Petition richtet sich an:
An die Verantwortlichen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern
Wir fordern die zuständigen Behörden dazu auf, unverzüglich die Kooperation mit dem Meeresbiologen und Umweltschützer Robert Marc Lehmann zu suchen, um den verhedderten Wal von den lebensgefährlichen Netzresten zu befreien.
Unsere konkreten Punkte: Erteilen Sie Robert Marc Lehmann und seinem Expertenteam umgehend die Erlaubnis, die Rettungsaktion zu leiten oder maßgeblich zu unterstützen.Stellen Sie ein geeignetes Boot sowie die notwendige technische Ausrüstung zur Verfügung, um einen sicheren Einsatz zu gewährleisten.Beherzigen Sie seine fachlichen Ratschläge und Strategien für eine risikoarme Befreiung des Tieres.
An die Verantwortlichen in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern:
• Herrn Sven Partheil-Böhnke, Bürgermeister Timmendorfer Strand
• Herrn Thomas Beyer, Bürgermeister der Hansestadt Wismar
• Herrn Dr. Till Backhaus, Minister für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt MV
• Frau Manuela Schwesig, Ministerpräsidentin des Landes Mecklenburg-Vorpommern
• Das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur SH (MEKUN)
• Herrn Daniel Günther, Ministerpräsident des Landes Schleswig-Holstein
• ITAW Büsum, z. Hd. Frau Prof. Dr. Siebert
• Thilo Maack, Greenpeace
OFFENER BÜRGERBRIEF
Fragen zur Transparenz und Rettungsmaßnahmen im Fall des gestrandeten Buckelwals
Sehr geehrte Damen und Herren,
die aktuelle Situation des in der Ostsee gestrandeten Buckelwals wirft aus Sicht der informierten Öffentlichkeit grundlegende Fragen zur strategischen Ausrichtung und zur Unabhängigkeit der Rettungsmaßnahmen auf.
Eine Petition zur sofortigen Einbindung von Robert Marc Lehmann in die aktive Rettungsmission hat innerhalb kürzester Zeit bereits über 30.000 Unterschriften gesammelt. Angesichts dieses massiven öffentlichen Interesses bitten wir um die Beantwortung folgender Fragen, um den Anschein von Interessenkonflikten auszuräumen:
1. Fragen zum Ausschluss externer Expertise:
Aus welchen konkreten fachlichen Erwägungen wurde die aktive Mitarbeit eines Experten wie Robert Marc Lehmann, der über nachgewiesene Erfahrung aus 12 internationalen Wal-Rettungen verfügt und angeboten hat, das Tier bis in den Atlantik zu eskortieren, abgelehnt oder beendet?
2. Fragen zur Gefahrenprognose und Prävention:
Weshalb wurde eine aktive Begleitung (Eskorte) des Tieres abgebrochen, obwohl Experten dies als einzig wirksame Maßnahme zur Rückführung in den Atlantik bezeichneten? Warum wurde für die kurzzeitige Eskorte die Wasserpolizei anstelle von Experten eingesetzt?
3. Fragen zu möglichen Interessenkonflikten:
Wie bewerten Sie die Neutralität der aktuellen Rettungsleitung?
Wie stellen Sie sicher, dass bei den beteiligten Institutionen das Interesse an einem musealen Exponat zu keinem Zeitpunkt über das Ziel einer erfolgreichen Lebensrettung gestellt wird?
4. Fragen zur Art der Intervention:
Warum unterbleiben zum jetzigen Zeitpunkt aktive Versuche, das Tier von physischen Belastungen wie Geisternetzen und attackierenden Vögeln zu befreien, solange es noch über ausreichende Vitalität verfügt?
5. Fragen zur zukünftigen Projektleitung:
Sind Sie bereit, zur Wiederherstellung des öffentlichen Vertrauens eine unabhängige Projektleitung einzusetzen, die in keinerlei Verwertungs- oder Forschungsbeziehung zum Tierkörper steht? Wird Herrn Lehmann und seinem Team umgehend der Zugang zum Tier ermöglicht, um die geforderten aktiven Rettungsschritte einzuleiten?
Wir fordern Sie auf, im Sinne des Tierschutzes und der Transparenz zu handeln. Die Öffentlichkeit erwartet eine klare Positionierung, die belegt, dass alle Handlungen ausschließlich dem Ziel dienen, das Leben dieses geschützten Meeressäugers zu erhalten.
Mit erwartungsvollen Grüßen
Begründung
Wir hatten den Eindruck das Robert durch seine Erfahrung viel bewirken kann und konnte. Wir alle haben doch den Eindruck gehabt das er zum besagten Wal eine besondere Bindung aufgebaut hatte.