1.642 Unterschriften
Petition richtet sich an: Landesjustizprüfungsamt Bayern
Die Gebühr für den Verbesserungsversuch im juristischen Staatsexamen in Bayern wurde zu kurzfristig eingeführt und trifft insbesondere den aktuellen Examensjahrgang unvorbereitet. Die Info ist eher durch Zufall an die Referendar*innen durchgedrungen, ohne dass zudem die JAPO dementsprechend bis jetzt offiziell geändert worden ist.
Unser zentrales Anliegen:
Einführung einer Übergangsfrist (mindestens für die Jahrgänge 2025/1 bis 2026/1)
⚖️ Begründung:
- Kein Vertrauensschutz: Examen 2025/1 und 2025/2 wurde im Vertrauen auf einen kostenfreien Verbesserungsversuch geschrieben
- Zu kurzfristige Umsetzung: Keine Möglichkeit, Rücklagen zu bilden oder Nebentätigkeit auszuüben
- Finanzielle Belastung: Hohe Kosten bei gleichzeitig niedriger Unterhaltsbeihilfe, welche bei Bestehen der Prüfung zu dem auch wegfällt und das Arbeitslosengeld meist das Existenzminimum nicht decken kann
- Zusätzliche Ausgaben: Neue Kommentare/Lernmaterialien für Verbesserungsversuch notwendig
- Nach Referendariat Einkommenslücke: Nur begrenzte finanzielle Mittel mit ALG bis zum Berufseinstieg
- Kurze Frist zur Anmeldung: Kaum realistisch, kurzfristig mehrere hundert Euro aufzubringen
- Chancengleichheit gefährdet: Verbesserungsversuch darf nicht vom Geld abhängen und darf nicht Sozialschwächere die Chancen für eine Berufskarriere verbauen
- Erhöhter Prüfungsdruck: Wegfall der „zweiten Chance“ ohne finanzielle Hürde
📢 Fazit:
Die Gebühr mag grundsätzlich nachvollziehbar sein – ihre sofortige Anwendung ist es nicht.
👉 Fair wäre eine Einführung erst für zukünftige Jahrgänge, die sich von Beginn an darauf einstellen können und somit auch von Beginn an etwas ansparen können.
Für eine faire Übergangsregelung und echten Vertrauensschutz!
Begründung
Als Rechtsreferendar*innen sind wir direkt betroffen: Viele haben das Examen 2025/1 und 2025/2 im Vertrauen darauf geschrieben, dass der Verbesserungsversuch kostenfrei bleibt. Die nun kurzfristig eingeführte Gebühr trifft uns unvorbereitet.
Mit der geringen Unterhaltsbeihilfe, hohen Kosten für Lernmaterialien und der Einkommenslücke nach dem Examen ist es für viele kaum möglich, kurzfristig mehrere hundert Euro aufzubringen. Die kurze Anmeldefrist verschärft das Problem zusätzlich.
Für einige bedeutet das: kein Verbesserungsversuch – nicht wegen fehlender Leistung, sondern wegen fehlender finanzieller Mittel.
Das gefährdet die Chancengleichheit. Deshalb braucht es dringend eine Übergangsregelung.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
01.04.2026
Sammlung endet:
30.09.2026
Region:
Bayern
Kategorie:
Bildung
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