Würde statt Ware – Für ein Ende der Qualzucht und der qualvollen Enge in der Hühnerhaltung!

Petition richtet sich an
Alois Rainer - Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat; Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat - BMEL; Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages; Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages

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518 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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Petition richtet sich an: Alois Rainer - Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat; Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat - BMEL; Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages; Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft des Deutschen Bundestages

Ethische Verantwortung statt industrieller Ausbeutung
In einer werteorientierten und verantwortungsbewussten Gesellschaft sollte das Wohlergehen derer, die unserer Obhut anvertraut sind, ein zentraler Maßstab für Erfolg sein. Doch die Realität der industriellen Geflügelzüchtung steht diesem Anspruch im krassen Widerspruch gegenüber.
Es zeigt sich ein erschreckendes Bild staatlich geduldeter Ausbeutung, bei der Leid nicht nur in Kauf genommen wird, sondern fest in die Biologie der Tiere eingeschrieben ist. Die Qual beginnt bereits vor der industriellen Haltung; sie ist das Fundament der spezialisierten Hochleistungsrassen, die rein auf maximalen Profit hin "konstruiert" wurden.
Die Hochleistungszucht ist ein globales Monopolgeschäft. Selbst in der Bio-Haltung bleibt das Hochleistungshuhn eine Gefangene seiner eigenen Genetik. Die Qual ist in die Zellen eingebaut – ein Konstruktionsfehler der Industrie, den kein noch so großes Gehege heilen kann.

Das Leid der Hochleistungs-Legehennen:

  • Extreme Kalziumausbeutung: Da der Körper die enormen Mengen an Kalk für die Eierschalen nicht allein über das Futter aufnehmen kann, wird das Tier buchstäblich entkalkt. Der Organismus entzieht den eigenen Knochen die Substanz, was zu massiver Osteoporose führt.
  • Systemische Knochenbrüche: Infolge der Entkalkung werden die Skelette so instabil, dass wissenschaftliche Studien bei einem Großteil der Tiere schmerzhafte Brüche, insbesondere des Brustbeins, belegen.
  • Gynäkologische Qualen: Die unnatürliche Dauerproduktion führt bei unzähligen Tieren zu massiven Legedarmentzündungen und Kloakenstülpungen – ein langsamer, oft unbemerkter Tod bei vollem Bewusstsein.

Eine Industrie, die Vögel züchtet, deren Körper zwangsläufig an der eigenen Leistung zugrunde gehen, liefert das Zeugnis ihres eigenen ethischen Bankrotts ab.

  • Zweifache Qual - Genetik und Haltung: Zusätzlich zur genetischen Qualzucht ist das Leben der über 49 Millionen Hühner in Deutschland durch Haltungsbedingungen geprägt, die ihre Würde systematisch missachten. 
  • Bodenhaltung als Massenphänomen & Käfighaltung unter neuem Namen: In Gruppen von bis zu 6.000 Tieren teilen sich 9 Hennen einen Quadratmeter. Pro Tier bedeutet das etwa 1.111 cm² – kaum mehr als ein DIN-A4-Blatt. In dieser Enge ist kein normales Sozialverhalten möglich, was zu Dauerstress führt. Die Hallen bestehen meist nur zu einem Drittel aus Einstreu. Der Rest sind perforierte Kunststoff- oder Metallgitter, die bei den Tieren oft schmerzhafte Ballengeschwüre und Verletzungen verursachen. In sogenannten „Kleingruppen-Käfigen“ stehen einem Huhn lediglich 800 cm² zur Verfügung. Grundbedürfnisse wie Scharren, Flattern oder Sandbaden sind hier physisch schlicht unmöglich.

Das Leid in der Hühnermast - wenn Wachstum zur Qual wird:
In der industriellen Mast sind Hühner auf ein Wachstum programmiert, das ihre biologischen Kapazitäten sprengt und den Körper systematisch zerstört: Das Skelett bricht unter der unnatürlichen Last der Fleischmassen zusammen, noch bevor das Tier ausgewachsen ist.

  • Der Körper als Gefängnis: Durch die Selektion auf extrem schnelles Muskelwachstum (insbesondere der Brust) kommt es häufig zu systemischen Schmerzen, Skelettproblemen, Beinschwächen und Herz-Kreislauf-Versagen, da das Skelett und die Organe nicht mit dem Gewichtszuwachs Schritt halten können. Turbo-Mast-Rassen nehmen > 60 g pro Tag an Gewicht zu. Das Skelett und die inneren Organe kommen mit diesem unnatürlichen Tempo nicht mit.
  • Der manipulierte Instinkt: Um diese Zuwachsraten zu erzwingen, wurde den Tieren das natürliche Sättigungsgefühl weggezüchtet. Besonders grausam zeigt sich dies bei den Elterntieren. Damit sie nicht an ihrem eigenen Erbgut zugrunde gehen, werden sie auf strenger Diät gehalten – was für sie lebenslangen, chronischen Hunger bedeutet.
  • Die Enge der Entwürdigung: Besatzdichten von bis zu 42 kg/m² bedeuten eine deutliche Botschaft der Geringschätzung. In dieser Enge stehen die Hühner permanent in ihren eigenen Ausscheidungen, was zu schmerzhaften Fußballenätzungen führt und jede natürliche Verhaltensweise im Keim erstickt.

Hühner sind intelligente und sensible Wesen mit bemerkenswerten kognitiven Fähigkeiten, komplexen sozialen Strukturen und feinen Sinnen.

Das System der Hochleistungshühnerzucht verletzt die Würde dieser Tiere auf fundamentale Weise.
Sie werden nicht als fühlende Individuen mit eigenen Bedürfnissen anerkannt, sondern zu biologischen Rohstoffen degradiert, deren einziger Wert in ihrer maximalen Verwertbarkeit liegt.

Dieses Unrecht setzt sich in der industriellen Haltung fort, wo die Tiere in qualvoller Enge vegetieren müssen, die ihnen jegliches natürliche Verhalten verwehrt und den körperlichen Zusammenbruch ihrer ohnehin überzüchteten Organismen aktiv begünstigt.

Rechtlicher Tatbestand: Die dadurch systematisch herbeigeführten Schäden erfüllen zweifelsfrei den Tatbestand der Qualzucht gemäß § 11b des Tierschutzgesetzes.

Begründung

Unsere Kernforderungen:

  1. Verbot der Qualzucht: Ein konsequentes Ende der Züchtung und Haltung von Hochleistungshühnern, deren Körperbau zwangsläufig zu systemischen Schmerzen und Organversagen führt.
  2. Eine unteilbare Ethik: Unser Mitgefühl darf nicht an Profitinteressen enden. Wir fordern eine Agrarpolitik, die erkennt, dass die industrielle Nutzung von Qualzuchtrassen mit der Würde des Lebens schlicht unvereinbar ist.
  3. Heimat für alle Hühner: Wer von „Heimat“ spricht und gleichzeitig zulässt, dass Lebewesen in industrialisierten Systemen bis zum körperlichen Zusammenbruch ausgebeutet werden, missbraucht diesen Begriff. Eine Heimat, die auf systematischer Qual basiert, verdient Kritik, keine Verklärung. Wer von „Heimat“ spricht, darf diese Qual nicht legalisieren.
  4. Ethische Weiterentwicklung hin zu autarken, lebensfähigen Hühnern: Wir fordern die Rückkehr zu autarken, lebensfähigen Rassen, bei denen einzig die Gesundheit und das Wohlergehen der Tiere maßgeblich sind. Was Menschen von Hühnern erhalten, ist nur dann ethisch vertretbar, wenn die Tiere selbst alles haben, was sie brauchen: einen gesunden Körper, weiten Raum zur Entfaltung ihrer Instinkte und die Freiheit, ihre Lebensfreude in einer vielfältigen Umgebung auszudrücken. Zu einem gesunden Körper gehört, dass die Legeleistung auf maximal 50 Eier pro Jahr begrenzt bleibt. Er braucht natürliche Ruhepausen – einen entspannten biologischen Rhythmus, der während des Gefiederwechsels und im Winter ein Innehalten des Legens erlaubt und die vollständige Regeneration der Kalziumspeicher ermöglicht. Wir fordern diese Grenze als unumstößliches Maß der Tiergesundheit. Zu einem gesunden Körper der männlichen Tiere gehören zwingend ein synchrones Wachstum mit einer langsamen, natürlichen Entwicklung sowie ein intaktes, natürliches Sättigungsgefühl. Skelett und Organe müssen die notwendige Zeit erhalten, sich gesund und stabil auszubilden, um ein gesundes Leben in Bewegung zu ermöglichen. 
  5. Erübrigung der qualvollen Enge: Die qualvolle Enge muss sich durch eine grundlegende Neugestaltung der Haltung erübrigen. Eine tierwohlfokussierte Hühnerhaltung erfordert Raum und Struktur. Wir fordern naturnahe Umgebungen, in denen Bewegung, Schutz, soziales Miteinander und die Erfüllung instinktiver Bedürfnisse eine Selbstverständlichkeit sind. "Naturnah“ bedeutet: Es ist nicht nur „Platz“ vorhanden, sondern dieser Platz ist so gestaltet, dass alle Hühner ihr natürliches Verhaltensrepertoire voll ausschöpfen können. 
  6. Überschaubare Gruppengrößen: Wir fordern überschaubare Gruppengrößen, die ein stabiles soziales Gefüge ermöglichen, in dem jedes Tier Sicherheit und Orientierung findet. Nur wer das bieten kann, darf Verantwortung für Hühner übernehmen.
  7. Stärkung gesunder Alternativen: Wir rufen Sie auf, Verantwortung für eine klima- und tierwohlfreundliche Ernährungspolitik zu übernehmen. Wir verlangen dringend einen klaren Fokus auf pflanzliche Ernährung sowie eine massive Stärkung des Anbaus von pflanzlichen Kulturen für die menschliche Ernährung. Es gilt, das enorme Potenzial pflanzlicher Proteine aktiv auszuschöpfen, um einen echten Beitrag für den Tierschutz und die Umwelt zu leisten. Die Etablierung pflanzlicher Proteinquellen vereint eine umfassende ethische Verantwortung mit wirtschaftlicher Vernunft. Wie der erfolgreiche Ausbau des Anbaus von hochwertigem, heimischem Speisesoja bereits zeigt, entstehen hier zukunftsfähige Wertschöpfungsketten, die eine eigenständige Versorgung sichern. Die daraus resultierende drastische Senkung und im besten Fall vollständige Erübrigung des Interesses an „tierischen Erzeugnissen“ ist ein wesentlicher Baustein für eine verantwortungsbewusste Gesellschaft, in der die Ausbeutung von sogenannten „Nutz“tieren und somit menschengemachtes Tierleid nicht mehr vorkommen. Mit dem konsequenten Ausbau gesunder pflanzlicher Proteinquellen schaffen wir ab sofort ein System, in dem Tierschutz und Genuss Hand in Hand gehen – und beenden die Notwendigkeit jeglicher Qualzucht im Hier und Jetzt.

„Herr Minister Rainer, wir müssen Tierschutz endlich als das behandeln, was er ist:
Ein verfassungsrechtliches Staatsziel und ein Maßstab unserer Menschlichkeit.

Es ist Zeit, die systematische Entfremdung der Tiere von ihrer eigenen Natur zu beenden.
Verbieten Sie Qualzucht, die Schmerzen, Stress und körperliche Schäden bei Hühnern genetisch vorprogrammiert.

Jedes Tier hat ein Recht auf einen unversehrten Körper.
Schaffen Sie gesetzliche Standards entsprechend unserer Kernforderungen.

Wir fordern Achtung vor allem Leben. Tierliebe, Verantwortung und Würde müssen die Leitplanken Ihrer Politik sein, nicht die Gewinnmargen der Zuchtkonzerne.
Beenden Sie das System der Qualzucht und der qualvollen Enge!“

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Mirjam Brenner, Eppingen
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 20.02.2026
Sammlung endet: 16.11.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Tierschutz

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Tiere, die genetisch auf maximale Ausbeutung getrimmt sind (über 300 Eier/Jahr oder 2kg Fleisch in 35 Tagen), leiden unter systemischer Immunschwäche. Die Folge ist ein enormer Einsatz von Antibiotika, der die Entstehung multiresistenter Keime befeuert. Es muss aufhören, dass Lebewesen massiv ausgebeutet werden und Antibiotika brauchen, weil sie krank- und qualgezüchtet sind und nur so die Qual bis zum Profitstadium überstehen, weil das zutiefst grausam ist.

Noch kein CONTRA Argument.

Warum Menschen unterschreiben

let me insert the link to J.M. Coetzee "The Glass Abattoir". That should give the deeper meaning of this petition. But if you only want a few words, we do not have to make millions of animals suffer just because we want to eat meat. If we want to eat meat, we should at the very least, get a knife and slaughter the animal ourself.

Tiere sind keine Waren, sondern fühlende Geschöpfe!!!

Weil ich selbst Hühner in meinem Garten halte . Es sind unglaublich liebenswerte und schlaue Tiere, die es wie jedes Lebewesen verdient haben, respektvoll behandelt zu werden.

Es ist einfach unfassbar, dass Menschen die DENKEN und handeln können, hilflosen, aber empfindenden Lebewesen so etwas antun dürfen.

Ich habe selber Hühner. Sie haben alle ihren eigenen Charakter und wenn ich sehe, wie viel sie am Tag laufen will ich mir gar nicht vorstellen, wie es Hühnern in Qualzucht geht.

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