Manifest zur zukunftsorientierten Transformation Deutschlands / zum Ausbau der Tesla Gigafactory

Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

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230 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Deutschland hat die Chance, aktiver Teil und nicht nur stiller Beobachter in diesem unaufhaltsamen globalen Transformations-Prozess zu sein.

Doch die Politik ist mehr um den Erhalt des Status Quo denn um eine Weiterentwicklung bemüht.

Die Tesla Gigafactory in Grünheide ist dagegen ein greifbares Symbol. Sie ist Fertigungsstätte des erfolgreichsten Autos unserer Zeit, dem Model Y. Nach einer Ankündigung könnte sie der größte europäische Industriekomplex zur Produktion fortschrittlicher Batterien, humanoider Roboter, vollelektrischer Lastkraftwagen und Robo-Taxis werden. Geplant sind eine hohe regionale Fertigungstiefe und vielen tausend neue Arbeitsplätze vor der Haustür der Bundeshauptstadt Berlin.

Schon heute ist das Tesla Werk als größter Arbeitgeber der Region ein Hoffnungsträger für die in Mitleidenschaft geratene deutsche Automobilindustrie. Doch könnte hier weit Größeres entstehen.

Wir fordern Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft auf, den angekündigten Ausbau der Tesla Gigafactory Grünheide aktiv zu unterstützen — auf Basis ökologischer Verantwortung, sozialer Gerechtigkeit und demokratischer Transparenz. Die Politik muss sich konsequent Abwenden vom fossilen Zeitalter und offen sein gegenüber technologischen Neuerungen. Doch wenn heute von “Technologieoffenheit” gesprochen wird, dann meinen viele eine Verwässerung eigentlich alternativloser Wege. Um auch in Deutschland wettbewerbsfähig zu sein, ist eine klare Ausrichtung gefragt. Sie sollte an tatsächlichen ökologischen und technologischen Entwicklungen zum Wohle der Menschen und der Umwelt ausgerichtet sein, nicht länger an kurzfristigen Rendite-Interessen.

Präambel

Die Welt befindet sich in einer epochalen technologischen Transformation durch erneuerbare Energien, deren Speicherung und Nutzung, Robotik und künstliche Intelligenz. Das verändert nicht nur die industrielle Produktion, sondern auch die Alltags- und Arbeitswelt der Menschen. Es wird zu tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen kommen.

Deutschland hat die Chance, aktiver Teil und nicht nur stiller Beobachter in diesem unaufhaltbaren globalen Prozess zu sein.

Die Tesla Gigafactory in Grünheide ist ein greifbares Symbol dafür. Sie ist nicht nur Fertigungsstätte des erfolgreichsten Autos unserer Zeit, dem Model Y. Nach einer aktuellen Ankündigung von Teslas CEO Elon Musk könnte sie der größte europäische Industriekomplex zur Produktion fortschrittlicher Batterien, humanoider Roboter, vollelektrischer Lastkraftwagen und Robo-Taxis werden. Tesla plant den Ausbau zu einem einzigartigen Standort für Innovation, nachhaltige Industrie und zukunftsweisende Technologien mit hoher Fertigungstiefe und vielen tausend neuen Arbeitsplätzen vor der Haustür der Bundeshauptstadt Berlin.

Dieses Manifest dient einer konstruktiv-kritischen Begleitung bei einer grundsätzlichen Unterstützung des Vorhabens.

Im 2019 formulierten Horber Appell hieß es: „Insbesondere im Hinblick auf den Themenkomplex der Mobilität muss die absolute Priorität auf die Vermeidung von Treibhausgas-Emissionen liegen... dem Ausbau der Elektromobilität in Kopplung mit dem Ausbau von Erneuerbaren Energien sowie lokalen wie auch zentralen Stromspeichermöglichkeiten absolute Priorität eingeräumt werden."
In Fortschreibung dieses Appells richtet sich dieses Manifest als offener Aufruf an Unternehmen, Beschäftigte, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und politische Vertreter:innen.

Begründung

Manifest zur zukunftsorientierten Transformation Deutschlands

Unsere fünf Grundprinzipien:

1. Technologische Verantwortung — Technologie muss dem Menschen dienen. Innovation ist wichtig. Ihre Entwicklung und ihr Einsatz müssen an sozialen, ethischen und ökologischen Maßstäben ausgerichtet sein.

2. Ökologische Nachhaltigkeit — Industrieansiedlungen, Produktion und Lieferketten sind so zu gestalten, dass sie Klima- und Naturschutz respektieren und zur Energiewende beitragen.

3. Sozialer Frieden und Teilhabe — Arbeitsplatzsicherheit, faire Löhne, Weiterbildung und Mitbestimmung stehen nicht im Widerspruch zu technologischem Fortschritt — sie sind sein Fundament.

4. Demokratische Transparenz — Entscheidungen über Technologie, Infrastruktur und KI-Richtlinien müssen offen geführt und demokratisch legitimiert sein.

5. Internationale Verantwortung — Entwicklungen in KI und Robotik haben globale Folgen. Europäische Standards für Sicherheit, Werte und Menschenrechte sind zu berücksichtigen.

Konkrete Forderungen

Verantwortungsvolle Weiterentwicklung des Standorts Grünheide

  • Produktionserweiterungen sollen ökologische Prüfungen, Mitbestimmungs- und Arbeitsstandards einhalten sowie lokale Wertschöpfung sichern.
  • Der durch Tesla begonnene Weg von Ausgleichsmaßnahmen wie Aufforstung mit Laubbäumen, Schaffung regenerativer Energiequellen, Energiespeicherung und Wasserschutz ist zwingend fortzusetzen.

Förderung einer menschenzentrierten KI

  • Bei der Entwicklung und dem Einsatz von KI-Systemen müssen Transparenz, Nachprüfbarkeit, Nichtdiskriminierung und Sicherheitsprüfungen verpflichtend sein.

Stärkung demokratischer Partizipation

  • Betriebsräte, lokale Gemeinden und Umweltverbände sind frühzeitig und ernsthaft in Planungsprozesse einzubeziehen. Einflussnahmen, gleich welcher Herkunft, dürfen nicht die demokratische Legitimation ersetzen.

Öffentlich-private Partnerschaften für Ausbildung und Forschung

  • Es gilt Investitionen in Aus- und Weiterbildung, Forschung und Pilotprojekte zu tätigen und die Beschäftigten zu befähigen, von der Transformation zu profitieren.

Klarer gesellschaftlicher Diskurs, keine Nähe zu autoritären oder extremistischen Kräften

  • Technologische Fortschritte sollen gesellschaftlich breit getragen werden — nicht instrumentalisiert durch Akteur:innen , deren Programm die demokratische Gesellschaft untergräbt.

 
Unsere Verpflichtung 

Was wir tun werden

  • Manifest öffentlich tragen: Wir sammeln Unterzeichnende aus der Bevölkerung, Wissenschaft, Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen.
  • Dialogveranstaltungen: Wir organisieren Panels und Workshops um an den Prozessen interessierte Menschen zusammenzubringen (z.B. die elektrische COMMUNITY (18.-20.9.2026 in Fulda)
  • Transparenz: Wir teilen Informationsangebote zu Plänen, Prüfberichten und Beschäftigungsbedingungen.
  • Bildungsoffensive: Wir initiieren Bildungsangebote und Weiterbildungsprogramme, um Akteur:innen fit für die Zukunft zu machen.

 
Was wir nicht tun werden

  • Wir wollen keine verdeckte oder irreführende Einflussnahme auf einzelne Personen.
  • Wir arbeiten nicht mit Akteur:innen zusammen, die offen demokratiefeindlichen oder menschenverachtenden Positionen vertreten.
  • Wir instrumentalisieren keine Technologie für autoritäre, rassistische oder ausgrenzende Ziele.

 
Appell & Aufruf zum Mitmachen

Wir rufen alle auf, die an einer verantwortungsvollen technologischen Zukunft in Deutschland interessiert sind, dieses Manifest zu unterstützen.

  • Unterzeichne das Manifest 
  • Teile die Forderungen in deinen Netzwerken.
  • Bring dich in den Dialog ein (Austauschtreffen, Expert:innenpanels, Online-Foren…).
  • Unterstütze Bildungs- und Weiterbildungsprojekte.

 
Dieses Manifest ist bewusst offen: Es soll wachsen und von einer möglichst breiten, pluralen Gesellschaft getragen werden.

Wer unterschreibt, erklärt sich mit der Ausrichtung dieses Manifests einverstanden und unterstützt die konkrete Umsetzung der oben beschriebenen Schritte.
 
 Schlussbemerkung

Technologie allein verändert nichts — Menschen tun es. Wenn industrielle Innovationen, KI-Entwicklung und gesellschaftlicher Zusammenhalt gemeinsam gedacht und gestaltet werden, kann Deutschland Standort einer gerechten, nachhaltigen und demokratisch legitimierten Zukunft sein. Dieses Manifest ist unser Angebot: Wir wollen mitgestalten — offen, transparent und im Dienst einer gerechten Zukunft.

Initiative: elektrische COMMUNITY · www.elektrische-community.de

📚 Quellenangaben zur Petition
[1] Model Y – meistverkauftes Auto der Welt 2023: https://www.electrive.net/2024/01/31/marktanalysten-bestaetigen-tesla-model-y-war-2023-meistverkauftes-auto/
[2] Elon Musk zur Expansion der Gigafactory Grünheide : https://teslamag.de/news/aktuell-tesla-koennte-cybercab-laut-musk-in-deutschland-bauen-aber-nur-ohne-ig-metall-66438
[3] Interview Elon Musk / André Thierig : https://temagazin.de/e-mobilitaet/die-tesla-gigafactory-berlin-brandenburg/
[4] Horber Appell 2019 https://temagazin.de/e-mobilitaet/horber-appell/

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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 17.03.2026
Sammlung endet: 16.09.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Wirtschaft

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Neuigkeiten

Zur Motivation für das Manifest hat Timo Schadt ein interview gegeben:

Das ist eine nicht arbeiternehmerfreundliche Firma. Der Bau der gesamten Factory ist alles andere als umweltfreundlich. 👎

Warum Menschen unterschreiben

1. ICH bin mit 74 Lenzen noch recht Technik affin...
2. ICH fahre zwar KEINEN TESLA aber einen
KIA EV6 und diesen bereits seit 03/24 mit 27800 km unten den Pneus.
3. Nicht nur aus meinem laienhaften und allgemeinen Interesse an der Technik aller E - Karren, muss Deutschland endlich einmal aus den Puschen kommen und hier mit TESLA versuchen, die verpennten mindestens 20 Jahre der Entwicklung an deutschen PREMIUMMARKEN - der deutschen Automobilität wenigstens etwas mehr als bisher in den Griff zu bekommen.
Denn der chinesische/asiatische Markt verkauft uns noch immer diese wesentlich besser grundausgestatteten wie preiswerteren oder mit allen Seriendetails versehenen Pkw, wo man in der Welt deutscher Premiummarken zusätzliche Aufpreislisten berappen muss...

Weil die Giga BB wichtig ist für den Autostandort

Weil sie aussagt, was auch ich denke

Mario Ellerbrock

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