Debatte
Studierende, die ihre akademische Ausbildung bisher selbst durch Rücklagen oder Nebenjobs finanziert, keine staatliche Hilfen (BAföG, Wohngeld etc.) beantragt oder keine wohlhabende Freunde/Verwandte haben, stehen nun alleine da. Sie werden bisher in keinem Rettungspaket berücksichtigt. Die wenigsten von uns haben genug Rücklagen auf der Bank, um die Krise zu überstehen. Für die meisten kann die Krise zum Abbruch oder eine unnötige Verlängerung des Studiums führen, da laufende Kosten wie Miete oder Versicherungen nicht mehr finanzierbar sind. Bitte! Wir sind die Steuerzahler von morgen!
Wer als Student bedürftig ist, kann BAföG erhalten. Die Petitionsersteller haben unrecht mit der Aussage, dass das "Nettoeinkommen der Eltern aus dem vorletzten Jahr für die Feststellung der Bezugsberechtigung" ausschalggabend sei. Vgl § 24 BAföG: "Ist das Einkommen im Bewilligungszeitraum voraussichtlich wesentlich niedriger als in dem nach Absatz 1 maßgeblichen Zeitraum, so ist auf besonderen Antrag des Auszubildenden bei der Anrechnung von den Einkommensverhältnissen im Bewilligungszeitraum auszugehen". Warum nicht recherchieren, bevor man eine Petition startet?