Erhalt der Jagd mit Hunden am Naturbau–für Tierschutz, Artenvielfalt und Sicherheit in Niedersachsen

Petition richtet sich an
Präsidenten des Niedersächsischen Landtages

8.480 Unterschriften

Sammlung beendet

8.480 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet November 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung am 28.01.2026
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Präsidenten des Niedersächsischen Landtages

Wir fordern die Landesregierung Niedersachsen auf, das geplante Verbot der Jagd am Naturerdbau mit Hunden zurückzunehmen. Die Baujagd am Naturbau ist eine sichere, tierschutzgerechte und bewährte Jagdart, die seit Generationen verantwortungsvoll ausgeübt wird. Anstatt sie zu verbieten, sollte das Land Niedersachsen – wie bereits in Rheinland-Pfalz vorgesehen – eine praxisnahe und fachlich fundierte Lösung einführen:

Ein Fachkundenachweis für Bauhundeführerinnen und Bauhundeführer, ggf. zusätzlich verbunden mit der Pflicht zum Einsatz moderner Ortungstechnik. So bleibt gewährleistet, dass die Baujagd weiterhin sicher, kontrolliert und im Einklang mit dem Tierschutz durchgeführt wird. Ein Verbot hingegen würde nicht nur eine ganze Jagdart abschaffen, sondern auch wertvolle Fachkenntnisse und jahrzehntelange Erfahrung vernichten – auf Kosten von Tierwohl, Artenschutz und praktischer Gefahrenabwehr.

Begründung

Die Jagd am Naturbau gehört zu den ältesten, aber auch zu den verantwortungsvollsten Formen der Jagdausübung. Sie ist gelebter Tierschutz, angewandte Wildtierkunde und ein wichtiger Bestandteil einer modernen, kontrollierten Raubwildbejagung. Die geplante Änderung des Niedersächsischen Jagdgesetzes sieht nun vor, diese Jagdart vollständig zu verbieten. Ein solches Verbot wäre fachlich nicht begründet, würde aber gravierende Folgen für Tierwohl, Artenschutz und Sicherheit haben. Die Baujagd am Naturbau erfolgt ausschließlich mit gut ausgebildeten, verlässlichen Hunden und moderner Ortungstechnik. Dadurch ist sie präzise, sicher und kontrollierbar.

Ein Verbot der Baujagd am Naturbau würde:

  • eine unverzichtbare Säule des Prädatorenmanagements beseitigen,
  • den Schutz bedrohter Bodenbrüter wie z.B. Rebhuhn, Kiebitz, Brachvogel oder Rotschenkel schwächen,
  • die Bekämpfung invasiver Arten wie Waschbär und Marderhund erheblich erschweren,
  • und wertvolle Fachkenntnisse vernichten, die auch in der Gefahrenabwehr benötigt werden – etwa bei unterhöhlten Straßen, Dämmen oder Bahntrassen.

Auch die Rettung ungewollt eingeschliefter Hunde (von Jägern, deren Hunde z.B. im Rahmen einer Drückjagd ungewollt einen Bau angenommen haben, oder auch von Privatpersonen, deren Hund ungewollt in einen Bau entwischt ist) wäre ohne erfahrene Bauhundeführer künftig kaum mehr möglich. Ohne diese Expertise würden jedes Jahr Tiere qualvoll verenden – ein Ergebnis, das weder im Sinne des Tierschutzes noch der Vernunft sein kann. Anstatt eine seit Jahrhunderten bewährte, sicher gewordene Jagdart zu verbieten, sollte Niedersachsen auf eine praxisnahe und tierschutzgerechte Weiterentwicklung setzen:

Ein Fachkundenachweis für Bauhundeführerinnen und Bauhundeführer, ggf. ergänzt durch die verpflichtende Nutzung moderner Ortungstechnik. So bleibt sichergestellt, dass die Jagd am Naturbau verantwortungsvoll, sicher und im Einklang mit den Zielen des Tierschutzes ausgeübt wird.

Diese Petition richtet sich daher nicht gegen Tierschutz, sondern für gelebten Tierschutz – für verantwortliche Jagdausübung, für Artenschutz, für Sicherheit und für die Bewahrung wertvoller jagdlicher Kompetenz.

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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 10.11.2025
Sammlung endet: 26.11.2025
Region: Niedersachsen
Kategorie: Landwirtschaft

Neuigkeiten

  • Gestern haben wir die Petition im Niedersächsischen Landtag übergeben.
    Mehr als 8.400 Unterschriften in nur 17 Tagen – das hat Eindruck gemacht.

    Die Politik hat zugesagt, unser Anliegen und unsere fachliche Stellungnahme ernsthaft zu prüfen und in den Ausschüssen zu diskutieren. Unser Ziel bleibt: sachliche Lösungen statt pauschaler Verbote.
  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    gestern, am 28.01.2026, haben wir Eure Petition zum Erhalt der Baujagd am Naturbau im Niedersächsischen Landtag übergeben.
    Über 8.400 Menschen – davon mehr als 5.500 aus Niedersachsen – haben in nur 17 Tagen unterschrieben. Dieses starke Signal wurde von der Politik ausdrücklich gewürdigt.

    Die anwesenden Abgeordneten haben zugesagt, Petition und Stellungnahme in den zuständigen Ausschüssen zu beraten. Unser Vorschlag, statt eines Verbotes verbindliche Sachkunde-Standards und moderne Ortungstechnik einzuführen, stieß auf große Offenheit.

    Wir danken Euch herzlich für eure Unterstützung.
    Ohne Euch wäre dieses deutliche Zeichen nicht möglich gewesen.
  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

    wir möchten Euch gern über den aktuellen Stand informieren:

    Für den 28.01. ist die Übergabe der Petition an Herrn Dr. Marco Mohrmann, Mitglied des Niedersächsischen Landtags und des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, vorgesehen.

    Die genaue Uhrzeit steht noch nicht fest, da sie sich nach dem Ablauf des Plenums richtet.

    Selbstverständlich halten wir Euch über den weiteren Verlauf auf dem Laufenden.

    Herzlichen Dank für die große Unterstützung und das Vertrauen – dass dieser Termin zustande kommt, ist auch Eurer Unterstützung zu verdanken.

Wenn ein Fuchs, Dachs, Marderhund, etc bei einem Verkehrsunfall verletzt oder auf der Jagd krankgeschossen wird, endet die Nachsuche nicht selten am Naturbau. Hier kann nur ein ausgebildeter und geeigneter Bauhund die Nachsuche zuende bringen, indem er entweder das verletze Tier zum Verlassen des Baus bringt oder man es zügig ausgraben und so sein Leid beenden kann. (Tierschutzgedanke)

s besteht ein breiter Konsens darüber, daß Wildtiere Rückzugsgebiete und Ruhezonen benötigen, in denen Eingriffe und Störungen vermieden werden sollten. Für die Füchse (und auch Dachse) scheint dies nicht zu gelten. Bei der Baujagd werden sie genau an jenem Ort bekämpft, an dem sie Schutz suchen, an den sie sich zurückziehen, wo sie ihre Jungen zur Welt bringen und während der ersten Wochen großziehen. Ihr letzter Rückzugsort wird so zur Falle, an dem sie in Panik versetzt und getötet werden.

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