15.856 Unterschriften
Der Petition wurde nicht entsprochen
Petition richtet sich an: Bayerischer Landtag
Wir fordern, dass die Bayerische Staatsregierung die verpflichtende und flächendeckende Einführung von PCR-basierten Pooltests (z.B. Lolli-PCR-Tests) in Kinderbetreuungseinrichtungen in Bayern zentral organisiert - schnellstmöglich!
Am 7.12.21 wurde durch die Bayerische Staatsregierung bekanntgegeben, dass für alle Kinder, die eine Kinderbetreuungseinrichtung in Bayern besuchen, ab dem 10.01.22 eine Test-NACHWEIS-Pflicht gelten wird (LINK). In diesem Zusammenhang wird zunächst auf Antigen-Selbsttest verwiesen, die von den Eltern daheim durchgeführt und gegenüber der Betreuungseinrichtung bestätigt werden sollen. Die Anwendung von PCR-Pool-Tests kommt nur dann in Frage, wenn diese durch den Träger der Einrichtung bereitgestellt werden.
Eine sichere Betreuungsumgebung für unsere Kinder kann so im Rahmen der Pandemie mit aktueller Ausbreitung der neuen Virusvariante Omikron nicht erreicht werden!
Unter den aktuellen Randbedingungen ist es für die Träger von Betreuungseinrichtungen faktisch unmöglich, adäquate Prozesse für die Durchführung von PCR-Tests zu etablieren und gleichzeitig freie Laborkapazitäten zu finden. Schon die Landkreise waren im Rahmen der vom StMAS erlassenen Richtlinie für die Finanzierung solcher Tests mit der Bereitstellung völlig überfordert.
Zitat A. Tritthart, CSU - Landrat Erlangen-Höchstadt:
"Unsere begrenzte Personalkapazität benötigen wir dringend für zielführende Aufgaben in der Pandemiebekämpfung".
Nicht nur, dass die lokale Verwaltung unsere Kinder im Stich lässt ("nicht zielführend"). Es wird auch das von Ministerpräsident Markus Söder ausgerufene Ziel "Sichere Kitas" (LINK) vollständig verfehlt.
Hintergrund: weitere Informationen sowie einen offenen Brief finden Sie auch auf unserer Webseite
Die Testmethoden unterscheiden sich hinsichtlich Durchführbarkeit, Sicherheit und Genauigkeit stark!
Eine Durchführung von PoC Schnelltests kann in der notwendigen Frequenz (3-mal pro Woche) durch berufstätige Eltern sicher nicht erreicht werden.
Die Antigen-Tests für den häuslichen Gebrauch werden zum Großteil durch Laien durchgeführt, was Ungenauigkeiten verstärkt. Vor allem Kinder wehren sich oft, weil die Probenentnahme - auch wenn sie nur im vorderen Nasenbereich stattfindet - unangenehm ist.
Diese Gegenwehr veranlasst in der Folge die Eltern, die Antigen-Selbsttests lieber nicht oder nur halbherzig durchzuführen.
Die Konsequenz:
- Das Testergebnis ist nicht verlässlich.
- Ein falsch negatives Ergebnis erhöht die Infektionsgefahr für die KiTa-Kinder anstatt sie zu senken.
- Ein falsch positives Ergebnis sorgt für unnötige Einschränkungen
Hinzu kommt, dass die in den Apotheken ausgegebenen Antigen-Selbsttests zum Teil für die Testung asymptomatischer Personen nicht ausreichend evaluiert und somit für das serielle Screening ungeeignet sind.
Sogar das StMAS selbst schreibt (LINK):
- "Die Testung von Kindern im Krippen- und Kindergartenalter ist mit den derzeit verfügbaren Antigen-Schnelltests zur Selbstanwendung (sogenannten Selbsttests) nicht ausreichend zuverlässig durchführbar. Denn bei kleinen Kindern ergeben sich oft erhebliche Probleme bei der Entnahme eines Abstrichs."
Zu Lolli-PCR-Pool-Tests liegen hingegen u.a. folgende Erkenntnisse vor:
RKI - Epidemiologisches Bulletin 32/2021 vom 12. August 2021 (LINK):
- Die Lolli-Methode verbindet eine einfache Probenentnahme mit einer PCR-Pooltestung.
- Untersuchungen an 122 Personen am Morgen zeigten bei Viruslasten über 10^3 Viruskopien/ml im Naso-/ Oropharynxabstrich eine Sensitivität von 93,9 %. Ein auf der Lolli-Methode basierendes Testkonzept zeigte sich in 32 Kitas praktikabel und wurde sowohl von Kindern als auch Erwachsenen sehr gut akzeptiert. Bei engmaschigem (mind. 2-mal wöchentlichem) PCR-Testen werden infizierte Kinder aufgrund der wesentlich höheren Sensitivität früher erkannt als bei Testungen mittels Antigenschnelltest.
- Serielles Testen ermöglicht somit die Unterbrechung von Infektionsketten und führt zu einem effektiven Niedrighalten der Inzidenzen in der Gruppe.
- […] werden mittlere und hohe Viruslasten weiterhin sehr sicher erkannt und die Testung zeigt sich im Vergleich zu Antigen-Schnelltesten sensitiver.
- Für ein breites SARS-CoV-2-Screening mit dem Ziel, Übertragungen zu verhindern stellen sich die Testqualitäten der Lolli-Methode damit als sehr vorteilhaft dar.
Die Vorteile eines PCR-basierten Testverfahrens sind also gut evaluiert und wurden bereits seit dem Sommer durch verschiedene Fachgremien empfohlen(LINK 1, LINK 2, LINK3).
Doch leider hat Staatsregierung uns Familien mit kleinen Kindern vollständig vergessen!
Mit dieser Vorgehensweise wird einem schutzbedürftigen Teil unserer Gesellschaft der Zugang zur Bildung strukturell erschwert bzw. verwehrt!
Lieferengpässe bei Selbsttests und falsch durchgeführte Tests werden zu einer faktischen Schließung vieler Einrichtungen führen!
Nur PCR-Pooltests sind ein geeignetes Mittel, um Sicherheit und Kontinuität für unsere Kinder zu erreichen.
Begründung
Die Betroffenen sind hier kleine Kinder, die gesamtgesellschaftlich und insbesondere auch von Behördenseite besonderen Schutz verdienen.
Und sie haben ein Recht auf Teilhabe.
Durch Nicht-Einführung der Lolli-PCR-Pool-Testungen, wird diesem Bevölkerungsteil die Möglichkeit auf unbeschwerte Teilnahme am sozialen Leben verwehrt, welches sich neben der Familie zu einem wesentlichen Teil in der Kinderbetreuung abspielt.
Dazu möchten wir die Bayerischen Leitlinien für die Bildung und Erziehung von Kindern bis zum Ende der Grundschulzeit (LINK) in wesentlichen Teilen zitieren:
- Damit frühe Lernangebote einen positiven Einfluss auf Lern und Entwicklungsprozesse haben, sind kognitive Herausforderungen auf einem angemessenen Anspruchsniveau notwendig, aber auch eine Atmosphäre der Wertschätzung und der Geborgenheit. Besonders gut gelingt dies, wenn Lernen und die Reflexion der eigenen Lernprozesse im Dialog mit anderen stattfinden.
- Die lernende Gemeinschaft von Kindern und Erwachsenen hat für nachhaltige Bildung einen besonderen Stellenwert. (Seite 7)
- Zentrale Aufgabe an allen Bildungsorten ist es, Kinder über den gesamten Bildungsverlauf hinweg in ihren Kompetenzen zu stärken. Sie befähigen Kinder, mit anderen zu kooperieren und zu kommunizieren sowie sich mit der dinglichen Umwelt auseinanderzusetzen.Weiterhin sind sie Voraussetzung für den kompetenten Umgang mit Veränderungen und Belastungen sowie den Erwerb von lernmethodischer Kompetenz. (Seite 7)
- Lernen in Interaktion, Kooperation und Kommunikation ist der Schlüssel für hohe Bildungsqualität.
- Zukunftsfähige Bildungskonzepte beruhen auf Lernformen, die auf den Erkenntnissen des sozialen Konstruktivismus basieren und das Von und Miteinanderlernen (Ko Konstruktion) in den Mittelpunkt stellen. (Seite 8)
- Mit zunehmendem Alter gewinnen neben den erwachsenen Bezugspersonen auch Gleichaltrige immer mehr an Bedeutung. Diese Beziehungen bergen ein hohes Bildungspotenzial. Kinder brauchen Kinder, um gemeinsam Wissen zu konstruieren, Bedeutungen zu erforschen und unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen. Dabei lernen sie, die Sichtweisen, Zugangswege und Ausdrucksweisen anderer zu respektieren und entwickeln so ein Bewusstsein und Wertschätzung für Unterschiedlichkeit und Vielfalt. (Seite 26)
- Soziale Fähigkeiten, die beim kooperativen Lernen erworben werden, wirken sich langfristig auch positiv auf kognitive Kompetenzen und die umfassende Entwicklung der Persönlichkeit aus. (Seite 26)
- Oberstes Bildungs- und Erziehungsziel ist der eigenverantwortliche, beziehungs und gemeinschaftsfähige, wertorientierte, weltoffene und schöpferische Mensch. Er ist fähig und bereit, in Familie, Staat und Gesellschaft Verantwortung zu übernehmen, und offen für religiöse und weltanschauliche Fragen. Die Bayerische Verfassung betont dementsprechend, dass Bildungseinrichtungen „nicht nur Wissen und Können vermitteln, sondern auch Herz und Charakter bilden“. (Seite 26)
- Die Grundlage für körperliche und seelische Gesundheit, Wohlbefinden und Lebensqualität bilden sogenannte Basiskompetenzen. Basiskompetenzen sind grundlegende Fertigkeiten und Persönlichkeitsmerkmale, die das Kind befähigen, mit anderen Kindern und Erwachsenen zu interagieren und sich mit seiner Umwelt auseinanderzusetzen. Sie sind die Voraussetzung für lebenslanges Lernen. Diese Basiskompetenzen zu stärken ist Leitziel der Bildungsarbeit. Nicht die Bildungsinhalte allein, sondern vor allem die Lernprozesse und deren Qualität rücken in den Fokus. Kinder in ihren Kompetenzen zu stärken steht in allen Bildungsorten und bei allen Bildungsprozessen über den gesamten Bildungsverlauf hinweg im Mittelpunkt. (Seite 27)
Es geht hier also neben dem gesundheitlichen Aspekt auch um die Aufrechterhaltung einer essenziellen Säule kindlicher Bildung.
Diese Bildung musste zahlreichen Kindern während der Lockdown-Maßnahmen bereits verwehrt werden.
Bald zwei Jahre nach Beginn der Pandemie und trotz endlich zur Verfügung stehendem fundierten Wissens bezüglich der Verbreitung und der Folgen von Sars-CoV-2, sind die Behörden nicht in der Lage, für die Gesundheit und die Bildungssicherheit der schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft zu sorgen.
So stehen die Familien wieder vor der nächsten Infektionswelle, die bereits jetzt hier in Bayern die bisherige Höchstinzidenz übertroffen hat.
Viele werden ihr Kind mit Sorge in die Betreuung geben müssen. Andere werden, sofern sie können, ihre Arbeitszeiten anpassen und ihre Kinder daheimbehalten.
Wie hoch der organisatorische und personelle Aufwand für die Familien ist, fragt niemand.
In dieser Pandemie ist es nunmal so, dass jeder seinen Arbeitsanteil erhöhen muss, um die gesamte Gesellschaft zu unterstützen. Davon sind Kommunen, Behörden und Ministerien nicht ausgenommen.
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Neuigkeiten
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Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition
am 16.07.2022Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
wie bereits berichtet, setzen wir uns auch weiterhin für eine flächendeckende, bayernweite Lösung in Kinderbetreuungseinrichtungen für kommende Infektionswellen ein. Regelmäßige PCR-Pooltests (Lolli-Tests) sind dabei ein wichtiger und kindgerechter Baustein, der sich in vielen Kitas bereits seit Monaten bewährt.
Nun gibt es wenig erfreuliche Neuigkeiten...mehr anzeigenLiebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
wie bereits berichtet, setzen wir uns auch weiterhin für eine flächendeckende, bayernweite Lösung in Kinderbetreuungseinrichtungen für kommende Infektionswellen ein. Regelmäßige PCR-Pooltests (Lolli-Tests) sind dabei ein wichtiger und kindgerechter Baustein, der sich in vielen Kitas bereits seit Monaten bewährt.
Nun gibt es wenig erfreuliche Neuigkeiten aus dem Sozialausschuss des bayerischen Landtags:
In der vergangenen Sitzung am 14.7.2022 wurde ein Antrag der Grünen Landtagsfraktion behandelt. Dieser hatte zum Ziel, die Einführung von PCR-Pooltests in allen Kinderbetreuungseinrichtungen in Bayern für den Herbst zu erreichen.
Hier folgt eine kurze Zusammenfassung der Antragsberatung:
***
Die Staatsregierung bereitet aktuell ein Maßnahmenpaket für den Herbst vor. Allerdings sind Tests in Kinderbetreuungseinrichtungen darin offenbar nicht enthalten. Vielmehr verweist die Staatsregierung auf die Verantwortung der Bundesregierung, dies in einer Überarbeitung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) zu regeln.
Zudem wird nun auch die Förderung von PCR-Pooltests zu Ende August eingestellt!
Bisher konnten Kitas gemäß der "Richtlinie für Zuwendungen des Freistaates Bayern zur Durchführung von PCR-Pool-Tests in der Kindertagesbetreuung" (https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/BayVV_2231_A_12458/true) Pooltests einführen und sich die Kosten hierfür vom Land Bayern erstatten lassen.
Was bedeutet das?
***
Das Ende des Förderprogramms bedeutet, dass es ab September keine Fördergelder mehr geben wird und somit für die verbliebenen Einrichtungen, die aktuell über diesen Weg Pooltests realisieren konnten, die Tests vermutlich wegfallen werden.
Zudem entzieht sich die Staatsregierung ihrer Verantwortung, denn gemäß der aktuellen Fassung des IfSG liegt es unabhängig von der Feststellung einer "epidemischen Lage nationaler Tragweite" im Ermessen der "zuständigen Behörden", Testpflichten in Kinderbetreuungseinrichtungen zu erlassen - dies ist also bereits heute schon keine ausschließliche Aufgabe des Bundes (IfSG §28a Absatz 7 Nummer 2).
Aus unserer Sicht ist es ein falsches Signal. Als Eltern wünschen wir uns natürlich, dass es auch im Herbst und Winter eine stabile und sichere Kinderbetreuung geben wird. Ohne sichere und kindgerechte Tests wird dieses Ziel schwer erreichbar sein.
Was können wir nun also tun?
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Das wichtigste ist, dass sich jede und jeder einzelne, die den Infektionsschutz in bayerischen Kitas verbessern möchte, per Brief, per Mail oder telefonisch an das Ministerium für Familie, Arbeit und Soziales wendet.
Kontaktdaten: https://www.stmas.bayern.de/kontakt/index.php
Machen Sie deutlich, dass Ihnen der Infektionsschutz für die Kinder wichtig ist und dass die Einführung von kindgerechten PCR-Tests längst überfällig ist.
Eine erneute Petition braucht leider viel Zeit und wird im Zweifelsfall durch die Mehrheit aus CSU, FW und AfD im Ausschuss blockiert. Die Erfolgsaussichten sind also begrenzt.
Daher bitte ich Sie, wenn Ihnen das Thema weiterhin am Herzen liegt, dann wenden Sie sich bitte persönlich an das Ministerium.
Informationen finden Sie auch auf unserer Webseite:
https://pcr-pooltests-kitas-bayern.lederer4u.de/
Unterstützen Sie bitte auch unseren öffentlicher Appell:
***
Trotz allem möchten wir aber auch weiterhin all jenen eine "Stimme" geben, denen das Thema Infektionsschutz für Kinder wichtig ist. Denn öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema löst bei Politikern sicherlich eine Reaktion aus. Daher haben wir auf openpetition.de einen Appell gestartet für einen aufgeklärten Umgang mit SarS-CoV-2 in bayerischen Kitas und Schulen.
Den Appell erreichen Sie unter:
https://www.openpetition.de/controlcovid4kids
Bitte unterstützen Sie unser Anliegen auch weiterhin - teilen Sie die Infos mit anderen Eltern, Großeltern, Nachbarn und Freunden.
Vielen Dank.
Bleiben Sie gesund und einen hoffentlich infektionsfreien und erholsamen Sommer für Sie und Ihre Liebsten.
Mit besten Grüßen,
Florian Weber -
Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition
am 23.06.2022Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
wir alle sehnen uns nach mehr Normalität und würden die Pandemie gerne hinter uns lassen.
Auch und vor allem für unsere Kinder, Enkel, Neffen und Nichten...
Doch leider steigen die Infektionszahlen bayernweit bereits jetzt schon wieder deutlich an. Viele haben nun auch eine oder mehrere Infektionen mit SARS-COV-2 durchgemacht. Und ich hoffe wirklich sehr,...mehr anzeigenLiebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
wir alle sehnen uns nach mehr Normalität und würden die Pandemie gerne hinter uns lassen.
Auch und vor allem für unsere Kinder, Enkel, Neffen und Nichten...
Doch leider steigen die Infektionszahlen bayernweit bereits jetzt schon wieder deutlich an. Viele haben nun auch eine oder mehrere Infektionen mit SARS-COV-2 durchgemacht. Und ich hoffe wirklich sehr, dass dies bei den wenigsten längerfristige oder bleibende gesundheitliche Spuren hinterlassen hat.
Nachdem unsere Petition im Winter am politischen Unwillen der Bayerischen Landesregierung aus CSU und Freien Wählern gescheitert ist, schauen wir jetzt mit Sorge auf die sich aufbauende Infektionswelle und weitere, die uns im Herbst und Winter wohl erwarten werden.
Auch wenn von allen Seiten einhellig beteuert wird, dass man diesmal vorbereitet wäre, nehmen wir doch tatsächlich keine ernstzunehmenden Schritte wahr, die auf eine bessere Vorbereitung für sichere Kitas (und Schulen) im Herbst hindeuten.
Daher haben wir uns entschlossen unter dem Motto "Control Covid for Kids" einen Appell an die Bayerische Landesregierung zu richten. Sie sind herzlich eingeladen, diesen Appell mit Ihrer Stimme zu verstärken:
https://www.openpetition.de/controlCovid4Kids
Einen ausführlichen offenen Brief an Gesundheitsminister Klaus Holetschek haben wir ebenfalls verfasst:
https://pcr-pooltests-kitas-bayern.lederer4u.de/offener-brief-an-staatsminister-klaus-holetschek/
#ControlCovid
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Control Covid besteht aus den drei Elementen Impfung, Luftreinheit und Schutz durch Masken.
Ergänzend für Kinder, die sich (noch) nicht ausreichend selber schützen können, sehen wir sichere und kindgerechte PCR-Pooltests als notwendiges und einfaches Mittel der Infektionsprävention an.
Mir persönlich ist zudem ein aufgeklärter Umgang mit Sars-CoV-2 sehr wichtig. Wir und vor allem unsere Kinder müssen lernen, mit einem zusätzlichen, andauernden gesundheitlichen Risiko in dieser Welt klarzukommen. Das gelingt ihnen und uns nur dann, wenn wir die Risiken und Konsequenzen unseres Handelns (oder Nicht-Handelns) richtig einschätzen können. Und dafür braucht es umfassende Aufklärung, die heute so noch nicht gegeben ist.
Daraus wird "Control Covid for Kids"
und das fordern wir nun von der Bayerischen Staatsregierung ein,
damit unsere Kinder (und wir alle) hoffentlich sicherer und unbeschwerter durch die nächste(n) Wellen im Herbst und Winter kommen.
Ich freue mich, wenn Sie uns bei unserem Appell unterstützen.
Bleiben Sie gesund und genießen Sie den Sommer,
Ihr
Florian Weber
#ControlCovid
#ControlCovid4Kids -
Nachricht zu einer abgeschlossenen Petition
am 03.04.2022Sehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer,
in meiner letzten Mail habe ich Ihnen berichtet, dass unsere Petition im Sozialausschuss des Bayerischen Landtags beraten wurde. Leider wurde unserer Forderung nicht entsprochen. Die Vertreter der Fraktionen von CSU, Freie Wähler und AfD haben letztlich gegen die Umsetzung von PCR-Pool-Tests in allen bayerischen Kitas votiert und schließen sich der...mehr anzeigenSehr geehrte Unterstützerinnen und Unterstützer,
in meiner letzten Mail habe ich Ihnen berichtet, dass unsere Petition im Sozialausschuss des Bayerischen Landtags beraten wurde. Leider wurde unserer Forderung nicht entsprochen. Die Vertreter der Fraktionen von CSU, Freie Wähler und AfD haben letztlich gegen die Umsetzung von PCR-Pool-Tests in allen bayerischen Kitas votiert und schließen sich der Argumentation des Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales (StMAS) an, dass dies logistisch und rechtlich nicht umsetzbar sei.
Die Vertreter der Fraktionen von SPD, Grünen und FDP hatten eine Würdigung unserer Petition erreichen wollen, was letztlich die Möglichkeit gegeben hätte, auf die Kernforderung im Rahmen eines parlamentarischen Verfahrens einzugehen. Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Ausschuss wurde die Petition nun also für erledigt befunden.
Derzeit warte ich noch auf die schriftliche Ausführung des Sachverhalts. Sobald diese vorliegt, werde ich Sie natürlich abschließend informieren.
Nun fallen bundesweit viele Schutzmaßnahmen gegen SARS-CoV-2 weg. Bis auf wenige Bundesländer, die die sogenannte Hot Spot Regelung anwenden, wird fast überall auf einfache wie effektive Schutzmaßnahmen verzichtet. Es sei nun eine Frage der Eigenverantwortung sich gegen eine Infektion zu schützen, so teilen es führende Bundespolitiker mit. Und auch in Bayern geht man diesen Weg mit und verzichtet trotz horrender Inzidenzen und vieler krankheitsbedinter Engpässe auf eine Anwendung der Hot Spot Regelung.
Gerade der Wegfall von Maskenpflichten in öffentlichen Einrichtungen, Geschäften des täglichen Bedarfs und auch in Schulen erhöht aber das Risiko einer Ansteckung für alle, die aufgrund von Vorerkrankungen ohnehin schon ein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitserlauf haben.
Wir haben uns mit unserer Initiative immer dafür eingesetzt, dass mit milden aber wirkungsvollen Mitteln eine unkontrollierte Ausbreitung des SARS-CoV-2 Virus vermieden wird. Vor allem für all diejenigen, die sich selber nicht gegen eine Infektion schützen können, wie unsere Kita-Kinder. Niemand von uns wünscht sich in einer Gesellschaft zu leben, in der täglich mehrere hundert Menschen in Folge einer Krankheit versterben, deren Übertragungsrisiko wirkungsvoll reduziert werden kann.
Ich persönlich stehe für die volle Solidarität mit allen Menschen ein, die sich selbst nicht ausreichend gegen einen möglicherweise schweren Krankheitsverlauf schützen können.
Das geänderte Infektionsschutzgesetz suggeriert durch den Wegfall vieler einfacher Maßnahmen wie z.B. die Maskenpflicht, dass die Risiken beherrschbar geworden sind. Die Realität führt uns aber täglich vor Augen, dass dies nicht der Fall ist. Daher besteht dringender Handlungsbedarf: das Infektionsschutzgesetz (IfSG) muss durch das Bundesverfassungegericht (BVerfG) überprüft werden!
Ich möchte Sie heute auf folgende Kampagne hinweisen und gleichzeitig darum bitten, diese im Rahmen Ihrer Möglichkeiten zu unterstützen:
https://www.startnext.com/bverfg-vs-ifsg
Ich habe mich mit dem Initiator der Kampagne mehrfach persönlich ausgetauscht
Als Bürger müssen wir die uns zur Verfügung stehenden demokratischen Mittel nutzen, wenn wir der Meinung sind, dass der aktuelle Umgang mit der Pandemie nicht mit unserem Verständnis von Freiheit übereinstimmt.
Bitte bleiben oder werden Sie gesund!
Mit besten Grüßen,
Florian Weber
Debatte
Persönliche Meinung: In unserer Kita sind mehrer Eltern, die Corona "herunterreden" oder behaupten, dass es für Kinder "völlig ungefährlich" ist. Auch wenn das jetzt eine Unterstellung ist, fällt es mir schwer, mir vorzustellen, dass solche Eltern gewissenhaft die Tests durchführen und im Falle eines positiven Resultats, dieses Resultat dann auch zu melden.
Eine nahezu ungefährdete Bevölkerungsgruppe soll regelmäßig getestet werden. Abgesehen von der Ressourcenverschwendung, die Staatsregierung hat die Kindergartenkinder nicht vergessen (so der Petitent), sondern in diesem Alter spielt die Infektion nahezu keine Rolle. Die "Rede von den Kindern" ist ein "argumentum ad baculum" => Die große Keule: Die armen kleinsten und verwundbarsten der Gesellschaft! Fakt ist, dass Kinder bei Corona gar nicht arm dran sind, sondern die Erkrankung in der Regel gut wegstecken. Sorgt euch lieber um eure ungeimpften Großeltern!