Angebote wirtschaftlich nicht mehr darstellen lassen. Möblierung verursacht zusätzliche Kosten durch Anschaffung, Ersatz, Instandhaltung und erhöhte Abnutzung. Eine realitätsferne Deckelung könnte zu Qualitätsverlust oder Angebotsrückgang führen, ohne den regulären Wohnungsmarkt wirksam zu entlasten.

Eine gesetzliche Neuregelung sollte praxisnah, verhältnismäßig und wirtschaftlich tragfähig ausgestaltet werden und die tatsächlichen Anforderungen beruflicher Mobilität berücksichtigen

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, HomeCompany, Dortmund
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 16.02.2026
Sammlung endet: 15.08.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Wohnen

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Neuigkeiten

  • In der aktuellen wohnungspolitischen Diskussion werden möblierte und temporäre Mietangebote häufig als Instrument zur Umgehung der Mietpreisbremse dargestellt. Diese Interpretation ist politisch anschlussfähig – wird der empirischen Evidenz jedoch allenfalls teilweise gerecht.
    Ja, der Anteil möblierter und befristeter Angebote an den Wohnungsinseraten in Großstädten ist deutlich gestiegen. Wer daraus jedoch unmittelbar einen Missbrauchstatbestand ableitet, übersieht einen zentralen Punkt: Der starke Anteilsanstieg ist vor allem die Folge eines massiven Rückgangs klassischer Mietinserate, nicht eines explosionsartigen Wachstums dieses Segments – tatsächlich ist die Zahl möblierter Angebot in den sieben größten Städten nur leicht gestiegen, die Zahl temporärer Vermietungen ist sogar leicht zurückgegangen.
    Hinzu kommt eine Dimension, die in der politischen Debatte bislang unterbelichtet bleibt: Arbeitsmarkt- und migrationspolitische Realitäten. Möblierte und temporäre Wohnungen erfüllen eine wichtige Funktion für internationale Fachkräfte, Studierende und mobile Erwerbstätige. Für viele dieser Gruppen sind sie nicht „Luxus“, sondern eine notwendige Eintrittsbedingung in den ohnehin stark regulierten und angespannten Wohnungsmarkt.
    Die derzeit diskutierten Maßnahmen – etwa eine pauschale Deckelung von Möblierungszuschlägen oder eine starre zeitliche Begrenzung befristeter Vermietungen – sind aus analytischer Perspektive problematisch. Sie setzen an Symptomen an, ohne die Ursachen der Wohnraumknappheit zu adressieren, und drohen, funktionale Marktsegmente zu schwächen, die reale Bedarfe abdecken. Unsere Analyse zeigt, dass der Preisaufschlag bei Möblierungen über die letzten Jahren konstant bei rund 20 Prozent liegt. Eine Kappung bei 5 Prozent würde damit vor allem die Anbieter mit qualitativ guten Angeboten treffen.
    Hier der Link zu unserer Kurzstudie: www.iwkoeln.de/studien/christian-oberst-michael-voigtlaender-mehr-moeblierte-wohnungen-aus-guten-gruenden.html

    Quelle: Eine Einordnung von Michael Voigtländer, Institut der deutschen Wirtschaft Köln
    auf www.linkedin.com/in/michael-voigtl%C3%A4nder/recent-activity/all/
  • Sehr geehrte Unterstützende,

    die Petition wurde gemäß unserer Nutzungsbedingungen überarbeitet. Die temporäre Sperrung wurde wieder aufgehoben und die Petition kann nun weiter unterzeichnet werden.

    Wir bedanken uns für Ihr Engagement!

    Ihr openPetition-Team

Warum Menschen unterschreiben

weil die neue vorgeschlagene Regelung völlig praxisfern ist. Eine Wohnung möbliert zu vermieten, erfordert viel mehr Investitionen.
Deshalb können die Preise niemals mit einer "Blankovermietung" gleichgesetzt oder verglichen werden. Jede möbliert vermietete Wohnung mit Mobiliar und Ausstattung muss separat bewertet werden.

Damit wir unsere frei gewordene Kinderzimmer den Handwerkern und Freiberuflern zur Verfügung stellen können.

I have been admitted to the Computational Science and Engineering program at the University of Rostock.

I will be moving to Rostock around 1st May 2026 and I am currently looking for accommodation.
I am a responsible, non-smoking, non-alcoholic person and can provide all necessary documents. I am ready to complete the booking process immediately.

Bin selbst als Vermieter betroffen

Weil das Mietrecht inzwischen asymmetrisch ist und Vermieter kaum noch Rechte haben.

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