Region: Sachsen

Neubau der agra-Brücke stoppen – Tieferlegung der Bundesstraße prüfen

Petition richtet sich an
Sächsischer Landtag Petitionsausschuss

927 Unterschriften

7 %
822 von 12.000 für Quorum in Sachsen Sachsen

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  1. Gestartet 13.03.2026
  2. Sammlung noch > 5 Monate
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Petition richtet sich an: Sächsischer Landtag Petitionsausschuss

Der agra-Park darf nicht für die nächsten 100 Jahre zerschnitten bleiben – Petition für die Prüfung der Tieferlegung der Bundesstraße B2 im Bereich der agra-Brücke. 

Wir fordern die Sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung sowie die Sächsische Staatsregierung auf,
·       den Neubau der agra-Brücke nicht vorschnell umzusetzen,
·       vor einer endgültigen Entscheidung Alternativen zu prüfen,
·       insbesondere die Tieferlegung der Bundesstraße B2 im Bereich des agra-Parks zu untersuchen.

Unterstützen Sie diese Petition
Die Entscheidung über die Zukunft der agra-Brücke wird den agra-Park und seine Umgebung für die nächsten 100 Jahre prägen.
Unterstützen Sie diese Petition und setzen Sie sich dafür ein, dass vor einem Neubau der agra-Brücke die Tieferlegung der Bundesstraße B2 ernsthaft geprüft wird.

Begründung

Der Freistaat Sachsen plant den Neubau der agra-Brücke im Süden von Leipzig. Diese Entscheidung würde den agra-Park für die nächsten 100 Jahre zerschneiden.

Der agra-Park gehört zu den bedeutendsten Landschaftsparks der Region und ist für viele Menschen ein wichtiger Ort für Erholung, Bewegung und Naturerlebnis. Täglich nutzen Bürgerinnen und Bürger den Park zum Spazierengehen, Radfahren, Sport treiben oder einfach, um Natur zu erleben.

Doch seit den 1970er-Jahren wird der Park durch die agra-Brücke – die Brücke der Bundesstraße B2 – zerschnitten. Die Brücke trennt Wege und Landschaft, beeinträchtigt das historische Parkbild und belastet den Park und die Anwohner dauerhaft durch Verkehr und Lärm.

Die bestehende Brücke ist inzwischen stark beschädigt und muss ersetzt werden. Der aktuell geplante baugleiche Neubau der agra-Brücke würde jedoch einen städtebaulichen Fehler der Vergangenheit für die nächsten 100 Jahre fortschreiben.
Unterstützen Sie deshalb diese Petition, damit vor einer endgültigen Entscheidung Alternativen ernsthaft geprüft werden.

Eine bessere Lösung für den agra-Park
Eine mögliche Alternative ist die Tieferlegung der Bundesstraße B2 im Bereich des agra-Parks. Dabei würde die Straße abgesenkt geführt werden, sodass der Park wieder stärker zusammenwachsen kann.
Wichtig: Es geht dabei ausdrücklich nicht um eine Tunnel-Lösung, sondern um eine abgesenkte Straßenführung, die sich besser in den Parkraum integriert.

Vorteile für Bürgerinnen und Bürger
Eine Tieferlegung der Straße könnte viele Vorteile für die Menschen in der Region bringen:

  • der Park würde räumlich wieder verbunden und die heute getrennten Parkbereiche könnten wieder zusammenwachsen
  • die Lärmbelastung im Park und in den angrenzenden Wohngebieten könnte deutlich reduziert werden
  • Natur-, Biotop- und Artenschutz könnten besser berücksichtigt werden
  • die gartenbauliche und pflanzliche Gestaltung des Parks würde aufgewertet
  • die Attraktivität des Parks für Erholung, Gastronomie, Einrichtungen und Veranstaltungen würde deutlich steigen
  • Der agra-Park ist ein Ort für alle – für Familien, Spaziergänger, Sportler und Naturfreunde.

Engagement für den agra-Park
Der Verein PRO agra-Park e. V.  engagiert sich seit seiner Gründung im Jahr 2012 für eine nachhaltige Entwicklung des Parks.
Der Bund und der Freistaat Sachsen haben bereits 2021 erklärt, Alternativen zum Neubau der agra-Brücke prüfen zu wollen. Inzwischen wurde jedoch das Landesamt für Straßenbau und Verkehr mit der sofortigen Planung eines Ersatzneubaus der Brücke beauftragt, während eine umfassende Prüfung der Tieferlegung bislang nicht erfolgt ist.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, PRO agra-Park e.V., Markkleeberg
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 13.03.2026
Sammlung endet: 12.09.2026
Region: Sachsen
Kategorie: Bauen

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Neuigkeiten

Weil eine Tieferlegung der Straße in einen Trog den Park wieder optisch zusammenführt, den Lärm erheblich reduziert und damit den Erholungs- und Erlebniswert deutlich steigert. Ein Trog bleibt trotzdem ein Kompromiss zu einem Tunnel, weil letzterer deutlich aufwändiger und heute nicht finanzierbar wäre.

Aus Gründen des Umweltschutzes ist auch ein Trogbauwerk kritisch zu sehen. So würde ein Trog den Grundwasserfluss der Aue, in der der Agrapark liegt, durchbrechen und höchstwahrscheinlich gegen das Verschlechterungsverbot der Wasserrahmenrichtlinie verstoßen. Die nach § 30 BNatSchG geschützten Hartholzauen würden somit irreversibel geschädigt. Da der Auwald ein FFH-Gebiet ist, sind solche Projekte nach § 34 BNatSchG rechtlich kaum zulässig.

Warum Menschen unterschreiben

Die agra-Brücke teilt den Park optisch in zwei Hälften. Damit sind die historischen Sichtachsen zerstört.
Weiterhin wird durch die Brücke der Straßenlärm besonders weit in die umliegenden Wohnquartiere getragen.

Der agra-Park ist ein wichtiger Teil meines Lebens. Ich sehe eine Chance in der Erneuerung der Straße als abgesenkte Straße, die die Attraktivität des Parks wieder deutlich verbessern kann.

Weil ein Tunnel die bessere Lösung ist und der Park nicht mehr zerschnitten wird.

Weil die Brücke nicht mehr dem Zeitgeist entspricht.

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