Region: Hürth
Bild der Petition Keine rechtsextreme Propagandafassade am Schulweg in Hürth‑Efferen

Keine rechtsextreme Propagandafassade am Schulweg in Hürth‑Efferen

Petition richtet sich an
Bürgermeister Dirk Breuer

1.047 Unterschriften

69 %
612 von 890 für Quorum in Hürth Hürth

1.047 Unterschriften

69 %
612 von 890 für Quorum in Hürth Hürth
  1. Gestartet 09.05.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
Persönliche Daten
 

Ich bin einverstanden, dass meine Daten gespeichert werden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.

Petition richtet sich an: Bürgermeister Dirk Breuer

Wir Bürgerinnen und Bürger fordern die Stadt Hürth, den Rat der Stadt Hürth sowie die zuständigen Behörden (Ordnungsamt, Bauordnungsamt, Polizei/Staatsanwaltschaft) auf, die aktuelle Fassadengestaltung des Hauses mit der bunten Fassade in der Kochstraße/ Ecke Jülichstrasse in Hürth‑Efferen

rechtlich neu zu bewerten, insbesondere

  • strafrechtlich,
  • ordnungsrechtlich,
  • und bauordnungsrechtlich.

Es soll geprüft werden, ob konkrete, verhältnismäßige Maßnahmen eingeleitet werden können, um eine weitere rechtsextreme und rassistische Propagandawirkung im öffentlichen Straßenraum zu unterbinden.

Der Stadtrat sowie die Öffentlichkeit sollen transparent über die Ergebnisse informiert werden.

(Auf eine bildliche Darstellung des Hauses wird bewusst verzichtet.)

Begründung

In der Kochstraße in Hürth‑Efferen befindet sich ein Haus mit einer sehr großflächig bemalten/besprayten Fassade. Stärker zur Bundestagswahl im Jahr 2025 und dann schließlich im ersten Quartal 2026 hat sich diese Fassade zu einer in sich geschlossenen rechtsextremen Propagandafläche über zwei Hauswände und Garage entwickelt.

Die Fassadengestaltung beschränkt sich nicht auf „schrille Kunst“ des Eigentümers oder geschmacklose Einzelmotive. Sie enthält in großer Dichte und Kombination rechtsextremistischer, rassistischer Parolen, Verweise auf Remigration und Namen sowie Bezüge zu einschlägig rechtsextremen/neurechten Personen.

Es geht dieser Petition ausdrücklich nicht darum, Meinungen zu verbieten oder Kunst pauschal einzuschränken. Es geht darum, dass rechtsextreme und rassistische Propaganda mit einschüchternder Wirkung nicht dauerhaft und unkommentiert an diesem Hauptverkehrsweg und Schulweg stehen bleibt, wenn das geltende Straf‑, Polizei‑, Ordnungs‑ und Baurecht Möglichkeiten zur Einzelfallprüfung und zum Einschreiten vorsieht.

Hürth und seine Stadtteile sollen Orte sein, an denen alle Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste der Stadt ohne permanente Konfrontation mit rassistischer Hetze leben und sich aufhalten können und in denen rechtsextreme Parolen im Ortsbild nicht zur Normalität werden. Dafür setzen wir mit dieser Petition ein deutliches, aber rechtsstaatlich fundiertes Zeichen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Kristina Hunger, Hürth
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 09.05.2026
Sammlung endet: 08.11.2026
Region: Hürth
Kategorie: Minderheitenschutz

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Neuigkeiten

  • Vielen Dank für eure große Unterstützung – durch Unterschriften, das Teilen der Petition und viele ermutigende Kommentare. Das gibt uns allen Rückenwind und zeigt, dass Hürth klar für ein respektvolles, weltoffenes Miteinander steht.

    Parallel zur rechtlichen Prüfung können wir als Nachbarschaft und Stadtgesellschaft selbst aktiv werden und ein positives, demokratisches Ortsbild stärken. Unter den Unterstützenden sind so viele kreative Menschen aus Hürth – dieses Potenzial möchten wir gerne gemeinsam nutzen.

    Wir laden euch daher ein, Ideen zu sammeln, wie wir unsere weltoffene Haltung sichtbar machen können:
    – Ein „Fest der Demokratie“ oder ein Nachbarschaftsfest für Vielfalt und Respekt?
    – Bunte Steine oder andere sichtbare Zeichen im Straßenraum – ähnlich wie in der Corona‑Zeit, aber mit klarer Botschaft für Demokratie?
    – Selbst gestaltete Plakate, Banner oder Fensteraktionen für Vielfalt und gegen Hass?

    Schreibt eure Vorschläge gerne als Kommentar zur Petition oder sprecht uns oder die Initiative "Über uns – Wir sind Hürther direkt an. Wir aus der Nachbarschaft koordinieren die Ideen und schauen, was sich gemeinsam konkret umsetzen lässt.

    Vielen Dank, dass ihr Hürth mit uns bunt, demokratisch und weltoffen haltet.

  • Richtig super: Wir haben schon 285 Unterstützende zusammen. Das gibt einen tollen Rückenwind für die Ratssitzung morgen. Leider ist es zu spät, um die Angelegenheit noch offiziell auf die Tagesordnung setzen zu lassen. Unter „Verschiedenes“ kann das Thema aber von einem Ratsmitglied aufgegriffen und eine Information oder Aussprache angestoßen werden. Je mehr Stimmen wir erzeugen, desto wahrscheinlich wird die Befassung.

    Ja, es gibt Bedenken, ob man rechtlich überhaupt gegen die Fassadengestaltung vorgehen kann. Hoffnung schöpfen wir Nachbarinnen und Nachbarn aus einer Entscheidung des OVG NRW: Oberverwaltungsgericht NRW, 5 B 167/23

    Dort heißt es sinngemäß, dass allein das öffentliche Zeigen der Reichsflagge (Farbenfolge Schwarz‑Weiß‑Rot) noch keine Gefahr für die öffentliche Ordnung im Sinne von § 14 Abs. 1 OBG NRW begründet. Eine solche Gefahr kann sich aber aus dem Gesamtkontext der Verwendung der Flagge ergeben. Es müssen Umstände hinzutreten, die darauf schließen lassen, dass zu Einschüchterung, Diskriminierung und Gewalt aufgerufen wird.

    Reichsflaggen sind auf der Fassade reichlich vorhanden. Das ist nicht die strafrechtliche, sondern die verwaltungsrechtliche Schiene – und über diese lässt sich auch eine Unterlassung erreichen. Außerdem kann geprüft werden, ob eine Hausfassade überhaupt dauerhaft als politisches Manifest genutzt werden darf, also ob baurechtliche oder ordnungsrechtliche Grenzen überschritten sind. Strafanzeigen wegen Volksverhetzung (§ 130 StGB) wurden inzwischen ebenfalls mehrfach gestellt.

    Damit unser gemeinsames Zeichen aus der örtlichen Gemeinschaft noch stärker wahrgenommen wird und die Verwaltung die Angelegenheit erneut und gründlich prüft, wäre es großartig, wenn Du hilfst, die Online‑Petition weiter in Hürth zu verbreiten.

    Sehr gerne können auch mehrere Mitglieder einer Familie unterzeichnen.

    Vielen Dank für Deine Unterstützung!

Warum Menschen unterschreiben

ja und das sofort.

Ich wohne in Hürth, habe Kinder.

Gegen Rechtsextremismus

Ich möchte gegen den Rassismus in der Welt ankämpfen und hasserfüllten Taten ein Ende setzen.

Rechte Parolen dürfen nicht toleriert werden! Besonders nicht in Schulnähe!

Werkzeuge für die Verbreitung der Petition.

Sie haben eine eigene Webseite, einen Blog oder ein ganzes Webportal? Werden Sie zum Fürsprecher und Multiplikator für diese Petition. Wir haben die Banner, Widgets und API (Schnittstelle) zum Einbinden auf Ihren Seiten. Zu den Werkzeugen

Übersetzen Sie jetzt diese Petition

Neue Sprachversion

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern