STOP - Kahlschlag der ambulanten Versorgung stoppen - es ist 5 nach 12! Gesundheitsreform stoppen

Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss, Ausschuss für Gesundheit, Bundesministerium für Gesundheit

40.118 Unterschriften

Sammlung beendet

40.118 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet April 2026
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss, Ausschuss für Gesundheit, Bundesministerium für Gesundheit

Kahlschlag der ambulanten Versorgung stoppen – es ist 5 nach 12!
Medizinische und psychotherapeutische Versorgung für Patienten stärken statt auslöschen!

Das ambulante System befindet sich in kritischem Zustand!

(Hinweis: eine Version in einfacher Sprache finden Sie unten)

Die niedergelassenen Haus- und Fachärzte (m,w,d) sowie die Psychotherapeuten (m,w,d) vor Ort in den Praxen sind ein unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung in Deutschland. Sie und ihre Mitarbeiter (m,w,d) sind unermüdlich für die Sorgen und Nöte ihrer Patienten (m,w,d) da.

Die ambulante Versorgung ist aber akut gefährdet:

  • Die zurückliegenden Nullrunden in der Honoraranpassung – bei gleichzeitig stark steigenden Kosten für Gehälter, Miete und Infrastruktur – haben die Versorgung durch die Niedergelassenen schon stark belastet.
  • Praxen finden schon jetzt keine Nachfolge mehr und geben auf.
  • Wartezeiten auf Termine sind schon jetzt untragbar.

Die Zitrone ist inzwischen ausgepresst – mehr geht nicht!

Wir fordern die Bundesregierung daher auf, umgehend das vorliegende realitätsferne Reformgesetz zu stoppen.
Der beschlossene Gesetzentwurf wird die medizinische Versorgung der Bevölkerung erheblich und dauerhaft verschlechtern.

Wir fordern:

  1. Zwingend Einbeziehung der niedergelassenen Ärzte sowie Psychotherapeuten in den aktuellen und auch künftige Reformprozesse
  2. Keine Umsetzung/sofortiger Stop des Reformpakets eines abgehobenen, praxis- und realitätsfernen „Expertengremiums“ ohne Beteiligung der Praktiker
  3. Klares Bekenntnis der Bundesregierung zur Existenz der ambulanten Versorgung, langfristige Sicherung der finanziellen Ausstattung der Praxen, Entfernung von Budgets, Rücknahme der Absenkung Leistungen der Psychotherapeuten
  4. Finanzierung von Gesundheitsleistungen für Bürgergeldempfänger vollständig und auskömmlich aus Steuermitteln, zur nachhaltigen Entlastung der gesetzlichen Krankenversicherung
  5. Reduktion der unsinnig hohen Anzahl an Krankenkassen mit ihrem hohen Personalbestand und Vorstandsgehältern (bis zu über 400.000€!) (Das wäre zugleich ein wertvoller Beitrag zum notwendigen Bürokratieabbau)
  6. Pharmaindustrie deutlich stärker an den Einsparungen beteiligen, hohen Preisaufschläge in Deutschland stoppen. Keine Industriepolitik auf dem Rücken der Patientenversorgung!

Der vom Kabinett verabschiedete Gesetzentwurf muss in der aktuellen Form sofort gestoppt werden! Eine hochwertige haus- und fachärztliche sowie psychotherapeutische Versorgung gibt es nicht zum Nulltarif!

Setzen Sie ein Zeichen:
Für die Erhaltung einer starken und wohnortnahen ambulanten Versorgung, bevor es zu spät ist!
Für Ihre Gesundheit!

  • Unterschreiben Sie diese Petition
  • Teilen Sie sie möglichst oft: in der Familie, mit Freunden und Kollegen

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Claudia Bach - M.Sc.-Psych. - Psychotherapeutin - Rhein-Neckar
Elke Hartmann - Fachärztin für Neurologie und Psychiatrie - Heidelberg


https://drive.google.com/drive/folders/1vn0eXZMg89IHgP38UGY-mT0yeaL-F63Q

Begründung

Die Kritik am Gesetzentwurf ist kein reflexartiges Abwehrverhalten, sondern Ausdruck der bereits realen ökonomischen und versorgungsrelevanten Schieflage.
Seit Jahrzehnten werden ambulante ärztliche und psychotherapeutische Leistungen systematisch unterfinanziert. Inflationsausgleich gibt es nicht.

Nun wurden die Leistungen der Psychotherapeuten sogar noch um 4,5% gekürzt!
Lange Wartezeiten auf Termine, reduziertes Leistungsspektrum und Praxisschließungen sind bereits für Praxen und Patienten Realität!

Die ambulante Versorgung in Deutschland ist für die Menschen da:

  • Sie ist wohnortnah: sie übernimmt rund 700 Millionen Behandlungsfälle pro Jahr mit über einer Milliarde Arzt-Patienten-Kontakten.
  • Sie ist günstig: die gesamte ambulanten Versorgung verursacht nur 16 % der Ausgaben der gesetzlichen Krankenversicherung.
  • Sie ist: KEIN KOSTENTREIBER
  • Sie ist: IN GEFAHR!!!

Zwar werden immer mehr schwierige Versorgungsleistungen aus den Kliniken in die Praxen verlagert, aber die niedergelassenen Ärzte und Psychotherapeuten haben schmale Budgets, in denen diese Leitungen gar nicht enthalten sind. Die Umsetzung käme einem finanziellen Selbstmord gleich.
Das Reformgesetz korrigiert diese Fehler nicht.
Stattdessen wird die Belastung für niedergelassene Haus- und Fachärzte sowie Psychotherapeuten schlicht noch weiter ausgeweitet.
Nun gerät nach der fachärztlichen und psychotherapeutischen Versorgung auch noch die Hausarztzentrierte Versorgung unter die Räder, von der Millionen Patientinnen und Patienten bislang profitieren.
Ein solches Reformgesetz muss im Dialog und auf Augenhöhe mit den Praktikern vor Ort – den niedergelassenen Ärzten, Psychotherapeuten sowie dem medizinischen Fach- und Pflegepersonal – fachgerecht erarbeitet werden - nicht in realitätsfernen Gremien.
Die Leidtragenden des Spardiktats sind am Ende die Patientinnen und Patienten, denen eine hochwertige und wohnortnahe ärztliche und therapeutische Versorgung genommen wird.

Konkret wird durch die zunehmende wirtschaftliche Belastung der Praxen eine dauerhafte Schwächung bis hin zur dauerhaften Zerstörung dieser Strukturen in Kauf genommen.
Die Folgen sind schon jetzt zu spüren und werden noch gravierender:

  • Verschwinden der wohnortnahen Praxenstruktur
  • Reduzierung der Sprechzeiten
  • Noch längere Wartezeiten auf Termine
  • Einschränkung oder Wegfall wichtiger medizinischer Leistungen

IN EINFACHER SPRACHE:

Die aktuelle Situation:
Es gibt noch Ärzte und Psychotherapeuten in Praxen.
Diese sind immer gut erreichbar und versorgen sehr, sehr viele Patienten täglich.
Viele Praxen haben aber schon jetzt Probleme.
Sie haben in den letzten Jahren kaum mehr Geld bekommen für ihre Arbeit.
Es wurde aber alles viel teurer.
Auch Ihr Arzt oder Therapeut muss in der Praxis Miete, Strom, Wasser, Einkäufe, Gehälter bezahlen, so wie jeder!
Viele Praxen lohnen sich daher kaum noch.
Deshalb wollen auch immer weniger eine Praxis haben.
Die Folge ist, es werden immer weniger Praxen.
Dadurch gibt es weniger Termine, das merkt man jetzt schon.

Das Problem:
Die Regierung will eine Reform machen.
Dafür hat sie lauter Leute gefragt, die gar nichts mit den Praxen zu tun haben (Expertengremium).
Es soll jetzt noch mehr gespart werden.
Die Probleme für die Ärzte und Therapeuten werden dadurch noch viel großer werden.
Die Folgen für die Patienten auch.

Die Forderung:
Die Reform stoppen.
Eine neue Reform planen, diesmal mit den Ärzten und Therapeuten.
Die Ärzte und Therapeuten in den Praxen brauchen planbare Bezahlung.
Nur so kann man die Praxen für die Patienten erhalten.

Das können Sie machen:
Unterschreiben Sie die Petition.
Teilen Sie sie!
Es sollen so viele wie möglich mitmachen.

Danke

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Elke Hartmann und Claudia Bach, Heidelberg

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 29.04.2026
Sammlung endet: 28.10.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Gesundheit

Neuigkeiten

  • Gestern haben wir die vielen, vielen Unterschriften an Frau Brantner übergeben. Sie hat sich sehr viel Zeit genommen und viele interessierte Fragen gestellt, auch an alle Teilnehmenden. 
    Anwesend waren: Claudia Bach (Psychologische Psychotherapeutin), Friederike Freiburg (Hausärztin in Mannheim) und mir einige meiner MFAs und meine Ärzte sowie die Patientenfürsprecherin der Stadt Heidelberg Frau Schock.
    Anwesend war auch die Rhein Neckar Zeitung, die Reporterin hat auch viel gefragt und notiert. 

    Ich denke, wir konnten dazu betragen, die (katastrophale) Dimension der Veränderung sichtbar und auch verständlich zu machen.

    Wir hoffen weiter auf ein Wunder…

    (auf dem Bild v. l. n. r. Frau Bach, Frau Brantner, Frau Hartmann, Frau Freiburg)

  • Noch 1 Tag! Vielleicht wird die 40.000 noch geknackt?
    …dazu kommen unzählige Unterschriften auf Papier, die am 31.10.26 übergeben werden sollen.
    Die Wahlkreisabgeordnete nimmt sie dann alle mit nach Berlin.
    Schon mal vielen lieben Dank für die Unterstützung!
    …in der Hoffnung, es bemerkt jemand in Berlin, was da gerade zerstört wird.
    Ihre E. Hartmann

  • Vielen Dank für die Unterstützung!
    …neben den online registrierten Unterschriften haben wir sehr viele auf Papier erhalten. 🫶
    Bitte dranbleiben!
    Weiter die Patienten informieren und mobilisieren.

    Was da gerade im Eiltempo beschlossen wird, zwingt uns als kleine und große Betriebe schnell und konsequent umzuplanen, damit wir den Verlust abfangen können.

    Der Kahlschlag vor allem bei psychotherapeutischen Praxen und Facharztpraxen wird auch die Hausärzte treffen. Wohin mit den ganzen Patienten?
    Es wird nicht lang helfen, auch wenn gerade wieder auf „Spaltung“ hingearbeitet wird.

    Die Patienten müssen wissen, dass wir das nicht wollen.
    Die Patienten müssen wissen, dass wir es so machen müssen, da wir mit dem vorhandenen Geld haushalten müssen (anders als die Regierung…).

    Wir müssen weiter kämpfen - bevor das Werk, das Ulla Schmidt begonnen hat - vollendet wird…

    E. Hartmann - Heidelberg

MFAs können nicht mehr weiter bezahlt werden

Es ist eine einzigartige Katastrophe! Ich habe am Freitag bei meinem Lungenfacharzt nach einem Termin gefragt... Antwort: gar nicht mehr! Ich meinte dann: "Für dieses Jahr!" Antwort: "Gar nicht mehr!" Ich bin Kassenpatientin....privat oder als Selbstzahlerin geht alles in 2 Wochen... kostet 100 Euro....kann man ja dann bei der Krankenkasse ais Kostenübernahme einreichen teilweise...und das betrifft alle Arztpraxen!

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