2 Unterschriften
Petition richtet sich an: Marcel Kreutz, Stadtrat, Stadtverwaltung
Sehr geehrter Bürgermeister, sehr geehrte Ratsmitglieder
und Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach
Wir, die Bürgerinnen und Bürger aus Strundorf und Umgebung, fordern die Stadt Bergisch Gladbach auf, das geplante Bauprojekt „Strundorfer Monster“ im Strundepark endgültig abzulehnen. Dieses überdimensionierte Wohn- und Gewerbeprojekt gefährdet die Lebensqualität, das Umfeld und die bestehenden Betriebe in der Region und in der strundeabwärts liegenden Stadt negativ beeinflussen - und das massiv. Es widerspricht den bestehenden städtischen und umweltschutzrechtlichen Kriterien.
Warum wir das Projekt ablehnen:
- Gewerbegebiet in Gefahr: Der Strundepark ist ein gewerblich genutztes Gebiet von regionaler Bedeutung. Eine Wohnnutzung würde bestehende Betriebe v.a. kleinere wie „Der Franzose – Bäckerei und Café“, „König & Dumont“ sowie „Die Sporthalle“ gefährden und widerspricht den aktuellen Bebauungsplänen und würde den Charakter des Gebietes fundamental verändern.
- Baustellenchaos und Insolvenzen: Die geplanten Bauarbeiten und die dauerhaften Beeinträchtigungen werden zu massiven Problemen für die Gewerbetreibenden führen, denn sie dürften mehrere Jahre dauern. Zahlreiche Insolvenzen und Geschäftsaufgaben sind zu erwarten. Selbst die Discounter werden Einbußen erleben.Das Projekt gefährdet somit die wirtschaftliche Struktur der Region. Ähnliches haben wir bereits in der Vergangenheit anläßlich der Bauarbeiten in der Stadtmitte erlebt.
- Monströses Bauvorhaben: Das geplante 8-geschossige, bis zu 26 Meter hohe und rund 150 Meter lange Gebäude passt - auch in verkleinerter Form - nicht ins Ortsbild. Es wird an der engsten Stelle des Strundetales geplant. Die Folge: Ein Schluchteneffekt, der bereits bestehende Probleme wie Lärmbelastung durch Schall und Echobildung und Parkplatzprobleme entlang der L 288 verschärft. Ein verkehrlicher Ausbau der Kürtener/Hauptstraße z.B. für Fahrradwege oder eine sichere Bushaltestelle wäre damit unmöglich.
- Belastung für Umwelt und Verkehr: Der Bau wird den Verkehr ( + 20%) und das Klima stark belasten. Es gibt erhebliche Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf die Frischluftversorgung, die Wasserhaushalt-Regulierung entlang der Strunde sowie die Zerstörung von Grünflächen. Es besteht die Gefahr einer Aufheizung der Stadt, aber auch des Steigens des Wasserspiegels und der Flutgefahr aufgrund der zu erwartenden tiefen Gründung des Bauwerks. Diese negativen Auswirkungen auf die Natur und das Klima sind inakzeptabel.
- Überlastung der Infrastruktur: Die bestehende Infrastruktur (insbesondere Kanalisation und Verkehrswege) ist nicht auf ein solches Bauprojekt ausgelegt. Die zusätzlichen Belastungen durch den Zuwachs an Verkehr und die steigende Bevölkerungszahl würden die Kapazitäten überschreiten und die Lebensqualität in der Umgebung massiv beeinträchtigen.
Unsere Forderung:
- Ablehnung des Bauprojekts „Strundorfer Monster“.
- Statt des Bauprojekts fordern wir eine nachhaltige Weiterentwicklung des Strundeparks, die die Schaffung von Grünflächen, die Erweiterung von Gewerbeflächen und die Förderung von sozialen Projekten umfasst.
- Wir plädieren für eine öffentliche Anhörung und eine intensivere Bürgerbeteiligung, um den Interessen der betroffenen Bürger gerecht zu werden.
Unterstützen Sie unseren Bürgerantrag und stoppen Sie das „Strundorfer Monster“!
Jetzt Petition unterschreiben!
Bitte unterstützen Sie unsere Petition und helfen Sie uns, Bergisch Gladbach vor einem überdimensionierten Bauprojekt zu bewahren. Gemeinsam können wir eine lebenswerte Stadt gestalten, in der Wirtschaft und Natur Hand in Hand gehen.
Begründung
Warum ist unsere Petition wichtig?
Die Wohnungsnot in Bergisch Gladbach ist für viele Menschen, Familien und Alleinstehende längst Realität: bezahlbarer Wohnraum ist knapp, Mieten steigen und besonders Menschen mit geringem und mittlerem Einkommen finden keine geeigneten Wohnungen. Vor diesem Hintergrund wurden große Bauprojekte wie das sogenannte „Strundorfer Monster“ als Lösung vorgeschlagen. Doch wir stehen hier, weil eben dieses Projekt nicht geeignet ist, die konkrete Wohnungsnot nachhaltig zu mindern – und darüber hinaus erhebliche Risiken für die Stadt, die Umwelt und die Bürger birgt.
Wir selbst wohnen bzw. leben in dem Gebiet, das von diesem Bauprojekt direkt betroffen wäre. Schon während extremer Wetterereignisse wie der Starkregen‑ und Hochwasserlage im Sommer 2021 trat die Strunde weit über ihre Ufer, überschwemmte Straßen, Gärten und Gewerbeflächen und bedrohte Betriebe und private Grundstücke. Dieses Ereignis ist vielen Anwohnern auch in der Stadtmitte noch präsent und hat gezeigt, wie sensibel die Lage in diesem Tal und am Wasser ist.
Das dürfen wir im Zusammenhang mit neuen Bauprojekten nicht ignoriert. Der Strundetaler+1
Besondere Risiken für die Stadtmitte und das Gebiet unterhalb des Projekts
🔹 Hochwasser- und Überflutungsgefahr steigen:
Die Strunde ist ein natürlicher Bachlauf mit nachgewiesenen Hochwasserereignissen, insbesondere wenn starke Regenfälle auftreten. Durch großflächige Versiegelung des Bodens (also Beton, Asphalt, Gebäudeflächen) rund um das Bauprojekt würde Regenwasser schneller ins Tal abgeleitet, als der Boden es speichern kann. Dadurch steigt die Gefahr, dass der Wasserspiegel der Strunde ansteigt und der Flutdruck auf Gebiete unterhalb des Baugebietes – insbesondere die Stadtmitte – zunimmt. Der Verlauf der Strunde führt offen durch zentrale Bereiche, unter anderem durch Teile der Innenstadt. Wikipedia
🔹 Verlust von Frischluftschneisen:
Das Strundetal wirkt wie eine natürliche Frischluftschneise, durch die kühle Luft aus den höher gelegenen Wiesen und Auen in Richtung Innenstadt fließt. Hochbauliche Verdichtung in diesem Tal kann diesen Luftaustausch stören – mit negativen Effekten auf städtisches Klima und Wohnqualität, vor allem an heißen Tagen.
🔹 Ökologische Auswirkungen:
Das Tal rund um die Strunde ist Teil eines wertvollen Gewässer‑ und Landschaftsgebiets mit geschützter Flora und Fauna (u. a. im Naturschutzgebiet Strundetal). Bauvorhaben dieser Größe beeinträchtigen Lebensräume, natürliche Wasserläufe und Auenflächen, die für das regionale Ökosystem und die Erholung der Bürger wichtig sind. Wikipedia
🔹 Ungenügende Lösung für Wohnungsnot:
Obwohl das Projekt als Beitrag zur Schaffung von Wohnraum beworben wird, schafft es kaum bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit geringem Einkommen, sondern tendiert eher zu hochpreisigem Eigentum. Gleichzeitig würde es Unternehmen im Strundepark gefährden – wie die Bäckerei „Der Franzose“, „König & Dumont“ oder das Fitnessstudio –, die sowohl Arbeitsplätze sichern als auch die Nahversorgung stärken.
Warum ist diese Petition so wichtig?
Diese Petition ist nicht gegen Wohnungsbau an sich gerichtet – wir unterstützen die Schaffung von Wohnraum. Sie ist aber wichtig, weil das Strundorfer Monster weder nachhaltig noch sicher ist, keine Lösung für die drängende Wohnungsnot bietet, aber gleichzeitig:
✔️ Risiken für Hochwasser und Überflutungen erhöht
✔️ das städtische Klima verschlechtert
✔️ ökologische Schutzgebiete beeinträchtigt
✔️ lokale Wirtschaft und Arbeitsplätze gefährdet
✔️ die Lebensqualität der bestehenden Nachbarschaft senkt
Wir fordern stattdessen:
➡️ Sinnvollere, innerstädtische Wohnbaukonzepte mit sozialen Komponenten (z. B. Nachverdichtung, Nutzung bestehender Flächen)
➡️ Transparente Beteiligung und echte Risikoanalysen
➡️ Bodenversiegelung reduzieren statt verstärken
➡️ Schutz des Strundetals als natürliche Lebens‑ und Frischluftachse der Stadt
Diese Petition ist deshalb so wichtig, weil sie unsere Nachbarn, unsere Natur und unsere Stadt zukunftsfähig schützen will – ohne falsche Versprechen, aber mit echtem Wohnraumkonzept für alle.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
23.03.2026
Sammlung endet:
22.09.2026
Region:
Bergisch Gladbach, Strundorf, Sand, Herkenrath, Herrenstrunden, Stadtmitte, Rheinisch-Bergischer Kre
Kategorie:
Bauen
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Die ohnehin bereits schlechten Bedingungen bei Luftqualität und Lärm dürfen durch monströse Bauvorhaben nicht ins Desaster getrieben werden.