Pflegekammer NRW aussetzen – Pflegekräfte befragen statt Mangel verwalten

Petition richtet sich an
Der Präsident des Landtags NRW, Der Landtag Nordrhein-Westfalen, Ausschüsse für Gesundheit und Pflege

11.244 Unterschriften

35 %
10.161 von 29.000 für Quorum in Nordrhein-Westfalen Nordrhein-Westfalen

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  1. Gestartet 18.02.2026
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Petition richtet sich an: Der Präsident des Landtags NRW, Der Landtag Nordrhein-Westfalen, Ausschüsse für Gesundheit und Pflege

Wir fordern den Landtag Nordrhein-Westfalen auf:

  1. die Arbeit der Pflegekammer NRW auszusetzen,
  2. eine unabhängige, transparente Neubewertung ihres Nutzens für die pflegerische Versorgung und die Arbeitsrealität der Pflegekräfte vorzunehmen,
  3. die Pflegekräfte selbst verbindlich einzubeziehen, etwa durch eine echte, faire und transparente Befragung der Berufsgruppe,
  4. die Verantwortung für strukturelle Probleme nicht an eine Kammer auszulagern, sondern sie politisch zu übernehmen,
  5. wirksame Maßnahmen zur Entlastung, Personalbemessung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen in den Mittelpunkt zu stellen.

Pflegekräfte brauchen keine zusätzliche Verwaltung eines Mangels. Sie brauchen reale Entlastung, verlässliche Rahmenbedingungen und politische Verantwortung.

Begründung

Pflegekräfte erleben seit Jahren einen zunehmenden strukturellen Mangel: zu wenig Personal, hohe Arbeitsverdichtung, steigende Verantwortung – bei gleichzeitig kaum spürbaren Verbesserungen der Arbeitsbedingungen.

Viele Pflegekräfte leiden dabei nicht an fehlender Bereitschaft zur Verantwortung, sondern an den alltäglichen Arbeitsbedingungen:
ständiges kurzfristiges Einspringen aus dem Frei, häufige Wechsel zwischen Früh-, Spät- und Nachtdiensten innerhalb einer Woche, fehlende verlässliche Dienstpläne sowie die permanente Erwartung, Ausfälle im System individuell auszugleichen.

Diese Belastungen führen zu Erschöpfung, Planungsunsicherheit und gesundheitlichen Folgen. Sie sind ein wesentlicher Grund dafür, warum Pflegekräfte den Beruf verlassen oder ihre Arbeitszeit reduzieren. Sie entstehen nicht durch mangelnde Professionalität, sondern durch chronischen Personalmangel und fehlende strukturelle Absicherung.

Dieser Mangel ist politisch seit Jahren bekannt – und wird dennoch bislang nicht wirksam behoben.

Mit der Pflegekammer NRW entsteht für viele Pflegekräfte der Eindruck, dass diese strukturellen Probleme nicht gelöst, sondern verwaltet werden.

Statt spürbarer Entlastung erleben sie verpflichtende Registrierung, Beitragsbescheide, Mahnungen und Vollstreckungsandrohungen sowie wachsende Nachweis-, Dokumentations- und Fortbildungspflichten – bei weiterhin unveränderten Rahmenbedingungen im Arbeitsalltag.

Gerade in einem Mangelsystem entfalten Kontroll- und Verwaltungsinstrumente eine besondere Wirkung:

Sie erhöhen den Druck auf die einzelne Pflegekraft, ohne die Versorgungssituation zu verbessern. Die Verantwortung für systemische Defizite droht dadurch schleichend von der Politik auf die Berufsangehörigen verlagert zu werden.

Viele Pflegekräfte fühlen sich bis heute nicht verbindlich und demokratisch legitimiert vertreten. Die Einführung der Pflegekammer erfolgte ohne eine klare, verbindliche Zustimmung der Berufsgruppe und ohne erneute Beteiligung trotz anhaltender Kritik und Proteste – obwohl Pflegekräfte diejenigen sind, die die Konsequenzen unmittelbar tragen müssen: fachlich, finanziell und persönlich.

Diese Petition ist wichtig, weil sie deutlich macht: Pflegekräfte lehnen Verantwortung nicht ab. Sie erwarten jedoch, dass politische Verantwortung dort wahrgenommen wird, wo die strukturellen Steuerungs- und Entscheidungskompetenzen liegen – und nicht an eine Pflegekammer ausgelagert wird, die diese Hebel nicht besitzt.

Pflege wirksam zu stärken bedeutet nicht, zusätzliche Verwaltung in einem Mangelsystem aufzubauen. Es bedeutet, Entlastung zu schaffen, Personal zu sichern und Arbeitsbedingungen spürbar zu verbessern.

Dafür braucht es Transparenz, echte Beteiligung der Pflegekräfte – und den ehrlichen politischen Willen zur Veränderung

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Monika Sonnenberg, Emsdetten
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 18.02.2026
Sammlung endet: 17.08.2026
Region: Nordrhein-Westfalen
Kategorie: Gesundheit

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Ich brauche keine Pflegekammer, die kassiert, aber nix für die Pflegenden tut. Ich arbeite nicht mal mehr in der Pflege. Mit Druck , Drohungen , Verpflichtungen & Inkasso - gegen Pflegende ! - gehört abgeschafft !

Eine Pflegekammer stärkt die professionelle Selbstverwaltung der Pflege – unabhängig von Politik und Trägerinteressen. Sie gibt Pflegenden eine starke, einheitliche Stimme, fördert verbindliche Qualitätsstandards, sichert Fort- und Weiterbildungen und wertet den Beruf langfristig auf. So wird Pflege kompetenter vertreten und die Versorgung nachhaltig verbessert.

Warum Menschen unterschreiben

Unnütze Organisation, die keinerlei Kompetenzen hat und nur den Pflegekräften mit dem Zwangsbeitrag das oft ohnehin schon schmale Gehalt noch mehr schmälert.

Weil die Pflegekammer eine Zwangskammer ohne Befugnisse oder rechtlich wirksamen Eingreifens ist. Aie ist nur Beratung. Und beraten können auch Experten oder sonst wer. Die Politik hört eh nicht drauf.

Wir benötigen mehr Pflegekräfte, die wieder Zeit für den einzelnen Menschen haben.
Wir benötigen eine Pflegeausbildung die alle Bereiche abdeckt, das funktioniert nicht in der neuen Ausbildung.
Die Schüler sind unzufrieden, kann man auf Verdi nachlesen.
Pflegekräfte verlassen zunehmend den Beruf.
Wobei kann die Pflegekammer wirklich helfen um Probleme zu lösen?
Was finanziere ich mit 1,70? Dinge die für uns als Pflegekräfte wichtig sind?
Unsere Stimme ist wichtiger den je.

Weil ich selbst entscheiden möchte ob ich zu einer Kammer dazu gehören möchte oder nicht,das hier ist alles aufgezwungen,meine persönliche Daten wurden verwendet ohne mich zu fragen und jetzt muss ich noch dafür bezahlen. Nein,danke

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