88 Unterschriften
Petition richtet sich an: Erster Bürgermeister der Gemeinde Vaterstetten; Gemeinderat Vaterstetten; Landkreis Ebersberg; Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB)
Unsere Petition richtet sich an:
- den Ersten Bürgermeister der Gemeinde Vaterstetten
- den Gemeinderat Vaterstetten
- den Landkreis Ebersberg
- die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB)
Wir fordern:
- eine realitätsnahe Neubewertung der kinderärztlichen Versorgungssituation in Vaterstetten, unter Berücksichtigung der tatsächlichen Inanspruchnahme und Arbeitsbelastung
- eine Überprüfung der regionalen Verteilung kinderärztlicher Kassensitze, auch innerhalb formal überversorgter Planungsbereiche bezogen auf die lokalen Bevölkerungszahlen.
- die aktive Unterstützung der Gemeinde Vaterstetten bei der Ansiedlung zusätzlicher kinderärztlicher Kapazitäten (z. B. Zweigpraxis, Anstellung, Teilzulassung, kommunale Trägerin eines MVZ)
- einen konstruktiven Dialog zwischen Gemeinde, Landkreis und Kassenärztlicher Vereinigung Bayerns, um passgenaue Lösungen zu entwickeln
- Prüfung einer Neuausrichtung des Landesausschusses mit der Erwägung der Installation einer Delegation der Landkreise im Landesausschuss
Unser Anliegen ist ausdrücklich kein Vorwurf an bestehende Strukturen oder Personen. Ziel ist es, frühzeitig gegenzusteuern, bevor eine Überlastung zu einer tatsächlichen Unterversorgung wird.
Eine verlässliche, wohnortnahe kinderärztliche Betreuung ist ein wesentlicher Bestandteil der kommunalen Daseinsvorsorge und ein zentraler Faktor für die Attraktivität von Vaterstetten als familienfreundliche Gemeinde.
Begründung
Wir, die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Vaterstetten, bitten um gezielte Maßnahmen zur nachhaltigen Sicherung und Entlastung der kinderärztlichen Versorgung vor Ort.
In der Gemeinde Vaterstetten ist aktuell eine kinderärztliche Praxis ansässig (1,75 Arztstellen). Nach Einschätzung der dort tätigen Ärzte erhalten Kinder aus der Gemeinde in der Regel weiterhin Akuttermine.
Der im Ortsteil Baldham ansässige Kinderarzt Dr. Lampros Kampouridis sagt hierzu: „Es besteht eine dauerhafte hohe Arbeitsbelastung, die sich unter anderem in engen Terminfenstern, hoher Fallzahl und eingeschränkten zeitlichen Ressourcen widerspiegelt.“
Diese Situation ist weder für die ärztliche Versorgung noch für die langfristige Sicherstellung des Angebots tragfähig.
Gleichzeitig wird der Landkreis Ebersberg im offiziellen Versorgungsatlas als formal überversorgt ausgewiesen. Diese Einstufung bildet jedoch die tatsächliche Situation vor Ort nur unzureichend ab, da die kinderärztlichen Sitze regional ungleich verteilt sind. Die rechnerische Überversorgung in Teilbereichen führt dazu, dass notwendige zusätzliche Niederlassungen in Gemeinden wie Vaterstetten faktisch nicht ermöglicht werden, obwohl dort eine klare strukturelle Belastung besteht.
Die aktuelle Versorgungssituation kann die wachsenden Anforderungen durch Bevölkerungsentwicklung, steigende medizinische Komplexität und erhöhte Erwartungen an Erreichbarkeit und Betreuung langfristig nicht auffangen. Eine Entlastung ist nicht nur im Interesse der Familien, sondern auch im Sinne der Sicherstellung der kinderärztlichen Versorgung im Planungsbereich Ebersberg.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
26.01.2026
Sammlung endet:
25.07.2026
Region:
Landkreis Ebersberg
Kategorie:
Gesundheit
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Neue SprachversionWarum Menschen unterschreiben
Wir haben in Vaterstetten seit ca. 9,5 Jahren keinen Platz bei einem Kinderarzt bekommen. Wir sind vor ca. 9,5 Jahren nach Baldham gezogen und mussten lange nach München zu unserem damaligen Kinderarzt fahren. Mit drei Kindern war die Belastung dadurch jedoch zu groß, weswegen wir nun in Kirchheim beim Kinderarzt sind. Unsere Kinder sind derzeit 11, 7 und 3 Jahre alt. In der Praxis Kampouridis in Vaterstetten wurden wir auf Nachfragen meinerseits, alle paar Jahre durchgehend abgewiesen, da keine Kapazitäten zur Verfügung sind/waren.
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Es bedarf dringend einer wohnortnahen Versorgung der Kinder